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TOP 1000 REZENSENTam 2. September 2013
Felix Somary (1881-1956) bietet dem Leser seiner Erinnerungen eine prickelnde Kombination aus individuellen Erlebnissplittern - in jungen Jahren waren dies vielfach Geschehnisse, die prägend für Somary waren - und der allgemeinen Geschichte, die alle Individualgeschichte überlagert, besonders im grauenhaften 20. Jahrhundert, in dessen Brennpunkte die Erinnerungen hochinteressante Einblicke liefern.

In den Erinnerungen finden sich die verschiedensten Anekdoten:
- So erinnert sich Somary, dass er als Schüler daheim den Kopf gewaschen bekam, als er das Dienstpersonal lächerlich machte, indem er einen der Bediensteten nachäffte.
- Auch das Geschehen um seine erste längere und schon anspruchsvolle "staatswissenschaftliche Schrift" wird erzählt. Eine Schrift, die der Schüler Somary verfasst hatte und deren literarischen Quellen in der Bibliothek von Vater-Somary verwurzelt waren.
- Während der Studienzeit an der Universität Wien war Somary der letzte Privat-Assistent Carl Mengers gewesen, gerade diese Assistentenzeit wird das prägende Moment für Somarys spätere wissenschaftlich-weltanschauliche Ausrichtung gewesen sein: Konsequent in anti-inflationärer und liberaler Haltung und klarsichtig bezüglich kommender polit-ökonomischer Katastrophen.
Somary wurde kein Mann des Zeitgeistes und demzufolge kein modischer Keynesianer, sondern ein entschiedener Gegner des keynesianischen, etatistisch-interventionistischen Ungeistes.
-Ludwig von Mises, Josef Schumpeter, Emil Lederer, Otto Bauer und Rudolf Hilferding waren u. a. Somarys Kommilitonen in Wien. Männer die auch später Somarys Lebensweg oftmals kreuzten - wichtige Austro-Liberale und führende Austro-Marxisten saßen also zusammen in denselben Seminaren und kreuzten schon als Studenten in Rededuellen die Klingen.

Die Erinnerungen schlagen sodann einen faszinierenden Bogen: Es werden die Zeiten Somarys im Bankwesen; der aktiven Beratungstätigkeit für die Mittelmächte im 1. Weltkrieg; der "nebenberuflichen wissenschaftlichen Arbeit", aus welcher immerhin das auch heutzutage noch hochgelobte Buch "Bankpolitik" und die Fortführung von Eugen von Philippovichs "Grundriss der politischen Ökonomie" resultierten; die Warnungen hinsichtlich der ökonomischen und politischen Entwicklungen, z. B. vor der Weltwirtschaftskrise oder vor Hitler, nebst einem neuen Weltenbrand und viele andere Geschehen mehr - 2. Weltkrieg und die ersten Nachkriegsjahre - mittels einer ungheuer interessanten, persönlichen Sicht der Dinge offengelegt.

Diese Erinnerungen von Felix Somary lasen sich für mich wie die Hinterlassenschaft eines unerhörten "Orakels", dessen Prognosen meist durch die Realität bestätigt worden sind - er war ein "Seher", den die Menschen aber trotz seiner Trefferqualität nicht hören wollten.
Felix Somary hat, genau wie Ludwig von Mises, als "österreichisch" geschulter Ökonom das Ende des Sowjet-Imperiums vorhergesagt, dabei aber auch angemerkt, dass das westliche System des sog. "real existierenden Kapitalismus" sich nur "Sekunden" nach dem Zusammenbruch des Sowjet-Imperiums zum Sterben niederlegen wird.
Auch diese analytisch fundierte Prophezeiung wird kaum jemand der Nutznießer dieses "etatistisch-interventionistischen Systems" der sog. westlichen "Liberal-Demokratien" zur Kenntnis genommen haben, zur Kenntnis nehmen oder zukünftig zur Kenntnis nehmen wollen! Dies bestätigt ein kurzer Blick ins alltägliche politische Geschehen.
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am 2. November 2013
- einmalig in dieser Dichte
- guter Stil, etwas anders als heute geschrieben würde
- für alle, denen an Authentizität gelegen ist
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