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Kundenrezensionen

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am 13. Mai 2005
"Dürft ich zum Augenblicke sagen, verweile doch, du bist so schön..."
Noch im ersten Teil zum verbotenen Satze im Teufelspakt mit Mephistopheles deklariert, hat er nun am Ende von Fausts Leben einen völlig neuen Sinn erhalten. Höchste Lust und Zufriedenheit waren im ersten Teil noch die einerseits verdammten und andererseits im Frust über die menschliche Beschränktheit ersehnten Genüsse, die Fausts Brust in zwei Seelen spalteten und dem Leser als unvereinbare Gegensätze eingehämmert wurden.
Im zweiten Teil jedoch gelingt es dem Goethe, eine geniale Synthese aus beiden zu schaffen: Doktor Faust findet seine Seelenruhe und einen Augenblick höchsten Genusses bei der Betrachtung "seines" Volkes, das emsig arbeitend der Utopie einer besseren Gesellschaft und des Fortschritt sein Leben widmet und jeden Tag sein Leben für seine Freiheit riskiert.
Diese tollkühne Vision entstand aber aus einer Evolution der Erkenntnis, der Leser fühlt mit Faust und seinem Leidensweg mit, um schließlich, von Inhalt und Rhythmik an die Hand genommen, am Ende selbst zu dieser Vision "hingetragen" zu sein. Diese Basisphilosophie als neuer Erkenntnisansatz wird dabei in sprachlicher Schönheit verkleidet und ohne wissenschaftstheoretischen Ballast, wie beispielsweise in Hegels "Phänomenologie des Geistes", vermittelt.
Jedem verzweifelten und sinnsuchenden Menschen, gleich welchen Alters, eindeutig zu empfehlen, obwohl etwas länger und schwerer verständlich als der erste Teil. Filtert man jedoch unter all den mythologischen Gestalten und Nebenschauplätzen den Kern heraus, ist das Werk ein wahrer Höhepunkt der deutschen Literaturgeschichte!
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am 2. März 2001
Der zweite Teil ist in seiner Mannigfaltigkeit einfach unübertrefflich. Hier wird die Tragödie ihrem Anspruch, ein "Weltgedicht" zu sein, erst wirklich gerecht. Sicherlich fällt das Verständnis des Werks auf den ersten Blick nicht immer leicht, doch hat auch niemand behauptet, man müsse das Drama wie einen Groschenroman "verschlingen" können. Wohl gemerkt, Mephistopheles dient nicht der Ergötzung des Lesers bzw. Zuschauers! Ich empfehle eine kommentierte Ausgabe.
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am 3. Februar 2005
Knapp 60 Jahre nach den ersten Skizzen und Ausführungen zu Faust vollendete Goethe kurz vor seinem Tode 1832 noch "Der Tragödie zweiter Teil". Zuvor hatte er die Arbeit immer wieder für mehrere Jahre unterbrochen, neue Entwürfe gemacht und diese wieder verworfen oder verändert. Dabei ist Faust II keine Fortsetzung im klassischen Sinne: Man merkt dem Stück sofort an, dass der spätere Goethe andere Intentionen hatte als noch bei der Arbeit an "Faust I" (1808 veröffentlicht). Die Hauptfiguren Mephisto und Faust dienen vielmehr als roter Faden zwischen den einzelnen Handlungsorten: Im Mittelpunkt steht die Darstellung einer "mannichfaltigen Welt" (Eckermann). Die Weltfahrt gerät zu einer dichterischen Manifestation verschiedener Welten, die sich nur noch symbolisch verbinden lassen. Vom Kaiserhof im ersten Akt über die antike griechische Walpurgisnacht über die Helena-Episode bis zur Landgewinnung am Ende des Stücks. Wer also auf eine Fortsetzung im Stil des Vorgängers hofft, könnte angesichts der Vielzahl der Charaktere und Handlungsebenen abseits der beiden Hauptfiguren enttäuscht sein. Dazu besteht aber keinerlei Grund, weil Goethes Sprache hier unbeschreiblich schön ist, voller Harmonik und Anspruch. Der zweite Teil in seiner Komplexität fasst vieles zusammen, was Goethe in seinem Leben an Erfahrungen gesammelt hat und verbindet dieses Maß an Einsicht mit dem Genie des Dichters. Sorgfalt und Aufwand bei der Entstehung lassen sich aus jedem Vers herauslesen und an Brillianz und Faszination hat dieses Stück Literaturgeschichte nichts eingebüßt. Ich verneige mich vor einer literarischen Leistung, die auf der Welt ihresgleichen sucht.
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Goethes Faust, wer kennt es nicht. Zumindest dem Namen nach. Sprache und Inhalt haben die deutsche Kultur wie kaum ein anderes literarisches Werk beeinflusst. Vielleicht mussten Sie den Faust als Schüler lesen. Mit Abneigung? Dann lesen Sie ihn jetzt bequem als e-book wiedxer. Sie werden überrascht sein.
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am 13. Januar 2015
Faust.
Der Tragödie zweiter Teil von Johann Wolfgang von Goethe wurde von
1825 bis 1831 verfasst und 1832, kurz nach dem Tod Goethes,
veröffentlicht. Es ist ein Theaterstück in fünf Akten, in Versen
verfasst. Goethe überwindet mithilfe des fiktiven Charakters
Mephistopheles alle Beschränkungen von Raum und Zeit, er schickt
Faust gleichzeitig ins Mittelalter und ins antike Griechenland, er
vermischt christliche Lehren mit den Lehren der griechischen und
römischen Mythologie und lässt die Protagonisten in verschiedenen
Figuren auftreten.

„Alles
Vergängliche ist nur ein Gleichnis. Das Unzulängliche, hier wird's
Ereignis: Das Unbeschreibliche: hier ist's getan. Das Ewig-Weibliche
zieht uns hinan.“

Das
Werk ist sehr komplex, oft chaotisch und als Ganzes nicht leicht
erfassbar. So, wie das Leben und die Welt an sich.
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am 10. Februar 2012
Inhaltlicher Anschluss an den vorigen Teil: Nachdem Mephisto scheiterte, Faust mit Gesellschaft und Liebe zufrieden zu stellen, bietet er ihm nun Macht und schleust beide an einem Königshof ein, wo Mephisto mal eben das Papiergeld erfindet und den König damit reich macht. Als sie die Geister von Helena und Paris aus dem antiken Griechenland beschwören, verliebt sich Faust in Helena und Mephisto muss ihn zu ihr in die Antike bringen ... Wie im vorigen Teil formuliert Goethe etwas umständlich, Beispiel: "Dass Scham und Schönheit nie zusammen, Hand in Hand, |Den Weg verfolgen über der Erde grünen Pfad." (Hier könnte Schluss sein, Aussage getan, aber es geht weiter.) "Tief eingewurzelt wohnt in beiden alter Hass, |Dass wo sie immer irgend auch sich des Weges sich |Begegnen, jede der Gegnerin den Rücken kehrt." bla bla usw. Dies ist aus dem dritten Akt zitiert, wo es zur Story gehört, dass die mythologischen Figuren ungereimt sprechen. Doch auch andererorts hat Goethe manchmal die Reime außer Acht gelassen, wo es keine Entschuldigung gibt ... sehr schade, denn sonst sind die Verse wunderbar und das Werk mit den Elfen, Sphinxen, Greifen, Geistern und Teufeln sehr phantastisch, im Theater noch mehr als gedruckt. Goethe ist ein großer Dichter, daher verstehe ich nicht, warum er nicht auch die Stellen gereimt hat, wo es nicht zur Story gehörte, dass die Personen ungereimt sprechen.
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am 23. Juli 2012
Zwischen Faust I und Faust II liegen Jahre. In Faust II fliessen natürlich Goethes Alterserfahrungen mit ein. Das Mittelalter trifft die Antike, deren Mythologie und Symbolik nicht mehr so geläufig ist, wie dem klassisch gebildeten Menschen. Dennoch ist es ein Erlebnis dieses Meisterwerk der deutschen Dichtkunst zu lesen.
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am 20. Mai 2009
Johann Wolfgang von Goethe hat mit seinem Faust-Stoff (und vorllem mit dem 2.ten Teil) das wichitigste Werk der deutschsprachigene Literatur erschaffen.

Goethes "Faust (2)" bietet eine thematische und stilistische Dichte und Fülle wie sonst kaum ein anderes Werk in der gesamten Literatur.
Es bietet ein solch komplexes Gesellschaftsbild das dem von Joyces Ulysses ähnelt, bringt uns so tief in die Welt des Himmels und der Hölle wie Dante es in seiner göttlichen Kömodie meisterhaft vorgemacht hat, verschleppt uns zudem noch in die wunderbare griechische Antiken und Sagen Welt, und schafft dies alles mit einer spannung und mit einem Sprachniveau das alles andere (deutschsprachige) in den Schatten stellt.
Und noch dazu ist es auch durchaus ein philosophischer ratgeber und eine religiöse Abhandlung.
Ja es kann sogar als weiterführung der Bibel verstanden werden, ein epochaler Kampf um die Seele des Menschen beginnt von neuem.
Faust erobert das "Verloreene Paradies" zurück.
Kurzum "Faust" bietet ein Inventar unserer Kultur, dient als Erinnerungssystem, kritisiert die gegeben Verhältnisse und schafft Lösungen für das richtige Leben.

Goethe hat hiermit seinen namen unsterblich in die höchsten Gefilde der Wetliteratur erhoben, in der nur solche erlauchten Sterne wie John Milton, Dante Aligheri, Jamey Joyces und William Shakespeare stehen.

Sein Faust 2 ist natürlich schwer zugänglich, vorallem die mythologie ist gerade heutzutage nicht mehr so greifbar, deshalb muss man sich bei diesem Mammutwerk nicht schämen," Erläuterungen und dokumente" zu benutzen, allein schon um altdeustche wörter die heute nich mehr gebraucht werdne zu verstehen.

Aber die Mühe lohnt sich, hat man sich erolgreich durch die knapp 400 Seiten (insgesamt, auf ausgabe basierend) gelesen, ist man am ende erschöpft und befiredigt und man hat das gute gefühl seinem Verstand gerade einen großen dienst geleistet zu haben.

5***** habe ich für ein buch noch nie vergeben (auch nicht für andere weltklasiker) doch Faust hat es verdient, es ist die einzig mögliche Punktzahl die dieses wichtigste und beste Buch deutscher Sprache bekommen kann.
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am 6. Februar 2010
Auch auf die Gefahr hin, vielen Leuten hier zu und andernorts zu widersprechen; ich finde Faust - Der Tragödie Zweiter Teil einfach nur eine Tragödie. Faust I war genial, das liebte ich, doch Faust II hat alle meine Erwartungen zerschmettert.

Es beginnt noch gut, mit dem ersten Akt. Dann jedoch kommt in Akt 2 und 3 Allegorie auf Allegorie, wie eine extrem ausgedehnte Walpurgisnachtszene (ach die Walpurgisnacht kommt noch einmal vor) mit Gastauftritten von allen möglichen Helden, Allegorien, Metaphern etc. während Faust kaum irgendwo zu sehen ist, mehr schon Mephistopheles. Ab da beginnt auch das Thema Sex, denn Faust verliebt sich dann unsterblich in Helena von Troja, der dann immerhin eine ordentliche Portion des Buches gewidmet wird...ohne Faust. Bis dieser wieder auftaucht, alles wieder abstrakt wird. Inzwischen ist selbst Mephistopheles von Sphinxen und Nymphen und Lamias irritiert und sexuell angezogen, verkleidet sich kurzzeitig als Frau/Hexe um Helena von Troja zu ärgern.

Schließlich am Ende, werden wir auch noch um den Pakt mit dem Teufel betrogen. Ich weiß nicht, was Goethe wollte, als er dieses Buch schrieb, vielleicht war es Geldgier. Lange Strecken lang habe ich mich durch das Buch gequält und mich gefragt, was Goethe sich dabei gedacht hat und ob er sich auch durch das Buch quälte, um irgendetwas aufs Papier zu bringen und abkassieren zu können. Denn dieses Buch ist teilweise so ein großer Mischmasch an Themen, Figuren etc., dass in mindestens der Hälfte des Buches kaum ein Sinn zu sehen ist. Und sollte doch ein hochwissenschaftlicher-kulturwissenschaftlicher Sinn in dem Buch zu finden sein...dann ist dieser so tief versteckt und so gut vergraben, dass sich für nicht Kulturwissenschaftler der Sinn dieses Buches schwer finden lassen wird und sich somit der Lesespaß, oder zumindest meiner, verflüchtigt...
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am 23. April 2010
Beim Lesen des Faust II fällt vor allem eines auf: Man müht sich ab. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass es "Wolfgang Goetzen", wie Tucholsky es einmal so schön ausgedrückt hat, da nicht anders ging.
Der Faust II fängt stark an und endet (mehr als nur) stark. Aber dazwischen... vielleicht hätte der Autor ja gut daran getan, etwas weniger auszuufern? Vielleicht wäre Qualität auch der Ideen der vorhandenen Quantität vorzuziehen gewesen?
Aber wahrscheinlich werde ich jetzt von Kanonikern zerfleischt. Gut, damit muss ich dann leben. Geht mir in meinem Studium nicht anders.
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