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am 3. September 2012
"Die Pest" ist ein außerordentliches Buch. Seine Bedeutung liegt nicht in der Beschreibung der Symptome der Krankheit, von der man glaubt, dass sie nur im Mittelalter aufgetreten ist. Die Pest ist in diesem Buch eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, der Europa verpestete und nur zu besiegen war durch einen energischen Widerstandskampf, durch Solidarität.
Albert Camus gelang es sehr beeindruckend, die unterschiedlichen Charaktere tiefgründig darzustellen.
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am 21. Juli 2017
Dieses Drama ist in fünf Akten gegliedert. Der Erzähler nimmt einen distanzierten Blick auf die Charaktere seines Berichtes ein. Die handelnden Personen zeigen deutlich den Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft in einer ausserordentlichen Krisensituation. Sie sind auch in Verbindung zur Biografie des Autors zu sehen, welcher die eigenen Erfahrungen des Getrenntseins, des Krieges und der Krankheit reflektiert.

Albert Camus, der 1957 für sein Werk den Nobelpreis für Literatur erhielt, war ein Vordenker des Existentialismus. Im Zentrum seiner Philosophie stand das Absurde und das Erkennen der Tatsache, dass der Welt kein Sinn abzugewinnen sei. Jedes menschliche Tun ist dadurch aber nicht notwendigerweise ebenfalls sinnlos, sondern kann als Entwicklung des Bewusstseins und der inneren Revolte verstanden werden.

Im Roman ‚die Pest‘ setzt er sich mit den Gewissensproblemen der betroffenen Menschen auseinander und deren Kampf gegen eine hoffnungslose Krankheit. Solidarität, Freundschaft und Liebe sind es, die den Bewohnern der eingeschlossenen Stadt Oran (Algerien) Trost und Kraft spenden. Als Gegenspieler zum Atheismus (Camus) deutet die Romanfigur des Pater Paneloux die Pest als Strafe Gottes, die zur Züchtigung der Menschen dienen soll.

Trotz der Schrecklichkeit des Erzählten lohnt es sich, sich mit diesem vielschichtigen Roman auseinanderzusetzen, der 1947 entstanden ist.
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am 17. Januar 2015
Bewertung ist gut weil es ein netter Kontakt war, der Artikel hat mir gefallen, ich würde jedem den Artikel empfehlen.
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am 17. April 2001
Mit diesem Roman gelingt es Camus Antworten auf wichtigte Fragen der menschlichen Existenz zu geben. Soll man auch angesichts des Leides noch an Gott glauben? Kann man ein "Heiliger ohne Gott" werden"? Wie kann trotz aller Absurdität des Daseins eine postive Einstellung zum Leben finden? Im Gegensatz zu anderen Philosophen und Schriftstellern begnügt sich Camus nicht damit, die Sinnlosigkeit all unseres Tuns nur aufzuzeigen, sondern zieht auch Konsequenzen daraus. Gerade das Scheitern wird zur neuen Ethik erkoren. Jedoch ist dieser Roman weit von trockener Philosophie entfernt sondern beschreibt stattdessen Schicksale Einzelner, die jeweils stellvertretend für eine Weltanschauung stehen. Dass dies alles auch noch in einer wunderbaren Sprache geschildert wird, versteht sich bei diesem Schriftsteller ja schon von selbst. Wem Philosophie bis jetzt zu trocken war wird durch diesen spannenden Roman eines besseren belehrt.
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am 31. Juli 2009
Es gibt zahlreiche Interpretationen zum Werk des Philosophen Albert Camus. Auch Auslegungen auf den zweiten Weltkrieg, die durchaus gut zutreffend. Sollte Camus aber in erster Linie beabsichtigt haben, den Lesern einen Spiegel vorzuhalten, dann ist ihm dieses Vorhaben erfüllt.

Camus stellt grundlegendste Emotionen des Menschen wie Verzweiflung, Angst, Sehnsucht, Zuversicht, Hoffnung ins konzentrierte Licht. Die Hauptpersonen befinden sich allesamt in einer absoluten Ausnahemsituation, abgeschottet von der Außenwelt. Sie haben nicht die Möglichkeit, ihre Emotionen in der Hektik und Anonymität des Alltags zu leben. Die Charaktere müssen sich, viele von ihnen zum ersten mal, mit ihren Gefühlen, ihren Gedanken, ihrem Gewissen, ihrem Handeln auseinandersetzen und lernen jemanden kennen: sich selbst.

Die ständige emotionale Randlage und die sprachliche Intelligenz eines Albert Camus lassen dieses Buch an den Händen kleben, bis man die letzte Seite ausgelesen ist.

Was habe ich gelernt?
Menschen sind fähig mit Liebe für andere Menschen zu handeln und dafür Liebe zu erhalten. Wenn alle Menschen nach dieser Vorstellung leben würden gäbe es kein Leid auf unserer Welt.
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am 19. September 2010
Albert Camus ruft auf zu einem ganz besonderen Verständnis täglicher Pflichterfüllung:
Einem Arzt gleich, der niemals die Gewissheit hat, den von ihm so sehr angestrebten Heilungserfolg zu erzielen, der mit einem ihn unendlich erschöpfenden Streben nach Linderung, mit seinem guten Willen, häufig mit seinem bloßen Bemühen zufrieden sein muss; pflichtbewusst wie Sisyphos täglich bemüht, seinen Stein nach oben zu rollen, wissend, dass er wieder hinabstürzen wird.
Im Angesicht einer unentrinnbar, wie Camus sagen würde, von Leid und Bösartigkeit "verpesteten" menschlichen Existenz.
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Zuerst sind es nur die Ratten, die zu Hunderten auf offener Straße verrecken. Schon bald jedoch geht es den Menschen nicht anders. Jämmerlich und qualvoll sterben sie in ihren Wohnungen, was, soweit man dem Erzähler folgen möchte, auch schon den einzigen Unterschied zwischen Mensch und Tier ausmacht: "Die Ratten sterben eben auf der Straße und die Menschen in ihrem Zimmer" (44).

In den vierziger Jahren wird die in Algerien gelegene Stadt Oran von der Pest heimgesucht. Um ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern, lässt die Stadtverwaltung die Stadt hermetisch abriegeln; keiner darf mehr rein oder raus. Tausende von Menschen befinden sich nun über Monate hinweg in einer Extremsituation und müssen um das fürchten, was sonst als gegeben hingenommen wird: Die eigene nackte Existenz. Wie verhalten sich Menschen in solch einer Extremsituation? Diese Frage bildet den Kern von Albert Camus Roman "Die Pest", welcher erstmals 1947 erschienen ist. Im Zentrum der Geschichte stehen der Arzt Bernard Rieux sowie der Einzelgänger Jean Tarrou. Von Berufs wegen hat Rieux mit vielen Pestopfern engen Kontakt und wird mit den unterschiedlichsten Verhaltensweisen konfrontiert ebenso wie Tarrou, der ihm zur Seite steht. Der Mensch, nur auf sich selbst zurückgeworfen, erkennt, daß das, was er meinte, das ihn ausmachen würde, doch nur ein Konstrukt, eine Illusion war: "Ehemänner und Liebhaber, die das größte Vertauen in ihre Gefährten hatten, entdeckten, daß sie eifersüchtig waren. Männer, die sich in ihrer Liebe für leichtfertig hielten, wurden beständig. Söhne, die bei ihrer Mutter gelebt und sie kaum angesehen hatten, lasen den Grund für ihre ganze Besorgnis und Reue aus einer Falte ihres Gesichts ab, die sie in ihrer Erinnerung verfolgte" (81).

In vielen von Camus Schriften und Romanen wird das Theodizeeproblem, also die Frage, wie ein gütiger und allmächtiger Gott Leid zulassen kann, angesprochen. "Die Pest" bildet da keine Ausnahme. Und der Erzähler bezieht bezüglicher dieser Frage klar Stellung. Im Angesicht eines sterbenden Kindes, welches stundenlang vor den Augen der eigenen Eltern und der machtlosen Ärzte verreckt, schließt er:
"Und natürlich hatte der Schmerz, den diese Unschuldigen erdulden mußten, nie aufgehört, ihnen als das zu erscheinen, was er in der Tat war, nämlich ein Skandal" (242). Es ist Bernard Rieux, der das Credo des Menschen in der Revolte auf den Punkt bringt: "Ich habe eine andere Vorstellung von der Liebe. Und ich werde mich bis zum Tod weigern, diese Schöpfung zu lieben, in der Kinder gemartert werden" (247).

Camus ist nach Jean-Paul Sartre der einflussreichste Vertreter des Existentialismus. Camus prägte vor allem den Begriff der Absurdität der menschlichen Existenz. Damit umschreibt er das Missverhältnis zwischen dem menschlichen Verlangen nach Transzendenz sowie dem dröhnenden Schweigen des Universums auf dieses Verlangen. Und diese Absurdität wird auch im Roman verdeutlicht. Manche Menschen sterben, manche überleben und hinter diesem Fakttum verbirgt sich nichts anderes als die pure Gleichgültigkeit eines sinnentleerten Universums: "Aber was heißt das schon, die Pest? Es ist das Leben, sonst nichts" (348).

Fazit: "Die Pest" fasziniert ihre Leser seit mittlerweile mehr als 60 Jahren. Wie kaum jemand anderem gelang es den Existentialisten, ihre Philosophie packend und verständlich zu fiktionalisieren. Der Roman ist ein Muss für jeden, der an der abendländischen Philosophie des vergangenen Jahrhunderts interessiert ist.
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am 31. März 2009
Man darf glaube ich nicht mit falschen Vorstellungen an dieses Buch herantreten, denn für mich steht die Handlung deutlich im Hintergrund der Erzählung, welche die Vorgänge in der von großem Unheil befallenen Stadt Oran beschreibt. Nüchtern und abgeklärt wirkt auf mich die Erzählweise Camus', was den Einstieg in dieses Buch nicht erleichtert, v.a. dann wenn man Handlungsstränge und nicht jenen fein ausgearbeiteten Gesamteindruck erschreckender Einzelheiten erwartet. Hat man das Buch gelesen (und es ist sicher nicht leicht dieses Werk zu vollenden), so bleiben einem doch etliche Episoden im Gedächtnis, wie der Tod des Jungen auf der Krankenstation oder die aufrüttelnde Rede des Pater Paneloux. Doch sind es Episoden, die man nur schwer in eine Gesamthandlung einbetten kann. Den Leser erwartet hier eine Chronik des Schreckens, welche besonders viel Wert auf z.T. unauffällige, aber nicht unwichtige Details legt, mit denen Menschen ihren Alltag gestalten, wenn sie täglichem Schrecken trotzen müssen.

Fazit: Dieses Buch bietet einen einzigartigen Eindruck, der die Realität besser abbildet, als die romantischen Vorstellungen des Schreckens, welche man als Leser vielleicht erwartet. Es geht um das Erdulden und Abstumpfen, dumme Hoffnungen, geschmiedete Pläne und gemeine Zufälle, welche (in diesem Fall) die Pest zu einem nutzlosen Martyrium machen, das keine Rücksicht auf die Träumereien der Menschen nehmen will.
Das ist nicht "unterhaltsam", es ist auch nicht "nett". Manchmal muss man schmunzeln, manchmal macht es einen traurig, aber man geht sicher nicht unbeeindruckt daraus hervor...
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am 25. Februar 2014
"La Peste" ist ein herausforderndes Werk - nüchtern und zugleich nuancenreich, brutal und zugleich elegant, philosophisch ohne abgehoben zu sein, packend und ermüdend in einem, herzlos und liebevoll auf einmal.

Es ist eine Herausforderung, der der Übersetzer leider in keiner Weise gewachsen war. Denn auf Deutsch, zumindest in dieser Übersetzug (und ich kenne leider keine andere, nur das französische Original), ist das Buch...die Pest. Der Übersetzer Uli Aumüller tut der Sprache nicht nur Unrecht, er tut ihr Gewalt an - die fein komponierten Sätze Camus' werden mit unglaublicher Fantasielosigkeit und Steifheit ins Deutsche übertragen, teilweise auf eine Weise, die so nah am Fehler ist, dass mein Französischlehrer sie mir in der Oberstufe nicht mehr hätte ohne Punktabzug durchgehen lassen.

Dadurch verliert das Buch sowieso an Brillianz, vor allem aber auch an Verständlichkeit und - was am Schwersten wiegt - an Leben. Man fragt sich eigentlich dauernd beim Lesen "Was meinen die und wer würde ernsthaft so reden?". Traurig ist es, dass dieser Eindruck dann in der Regel zu Unrecht auf dem Autor Camus lasten bleibt und auf diesem Buch, das mit Sicherheit zu den besten des 20. Jahrhunderts zählt.

Da lohnt es sich schon, Französisch zu lernen und so lange die Lektüre aufzuschieben.
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am 6. September 1999
Albert Camus möchte menschliches Verhalten und Handeln in extremer Gefangenschaft und Bedrohung ergründen. Hierzu erstellt er ein fiktives Szenario: mitten im zivilisierten zwanzigsten Jahrhundert bricht das Pestvirus in den vierziger Jahren in einer gewöhnlichen französischorientierten Stadt in Algerien aus. Die Stadt wird im Zuge der schnell anrollenden Pestmaßnahmenverwaltung hermetisch abgeriegelt und unter Quarantäne gestellt. Von der Bevölkerung wird vor allem die große Sehnsucht nach Lieben in der "Außenwelt" als erste Auswirkung der Isolierung empfunden. Die Pest als Bedrohung wird erst sehr spät wahrgenommen. Dann versucht jeder, sich aufs äußerste zu vergnügen, abzulenken und das Leben bis zum letzten auszukosten. Abseits der allgemeinen Schilderungen der Masse widmet sich Camus einiger weniger Protagonisten, die auf die Ausnahmesituation sehr gegensätzlich reagieren. Cottard, ein ehemaliger Selbstmordkandidat lebt durch die allgemeine Verunsicherung der Bewohner auf und hat so eine Schnittstelle gefunden, mit ihnen kommunizieren zu können und sich aus seiner Isolation herauszulösen. Der Arzt Rieux bemüht sich um Menschlichkeit, möchte helfen und heilen, so gut er kann. Im Gegensatz zu dem Geistlichen Peneloux glaubt er nicht an die göttliche Fügung der Pestseuche. Der Verlockung, durch Bestechung die Stadtmauern zu verlassen, kann sich der Journalist Rambert zunächst nicht erwehren, da er sich bisher nicht der Stadt zugehörig fühlte. Doch die Pest schafft ihre eigene Solidarität zwischen den Menschen und läßt durch den gemeinsamen Gegner - hier: das Virus - andere Feindseligkeiten vergessen. So ist Camus gewähltes Motto von Daniel Defoe vermutlich zu verstehen: die Pest kann beliebig ersetzt werden durch Situationen, die lebensbedrohend sind. Wenn auch in entscheidenden Belangen ganz anders als eine Pestseuche, kann das Szenario sicherlich auch mit einer Kriegssituation ersetzt werden: die Solidarität ob des gemeinsamen großen Gegners wäre ähnlich. Doch gibt es nicht nur kollektive Bedrohungen, auch im kleinen gibt es Zusammenschlüsse von Menschen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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