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am 23. September 2013
Schlägt man das Buch von Ernst Klee auf, springt es einem entgegen wie in jedem anderen Lexikon und Nachschlagewerk auch. Von A-Z geordnet, zweispaltig pro Seite in mehr oder minder kleinen, komprimierten Artikeln.

Doch schon bei den ersten Artikeln und auch im weiteren Verlauf kann sich der Leser diesen nüchtern wirkenden Daten und kurzen Erläuterungen kaum entziehen, denn hier werden von A-Z Menschenleben dargestellt, findet der Leser eine sorgfältig recherchierte, fundierte und präzise benannte Darstellung all jener Täter, Opfer und Gehilfen, die Klee in und um Auschwitz herum benennen kann und deren prägnante Merkmale“ Klee versammelt.

Das reicht von einem Satz „zutreffend ist, das man großes Glück haben musste, wenn man nach der Einlieferung in den Arrestblock nach herauskommen wollte“, wie es lapidar als „Merksatz“ zu „Jäger, genannt Leichenheinrich, SS-Unterscharführer“ vermerkt ist, bis zu ausführlichen Darstellung wie der des Krematoriumsleiters in Auschwitz

Akribisch führt Klee Namen um Namen auf, vom Chef der SS-Küche über die zentrale Bauleitung, von den Aufsehern, Gehilfen, Leitern, SS-Schergen zum jüdischen Häftlingsarzt und zu Lagerinsassen, die in der ein oder anderen, gezwungenen oder freiwilligen Form, sich dem Organisationsapparat Auschwitz zur Verfügung stellten.

Soweit die Recherchen reichten, trägt Klee alles wissenswerte zusammen, vor allem auch all das erfahrbare über das Ergehen und den weiteren Lebensverlauf der Personen nach 1945.

Knapp 4000 Namen und eine Geschichte des Schreckens hinter den nüchternen Texten, die allezeit mitschwingt.

Ein ganz hervorragendes, wichtiges und in den einzelnen Beiträgen gut lesbares Nachschlagwerk, dass gegen das Vergessen ansteht.
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TOP 500 REZENSENTam 4. Oktober 2013
Die ersten Bücher von Ernst Klee habe ich vor etwa 30 Jahren gelesen. Sie beschäftigten sich mit der Situation behinderter Menschen. Als Sozialwissenschaftler beschäftigte er sich mit den besonderen Diskriminierungen, denen diese Gruppe ausgesetzt war und ist. Wir haben zwar ein „Jahr der Behinderten“ gehabt, aber dies hat an der konkreten Situation behinderter Menschen wenig verändert. Wir haben jetzt ein per Urteil festgestelltes Recht, von einem angenehmen Urlaubsort nicht mehr verwiesen zu werden, weil „Gesunde“ diesen Anblick verachtenswert finden. Aber wie viele, auf Grundsicherung angewiesene Menschen können sich davon noch einen Urlaub leisten. Der Teufel steckt im Detail und die Diskriminierung hat viele Gesichter.
Die Vernichtungskampagne des nationalsozialistischen Regimes, gegenüber Juden, Sinti, Unwertem Leben, Ausländern und Politisch Verfolgten, ist eines der dunkelsten Kapitel unserer Geschichte. Ernst Klee hat diese Taten akribisch erforscht und dokumentiert. Schonungslos, er hat Namen genannt und Fakten. Er stellt, „die Banalität des Bösen“, wie Hanna Arendt das genannt hat, in ihrer Alltäglichkeit und Allgegenwärtigkeit dar. Herr Müller wohnte neben uns. Nach dem Kriege wurde er nie belangt. Seine Witwe klagte nach seinem Tode noch auf Entschädigungsrente. Das sind die Themen, die Ernst Klee in seinen letzten Büchern dargestellt hat.
Was er damit erreichen wollte, ist dass wir wachsam werden und bleiben. Dass wir vor lauter Integrations-und Inklusions- Selbstbeweihräucherung, nicht vergessen, auch einmal die Behinderten selbst zu fragen, ob sie diese Behandlung angemessen finden.
Ich bin Ernst Klee für sein Lebenswerk dankbar. Ich bin froh, dass es solche unerschrockenen und unbeugsamen Menschen gibt. Sein Werk sollte uns daran erinnern, immer wachsam zu bleiben. Vielleicht die Frage auch weiter zu bewegen, ob die immer besser mögliche Pränataldiagnostik, nicht wieder dazu führt, in einem neuen, vordergründig menschenfreundlichen Gewand, Leben das sonst Mühe kostet, Zuwendung und Menschenliebe, ja, und auch Geld, schnell zu abortieeren.
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am 19. Januar 2015
Ein Buch mit Biographien von über 4000 KZ-Häflingen und KZ-Personal.
Die Aussagen unterscheiden sich zum Teil erheblich und andere sind fast gleich.
Viele vom Waffen-SS Personal sagen zum Teil aus, das sie es nicht gewußt zu haben, von dem
Massenexodus. Andere sagen, er war immer allgegenwärtig, der Gas-Tod, man konnte es sehen (der Rauch aus den Schornsteinen der Krematorien)
und vorallem riehen. Auch der Umgang der Häftlingen miteinander war sehr unterschiedlich.
Auch eine eigene Truppe zur Bekämpfung der Korruption (besonders zur Bekämpfung des Verschiebens von Gold) war in Ausschwitz im Einsatz.
Und eines der Kernsätze von vielen KZ-Häflingen war, "viele wollten nach 1945 es nicht wissen, wie es wirklich im KZ war".
Auch die Geschichte des Frauen-Orchesters wird unterschiedlich von den Angehörigen des Orchesters beschrieben.
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am 15. November 2014
eines der besten Sachbücher über auschwitz die ich bis jetzt(ca 8) gelesen habe.ich habe 2 von den SS leuten die namentlich genannt wurden gekannt,und mit einen vor ca. 20 jahren selbst gesprochen.dieses Register über auschwitz ist für interresierte Leser auf jeden fall zum empfehlen.
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am 6. Mai 2014
Da ich bereits viele Bücher von E. Klee in meinem Bücherregal zum Thema Zeitgeschichte stehen habe mußte auch dieses erworben werden.

PLUS:
- Die Unmenge an Namen und Daten die der Autor zusammen getragen hat.
- Er verschweigt nicht dass auch Häftlinge sich am Tode ihrer Kameraden mitschuldig gemacht haben, z.B. der Häftingsarzt Rudolf Diem der aus eigenem Antrieb Selektionen durchführte und es in Auschwitz nicht nur KZ - Personal aus Deutschland und Österreich gab, sondern auch aus: Polen, Litauen, Serbien, Kroatien, Slowenien, Rumänien, etc.

MINUS:
- Die unglücklich gewählte Bezeichnung "KZ - Wärterin" die man sehr oft lesen kann anstatt der üblichen Bezeichnung "KZ - Aufseherin"
- Die Bezeichnung "Stabsscharführer" in der Tabelle SS & Wehrmachts - Dienstgrade ist falsch da es kein Dienstgrad sondern die Bezeichnung für eine Dienststellung (Kompaniefeldwebel) ist.
- Auch die Bezeichnung "KZ - Kollege" in Artikeln in welchen ehemalige SS - Männer, über andere SS - Männer aussagten, ist gewöhnungsbedürftig
- Die völlig willkürliche Handhabung von Geburtsorten. So wird bei manchen nur ein deutsch klingender Geburtsort angegeben, zB: für Tadeusz Dobrzanski "Radautz". Dabei handelt es sich um das rumänische "Rădăuți". Dann gibt es als nächstes Beispiel den dt. Namen und den Staat: "Lubochna, heutige Slowakei (Buergenthal T.). Als letztes Beispiel und als Vorbild möchte ich den Geburtsort von Anton Deimer anführen "Tüppelsgrün, heute Depoltovice /Tschechien". Wie man sieht, der Varianten gibt es viele.
- der öfters abgedruckte Satz "das KVK (= Kriegsverdienstkreuz) für KZ-Angehörige läßt Beteiligung an Tötungen vermuten" bei Personen welchen dasselbe verliehen wurde. Auch wenn dies durchaus möglich, ja sogar wahrscheinlich, ist wäre es seriöser Fakten dafür zu liefern als Vermutungen. Man hätte diese Information auch bereits im Vorwort bringen können anstatt sie jedesmal unter den zahlreichen Personen zu wiederholen.
- gleiches gilt für die ständige Wiederholung " Angehörige der GEV (=Gefangeneneigentum - Verwaltung) hatten bei der Ankunft von Transporten ebenfalls an der Rampe zu sein".
- der auf S. 137 nicht identifizierte Sturmbannführer "Gebhardt", Kmdt. des Wachbattailons, ist Max Gebhardt. Identifiziert durch eine einfache Internetsuche mit einer Suchmaschine und den Schlagwörtern "Sturmbannführer, Gebhardt, Wachbataillon"!! Verifiziert durch den Eintrag zu demselben in "Commanders of Auschwitz" von Jeremy Dixon.
- die völlig zusammenhanglosen Episoden welche unter vielen Einträgen zu finden sind bzw. ein falsches Bild darstellende Episoden empfinde ich, im Gegensatz zu den anderen Kritikern, nicht als eine Bereicherung!

Ein Beispiel für die erste Variante ( zusammenhanglose Episoden): "Mürth Wilhelm, SS-Rttf. SS-Totenkopf -Sturmbann[...] KZ-Arzt KREMER am 5.9. 1943 in seinem Tagebuch "Abends gegen 8 Uhr wieder bei einer Sonderaktion [...]"" Was bitte hat Kremer in diesem Abschnitt von Mürth zu suchen? Gar nichts!
Wer über Kremer lesen will kauft sich "Auschwitz in den Augen der SS" in welchem das Tagebuch vollständig abgedruckt ist oder ein ähnliches Werk.

Ein Beispiel für letzteres: "Michael Capliuk, SS - Rttf. im Außenlager Kobier wo zur Leichenverbrennung Holz geschlagen wird". Fakt ist jedoch dass die Häftlinge neben der Holzschlägerung dort auch für die Ausbesserung von Waldwegen, Abriß und Reparatur von alten Häusern sowie dem Ausheben von Entwässerungsgräben verwendet wurden. Was mich interessiert ist ob Capliuk für seine Tätigkeit im Lager angeklagt oder verurteilt wurde! War er in Kriegsverbechen involviert? Es gibt genügend andere Literatur welche die Außenlager bzw. das Leben dort beschreiben. Und schon gar nicht mag ich Aussagen die eine falsche Darstellungen spiegeln. Glaubte E. Klee wirklich dass in diesem Lager nur Holz für die Leichenverbrennungen geschlagen wurde? Hat er nicht weiter recherchiert? Ich bezweifle das.

Nachdem ich nun schon die Rezension mehrmals überarbeitet habe weil mir beim nochmaligen Durchsehen immer wieder Fehler auffielen bin ich zur Überzeugung gekommen dass das Buch nicht mit dem Standard von Klee's früheren Werken mithalten kann.
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am 1. März 2014
Ein sehr gelungenes Buch. Kann ich nur jedem empfehlen zu lesen. Es ist erstaunlich was so ans Tageslicht gekommen ist für mich.
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