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am 1. September 2006
Zu meinen eindrücklichsten Leseerlebnissen gehört "Die Schachnovelle". Ich war wohl in der neunten Klasse, als wir die ersten zwanzig Seiten in einer Freistunde vorgelesen bekamen und ich mir gleich nachmittags das Buch in der Bücherei ausgeliehen habe und atemlos verschlang. Seither habe ich - neben der "Schachnovelle" auch die anderen Erzählungen Stefan Zweigs immer wieder gelesen.

Dieser wunderschöne Band mit Lesebändchen und durchsichtigem, nur mit den Titeln der Erzählungen bedruckten Schutzumschlag ist bereits nach einem Band mit Erzählungen von Thomas Mann und Siegmund Freud die dritte so gestaltete Ausgabe aus dem S.Fischer Verlag, zu einem Preis, den sich auch Jugendliche leisten können.

Stefan Zweig beschreibt darin in seiner so feinen und wohlgesetzten Sprache eine Welt, die mit dem zweiten Weltkrieg wohl endgültig unterging. Und doch haben diese Erzählungen auch heute noch einen ganz besonderen Reiz, da die großen Themen, die Leidenschaft und die Liebe, Angst und Verrat im Mittelpunkt stehen. Zweig war nicht nur ein großer Romanbiograph sondern beherrschte auch die Kurzgeschichte und die Novelle perfekt! Alle Geschichten in diesem Band ermöglichen auch heute noch einen unmittelbaren Zugang zum Werk des Österreichers, der zu den meistgelesensten Autoren des zwanzigsten Jahrhunderts gehört.

Ich möchte dieses Buch mit Nachdruck vor allem jungen Menschen empfehlen, weil Stefan Zweig einen leichten und doch sehr nachhaltigen Einstieg in die Literatur ermöglicht. Aber auch allen "Großen", die Freude an schöner Sprache und einer Wieder- oder Neubegegnung mit Stefan Zweig haben!
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am 3. Februar 2007
Normalerweise sollte sich eine Rezension ja allein auf den Inhalt eines Buches stützen; in diesem Fall sei es jedoch einmal erlaubt, den Inhalt UND die äußere Form zu würdigen. Für den Preis eines Taschenbuchs erhält man hier eine sehr schön aufgemachte, gebundene Ausgabe, die dem leidenschaftlich-kunstvollen Schreibduktus Zweigs wahrlich gerecht wird. Allen Zweig-Einsteigern oder einfach bibliophil Veranlagten sei diese Ausgabe des Fischer-Verlags dringend empfohlen.

Doch was erwartet nun den Leser inhaltsseitig - vor allem eines: fesselnde und elegante Schreibkunst. Die insgesamt neun Novellen streifen Leidenschaften, Affekte und Bedürfnisse in zahlreichen Facetten. Von pathologischer Selbstzerstörung bis hin zur Triebwelt des Alltags. Stefan Zweig war ohne Zweifel einer der brillantesten deutschsprachigen Erzähler des 20. Jahrhunderts. Seinerzeit war Stefan Zweig zudem einer der wenigen Emigranten gewesen, die einen internationalen Leserkreis und komfortable im Exil Lebensumstände ihr Eigen nennen konnten. Dennoch wurde Carl Zuckmayer im frühen Herbst 1942 mit der zunächst sehr unscheinbaren Frage eines Amerikaners konfrontiert: "Did you know Stefan Zweig?" und während er noch sagte "sehr gut, warum?", machte ihm die Form des Präteritums deutlich, dass der große Novellenkünstler nicht mehr war. Zweig und seine Frau hatten aus Schwermut über die Zerstörung des geistigen Europa den Freitod gewählt.

Zweig war ein großer Sprachästhet. Ihn heute zu lesen, das heißt, Genuss zu erleben, sich fesseln zu lassen von perfekt gestalteten Sätzen, die kunstvoll und zugleich eingängig sind. Der herausragende Beweis für Zweigs Können ist gewiss die Schachnovelle. Eine Erzählung, die besser konstruiert ist als jede noch so gute Schachtaktik: Auf einem Passagierdampfer zwischen New York und Buenos Aires befindet sich der geniale, aber zugleich arrogante und tumbe Schachweltmeister Czentovic. Dieser wird von einem etwas starrsinnigen Millionär herausgefordert, den Czentovic daraufhin in Grund und Boden spielt. Eine Revanche soll es richten; doch neuerlich scheint Czentovic leichtes Spiel zu haben, bis plötzlich ein mysteriöser Fremder in den Kreis der Herausforderer tritt und das Blatt wendet. Das Geheimnis jenes Fremden mit Namen Dr. B. ist eine Geschichte der psychischen Qualen, der Selbsterhaltung aus der pursten Not und Verzweifelung heraus. Gerade sein einzigartiges Wissen um die Kunst des Schachspielens wird ihm schließlich zum fatalen Verhängnis werden.

Fazit: Als Einstieg in das Prosawerk eines begnadeten Erzählers eignen sich die "Meistererzählungen" in besonderem Maße. Diese Novellen sind ein kleiner Seelenspiegel des großen Schreibästheten. Und zu guter Letzt nötigen die schöne Aufmachung und eine gute Auswahl tatsächlich einmal Respekt ab.
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am 26. August 2006
Neun wunderbare Erzählungen von Stefan Zweig sind hier vereint. Jede einzelne berichtet von der Leidenschaft zu und hin zu etwas oder jemand. Und diese Leidenschaft ist es, die den Menschen erhöht oder ihn zersetzt, langsam oder final in seiner ganzen Existenz. So sind die erotischen Gefühle in "Der Amokläufer" und in "Verwirrung der Gefühle" mitgefühlte Leidenschaft pur, oder im "Brennenden Geheimnis" (siehe meine Rezension a.a.O.), an dem ein 12 jähriger an der Offenbarung Erwachsener Klarheit gewinnt. Leidenschaften im Unsichtbaren, in der Phantasie und in der Vorstellung zeigt die Vorführung einer unsichtbaren Sammlung alter Meisterwerke der Kunst. In den Tod geht der Mensch am Genfer See, weil er seiner Leidenschaft zu seiner Heimat, seiner Familie in den Kriegswirren entzogen fühlt und kein Mensch ihm über die Grenzen hilft. Schließlich die allbekannte Schachnovelle.

Zweig liebt die Grenzen des Menschseins, was auch sein sehr zu empfehlendes Buch zum "Kampf mit dem Dämon" zeigt.

Leidenschaft zeigt auch Fischer-Verlag. Nach Thomas Mann und Sigmund Freud liegt nun die dritte, leidenschaftlich gemachte bibliophile Ausgabe mit Lesebändchen vor und erfreut den leidenschaftlichen Leser. Hiervon wünsche ich mir mehr.
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am 17. November 2010
Schon beim ersten Anlesen jeder einzelnen dieser Erzählungen wird klar, dass die Sprache von Stefan Zweig meisterhaft gebraucht wird-, ob er von einem nahenden Gewitter schreibt oder über eine Person, die Intensität und Schönheit der Sprache nehmen den Leser sofort gefangen.
Manche Erzählung liest man atemlos in einem Stück! Beim zweiten Lesen kann man sich dann noch mehr auf die Wortgewalt, auf die Spannungssteigerung, auf die wunderbaren Feinheiten der Wortwahl einlassen....
Es sind wahrhaftig Meistererzählungen!
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am 29. Oktober 2011
In diesem Buch werden absolut zeitlose, stets spannende Geschichten erzählt, welche mit unheimlich viel Gefühl geschrieben wurden. Ein MUSS in jeder Büchersammlung. Großartige Weltliteratur!
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