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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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am 12. August 2011
Nach langem Warten auf einen weiteren Roman der Autorin ("Emmas Glück" hat mir sehr gut gefallen), war ich voller Erwartungen im Hinblick auf die "Schattenmorellen".
Was die Stärke von "Emmas Glück" ausmachte, die beiden ungewöhnlichen Protagonisten ausserhalb der gängigen gesellschaftlichen Norm, wird in diesem Roman strapaziert. Es wimmelt nur so von schrägen Figuren und manche wirken karikaturistisch überzeichnet. Dies sowohl im Provinzdorf der Hauptfigur Annie wie auch bei der gutsituierten Intellektuellenfamilie am Parallelschauplatz Dresden. Tochter Paula, auch sie eine konstruiert erscheinende Mosaikgestalt, spielt eine nicht unwichtige Rolle im Geschehen. Hier wie dort gibt es so gut wie niemanden, der nicht irgendwie eine Macke hat.
Annie, die 13-jährige Protagonistin, wächst zwischen einem spätpubertierenden Grossvater und einer überforderten, unzuverlässigen Mutter auf. Sie wird alsbald von den beiden Erwachsenen allein gelassen. Gezeichnet wird das Bild einer Heranwachsenden, die nicht glaubwürdig zu werden vermag, die mal wildes Naturkind ist, mal sehr naiv, dann wieder durchtrieben und sehr selbständig, mal borderline und zornig, dann wieder sehr vernünftig. Bis zum Schluss merkt sie nicht, dass die Fremde in ihrem Haus hochschwanger ist und im Begriff zu gebären. Dann wieder ist sie als Geburtshelferin ein Naturtalent und leistet erstklassige Sofortversorgung für den Säugling. Für mich will das Bild nicht stimmig werden.
So viel wird in dieser Geschichte bunt durcheinandergemixt, manches an der Grenze zum Abstossenden: Beim Dorffest ergeht sich eine Frau vor den Augen aller mit drei Männern und einem Hund, eine Horde destruktiver Jugendlicher zerstört im Nullkommanix die Kirschplantage, in Dresden feiert Paula eine Orgie wie aus einem Bild von Hieronymus Bosch zusammen mit anderen Jugendlichen aus "gutem Haus" und dergleichen mehr.
Das Ende des Romans kommt dann allerdings seltsam versöhnlich daher und fast alles schein sich zum Guten zu wenden.

Daneben gibt es, auch das muss gesagt sein, immer wieder kluge Beobachtungen, schöne Bilder und feine Gedanken. Schade, dass sie in der inkonsistenten Geschichte nicht richtig zur Geltung kommen.
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