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Kundenrezensionen

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am 7. Mai 2010
Vorab eine Warnung: Wer Liebesgeschichten über aufregende Irrungen und Wirrungen des Herzens lesen möchte, wer ein Faible für Erb-, Leiden- und Grafschaften hat, der ist beim Autor David Nicholls an der falschen Adresse gelandet.

Nicholls hat statt Schmacht und Kitsch tiefgründige Charakterstudien zu bieten. Dennoch sind seine authentischen Personenbeschreibungen locker und leicht zu lesen. Selbst die schwermütigen Phasen der Hauptpersonen werden in frische, ironische und geistreiche Dialoge verpackt. Wie im wahren Leben, wo ja auch nicht selten das Schwere recht leicht daher kommt und man erst im Nachhinein schlucken muss.

Auf diese Weise werden uns über einen Zeitraum von 20 Jahren Einblicke in die Leben zweier Menschen gewährt, und zwar immer am 15. Juli. Jener erste gemeinsame 15. Juli findet im Jahr 1988 statt. Emma und Dexter, kurz Dex genannt, sind Anfang 20 und gehen aufs selbe College. Nach einer durchzechten Nacht landen beide miteinander im Bett, ohne <<so richtig miteinander geschlafen zu haben>>. Dex ist bereits zu diesem Zeitpunkt ein cooler Typ, gutaussehend, irgendwie easy drauf, dazu noch aus gutem Hause. Emma hingegen hat zwar keine reichen Eltern, ist aber intellektuell und politisch höchst engagiert, immer mit einem klugen Spruch auf den Lippen. Zwar ist sie, wie Dex zugeben muss, ziemlich hübsch, trotz Kassengestell auf der Nase, aber ihr T-Shirt mit dem Spruch für nukleare Abrüstung löst bei ihm eindeutig Fluchtreflexe aus.

Wenigstens so halb. Denn auch wenn er weit entfernt ist vom Wunsch nach einer festen Beziehung, so kann er doch nicht so ganz von der klugen, witzigen Emma lassen. Und sie auch nicht von ihm, obwohl sie sich darüber ärgert, Mist aber auch, einen Typen zu mögen, der jede haben kann und tatsächlich auch jede hat!

Und so begleiten sie einander über die Jahre als <<wirklich gute Freunde>>, immer mal wieder mit einem Anflug Sehnsucht nacheiander, doch dem wahren zueinander finden stehen grundsätzlich irgendwelche Hindernisse im Weg. Die da wären: Dex hat eine Freundin (eigentlich fast immer) / Emma hat einen Freund (selten und auch dann nicht so richtig) / man lebt auf verschiedenen Planeten (im übertragenen Sinne) / man lebt in verschiedenen Orten (im physischen Sinne) .... und überhaupt.

Der Trick mit dem 15 Juli erlaubt es dem Autor, die Persönlichkeiten seiner Hauptpersonen im Zeitraffer weiter zu entwickeln. Emma wird sanfter und muss nicht mehr jede Diskussion durchfechten. Und auch Dex schaltet von seinem wilden High-Speed-Party-Leben einen Gang runter. Schliesslich endet der Roman mit einem Flashback der besonderen Art.

Bleibt mir nur noch, ganz besonder die schriftstellerische Fähigkeit von David Nicholls zu loben. Er kann wirklich schreiben! Sein Witz ist niemals gezwungen, seinen Einsichten kommen ohne moralisch erhobenem Zeigefinger aus. Das Ungesagte gelingt ihm besonders ausdrucksstark. Er beschreibt Bildern, so als säße man im Kino. Seine geschaffenen Figuren werden lebendig und der Abschied von ihnen auf der letzten Seite verursacht Entzug. Hach. Bitte mehr von solchen Büchern, die das Herz erwärmen, ohne das sich der Verstand zu schämen braucht.
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am 17. Oktober 2011
Dex und Em, Em und Dex.

Am 15. Juli 1988 sind Emma und Dexter zwanzig Jahre alt, haben noch ihr ganzes Leben vor sich und gerade eine Nacht zusammen durchgemacht. Eine Freundschaft fürs Leben ist entstanden und es scheint so als ob Emma und Dexter füreinander bestimmt sind doch bis dahin vergehen viele Jahre, um genau zu sein 20 Jahre in denen Emma und Dexter sich nie aus den Augen verlieren und versuchen ihren eigenen Weg zu gehen. Immmer wieder kreuzen sich ihre Wege und doch verpassen sie sich. Kann es da möglich sein, dass Dexter und Emma je zueinander finden?

Meine Meinung

Ich bin nun schon länger um den Liebes-Roman >>Zwei an einem Tag<< von David Nocholls herumgeschlichen und habe ihn nun endlich zur Hand genommen und gelesen.

In >>Zwei an einem Tag<< geht es um das Leben von Dexter und Emma deren Wege sich immer wieder kreuzen - Dex und Em scheinen sich wie magisch anzuziehen und dennoch scheint es ihnen nicht vergönnt eine gemeinsame Zukunft zu haben.

David Nicholls hat einen wirklich zauberhaften Schreibstil und versteht es gekonnt die beiden Lebenswege mit Farbe auszufüllen. Dramatische Wendungen mit viel Herz-Schmerz-Feeling machen den Roman zu einem richtigen Pageturner. Unbedingt möchte man erfahren wie es mit Em und Dex, Dex und Em weitergeht und ob sie einen Weg zueinander finden werden.

Der Autor berichtet im Verlauf von 20 Jahren immer von einem 15. Juli und wie durch ein Wunder kreuzen sich die Wege von Em und Dex auch wenn sie gerade nicht in derselben Stadt sind oder ihre eigene Wege mit anderen Partnern und anderen Lebensvorstellungen gehen. Gerade dieses starke Band zwischen Em und Dex hat mich verzaubert.

David Nicholls hat außerdem so realistische und facettenreiche Figuren erschaffen, dass man das Gefühl hat direkt neben ihnen zu stehen. Besonders gut gefallen haben mir die Ecken und Kanten die beide Hauptprotagonisten auszeichnen. Aber auch die Nebenfiguren sind lebhaft gezeichnet und eine wahre Bereicherung für den Roman.

Da mir der Schreibstil und die beeindruckende Sprache von David Nicholls so gut gefallen hat, wird >>Zwei an einem Tag<< sicherlicht nicht der letzte Roman gewesen sein den ich von ihm gelesen habe.

>>Zwei an einem Tag<< erhällt von mir verdiente 5 von 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

Fazit

Ein wunderbar gefühlvoller Herz-Schmerz Roman!
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am 2. September 2009
Nach ihrer Abschlussfeier am College verbringen Emma und Dexter eine Nacht zusammen. Am Tag darauf, dem 15. Juli 1988, trennen sich ihre Wege wieder. Aber vergessen können sich die beiden nicht, Freunde wollen sie bleiben, für immer.
Das besondere an diesem Roman ist, das David Nicholls beschreibt, was Emma und Dexter am 15. Juli jedes darauf folgenden Jahres erleben, zwanzig Jahre lang.

Nach ihrem Abschluss fängt für beide ein neuer Lebensabschnitt an.
Während Emma sehr bodenständig ist, sich gesund ernährt, sich politisch engagiert, aber nicht wirklich weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, genießt Dexter das Leben in vollen Zügen: er geht auf ausgedehnte Reisen, feiert Partys, trinkt, nimmt Drogen und macht dann Karriere beim Fernsehen. Währenddessen schlägt sich Emma mit ungeliebten Jobs durch, zunächst.
In all diesen Jahren treffen Emma und Dexter immer wieder aufeinander oder schreiben sich. Aber Zeiten der Freundschaft wechseln auch mit Zeiten langer Kontaktlosigkeit.

David Nicholls beschreibt Emma und Dexter so lebendig, dass man sich mühelos in sie hinein versetzen kann. Man erlebt die Höhen und Tiefen mit, man lacht und trauert mit Emma und Dexter. Diese Geschichte ist so mitreißend und entwickelt einen solchen Sog, dass man sich dem nicht entziehen kann. Besonders die zahlreichen tragikomischen Momente fesseln.
David Nicholls feinfühliger Schreibstil und der außergewöhnliche Plot machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.
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am 31. Mai 2014
auch bei diesem Buch von David Nicholls muss ich sagen, dass es lange Zeit gebraucht hat, bis es den wahren Plot ausweisen konnte und zwar jenen mit absoluter SPANNUNG. Wieso wartet er immer so lange? Erst die letzten 100 Seiten waren so richtig interessant. Alles davor... ja.... mühsam...
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am 10. Juni 2011
Ich hatte das Buch schon lange hier auf meinen Wunschzettel und suchte nun ein Buch, das leicht, aber trotzdem ansprechend und anspruchsvoll ist. Durch den Filmtrailer (Film zum Buch erscheint im November diesen Jahres im Kino) wurde meine Neugier geweckt.

Ich habe das Buch in weniger als einer Woche durch gelesen. Es hat mich nicht los gelassen, ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Emma und Dexter treffen sich am 15. Juli 1988. Was zuerst nur nach einer kurzen Begegnung und lediglich die Aussicht auf einen One-Night-Stand aussieht, entwickelt sich in den nächsten 20 Jahren zu einer tiefgründigen (mit allen Höhen und Tiefen verbundenen - d. h. auch Streitigkeiten) und liebevollen Freundschaft und sogar mehr... Dadurch, dass stets der Jahrestag ihrer ersten Begegnung (der 15. Juli jedes darauf folgenden Jahres) beschrieben wird, ist es nie langweilig. Man ist immer gespannt, wie es zwischen den beiden Hauptcharakteren weitergehen wird/könnte.

Ich habe gelacht, "mitgefiebert" und geweint. Ein wunderschönes Buch über Freundschaft, Liebe und das Leben, wie es manchmal so (mit uns) spielt und nie einfach ist.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. April 2015
Dex und Em,
Em und Dex.

Dex und Em, die zwei kennen und mögen sich seit 20 Jahren. Beide könnten kaum unterschiedlicher sein. Em ist eine clevere und engagierte junge Frau, die gern mal auf Demos geht und sich für die Menschen einsetzt. Sie schließt ihr College mit Bestnoten ab und wird trotzdem in den ersten Jahren nach dem Abschluss beruflich ein eher unruhiges Leben führen.

Und Dex? Er ist gutaussehend, charmant, egoistisch und oberflächlich. Er hat das College geschafft, das zählt und will nun die Welt bereisen und feiern und Leute kennenlernen. Er taucht in eine ganze andere Welt ein - die Medienbranche. Leben und leben lassen, Geld spielt keine Rolle und nur der Spaß zählt.

So leben beide ihr Leben und versuchen trotz aller Unterschiede ihre Freundschaft zu halten. Sie wahren und pflegen den Kontakt und können so die Entwicklung des jeweils anderen verfolgen. Während Em die Kurve bekommt, wird es für Dex immer enger und kritischer.

Die Sprecher schaffen es, die Stimmung und die jeweiligen Situationen gut zu vermitteln. Ich fand es gut, dass es zwei Sprecher gab. Aufgrund der Länge des Hörbuches schafften die verschiedenen Stimmen etwas Abwechslung. Zudem konnten sie besser die jeweilige Figur und deren Gefühle transportieren und mit Leben erfüllen. Die Geschichte hat fast alles, was eine gute und interessante "Zweier-Beziehung-nicht-Beziehung-doch-Beziehung"-Geschichte benötigt. Zwei Charaktere, die sich im Laufe der Geschichte entwickeln und immer wieder neue Facetten ihres Charakters zeigen. Gefühle, die von Jubel, Traurigkeit, Herzschmerz bis Tod und Unglück alles beinhalten und vor allem der Humor zwischen den beiden Hauptfiguren tragen die Geschichte. Die vielen kleinen bissigen Kommentare von Em zum Lebensstil Dexters bringen den Zuhörer zum Schmunzeln, denn in ihnen stecken auch eine Reihe von gut erhaltenen Klischees und Vorurteilen, aber auch die über Jahre gewachsene und erhaltene Liebe und Zuneigung zu Dexter bzw. Dexters Gefühle gegenüber Emma werden sehr stark und gut ausgearbeitet. Beide Charaktere sind gut nachvollziehbar und mit viel Liebe zum Detail beschrieben worden.

Das Hörbuch hat insgesamt 133 Tracks, die sich auf gut 15,5 Stunden verteilen. Durch diese Einteilung konnte man die Geschichte gut zwischendurch stoppen und wieder starten ohne etwas zu verpassen oder doppelt anhören zu müssen.

Ein Hörbuch, das etwas Zeit braucht, aber eine schöne Geschichte rund um das Leben zweier Menschen beinhaltet.
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am 8. Mai 2013
Die Handlung von Zwei an einem Tag lässt sich eigentlich in einem Satz zusammenfassen: Emma und Dexter lernen sich in der Highschool kennen, verbringen eine belanglose Nacht miteinander, werden Freunde und brauchen zwanzig Jahre, um endlich zusammen zu finden.

Diesen Zeitraum - diese zwanzig Jahre - begleitet der Leser die beiden episodenhaft durch ihr Leben. Wie sie sich entwickeln, welche Fehler sie machen, welche Abenteuer erleben, ihre Momente des Glücks und der Traurigkeit. Und immer wieder treffen sie zusammen. Emma und Dexter sind so verschieden, wie das nur möglich ist.

Em, im College noch die linkskämpferische Revoluzzerin, die nichts auf Äußerlichkeiten gibt und sich jahrelang als Bedienung in einem Fastfood-Restaurant durchschlägt, bildet sich weiter, wird erst Lehrerin, dann Schriftstellerin und führt ein bürgerliches, durch wenig Aufregung gekennzeichnetes Leben mit vereinzelt obskuren Zwischenfällen. Emma ist klug, besonnen, gebildet und intellektuell.
Dex, ein Kind aus reichem Elternhaus, dem Vater und Mutter nach dem College Jahre unbeschwerten Reisens durch die ganze Welt bezahlen, ist ein Frauenheld, attraktiv und charismatisch und voller großer Pläne, die er alle nicht gebacken bekommt. Stattdessen hat er Glück und wird Fernsehmoderator und macht eine schrille, farbenprächtige Karriere, hinter der die Weisheit lauert, dass wer hoch steigt, auch tief stürzen kann.
Zuerst himmelt Em Dex an, später dann verkehren sich die Rollen. Beide entwickeln sie sich weiter, und es ist eine faszinierende Reise, sie auf ihrem Weg zu begleiten.

'Zwei an einem Tag' ist ein bezauberndes, kluges, manchmal melancholisches, manchmal brüllend komisches Buch. Wer eine klassische Liebesgeschichte sucht, mag enttäuscht werden - hier findet er nämlich viel mehr: Ein Buch darüber, wie unterschiedlich man das Leben meistern kann, wie bunt die Welt ist, wie aufregend jeder Tag, und dass man wieder aufstehen muss, wenn man einmal hinfällt, weil das Leben die Anstrengung wert ist.
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am 4. August 2013
Ich hatte das Buch vor längerer Zeit bereits in einer Aktion für den Kindle erstanden und kannte zu diesem Zeitpunkt weder Autor noch Geschichte. Ich habe es somit ohne Erwartungen gelesen. Mir hat der Erzählstil sofort super gut gefallen. Endlich mal nicht so eine "lineare Massenware". Und die Charaktere waren ganz wunderbar herausgearbeitet. Ich habe mit Em und Dex gelacht, geweint und gelitten. Ich konnte mich super in die Handlung und die Protagonisten einfühlen. Natürlich gibt es in solchen "Königskinder"-Geschichten Klischees und Schwächen, aber David Nicholls hat versucht, etwas besonderes zu kreieren - wenn auch nicht mit dem Ende, welches ich mir gewünscht hätte. Aber ich war so gefesselt, dass ich das Buch an einem Wochenende verschlungen habe.
Man merkt an den Rezensionen, dass dieses Bucht polarisiert. Entweder liebt man diese etwas chaotische Erzählweise oder nicht. Mir hat es auf jeden Fall so gut gefallen, dass ich mir gleich noch den Film bestellt habe :-).
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am 8. März 2016
mir wurde das buch immer und immer und immer wieder von allen seiten empfohlen, weil ja so romantisch und toll geschrieben... also na gut, dann les ich es halt. ich bin ja eigentlich nicht so der große freund von triefender romantik, aber dafür hat mir die story ganz gut gefallen. vor allem, dass das buch immer aus beiden perspektiven erzählt, find ich gut. was mir dann wieder nicht so gefällt ist, dass die beiden, zumindest für mich, oft zu sehr ihre "persönlichkeit" ändern. und das ohne erklärung. und wenn ich mal das gefühl hab, das ist eine erfunde romanfigur und nicht, einfach eine erzählung über eine person, dann is es bei mir ziemlich schnell mal aus mit der lesefreude. am schluss hat sich das ganze mit den rückblenden wieder halbwegs erholt und ich fands im endeffekt dann ganz ok.
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HALL OF FAMETOP 1000 REZENSENTam 17. September 2011
David Nicholls verfolgte in seinem 2009 veröffentlichten Roman "One Day" keineswegs die im deutschen Titel kolportierte Absicht, sich mit der Promískuität Heranwachsender zu beschäftigen.

Er erzählt die Geschichte von Emma und Dexter, die sich kurz kennenlernten, um sich zu trennen, durch Jahrzehnte ganz normaler, also wenig zielstrebiger und durch viele Irrtümer und Zufälle bestimmter Leben, bis sie sich schließlich doch zu einer kurzen, aber ebenso banalen Paarbeziehung zusammenfanden.

Mit akribischer Detailtreue beobachtet der Roman dabei die Vielfalt gesellschaftlicher Erscheinungen, da wird kein feuchter Wind entlassen ohne eine Typisierung oder einen Trend. Während man sich durch diese weder spannenden noch hilfreichen Beobachtungen quält, fragt man sich, ob all dieser Wust an Details, der an Küchengespräche zwischen Mutter und Tochter erinnert, eigentlich noch zu irgend etwas Positivem führen kann.

Aber auf den letzten der 541 Seiten kommt doch noch so etwas wie Sinn und Konzept auf. Es wird deutlich, dass man den riesigen Irrgarten leerer Worte durchtaumelt hat, um zu begreifen, dass es im Leben singuläre Momente gibt, in denen sich alles entscheidet. Dass vielleicht in einer Minute alles anders geworden wäre. Doch auch das ist banal, naiv und somit irrig.

Denn ebenso, wie die letztendlich realisierte Beziehung zwischen den Beiden nur zu einer ganz gewöhnlichen Ehetragödie gewuchert ist, hätten auch die angeblich versäumten Jahre dazwischen keineswegs die Verwirklichung großen Glücks gebracht.

So kann man vielleicht über die ein- oder andere Parallelität zu eigenen Fehlentscheidungen an Schaltstellen des Lebens eine gewisse Emotionalität aufbauen, aber schon mit ein paar Stunden Abstand bleibt die Erkenntnis, dass man das Buch genau dort vorgefunden hat, wo es hingehört:

Auf dem Sonderangebotsregal einer Bahnhofs-Buchhandlung.

print-jury 3* A0730 17.9.2011
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