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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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4,3 von 5 Sternen


am 5. September 2016
Sigmund Freud lebte von 1856-1939 und war - von der Neurologie kommend - der Begründer der Psychoanalyse, die er in Wien entwickelte. Aus der Psychoanalyse entfaltete er auch wichtige kulturtheoretische und religionskritische Ansätze. Sein sehr umfangreiches Gesamtwerk liegt in den Gesammelten Werken und der Standard Edition vor, daneben gibt es aber diese hervorragende Studienausgabe in 10 Bänden mit Ergänzungsband, die vom S. Fischer-Verlag erstmals 1969 herausgegeben wurde und die 1989 mit 11. korrigierter Auflage nochmals verbessert erschienen ist.

Im ersten Band dieser stets hervorragend kommentierten Studienausgabe findet der Leser zunächst eine Einführung in das Leben und Denken Freuds von James Strachey, kritische Anmerkungen zum Werk von Alexander Mitscherlich sowie editorische Erläuterungen von Angela Richards sowie Ilse Grubrich-Simitis.

Danach kommt auch schon Sigmund Freud zu Wort, und zwar tatsächlich im Sinne einer fantastisch ausgearbeiteten „Vorlesungsmitschrift“. Die ersten 28 Vorlesungen wurden wirklich auch gehalten, und zwar in den jeweiligen Wintersemestern 1915-16 und 1916-17 in der Uni Wien vor Hörern aller Fakultäten. Seit 1902 war er Professor und insofern bereits durch viele Vorlesungen routiniert. Bestechend sei seine Vortragskunst gewesen, zwar gründlich vorbereitet, dann aber dennoch auch frei und ohne Manuskript absolviert. Hinterher habe er – mit phonografischem Gedächtnis begabt – den Vortrag niedergeschrieben, so zumindest im ersten Winter, während die Vorlesungen des 2. Wintersemesters schon vor dem Vortrag als „Vorlesung“ niedergeschrieben waren. Diese Art der vorgezogenen Niederschrift wählte er schießlich auch 1933 für die Neue Folge, weil sie sich offenbar als lebendige Darstellungsweise - als direkte Ansprache eines gedachten Hörers - bewährt hatte. Jetzt gab es allerdings nur die Buchveröffentlichung, aber keine eigentliche Vorlesung mehr, da Freuds Gaumenkrebserkrankung ihm dies nicht mehr gestattete.

Die umfangreichen Vorlesungen der ersten beiden Wintersemester gliedern sich (ähnlich seiner allmählichen Gedankenentwicklung seit 1886 durch das Studium von Hysterie und die Anwendung der Suggestion/Hypnose nach Bernheim und Charcot) in die drei aufeinander aufbauenden Teile a) der „Fehlleistungen“ mit 4 Vorlesungen, danach b) die ausgiebige Darstellung seiner Einsichten zum „Traum“ mit 11 Vorlesungen, die er als epochales Werk der „Traumdeutung“ im Jahre 1900 veröffentlicht hatte und den 2. Band dieser Studienausgabe darstellt. Im dritten Teil finden sich dann c) ebenfalls sehr interessante Vorträge zur „Allgemeinen Neurosenlehre“, welche zentrale psychoanalytische Begriffe wie „Ich“, „Es“ und „Über-Ich“, „Verdrängung“, „Übertragung“, „innerer Zensor“, Bewusstsein und Unterbewusstsein, Lust- und Realitätsprinzip und natürlich den Begriff Libido erklären, zudem die psychodynamische Herleitung verschiedener Neurosen wie Hysterie, Zwang, Paranoia und Angst, immer im Bedenken möglicher Einwände der Zuhörerschaft, was den Reiz der Gedankendarstellung noch erhöht.
In der Neuen Folge von 1933 kommen geänderte oder erweiterte Ansichten zur psychoanalytischen Lehre und zum Traum zur Darstellung, aber auch zum Teil ganz neue Aspekte über z.B. die Struktur der Seele, Angst und Triebtheorie.

Die Vorlesungen Freuds sind meines Erachtens nicht nur Weltliteratur und ein Muß für alle, die sich mit der Gedankenwelt der Psychoanalyse vertraut machen möchten, sondern darüber hinaus ein wirklicher ästhetischer Genuss, fühlt man sich doch durch die lebendige Darstellung als Vorlesung direkt an die Hand genommen vom Vater der Psychoanalyse. (05.09.16)
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am 14. März 2015
Die Lieferung erfolgte zeitgerecht und die Verpackung war in Ordnung. Ich habe das Buch für meinen Sohn gekauft, der damit sehr zufrieden ist. Da die gebundene Ausgabe sehr teuer kommt, ist die broschierte Version wesentlich preiswerter und erfüllt denselben Zweck..
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am 21. Oktober 2017
Grundlagen zur Psychoanalyse.
Leicht verständlich, Verschriftlichung der tatsächlich in Wien gehalteten Vorlesung von Freud.
Die Neue Folge ist überarbeitet, wurde aber nicht als Vorlesung gehalten.
Man muss konzentriert lesen, aber sehr informativ und ein guter Einstief in die Grundlagen Freuds.
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am 27. Juli 2011
Die Publikation "Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse" hinterlässt bei mir Staunen: Sigmund Freud als entspannter Wissensvermittler der Psychoanalyse vor dem Auditorium zahlreicher StudentInnen vor 95 Jahren. Einerseits werden Grundlagen gut verständlich dargestellt, andererseits ist die facettenreiche Persönlichkeit des Herrn Dr. Freud besser nachvollziehbar als in den Studienausgaben oder Gesammelten Werken. Er engagiert sich, MedizinerInnen und anderen Interessierten das damals noch junge Forschungsgebiet alternativ zur Psychologie und Psychiatrie verständlich zu machen sowie Berührungsängste abzubauen. Trotzdem weist er daraufhin, dass eine Auseinandersetzung mit den Themen der unbewussten Seelenvorgänge dem Einzelnen einiges an Geduld, Energie und Offenheit (O-Ton: Der Hauptpatient bin ich selbst) abverlangt.

In drei Schwerpunkten werden die Fehlleistungen, Traumarbeit/-deutung und Allgemeine Neurosenlehre behandelt. Dazu kommen weitere Kapitel aus dem Jahre 1933, die teilweise eine Aktualisierung / Korrektur der früheren Forschungsergebnisse sind. Insgesamt über 600 Seiten, die einladen, Konzentration aufzubringen. Nicht alles wird für jeden interessant sein, dennoch lohnt sich eine erhöhte Aufmerksamkeit beim Lesen. Fazit: Eine sinnvolle Basis als Einstieg für andere Aufsätze und Abhandlungen Freuds. Vier Sterne
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am 7. Oktober 2014
Dieses Buch ist echt interessant. In den Kriegsjahren 1916/17 hielt Freud vor Ärzten und ärztlichen Laien seine "Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse". Darin schildert er den damaligen Stand seiner, der Freudschen Psychoanalyse. Im Jahr 1933 schrieb Freud die "Neue Folge" von Vorlesungen. Darin geht er auf die Veränderungen, die seine Lehre in der Zwischenzeit erfahren hatte, ein. Mir hat seine Art, die Theorie an Hand von Fallbeispielen zu erklären, gut gefallen. Er zeigt dabei auch eine feinen Sinn für Humor und gute Menschenkenntnis und das völlig unabhängig von seinen Theorien. Mir kommt das Buch wie ein Steinbruch vor, aus dem man viel Nützliches und Interessantes herausholen kann. Wer allerdings eine in sich geschlossene Theorie erwartet, die die Stürme der Zeit unbeschadet überstanden hat und noch heute als letzter Stand der Forschung gilt, wird sicher enttäuscht werden. Weil er sich etwas Unmögliches wünscht. So etwas gibt es zumindestens in der Psychologie nicht, dieser Wissenschaft, in der das Gehirn, diese 3 Pfund graue Masse, dieses System aus 100 Milliarden miteinander vernetzter Zellen, sich selber erforscht. Es ist schon eher ein Wunder, daß wir überhaupt so viel Wissen.
Noch ein Wort zu der Ausgabe vom Nicol-Verlag: Leider fehlt ein Anhang mit Literatur und Stichwortverzeichnis.
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TOP 1000 REZENSENTam 30. Oktober 2014
Ich bin mit der freudschen Literatur leider weder vertraut, noch bin ich geneigt, mich eingehender damit zu befassen. Da würde ich eher die Bücher seines Zeitgenosses Pierre Janet (1959 bis 1947) vorziehen. Da ich mich stark mit Traumatherapie befasse und Janet hier die Fundamente legte, auf die sich aktuelle Traumatherapiemodelle nochmals aufbauen und beziehen. Aber dies ist eine andere Geschichte und sei hier nur am Rande erwähnt.

Über die Texte an sich kann ich sagen, dass sie sehr gut lesbar und verständlich sind. Sie lassen sich leicht auffassen und sind teils bis heute aktuell. Etwa wenn es um das Phänomen der Fehlleistungen geht. Wobei man hier natürlich endlos diskutieren könnte, ob sich jemand lediglich versehentlich versprochen, verschrieben usw. hat oder es zwangsläufig anderswie bedingt war. Einige Gedankengänge Freuds regen in jedem Fall zum Nachdenken und zum Reflektieren an. Eine gute Lesbarkeit der Texte tut ihr übriges dazu. Bücher, die auf Transkripten beruhen, zeichnen sich oft durch eine hohe Lesbarkeit und Lebendigkeit aus, was sich auch auf die Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse und die neuen Folgen hiervon bezieht. Die Lockerheit und Lebendigkeit manch anderer Publikation kann auch darauf basieren, dass jemand mit einem Diktiergerät aufzeichnete und es dann später abtippte (So schrieb Alice Miller ihre Bücher, wie ihr Sohn Martin Miller später berichtete). Jüngere Beispiele von auf dieser Art entstandenen Texte sind "Fundamentale Relativität" von Humberto Maturana oder "Die Heldenreise" von Robert Dilts und Stephen Gilligen. Der erstgenannte Text basiert auf einer Vorlesung, der letztgenannte Text auf einem Seminar.

Die Freudvorlesungen finden sich auch im Internet als PDF-Form. Sodass man sie sich nicht zwangsläufig in Buchform anschaffen muss. Es sei denn, man nutzt einen sehr ineffektiven Drucker oder zieht die Buchform einer ausgedruckten Form vor. Im Fall der Wahl eines festen Buchs kann man hier mit einer Zusammenfassung der "Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse" und "Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse" für relativ kleines Geld umfangreiches Material anschaffen.

Das jemand, der etwas für die Praxis (an sich selbst oder Klienten) sucht, hier an der falschen Adresse ist, versteht sich von selbst. Die "Vorlesungen" von Freud kann ich eher jemandem empfehlen, der eine kurzweilige Klo- oder Bettlektüre sucht. Da die Lesbarkeit der Arbeiten wirklich hoch ist. Wer Praxis sucht, dem kann ich eher Bücher wie "Lösungen" von Watzlawick und Co., "Hypnotherapie" von Rossi und Erickson oder "Imagination als heilsame Kraft" von Reddemann empfehlen. Ältere Erkenntnisse werden nicht zwangsläufig schlechter oder weniger wert. Und so gibt es auch bei Herrn Freud noch manch bis heute gültige Erkenntnis. Aber... für Praktiker hält sich der Erkenntnisgewinn denn doch in Grenzen.
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am 10. Januar 2016
Das Buch ist sehr sachlich, es beinhaltet viele Beispiele aus der Praxis und auch die initiale Einleitung, wie man mit ihnen umgegangen ist. Manche Beispiele sind sogar ein bisschen amusant, besonders im Teil, wo es um die Fehlleistungen geht. Ich bin keine Psychologiestudentin, dieses Werk las ich aus Interesse, und ich finde es ist ein richtiger Einstieg, weil dort viele Schlüsselbegriffe gut beschrieben sind.

Beim Lesen wollte ich gar nicht aufhören, ich schätze dieses Stück wert. Man hat tatsächlich das Gefühl, dass man an der Vorlesung teilnimmt... und hat danach auch ein guter Startpunkt für das Verständnis der weiteren Bücher Sigmund Freuds.
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am 4. August 2008
Honararprofessor Freud hielt vor knapp 90 Jahren eine Reihe von Vorlesungen an der Universität Wien, um Studenten seine Wissenschaft der Psychoanalyse näher zu bringen.

Freud wäre nach heutigen Maßstäben ein erstklassiger akademischer Lehrer, und entsprechend schafft er es das Gebilde der Psychoanalyse (das sich in seinen Hauptwerken in den Theorieteilen nur schwer lesen lässt) zu entwirren, und seinem damaligen, und damit auch heutigen, Publikum, näher zu bringen.
An vielen Universitäten wird auch noch heute genau dieses Buch empfohlen, wenn es um das Einlesen in die klassische Psychoanalyse geht.

Im Hinblick auf die vielen, vielen neueren Erkentnisse die besonders aus dem Bereich der Hirnforschung kommen, und die Sigmund Freud in vielen, vielen seiner Thesen recht geben, lohnt sich das Buch besonders für interessierte (akademische) Laien.
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am 7. Januar 2010
Lyrisch simpel, didaktisch wertvoll - unbedingt als Einstiegswerk von S. Freud lesen! Mit diesem Werk haben Sie dann eine Zusammenfassung, die Quintessenz aller seiner bis dahin erschienenen Werke!
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am 28. August 2008
Freud wollte mit diesem Buch einen Einblick das Gebiet der Psychologie, die Psychoanalyse, geben, was ihm sehr gut gelungen ist.

Man merkt, dass Freud ein guter Schreiber war. Die Sätze sind gut formuliert, leicht verständlich, so dass man nicht für jedes zweite Wort ein Lexikon beraucht um dessen Bedeutung nachzuschlagen, wie es in vielen anderen Büchern das Fall ist.

Die drei Hauptgebiete Fehlleistungen, Traum und Neurosen werden ausführlich beschrieben und regen zum weiteren Studium an.

Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert und lesenswert!
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