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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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4,7 von 5 Sternen
Hexenmedizin: Die Wiederentdeckung einer verbotenen Heilkunst - schamanische Tradition in Europa
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:32,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 22. Januar 2017
Bei dem Titel "Hexenmedizin" könnte man annehmen, in dem Buch würde es um Rezepturen und Applikation von althergebrachten Heilmitteln/Wirkmitteln von Hexen gehen. Doch der Rahmen wird viel weiter gefasst. Was dazu führt, das weniger Text für das im Titel bezeichnete Thema verbleibt.
Das Buch ist weder Nachschlagewerk noch unterhaltsame Lektüre. Der Lesefluss wird durch die vielen Fußnoten unterbrochen (insgesamt 257 Fußnoten). Prinzipiell finde ich präzise Quellenangaben sehr gut, doch sind hier Quellenangaben mit ergänzenden Hinweisen in den Fußnoten vermischt gemischt.

Inhaltlich ist das Buch nach den drei verschiedenen Autoren gegliedert. Dabei bauen die Autoren nicht aufeinander auf sondern können völlig losgelöst gelesen werden.

Im Teil von Hr. Storl wird bildhaft beschrieben wie aus Jägern und Sammlern sesshafte Menschen werden. Ferner werden einige Naturbräuche und der Jahreskreis betrachtet. Der ein oder andere "Zauber" wird beschrieben z. B. "Nimm Baldrian in den Mund und küsse die, die du haben willst, sie wird dir gleich in Liebe gehören.". Es wird beschrieben warum gerade Frauen einen besonderen Bezug zu den Pflanzen haben, wie und wann aus ihnen dann Hexen wurden und wie ihre Verfolgung ablief.
Zu ausgewählten Pflanzen werden weitere Informationen gegeben (Haselnuss, Birke, Schafgarbe, Herbstzeitlose, Erle, Holunder, Johanniskraut). Weitere Pflanzen werden mit wenigen Wörtern erwähnt (z. B. Ringelblume, Beifuß ...)

Im Teil von Hr. Rätsch werden historische Hexen vorgestellt (Aphrodite, Medea, Hekate, ...). Dabei wird z. B. auf die Räucherkräuter der besagten Hexen und ihre Gärten eingegangen. Mögliche Zusammensetzungen und Anwendungen der Hexensalben werden besprochen. Im Text von Hr. Rätsch schwingt ein verachtender Unterton der christlichen Kirche gegenüber mit.

Im Teil von Fr. Müller-Ebeling wird die Hexe in der darstellenden Kunst betrachtet. Dabei werden Parallelen zur Abbildungen der Gottesmutter Maria aufgezeigt.

Abschließend kommt Hr. Rätsch nochmals zum Betäubungsmittelgesetz zu Wort. Dieses Kapitel ist äußerst unterhaltsam. Ich zitiere: "Der Staat braucht steuerzahlende Idioten, keine befreiten Geister.", "Der Schritt zur Bücherverbrennung ist nur noch ein kleiner."

Zusammenfassend kann ich sagen, dass man das Buch mal gelesen haben kann, aber das es sich keinen Platz in der Hausbibliothek verdient hat.
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am 27. April 2014
Ich bin dermaßen begeistert von dem Buch, dass ich mich schwer tun werde hier eine objektive Bewertung nieder zu bringen. Natürlich geht es um Pflanzen. Um Heilwirkungen, Methoden und deren Ursprünge. Es geht aber auch um uns selbst. Unsere Traditionen, Wurzeln, die Geschichte selbst. Es beginnt da, wo wir entstanden sind. Bei den Anfängen quasi. Es wird nicht gemunkelt oder geraten, spekuliert. Wenn das der Fall ist, dann steht das auch dabei. Alle Angaben sind geschichtlich fundiert und werden zumeist von der wissenschaftlichen Seite betrachtet. Von Überlieferungen, die tatsächlich uralt sind. Verschiedenste Kulturen werden beleuchtet, am meisten jedoch unsere eigene. Deutschland und Umgebung, Europa. Religion, politische Entwicklung, Alltagsgeschehen, Notwendigkeiten. Und immer wieder natürlich Kräuter, Pflanzen, Früchte, Bäume und wie sie eingesetzt werden (konnten), um das Leben zu erleichtern.
Genauso allerdings auch, wie es kam - überhaupt kommen konnte - dass diese wertvollen Informationen bzw. Anwendungen verteufelt worden sind, dämonisiert, diffarmiert. Auch über die katholische Kirche wird gesprochen, inwiefern sie bis in die heutigen Tage Auswirkungen auf den Einsatz von Heilpflanzen hat.

Zum Inhalt:
Hexenmedizin: Eine gute Medizin (was ist das überhaupt und woher stammt sie?) / Das Wilde Land und seine Kinder (Vergangenheit, Feste, Riten, Wortwurzeln) / Das alte Weib in der Hecke / Die Hagezusse als Schamanin / Hebammen: Fruchtbarkeit und Geburt / Die Totenmutter / Hexenmedizin - das Vermächtnis der Hekate (das größte Kapitel, Antike und Altertum) / Hexenbilder - die Dämonisierung der heilkräftigen Natur (Kunsthistorie) / Hexenmedizin - verbotene Medizin: Von der Inquisition zum Betäubungsmittelgesetz

Natürlich geht es immer wieder auch um Rezepturen und Anwendungen von Heilpflanzen. Sie werden beschrieben, über ihre Wirkungsweise aufgeklärt und mehr als einmal auf die Giftigkeit hingewiesen. Unter Umständen. Dennoch ist dies viel mehr als ein Buch über Kräuter und Räucherungen oder Salben. Es geht um die Geschichte der Hexen. Wie aus unseren Göttinnen Dämonen werden konnten und warum noch heute die natürlichen Methoden verlacht oder sogar verachtet werden. Soviel geballtes Wissen auf 250 Seiten und das klein geschrieben.
Wunderbar bebildert, mit Zeichnungen und Randnotizen versehen, bis ins Kleinste recherchiert.
Dieses Buch ist seinen Preis allemale wert!

Auch sollte man sich nicht davon abschrecken lassen dass sicherlich immer mal wieder ein langer Satz doppelt gelesen werden muß. Das liegt vermutlich in der Natur der Dinge. Ein bißchen Kopfarbeit gehört schon dazu.
Ich kann das Werk jeder weisen Frau nur empfehlen. Allerdings würde ich es nicht gerade einer Anfängerin vorsetzen ;-)
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am 30. September 2007
Die erste Medizin war die der Pflanzen, die der Schamanen, Weisen Frauen udn Männern. Schamanische Rituale, Hexenkult, Naturglaube und entsprechende Pflanzen werden hier vorgestellt. Der Soziale Kontext in dem die Pflanzen benutzt wurden, ihre Wirkungen und heutige Vorstellungen werden erläutert und mit schönen Bildern bereichert. Einige der bekanntesten und fundiertesten Kräuterkundige unserer Kultur haben sich an diesem Buch beteiligt und die Zusammenarbeit trägt wahrlich erkenntnisreiche Früchte. Für Leute, die sich fundiert und ausführlich mit Kräuter beschäftigen gehört dieses Buch zur Fachliteratur.
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am 28. August 2003
Dieses Buch für mich zu lesen war eine absolute Bereicherung. Man erfährt, warum die heutige "Schulmedizin" nicht das einzig gute ist, und wie sie versucht krampfhaft mit etwas Geld zu machen, was uns ohnehin kostenlos zu Füssen liegt. Die Natur ... von geheimen Heilmitteln (geheim dank Kirche und Staat) bis hin zur Zerstörung der Welt der Naturgötter und Naturglaube. Der Glabue an die Natur ist verlorengegangen, mitsamt der Fähigkeit sie und ihre Boten ernst zu nehmen. Dies wird in diesem Buch historisch und mit guten Beispielen veranschaulicht. Wer etwas über das Leben an sich, die Natur und die Kraft die in ihr steckt erfahren will sollte dieses Buch sofort lesen!!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Dezember 2004
Die Autoren führen den Leser im Buch "Hexenmedizin" an die Geschichte und Traditionen der magischen Volksmedizin heran. Der moderne und anspruchsvolle Leser erfährt hier alles über die antiken Heilpflanzen und deren Bedeutung bei Ritualen. Verschiedene Hexenkulte und deren Anwendungsbeispiele von magischen Pflanzen werden vorgestellt. Das sogenannte Hexenwissen wurde im Mittelalter größtenteils ein Opfer der Inquisition. Mit dem Buch "Hexenmedizin" ist dem namhaften Autorenteam ein hervorragendes Werk, über die Wurzeln und Ursprünge unserer europäischen Kultur und über das verschüttete Heilpflanzenwissen der Hexen und weisen Frauen gelungen.
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am 28. Juli 1999
Hexenmedizin ist ein fundiertes Buch, das sich eingehend mit dem Hintergrund, der Entstehung und der Praxis der Phytotherapie befasst. Leider gehen die Autoren dabei weniger auf die beschriebenen Pflanzen, denn auf ihre Wirkungen, Anwendungen und mystischen Bedeutungen ein. Für den pflanzenunkundigen Laien empfiehlt es sich daher ein Botaniklexikon zur Hand zu haben, in dem er die beschriebenen Pflanzen nachschlagen kann. Für den Leser allerdings, den der mystisch schamanistische Hintergrund von Heil(Gift-)pflanzenanwendungen und der soziale Kontext mehr interessiert als die rein naturwissenschaftliche Lehre, für diesen ist das Buch eine (wenn auch recht teure) Fundgrube. Über manche Deutungen und Interpretationen könnte man allerdings streiten.
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am 12. Oktober 2013
In prägnanter Herleitung des "Hexenwesens" führt der Autor Storl den Leser über die Steinzeit und das Mittelalter an die Thematik heran. Parallel werden die verwendeten Pflanzen vorgestellt. Reich bebildert und gut zu lesen sind auch die weiteren Beiträge von der Autorin Müller-Ebeling und dem Autor Rätsch, der weitere phantastische Bücher zur Ethnobotanik verfasst hat. Sehr gut gelungen für Einsteiger und Interessierte!
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am 24. September 2001
Das Buch geht auf die schamanischen Rituale und Bräuche im frühen Europa ein. Seit altersher waren die weisen Frauen und Männer tätig, wenn es darum ging zu heilen, Geburt und Tod zu begleiten und auch hellsichtig in die Zukunft zu sehen. Über die schmananischen Rituale wird ebenso berichtet, wie über die dazugehörigen Pflanzen und deren Bedeutung.
Hexenkulte, wie die der Hekate oder Medea, werden vorgestellt, ebenso die Bedeutung von Schlangen und die magische Anwendung von Pflanzen.
Es ist ein hervorragendes Buch, das über die Wurzeln und Ursprünge unserer europäischen Kultur berichtet, die mit der Christianisierung teilweise übernommen und auch radikal beendet wurde.
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am 21. Mai 2001
Das Autorenteam bereitet die Geschichte der "magischen" Volksheilkunde, die größtenteils der Inquisition zum Opfer fiel, für den modernen, anspruchsvollen Leser auf. Der schön gestaltete Band wartet weniger mit Rezepten auf, sondern erläutert die Annäherung der "Hexen" auf die Pflanzenwelt sowie die Bedeutung der Intuition für den (fast verloren gegangenen) Dialog mit der Natur. Es wird auch gezeigt, daß Schamanismus kein "exotisches" Phänomen ist, sondern vor der eigenen Haustür beginnt und gelebt werden kann.
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am 6. Dezember 2013
Ein gutes Buch, das gut zu verstehende Einblicke in die Hintergründe der Phytotherapie vermittelt, sowie viele Informationen bietet zu diversen Heilpflanzen der Antike und ihrer Bedeutung bei Ritualen.
Ein tolles Buch, das einen erstaunlichen Zugang zu einem faszinierenden Bereich der Europäischen Kultur und Medizingeschichte bietet! Es bietet sehr viel Information, die gut aufbereitet und konzentriert vermittelt wird.
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