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TOP 1000 REZENSENTam 6. April 2012
Lisa Randall hat uns alle mit ihrem ersten Werk VERBORGENE UNIVERSEN sehr positiv überrascht. Hat sie uns doch dort ihr Spezialgebiet der (möglichen) Physik der Extradimensionen anschaulich, mit frischem Stil aber auch fachlich für ein populärwissenschaftliches Buch relativ tiefgehend präsentiert. DIE VERMESSUNG DES UNIVERSUMS richtet sich ganz klar an ein weitaus allgemeineres Lesepublikum und spannt inhaltlich einen zunächst unzusammenhängend wirkenden Bogen von der Front der Elementarteilchenphysik über die Fragen der Kosmologie im Großen bis hin zu der Forschung am LHC (Large Hadron Collider in Genf). Zudem berichtet die Autorin über das Wesen der Naturwissenschaft an sich und die Grenzen der heutigen Forschung. Der deutsche Titel erscheint dabei etwas hergeholt und der engl. Originaltitel KNOCKING ON HEAVEN'S DOOR spannt einen eher unprätentiösen charmant-philosophischen Bezugs-Schirm auf.

Sie bezeichnet das Buch als "Prequel" zu ihrem letzten Buch und greift damit eine höchst aktuelle Darstellungsform der populären Kultur auf. TEIL I stellt die verschiedenen Möglichkeiten von Wissen dar und Randall stellt in nicht erwarteter Klarheit dar, wie sich Religion und Naturwissenschaft konfrontativ gegenüberstehen. In TEIL II wendet sie sich dann dem physikalischen Aufbau der Welt zu. TEIL III widmet sie der Absicht und Interpretationsmöglichkeiten potentieller Ergebnisse des LHC sehr anschaulich und in begeisternder Weise viel Raum. Interessanterweise kommt sie im gesamten Buch immer wieder direkt oder indirekt auf das LHC zurück was mich schon überrascht hat. Im TEIL IV trumpft sie mit ihren Fachkenntnissen auf der Suche nach dem Higgs-Boson auf und vertieft somit die Beschreibung möglicher Forschungsziele des LHC. Diese Kapitel sind für mich mit die besten des Buches. TEIL V wirft den Blick auf das Große im Kontext der beschleunigten Expansion des Universums und der dunklen Materie.

Die Zusammenfassung im TEIL VI spiegelt alle vorher gemachten Erkenntnisse in bezug auf unseren Alltag und versucht Gedankenanstöße zu geben warum Naturwissenschaft wichtiger den je ist. Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Büchern vermittelt sich nicht erst einmal sequentiell Grundlagen zu dem jeweiligen Fachgebieten um dann tiefer einzutauchen. Sie setzt entweder schon einiges voraus oder liefert Grundlagen sozusagen "en passant" im laufenden Text was für erfahrene Leser sehr angenehm ist. Wie oft hat man schon als einigermaßen geschulter Leser ähnlicher Bücher relativ gleich gelagerte Einführungen in die Quantentheorie lesen müssen.

Es wäre jetzt ein leichtes das Buch einfach nur weiter zu loben und ihm vorab den Bestseller Status zu gewähren. Das hat das Buch auch verdient. Ich möchte dennoch einige kritische Dinge anmerken auch wenn ich nun ggfs. mit entsprechend ablehnenden Kommentaren konfrontiert werde. Trotz allen genannten guten Punkte hat das Buch auch konzeptionelle Eigenheiten die sicherlich die belesene wissenschafts-puristische Leserschaft ggfs. ein wenig irritieren werden. Da ist zunächst mal der Randall-, äh, Rundumschlag einer Vielzahl von angesprochenen Themen der das Buch schon etwas kalkuliert erscheinen läßt. Sicherlich haben der Verlag oder ihre Berater die Autorin zu dieser sehr allgemeinverständlichen Darstellungsweise angehalten um ohne Risiko in die Richtung eines erneuten populärwissenschaftlichen Bestsellers zu gehen.

Ich fand ihre tiefgehende Abhandlung über die Extradimensionen in ihrem ersten Buch packender und authentischer. Den kommerziell vordergründigen Aspekt ihres neuen Buches sollte man ihr durchaus zugestehen, ist sie doch als ernsthafte Wissenschaftlerin absolut anerkannt in ihrem Fachgebiet auch wenn man das Superlativ der "meistzitierten Wissenschaftlerin der Welt" nicht mehr hören kann. Desweiteren präsentiert sich Lisa Randall schon etwas "geschwätzig" und so ist das Vorwort mal eben 15 Seiten lang und auch im Hauptteil findet man trotz aller guten und verständlichen Textarbeit aufgrund der o.g. Schreibstruktur schon eine Reihe Wiederholungen und einiges verbleibt aufgrund der bewusst gewählten Themenvielfalt an der Oberfläche.

Zudem ist sie sich ihres Status' als "Superstar der Physik" (STERN) wohl etwas zu sehr bewusst, was sich auch in dem ein oder anderen popkulturell geprägten Kapitelnamen der Originalausgabe (z.B. "the next Top-Model of the World" oder "Living in a material world") niederschlägt, was sich in der deutschen Übersetzung erst auf den zweiten Blick erschließt (siehe Kapitelnamen unten). Es gibt leider ein leicht chauvinistisch geprägtes Phänomen um ihre Person als "junge, hübsche und erfolgreiche Wissenschaftlerin an der Front der Forschung" und sie entzieht sich diesem Phänomen nicht wirklich wenn sie im Buch anmerkt wie bei einem Vortrag vor College-Studenten insbesondere EINE Frage die Gruppe quälte.... "Wie alt ist Lisa Randall eigentlich...?"....

Dennoch überzeugt das Buch durch seine klare Sprache und große Anschaulichkeit und wird sicherlich weitere Leser für die Wissenschaft begeistern was wichtiger ist als kleinteilige Kritik an dem wirtschaftlich erfolgreichen Stil der Autorin. Sollte sich dies im nächstem Buch exakt wiederholen könnte man dies ja neu bewerten. Die rund 460 reinen Textseiten gliedern sich in 6 übersichtliche Hauptteile und in etwa 21 gleichgewichtige Kapitel:

TEIL I - DIE VERMESSUNG DER WIRKLICHKEIT
1 - Was für dich so klein ist, ist für mich so groß
2 - Geheimnisse ergründen
3 - Leben in einer materiellen Welt
4 - Die Suche nach Antworten

TEIL II - DIE VERMESSUNG DER MATERIE
5 - Die magische Entdeckungsreise
6 - "Sehen" heißt glauben
7 - Die Grenzen des Universums

TEIL III - MASCHINEN; MESSUNGEN UND WAHRSCHEINLICHKEIT
8 - Ein Ring sie zu knechten
9 - Die Rückkehr des Rings
10 - Schwarze Löcher, die die Welt verschlingen
11 - Riskante Geschäfte
12 - Messungen und Unsicherheit
13 - Die CMS- und ATLAS-Experimente
14 - Die Identifikation von Teilchen

TEIL IV - MODELLIERUNG, VORHERSAGEN UND DIE VORWEGNAHME VON ERGEBNISSEN
15 - Wahrheit, Schönheit und andere naturwissenschaftliche Missverständnisse
16 - Das Higgs-Boson
17 - Das nächste Top-Modell der Welt
18 - Induktiv versus deduktiv

TEIL V - DIE VERMESSUNG DES UNIVERSUMS
19 - Von innen nach außen
20 - Was für dich so groß ist, ist für mich so klein
21 - Besucher von der dunklen Seite

TEIL VI - ZUSAMMENFASSUNG
22 - Global denken, lokal handeln

4,5 von 5 Sternen
1212 Kommentare| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Dezember 2015
Sehr empfehlenswert für Wissenschaftler. Nicht für breites Publikum geeignet,da Grundsätze in Formeln beschrieben sind. Mathematik und Physik haben ihre eigene Sprache.
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am 17. Februar 2013
Frau Randall versucht auf den ersten 90 Seiten, den fundamentalen Evangelikalen diese Wissenschaft überhaupt erst einmal plausibel zu machen - eine bedenkliche Entwicklung. Die Autorin ist darüber hinaus eine begnadete Selbstdarstellerin, die nicht oft genug darauf hinweisen kann, daß ein Experiment am LHC/Cern auf ihre Innitiative zurückzuführen ist. Was mich grundsätzlich an diesem Buch stört, ist ihr unreflektierte Bekenntnis zu den Stringtheorien. Als Teilchenphysikerin kennt sie die vielen Baustellen und ungeklärten Probleme im sogenannten Standardmodell. Statt sich hier um Klärung zu bemühen, begibt sie sich lieber auf ein pseudo-wissenschaftliches Feld, das in seinen Aussagen so einfach nicht zu beweisen ist. Ihr Glaube z.B., daß der LHC ihr Hinweise auf zusätzliche Dimensionen geben könne, ist an Naivität nicht mehr zu überbieten. Was der Titel im Übrigen mit dem Inhalt des Buches zu tun hat, wird sich mir nie erschließen.
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am 10. Juli 2012
Man lese lieber ein zweites Mal Lisa Randalls früheres Buch "Verborgene Universen" (oder noch besser "Der Stoff aus dem der Kosmos ist" von Brian Greene). In "Die Vermessung des Universums" steht zum Thema Physik nichts Neues, was nicht auch schon in "Verborgene Universen" für 9,95 Euro zu lesen war. Genaugenommen geht es in Lisa Randalls neuem Buch mehr um Politik als um Physik. Über etliche hundert Seiten hinweg lässt sich Frau Randall darüber aus, wie großartig der neue Beschleuniger ist und dass er weniger gefährlich für die Welt ist als die CO2-Emissionen von Industrie und Verkehr. Schön und gut, aber für solche Trivialitäten 25 Euro auszugeben lohnt sich für niemanden, der einfach nur an Physik interessiert ist.

Fazit:
Ein enttäuschendes Buch mit dem nur politische Agitation betrieben wird für teure 25 Euro. Es gibt bedeutend preisgünstigere und gehaltvollere Bücher über aktuelle Physik. Außerdem beweist Randall wiederholt, dass sie einfach nicht schreiben kann.
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am 22. September 2013
Diese Buch war zweite Geschenke für mein Mann und er war so glücklich wieder ein Buch von Lisa Randall zu lesen! Er sagt wie Physiker dass sie schreibt immer perfekt!
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am 7. Mai 2012
Lisa Randall ist nicht nur eine überragende theoretische Physikerin (ich weiss nicht einmal, ob mir solch ein Urteil zusteht), sie versteht es vor allem, die komplizierten Zusammenhänge sowohl der Elementarteilchenphysik wie der Kosmologie aus Sicht der Relativitätstheorie wie auch der Quantenmechanik so aufzubröseln, dass man beinahe glaubt, man hätte sie verstanden. Das Beste, was mir in dieser Richtung bisher in die Hände gefallen ist.
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am 8. Februar 2013
Das Buch Die Vermessung des Universums ist zwar für einen naturwissenschaftlichen Laien schwer zu lesen, es hält aber durch seinen glänzenden Stil und plastische Beispiele das Interesse an der komplizierten Materie lebendig. Ich empfehle es jedem, der auch nur ein geringes Interesse an dieser Thematik hat.
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am 11. Januar 2013
Lisa Randall schreibt unkompliziert auch für Laien. Ich habe trotzdem nicht alles verstanden. Trotzdem war es faszinierend. Solche Bücher geben ein wenig Abstand zu Altersproblemen und ändern die Perspektive, aus der man die Welt sieht.
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TOP 1000 REZENSENTam 12. September 2012
Das Buch liest sich spröde, was aber am Übersetzer liegen mag. Einige Kapitel könnte man ersatzlos streichen, weil sie entweder wenig informativ sind oder
man bei anderen populärwissenschaftlichen Autoren das gleiche besser lesen kann.
Gut finde ich die Kapitel, in denen Randall über den Bau und Konstruktion
des LHC informiert. Obwohl Theoretikerin, macht sie das sehr gut. Randall versteht es, Begeisterung für diese komplexe Maschine zu wecken. Leider ist das Buch lange vor der Endeckung des Higgs-Teilchens geschrieben worden. Und natürlich ist es viel zu früh für eine Bewertung des LHC. Ich würde daher diesem Buch keinen dauerhaften Platz in meinem Bücherregal einräumen wollen, es fehlt der bleibende Wert.
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am 28. Juni 2013
Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Es ist eine gewisse naturwissenschaftliche Vorbildung notwendig. Bsonders die Aussagen über Messen und Meßgenauigkeiten waren für mich sehr interessant.
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