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TOP 500 REZENSENTam 1. April 2011
Inhalt:
Der 19-jährige Strike arbeitet für den Drogendealer Rodney und lässt mehrere Clockers für sich arbeiten, die Junkies Tag und Nacht mit Drogen versorgen. Strike will aussteigen, doch eines Tages soll er im Auftrag von Rodney einen anderen Dealer töten. Strike erzählt seinem arbeitsamen und anständigen Bruder Victor davon - und schließlich wird der Dealer getötet, Victor stellt sich der Polizei und bekennt sich schuldig. Der Polizist Rocco, der sich nach 20 Jahren bald aus dem Dienst zurückziehen möchte, glaubt nicht an Victors Schuld und versucht, der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Mein Eindruck:
Ganz einfach macht es einem der Autor nicht. So verwendet er viele Slang-Begriffe, führt unzählige Personen ein und schreibt oft sehr lange Sätze. Durch die Länge des Buches, die authentische Beschreibung der Schauplätze, die milieugerechte Sprache und die sehr überzeugende Charakterisierung der Protagonisten ist Richard Price jedoch ein Meisterwerk gelungen, das es dem Leser ermöglicht, (ganz sicher und von zu Hause aus) in die Drogenwelt einzutauchen. Schön ist diese Welt nicht, aber glaubwürdig und auch für Außenstehende nachvollziehbar. Rocco und Strike kommen bei Richard Price abwechselnd zu Wort und somit erhält der Leser Einblicke in beide Welten, in die der Dealer und in die der Justiz.

Mein Resümee:
Man braucht etwas Durchhaltevermögen, aber man wird belohnt. Absolut empfehlenswert!
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am 12. Juni 2011
In den Straßen von Dempsey in New Jersey lungern Junkies aller Hautfarben herum, die Einkaufswagen vor sich herschieben und alte Flaschen und Autoreifen in aufgedrehten Hydranten waschen. Die Dealer verständigen sich mit ihrer Kundschaft durch kleine Gesten, ein Drehen des Basecaps, ein Kratzen am Kopf.
Strike ist ein Clocker, so werden die jungen Schwarzen genannt, die für die Dealer den Stoff rund um die Uhr an die Junkies verteilen. Ein mieser Straßenjob. Doch wenn er jetzt einen Mordauftrag erledigt und einen anderen Dealer umlegt, dann würde er in der Hierarchie aufsteigen, verspricht ihm sein Boss. Eigentlich ist Strike vom Leben angeekelt und will aussteigen. Als in der Szene tatsächlich ein Mord geschieht, hat Detective Rocco Klein den kleinen Dealer in Verdacht. Dies sind die beiden Protagonisten, aus deren Perspektive Richard Price abwechselnd erzählt: Der Clocker Strike und der Cop Rocco, der müde vom Tatort nach Hause kommt.
Richard Price gelingen unglaublich echte Dialoge und Bilder, die man so schnell nicht vergisst.
Richard Price trifft präzise den rauen Ton der Straße. Price weiß, wie Crack vertickt wird, wie ein Schusswunde aussieht oder die Wohnung eines alternden Cops. Er kennt die Tristesse und die Ausweglosigkeit des Milieus.
Aber denoch geht der Humor nicht verloren.
Die Beschreibungen sind sehr ausführlich. Dadurch wird eine dichte Atmospäre geschaffen.
Der Leser fühlt mit der Figur eines schwarzen Dealers mit ohne Sentimentalität oder chice Coolness.
Ein grandioser Polizeit und Gangsterroman.
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TOP 1000 REZENSENTam 3. April 2011
Richtig gut gelingt Richard Price es hier den Leser mit zunehmen auf eine Reise in die menschlichen Abgründe, in die Hochhaussiedlungen und Ghettos, wo ein Menschenleben nicht mehr zählt als ein paar Dollar oder den nächsten Trip. Wo jeder sich seine Wahrheit und Gerechtigkeit so zurecht biegt, wie sie ihm gerade in den Kram paßt, wo Dealer und Cops sich auf verwirrende Spielchen einlassen und sich gegenseitig das Leben schwer machen. Überraschend authentisch und von der Situation auf unseren Straßen leider nicht so wirklich weit entfernt. In unseren Großstädten gibt es sie jetzt schon die Viertel, in denen es ähnlich zu geht, die Brutalität unterschwellig bereits vorhanden ist und nur zum Ausbruch gelangen muß.
Hingerissen war ich von Sprache, Dramaturgie und Wendungen in dieser Geschichte. Nirgendwo erzählt er zu viel, immer kann der Leser erahnen, aber nie wirklich greifen, was genau denn da jetzt mit dem Dealer auf dem Imbißparkplatz passiert ist. Die Emotionen schaukeln sich hoch, die Seiten knistern vor Spannung, Gesellschaftskritik und einfach nur einer richtig guten Geschichte.
Dies war mein erstes Buch von Richard Price, aber es hat mich so sehr beeindruckt, daß es mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von ihm gewesen ist.
Einen kleinen Punktabzug erhält es lediglich, weil er sich hier und da an in Details verrent und den Leser unnötig auf die Folter spannt.
Ein sehr kritisches Buch, über den "Kreislauf der Scheiße" und der Schwierigkeit aus dem Dreck herauszukommen, wenn man einmal drin steckt. Sich frei zustrampeln und eigene Wege zu gehen, obwohl die Umgebung, Freunde, Chefs, Nachbarn und hin und wieder auch einfach nur unglückliche Umstände einen immer wieder reinreißen und man beim Dealen nun mal mehr verdient, als beim Fritten rösten im Schnellimbiss.
Ich bin beeindruckt, ein richtig gutes Buch!
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. März 2011
New York, Anfang der 1990er Jahre. Der 19jährige Strike arbeitet für den Drogenhändler Rodney als Clocker. Das sind Straßendealer, die ihren Kunden vierundzwanzig Stunden am Tag Rauschgift verkaufen. Strike betreut für Rodney ein eigenes Revier. Er ist zuverlässig, klug und versucht gewalttätigen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Eines Tages beauftragt Rodney ihn mit der Liquidierung eines anderen Dealers, der Rodney bestielt und die Drogen auf eigene Rechnung weiterverkauft. Der Mord wird Strikes Bruder Viktor angelastet. Der junge Mann mit Familie, geregelter Arbeit und untadeligem Lebenslauf bestreitet die Tat nicht und geht für seinen Bruder ins Gefängnis. Nur der Polizist Rocco glaubt von Anfang an nicht an dessen Täterschaft und versucht die Wahrheit ans Licht zu bringen.

Richard Price ist ein amerikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Für die Drehbuch-adaption seines Romans "Clockers" wurde er für den Oskar nominiert. Mit seinen realistischen Milieustudien der amerikanischen Drogen- und Polizeiszene hat er sich international einen Namen gemacht. Das Werk erschien in Deutschland erstmals 1992 unter dem Titel "Söhne der Nacht" beim Bertelsmann Verlag. Jetzt hat der Fischer Verlag diesen Klassiker der modernen Genreliteratur in neuer Übersetzung nochmals herausgebracht.

"Clockers" ist ein episches Werk, das durch seine authentische Sprache und Wirklichkeitsnähe beeindruckt. Trotz der sich langsam entwickelnden Handlung, ist man von Beginn an mitten im Geschehen. Man muss sich allerdings sehr konzentrieren die Personen der Straßen Brooklyns auseinanderzuhalten. Wer ist ein Dealer, wer gehört zur Polizei? Die Namen wirbeln durcheinander und sind nicht immer sofort zuzuordnen. Der rote Faden der wichtigen Figuren schält sich aber rasch heraus.

Neben Strike ist dies Rocco. Ein sensibler Polizist in mittleren Jahren, der sich selbst gering einschätzt und dennoch nach Anerkennung sehnt. Und der trotz allem noch an das Gute im Menschen glaubt. Price leuchtet diese Figuren genau aus, schlüpft in und unter ihre Haut, lässt den Leser an ihren Gedanken teilhaben, deutet und erklärt ihre Welt.

"Rocco, wolltest du der Lady die Birne einschlagen? Vor zwanzig Jahren, als sie ein kleines Mädchen war, hab ich ihren Vater verhaftet, weil der ihren kleinen Bruder zu Tode geprügelt hat. Der Vater war ein echtes Stück S******. Und jetzt ist sie erwachsen und ebenfalls ein echtes Stück S******. Das Kind, das du heute Abend gerettet hast. Wenn es lange genug lebt, wird es genauso ein echtes Stück Scheiße sein. Rocco, das ist der Kreislauf der S****** und du kannst nichts dagegen unternehmen. Also nimm die Sache nicht so schwer und mach deine Arbeit."

Diese Begebenheit von seinem ersten Arbeitstag vor über zwanzig Jahren erzählt Rocco dem Schauspieler Sean Touhey, der ihn und seinen Kollegen Mazilli für einige Tage bei ihren Einsätzen begleitet um für einen Film zu recherchieren. Sie versinnbildlicht das Thema des ganzen Romans, den ewigen Kreislauf der Kriminalität.

Rocco glaubt an die Unschuld Viktors, weil er die Gesetze der Straße kennt. Aus eben diesem Grund durchbricht er am Ende den Kreislauf und schafft Raum für einen Neubeginn. Ein großartiger Roman, bei dem jedes einzelne Wort Gewicht zu haben scheint. Jeder Satz ein Menschenleben skizziert. Jede Handlung Tot oder Leben bedeuten kann. Der zeigt wie unendlich kostbar das Leben ist und wie wertlos es sein kann, wenn man am falschen Ort lebt.
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am 22. November 2011
Das Buch ist wie nicht anders von Richard Price zu erwarten, sehr gut! Also kann ich es nur weiter empfehlen!
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