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Kundenrezensionen

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am 19. April 2016
Wer ein bisschen Religionsunterricht bekommen hat , der dürfte sich an Josef erinnern . Der von seinem Vater besonders geliebte Sohn ist ein Dorn in den Augen seiner Brüder . Bei geeigneter Gelegenheit verkaufen sie ihn in die Sklaverei der Ägypter . Dort entwickelt sich Josef als intelligenter Jude , der schreiben und lesen kann . Er wird eines Tages zum Pharao gerufen , weil er die Gabe der Traumdeutung hat . Durch die Traumdeutung des Pharaos , wird er der zweitwichtigste Mann Ägyptens . Eine Dürreperiode führt die Brüder zu Josef . Sie erkennen ihn nicht . Man mag zu Texten aus dem alten Testament seine Bedenken haben , aber dieser Roman ist ergreifend .
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am 16. Februar 2015
Die vier Joseph-Romane von in einem Band, nicht einfach zu lesen, aber es lohnt sich, wenn man sich einmal an den Schreibstil gewöhnt hat. Über die herrliche Sprache braucht man bei Thomas Mann nichts mehr zu sagen. Die Geschichte über Joseph und seine Brüder sowie den Vater Jakob wird schlüssig entwickelt, ist spannend und wird auch mit viel Humor erzählt. Auch für Leser, denen das alte Testament sehr fern ist ( wie mir auch) in jedem Fall zu empfehlen.
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Thomas Mann erzählt altbekannte Geschichten aus dem Alten Testament, es sind Geschichten von Jakob und Isaak, von Jakob bei Laban, von Joseph und seinen Brüdern und schließlich von Joseph in Ägypten. Er erzählt sie ganz neu und bleibt doch zugleich auch beim Altbekannten. In seinem Roman stellt Thomas Mann uns Leser das Geschehen im Alten Testament als eine faszinierende, eine bewegende, wirklich tiefe und lebensgesättigte Geschichte in vielen Facetten und Einzelheiten vor Augen.
Den Buchstaben der Überlieferung im Alten Testament kann man nach der Lektüre der Joseph-Romane gar nicht mehr lesen ohne die lebhafte Vorstellung der handelnden Personen, wie sie durch Thomas Mann hervorgerufen werden. Potiphars Frau etwa bekommt Gestalt und Gesicht, sie ist nicht das liederliche, männerfressende Weib, sondern verfällt selbst immer mehr den Reizen des jungen Joseph. Sie verliebt sich in ihn unsterblich und unglücklich. Liebe kennt kein entrinnen. Was im Alten Testament etwas abstrakt und knapp dargestellt war, wird durch diesen großen Roman anschaulich und lebhaft.

Die große Leistung dieses Romans besteht nicht darin, dass er uns in die Zeit des Ägyptens der Pharaone versetzt und einfach nur das Geschehen schön und anmutig auskleidet. Viel eher zeigt er uns am Leben des Jakob und Joseph beispielhaft und exemplarisch, fast mustergültig das, was menschliches Leben zu allen Zeiten ausmacht. Dies hat mich am meisten fasziniert: der Roman erzählt über uns selbst. Er verschränkt in sich die großen Lebensthemen, mit denen Menschen zu allen Zeiten zu kämpfen haben.

Immer wieder taucht etwa das Motiv des Todesgedankens auf. In Joseph Denken begegnet sich der Tod und das Leben, das Anpackende und das Gottgegebene. Beides hält sich die Waage. In Joseph ist die Frömmigkeit zum Tode „getönt und durchwärmt“ von Freundlichkeit zum Leben. Nur deshalb hat er das Charisma, den Sog auf andere, ohne sich dem Getriebe der Welt ganz auszuliefern. Joseph ist kein Emporkömmling, kein flacher Karrierist, sondern in ihm arbeitet etwas Größeres, Göttliches. Er verknüpft in sich das Wissen, von höheren Mächten abhängig zu sein, und weiß trotzdem, das man alles tun muss, um das im Leben Gebotene erreichen zu können. Dem, was Gott mit einem vorhat, muss man nachhelfen: dann spannt sich die Seele, und der „Verstand ermannt sich, die Dinge unter sich zu bringen und sich zum Herrn aufzuwerfen über sie.“ Im menschlichen Handeln spricht uns Gott entgegen. Nicht weit hergeholt ist sicher der Gedanke, dass Thomas Mann in Joseph sich selber ein wenig spiegelt.

Man muss nicht gläubig sein, um einzusehen, dass es Menschen gibt, denen alles Gewünschte zufliegt, Menschen, die nicht verzagen und im Alltagsgetriebe aufgehen, sondern die auch nach Schicksalsschlägen eine innere Kraft, Souveränität und Ausstrahlung besitzen, fast möchte man meinen: es sind „Götterlieblinge“.

Der Roman erzählt von Lebensplänen und deren Vernichtung vor unserem Schicksal. Er erzählt von der Fehlerhaftigkeit des Menschen und deren Leidenschaften, die immer der Motor des Lebens sind. Ohne Leidenschaften geschieht nichts. Er erzählt aber auch von unserer Abhängigkeit von Dingen, die aus urgründlichen Zeiten stammen, davon, dass sich Lebensgeschichten in der Wiederholung doch immer wieder neu schreiben. Jeder lebt sein Leben einzigartig und einmalig und doch prägen sich in jedem Leben Dinge aus, die uns selbst übersteigen und sich in jeder Generation wiederholen.

Nicht zuletzt strebt uns in diesem Roman auch ein äußerst humaner Gedanke entgegen. Alles im Leben hat seinen Wert, alles hat seinen Platz im Leben und das Leben ist es Wert erzählt zu werden. Die Freude und Fabulierkunst verknüpft sich so bei Thomas Mann mit einem sehr ehrenwerten Gedanken: die Figuren des Alten Testaments zu einem zweiten Leben, einem Leben in der Erzählung, zu erwecken.
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Thomas Mann ist ein Dichter, der mit Josephs Geschichte einen Stoff genial und nicht immer einfach aufbereitet hat. Wer sich in das 1324 Seiten Werk einliest und durchhält, wird reichlich belohnt. Beeeindruckend sind die Charakteristiken der handelnden Personen und die Genauigkeit im Detail geschichtlicher Handlungen. Ein Werk, ein Monument!
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am 30. Juli 2015
Man muss Thomas Mann schon mögen, sonst schafft man es nicht, dieses Mammutwerk mit Ausdauer, Geduld und Hingabe zu lesen. Nicht einmal der Bruder, immerhin gelernter Deutschphilologe, hat das geschafft. Ich habe fast ein Jahr dafür gebraucht, immer nur häppchenweise, im Stück ist das ganze nicht verdaulich. Aber es eröffnet dem Bibelfesten und nicht ganz so Bibelfesten unglaubliche Einblicke in die Josephszeit, die Anfänge Israels und Ägyptens. Manns Phantasie und seine literarische Darstellungskunst sind unglaublich.
Ich empfehle allerdings aus Umfangs- und Gewichtsgründen nicht den mächtigen Vier-Romane-Band. Besser sind Einzelbände, am besten die Kindle-Ausgabe, dann kann man das Werk auch als Gute-Nacht-Lektüre "entfremden".
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am 6. Oktober 2013
die Schrift ist zu klein, auch wenn man Brille trägt, es ist schwer zu lesen, man wird schnell müde, weiss jetzt nicht, 4 bändige ausgabe noch kaufen?
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am 2. Februar 2009
Mein Leib- und Magenbuch!
Die Erwähnung von Thomas Mann hat ja oft verdrehte Augen beim Gegenüber zur Folge, aber Leute: Lasst euch darauf ein!
In den Josephsromanen kommt praktisch jede Lebenslage vor, und ich staune immer wieder, wie Thomas Mann es geschafft hat, sich sogar in eine unglücklich verliebte "Mondnonne" hineinzuversetzen, die es einfach nochmal wissen will, oder in einen Sterbe-Begleiter, oder, oder... Jede Seite lohnt sich.
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am 5. Mai 2016
Dies ist einer meiner geliebesten Romane! Ich las die Josephsgeschichten bereits dreimal. Ich hörte das Hörbuch, gesprochen von Gert Westphal .Es war jedesmal ein Erlebnis. Man wünschte daß Thomas Mann die ganze Bibel erzählt.
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am 28. August 2014
Das Buch Joseph und seine Brüder hat an Kraft nichts verlohren in fast 90 jahren. Erst jetzt komt eine Übersetzung auf Holländisch auf dem Markt. Das erste Mal! Fúr mich ein Zeigen im Auf Deutsch zu lesen; Ich möchte die richtige Atmosfere geniessen.
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am 7. April 2011
Dieses Buch hing mir jahrelang wie ein Mühlstein um den Hals. Ein weiteres mal würde ich mich nicht in die Knechtschaft eines solchen Zig-Seiten-Wälzers begeben.
Der Hauptgrund meiner Distanz gegenüber diesem Roman liegt in der Hybris des Clans, der sich unter der Führung des Gottsuchers Jakob für den allein auserwählten Stamm hält und alle übrigen, die den Naturgöttern huldigen, für minderwertig erachtet.
Thomas Mann hat die puristische Textvorlage aus der Bibel (1.Mose 25-50) sprachlich und dramaturgisch zu einer Familiensaga geformt.
Vorbehaltlich einer Expertenbeurteilung auf dem Gebiet der Sprache, die ich nicht kenne, versetzt der Autor den Leser durch Satzstellung, Wortwahl und Wortfindung in die vor ca 3000 Jahren stattfindende Zeit Jakobs und seiner Söhne, die als Nomaden auf der Suche nach Weideland durch Palästina und seine Randgebiete ziehen. Zweifelhaft ist, ob ihm dies mit unserer heutigen Sprachmelodie gelungen wäre.
Das Archaische, die Suche nach Gott, die Traumdeutungen und das z.T. angsterfüllte Leben, welches nach Prophezeiungen ausgerichtet ist, wird in der Person Jakobs manifestiert. Interessant ist dessen Verknüpfung von Gewinn- und Geltungssucht einerseits mit der religiösen Vertiefung andererseits: da werden Tricks ausgespielt im Falle des Schwiegervaters Laban oder des um den väterlichen Segen gebrachten Bruders Esau. Von seinem Clan jedoch verlangt Jakob eine stets gottgefällige Lebensführung.
Die dreizehn Kinder Jakobs - zwei Söhne von Rahel (Joseph und Benjamin), zehn Söhne von Nebenfrauen und die von Laban untergeschobene Tochter Lea - nehmen diesem gegenüber mit Ausnahme von dem Vater auf gleicher Augenhöhe begegnenden Joseph eine zurückgesetzte Stellung ein. Sie sind die Knechte, welche erstmalig gegen den Übervater revoltieren, als sie den Bruder an die nach Ägypten ziehenden Ismaeliten verkaufen.
Joseph kann sich in seinem ägyptischen Lebensabschnitt nie gänzlich dem nachhaltigen Einfluss seines Vaters entziehen. Er passt sich zwar als Freund des Pharao und somit als hoch stehende Persönlichkeit den Sitten und Gebräuchen dieses Landes an, bleibt innerlich aber dessen Göttern und dem Totenreich gegenüber ironisch distanziert. Im Vergleich zu seinen Brüdern Ruben und Jehuda erscheint Joseph wie eine Bilderbuchfigur: er erfüllt planmäßig seine ihn betreffende Prophezeiung und schreitet trotz der lebensbedrohlichen Situation im Brunnen und der Anklage Potiphars schrammenlos von einer Stufe zur nächst höheren.
Thomas Mann läßt vom Wüstensand verwehte Städte noch einmal erstehen: wir erleben das Hofzeremoniell, den innenarchitektonischen Zuschnitt des Palastes, den seitens Echnatons überfeinerten Dialog mit seiner pragmatisch denkenden Mutter und die Dekadenz bei Hofe, die einer Staatsführung im Wege steht.
Der Roman bleibt aber nicht in einer Auseinandersetzung zwischen Vielgötterei und Monotheismus stecken, sondern geht auch auf die bestehende Agrarstruktur und -technik ein, die Joseph im Sinne einer effizienten Vorratshaltung reformieren soll.
Die Suche nach Gott und das Zusammentreffen zweier Kulturen - Nomaden und Ackerbauern - sind die zwei beherrschenden Elemente des Buches.
Auch wenn uns diese Schilderung auf eine farbenprächtige Reise durch den Nahen Osten und Ägypten mitnimmt und wir die mit dem knappen Bibeltext verbundenen Fragen nicht über Fußnoten, sondern per Analyse des Schriftstellers als Antworten erhalten, bleibt der Ausgangspunkt der vor 2 bis 3 Tausend Jahren geschriebene Urtext. Thomas Mann hat es vermieden, der Joseph-Geschichte eine andere Richtung zu geben.
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