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am 23. März 2009
Ich bin Physiker und war sehr erstaunt, mit welcher Leichtigkeit Natalie Knapp die schwierigsten Zusammenhänge erfasste und beschrieb. Sie muss sehr lange darüber nachgedacht haben. Denn nur dann ist eine Reduktion in so meisterhafter Form möglich. sie hat vollkommen recht, wenn sie behauptet, dass die Unschärferelation von Heisenberg, die 1927 publiziert wurde, immer noch auf ihre umfassende Rezeption wartet. Die Konsequenzen werden von der vorherrschenen Wissenschaft nicht anerkannt. Sie bleibt eigentlich bei Newton hängen.
Das Buch ist so geschrieben, dass wirklich jeder ein wenig Interessierte es lesen und verstehen kann und ihre Forderung - anders denken lernen - kann nicht ernst genug genommen werden. jo
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am 11. Januar 2009
Im Klappentext zu diesem Buch heißt es: 'Millionen von Problemen auf der Welt bereiten uns heute Sorgen ' doch ein Problem liegt allen anderen zugrunde: Es ist unsere Art zu denken. Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, müssen wir anders denken lernen.'
Natalie Knapp hat für die globale Krise natürlich keine Patentlösung zur Hand, aber sie schafft durch ihr Buch eine Grundlage, auf der wir selbst nach Antworten suchen können. Sie erzählt verständlich und kompetent, wie es überhaupt so weit kommen konnte und dass wir 'die Probleme nicht mit denselben Denkstrukturen lösen können, die sie erschaffen haben'. Dabei bleibt sie nicht nur theoretisch, sondern hat auch immer wieder anschauliche Beispiele parat und führt den Leser durch die Wirrnisse der Wahrnehmung und der Denkstrukturen.
In der ersten Hälfte des Buches geht es um die Quantenphysik, da muss man sich ein bisschen durchbeißen, zumal wenn man mit dem Thema nicht vertraut ist, doch es lohnt sich. Es ist ihr gelungen, ein kompliziertes Thema recht einfach darzustellen, ohne zu verfälschen, und man kann gut folgen.
(Es gibt ja viele Bücher, die dem Laien die Quantenphysik erklären aber keines hat mir bisher erklärt, was es für mein Leben bedeutet.)
Und es ist auch gar nicht notwendig, alles im Detail zu verstehen. Wichtig ist zu begreifen, dass unser Denken, die Art, wie wir die Welt wahrnehmen, eine veraltete naturwissenschaftliche Grundlage hat, nämlich die Physik Newtons, und dass seine Erkenntnisse im Grunde schon lange überholt sind.
Im letzten Drittel des Buches wird es dann ganz einfach, und Natalie Knapp macht Lust und Mut, Ideen zu entwickeln, Fragen zu stellen und es auszuhalten, wenn die Antworten vielleicht nicht immer gleich sofort kommen. Nach der Lektüre sieht die Welt schon ein bisschen anders aus.
Das Überraschende ist, dass die Autorin es schafft, auf verblüffend einfache Weise ein neues Bewusstsein zu wecken. Dieses Buch eröffnet neue Horizonte, nach denen alle Welt im Moment verzweifelt sucht. Natalie Knapp zeigt wirklich neue Perspektiven. Die Arbeit, die wir dann selbst leisten müssen, ist, unser träges Denken zu überwinden.
Ein Buch, das mit Sicherheit nicht auf dem Nachttisch von Herrn Ackermann zu finden sein wird, obwohl es zur Pflichtlektüre der Mächtigen dieser Welt gehören sollte.
Unbedingt lesen und: anders denken lernen.
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am 14. August 2008
Habe das Buch zufällig bei einem Freund entdeckt. Wollte nur mal kurz reinlesen, dachte von Quantenphysik verstehe ich eh nichts. Habe mich dann gleich festgelesen. Hätte nie gedacht, dass man ein so schwieriges Thema so locker und leserfreundlich anpacken kann. Ist eine sehr gute Einführung und hilft wirklich zu verstehen, wie unser Denken funktioniert. Es wird klar, wie wir mit einer anderen Art zu denken, in einer ganz anderen Welt leben könnten.
Fazit: Leicht zu lesen, super geschrieben. Mir hat's wirklich geholfen, die Welt besser zu verstehen.
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TOP 500 REZENSENTam 21. Februar 2013
Dass Naturwissenschaftler, die an den Grenzen des menschlichen Wissens und Verstehens zu Hause sind, über kurz oder lang zu Philosophen werden, ist man seit Einstein oder Heisenberg längst gewohnt. Dass jemand den umgekehrten Weg beschreitet, ist dagegen eher ungewöhnlich. Die Philosophin Natalie Knapp ist so eine Wandlerin zwischen den Wissenschaften, die versucht, Probleme, Denkweise und Lösungsansätze der Quantenmechanik für die Allgemeinheit nutzbar zu machen. Ein sehr interessantes Interview, dass sie anlässlich ihres neuen Buches "Kompass neues Denken" der SZ gegeben hat, hat mich veranlasst, erst einmal den "Quantensprung des Denkens" zu lesen, eine Zweitverwertung ihres ersten Buchs "anders denken lernen".

Es beginnt mit einer Einführung in die Quantenmechanik, also die Wissenschaft, die den Aufbau der Materie zu entschlüsseln versucht. Wir werden sehr behutsam an das Problem herangeführt, dass unser materialistisches, von Newtons Mechanik geprägtes Weltbild nur dann etwas als wahr und wirklich anerkennt, wenn es mess- und beweisbar ist. Die Fragen, die die Quantenmechanik aufwirft, gehen weit über diese vertraute Denkweise hinaus. Das betrifft nicht nur den Welle-Teilchen Dualismus der Materie, der ja inzwischen Schulwissen geworden ist, sondern z.B. auch die Informationsübertragung zwischen einzelnen Partikeln, die eigentlich voneinander eigentlich nichts wissen sollten. Auch die Relativitätstheorie, die zum Verständnis von Aufbau und Historie des Universums erforderlich ist, wird kurz gestreift.

Nathalie Knapp belegt sehr schön, wie sich das Überbordwerfen überkommener Weltbilder segensreich dazu beigetragen hat, das Verständnis der Welt weiterzuentwickeln. Im Falle von Quantenmechanik und Relativitätstheorie scheinen wir aber an einem Punkt angekommen zu sein, wo es nicht richtig weitergeht. Newtons Mechanik deckte sich damals mit dem, was seine Zeitgenossen mit ihrer Vorstellungskraft erfassen können, während uns heute das Verlassen unserer Vorstellungen von Raum und Zeit größte Schwierigkeiten macht. (Schließlich werden wir, aus Sicht der Evolution gesehen, immer noch mit dem gleichen Gehirn geboren, das uns als Jäger und Sammler hat überleben lassen.) Sehr hilfreich beim Verständnis dieser Problematik ist dabei Abbotts Flächenland-Gleichnis, das die Autorin sehr schön erklärt. Wir können es uns jetzt zwar immer noch nicht vorstellen, sind aber wenigstens davon überzeugt, dass Raum und Zeit weitere Dimensionen zugefügt werden können.

Das Buch schließt mit zahlreichen Anregungen, in welche neuen "Dimensionen" wir unser Denken erweitern könnten und sollten. Angesichts der begrenzten Ressourcen der Erde ist das vor allem eine Abkehr vom rein materialistischen Denken und Streben. Wir haben als Menschheit eine Grenze erreicht, wo wir es uns nicht mehr leisten können, als Individuen möglichst viel zu besitzen und zu verbrauchen, sondern müssen lernen, unsere Erfüllung im Immateriellen zu suchen. Dazu gehört zum Beispiel die Pflege der Beziehungen untereinander, weil diese die Grundlage unserer Zivilisation sind (damit meint sie aber nicht die Akquisition von möglichst vielen Facebookfreunden). Das wird noch ergänzt durch einige praktische Ratschläge, neue Ideen zu katalysieren. Davon hat mir einer besonders gut gefallen, nämlich der, sich zu eigenen Geistesblitzen und Durchbrüchen der Vergangenheit zu überlegen, in welchen Situationen sie einem zugeflogen sind, und aus dieser Zusammenstellung möglichst kreativitätsfördernde persönliche Konditionen abzuleiten. Eine Methode, die wahrscheinlich dann am besten dann greift, wenn die eigene Kreativitätsphase noch nicht zu lange zurück liegt, leider...

Nun zu den Dingen, die mir nicht gefallen haben. Zunächst eine mehr ästhetische Kleinigkeit: Natalie Knapp neigt zum Einschieben von Fußnoten, nicht um auf die Quellen hinzuweisen, sondern um Gedanken unterzubringen, die den Erzählfluss stören könnten. Mich hindern solche Fußnoten beim Lesen. Entweder man überspringt sie, weil sie eben nicht unmittelbar zum Thema gehören, aber dann liest man sie doch, wenn man unten auf der Seite angekommen ist, und dann stören sie erst recht. Oder man liest sie gleich, und dann wären sie im Fließtext besser aufgehoben gewesen. Und in den allermeisten Fällen wäre es meiner Ansicht nach überhaupt kein Problem gewesen, den Inhalt der Fußnoten in den Fließtext zu integrieren.

Etwas anderes kann ich allerdings nicht mehr als Geschmackssache betrachten: Im Kapitel "Strukturen des Denkens ändern" werden wir überrascht mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für die Forschungen von Fritz-Albert Popp, dem Entdecker der Biophotonenstrahlung. Als solche wird ein extrem schwaches, nur unter allergrößtem Aufwand messbares Licht bezeichnet, das von lebender Materie abgesondert wird und das Popp als einziges verlässliches Qualitätsmerkmal unserer Nahrung identifiziert hat.

Meine Meinung zu F. A. Popps Buch "Die Botschaft der Nahrung", auf das sich Natalie Knapp beruft, kann in meiner Rezension zur Taschenbuchausgabe von 1996 nachgelesen werden. An dieser Stelle möchte ich nur sagen, dass das Überbordwerfen bestehender Weltbilder allein noch kein Qualitätsmerkmal ist, und dass nicht jedes Verlassen ausgetretener Wanderpfade auf fruchtbare Almen oder neue Höhen führt , sondern häufig nur auf abschüssige Geröllhalden. Nicht jede Ablehnung durch die etablierte Wissenschaftsgemeinde macht den Betroffenen notwendigerweise zum Heilsbringer, und F.-A. Popp gehört nicht in die Gesellschaft von Heisenberg, Einstein, Schrödinger oder Planck, wie das Quellenverzeichnis des "Quantensprung..." es nahelegt.

Vielleicht ist es ja auch das Mitleid mit einem wissenschaftlichen Outcast, das Frau Knapp Herrn Popp zur Seite eilen lässt, was ihr natürlich zur Ehre gereichen würde. Doch lehnt sie sich dabei viel zu weit zum Fenster heraus: Wenn sie schreibt "Inzwischen wird die Biophotonenstrahlung weltweit anerkannt", ist mir nicht klar, was sie mit "weltweit" meint. Möglicherweise ist es die weltweite Gemeinde der Alternativwissenschaftler und -mediziner, wobei sie aber in einer Fußnote anmerkt, dass die Biophotonenstrahlung von allerlei Quacksalbern unzulässigerweise vereinnahmt wird (von wem denn bitte sonst??). Wenn man das Stichwort bei Google eingibt, finden sich ausschließlich Treffer weit abseits der Schulwissenschaft, während etablierte Forscher wie z.B. die vom Max-Planck-Institut für Biophysik sich hier völlig bedeckt halten. Also kann von weltweiter Anerkennung wahrlich keine Rede sein, und indem sie ausgerechnet F.-A. Popp als Beispiel dafür heranzieht, wie ungerecht Forschungsgelder zugeteilt werden, macht sie die eigenen naturwissenschaftlichen Ausführungen angreifbar. Schade, denn ansonsten ist "Der Quantensprung des Denkens" ein höchst lesenswertes Buch.
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Newtons Bewegungsgesetze sind nicht so unmittelbar einsichtig, wie die Autorin das im Vorwort suggeriert. Immerhin hatte kein geringerer als Aristoteles die Meinung vertreten, eine gleichförmige Bewegung erfordere dauernd eine Kraft, und diese Ansicht hat sich über Jahrhunderte gehalten. Dennoch ist das auf Newton basierende naturwissenschaftliche Weltbild leichter zu verstehen als Relativitätstheorie und Quantenphysik.

Der Grund dürfte darin liegen, dass sich die Quantenphysik mit dem Mikrokosmos und die Relativitätstheorie mit dem Makrokosmos beschäftigt. Unsere Welt ist der Mesokosmos und diese Welt wird durch Newton (bezogen auf den Alltag) hinreichend genau beschrieben. Insofern stellt sich die Frage, was wir aus der Quantenphysik im Hinblick auf den Alltag lernen können.

Natalie Knapp, Philosophin und Literaturwissenschaftlerin, möchte dabei behilflich sein, überholte Denkregeln über Bord zu werfen und neue Möglichkeiten des Denkens zu erlernen. Die Paradoxien der Quantenphysik dienen ihr dabei als Mittel zum Zweck. Insbesondere ist es das Spannungsfeld zwischen Möglichkeitswelt und Wirklichkeitswelt, welches schon Robert Musil literarisch thematisiert hat [1], das in den Fokus rückt.

Die Autorin relativiert den Objektivitätsanspruch der Naturwissenschaften (34) und führt ohne Mathematik in die Strukturen der Quantenphysik ein, u.a. erläutert sie das Doppelspaltexperiment. Ihre Ausführungen sind sehr anschaulich, aber teilweise auch grenzwertig. So werden physikalische Theorien, entgegen ihrer Darstellung, nicht bewiesen (56) und auch die Biophotonenstrahlung gilt nicht als weltweit anerkannt (59).

"Wissenschaft ist nicht objektiv. Sie ist nur eine von vielen möglichen Arten, Informationen über die Wirklichkeit zu sammeln." (34) Das ist im Prinzip richtig, dennoch fehlt der Hinweis, vielleicht weil es nicht dem Weltbild der Autorin entspricht, dass die Naturwissenschaften aufgrund der empirischen Überprüfbarkeit, erklärungsmächtiger sind als andere Denksysteme. In diesem Sinne stellt die moderne Physik auch keine abstrakten Gleichnisse zur Verfügung, "gleichsam Mythen der Moderne". (81)

"Wir hätten diesen Pfad [Relativitätstheorie und Quantenphysik] auch mithilfe der Philosophie finden können", darf bezweifelt werden. (50) Ich glaube, da überschätzt die Autorin die Möglichkeiten der Philosophie, die eher umgekehrt, Ergebnisse der Naturwissenschaften in ihre geistigen Modelle einfließen lässt bzw. den Rahmen definiert, innerhalb dessen sich die Naturwissenschaften bewegen.

Dennoch spricht die Autorin prägnante Punkte an. Sie macht deutlich, dass wir nicht wissen, was Materie letztlich ist und sie erläutert auf verständliche Weise verschiedene Interpretationen der Quantenphysik. Dass Elementarteilchen keine Eigenschaften haben, solange sie nicht gemessen werden, ist eins der seltsamen Phänomene.

Sprache beeinflusst unser Denken und damit unser Weltbild, hat schon George Orwell erkannt [2]. "Jeder Mensch formt die Welt mit seiner eigenen Sprache und wird zugleich selbst geformt von der Sprache, die ihn umgibt." (144) Hier sieht die Autorin die Gefahr, dass durch das naturwissenschaftlich-technische Denken der Blick für das lebendige Ganze verloren geht. Nebenbei bemerkt, vermischt sie in ihren Ausführungen zur Struktur der Sprache Satzteile und Wortarten. (155)

Wie viele Dimensionen hat die Realität? Die Autorin insistiert, dass wir uns in unserer Wahrnehmung, entgegen unserer Möglichkeiten, einschränken. (166) Aus dem Blickwinkel der Evolution reicht die Wahrnehmung von vier Dimensionen aus, um unser Überleben zu sichern. Das Beispiel "Flächenland" zeigt unsere Grenzen auf, nicht unsere Möglichkeiten. Das bedeutet nicht, dass die Realität auf vier Dimensionen beschränkt sein muss. Wir können weitere Dimensionen mathematisch beschreiben und in naturwissenschaftliche Modelle integrieren, vorstellen können wir uns diese nicht.

"Die weltweiten politischen, ökologischen und wirtschaftlichen Krisen zeigen deutlich, dass es an der Zeit ist, unser Weltbild zu überdenken." (168) Knapp kritisiert im letzten Drittel des Buches den Materialismus und spricht von einer Krise der Wahrnehmung, die ursächlich ist für all die Probleme, die sie beschreibt. Diese Überlegungen sind nicht neu. Fritjof Capra [3] hat sich in den 1980er Jahren ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. Was sind die Lösungen?

Forderungen wie den Fokus von Inhalten auf Prozesse zu legen (175), ist sicherlich manchmal sinnvoll, aber im NLP schon lange bekannt [4]. "Beweglicher Denken" ist leichter gesagt als getan, Mußestunden kannte schon Einstein und öfter auf sein Bauchgefühl zu hören, findet durchaus meine Zustimmung. Es liegt aber offensichtlich außerhalb der Möglichkeiten des Einzelnen, dem gegen unendlich strebenden wirtschaftlichen und materiellen Wachstum (215) entgegen zu wirken. Das Problem wird sich von alleine lösen.

Die Gesetze der Quantenphysik gelten primär für den subatomaren Bereich. Natalie Knapps kreative Arbeit besteht darin, mit Analogien zu arbeiten und Erkenntnisse aus dem Mikrokosmos auf den Mesokosmos zu übertragen. Diesem Perspektivwechsel folgend ist festzustellen, "dass wir der Welt nicht als unabhängiger Beobachter gegenüberstehen". (229) Für diese Erkenntnis bedarf es nicht der Quantenphysik. Das Kapitel "Was tun?" klingt nach Ratgeber, aber davon gibt es schon genug. Wer Capra oder andere Autoren aus dem New Age kennt, wird in diesem Buch nur wenig Neues erfahren. Dennoch ist deutlich geworden, dass die Autorin schwierige Sachverhalte anschaulich erklären kann. Sie bezieht sich mehrfach auf den Philosophen Heidegger. Ich würde mir wünschen, dass sie ein anschauliches Buch über dessen schwer verständliche Existenzphilosophie schreibt.

[1] Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften
[2] George Orwell: 1984
[3] Fritjof Capra: Wendezeit
[4] Jerry Stocking: Wahrnehmen, was ist
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am 7. Januar 2010
Ich bin Ingenieur und konnte ebenfalls nur staunen mit welcher Leichtigkeit und Klarheit die erstaunlichen Ergebnisse der Quantenpyhsik in diesem Buch zusammengefasst werden. Und das von einer Philosophin!!
Sie zeigt damit, daß die Philosophie auch in heutiger Zeit noch viel zum Erkenntnisgewinn beitragen kann, wenn sie sich zuvor intensiv mit den Ergebnissen aus Wissenschaft und Technik auseinandergesetzt hat.

Und nein, es ist kein Esoterik - Quatsch. Zum Glück nicht!!
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am 26. März 2010
Ein sehr gut geschriebenes Buch, da ich schon einiges zu diesem Thema gelesen habe sind mir hier doch einige neue Gedanken gekommen.

Wenn Sokrates z.B. gesagt hat "Ich weis das ich nichts weis" und ALLE Materie aus eben NICHTS entsteht (und auch nur wenn sie beobachtet wird!) und alles mit allem verbunden ist, bedeutet das dann etwa das ich alles weis ODER wissen könnte :) .

In der Ausführlichkeit und mit diesen unterschiedlichen Versuchsaufbauten ist mir noch nie das Doppel-Spalt-Experiment beschrieben worden, ich werde mich hier weiter informieren - ein unheimliches Thema, weil eben nicht fassbar (und der Versuchsaufbau ist nun wirklich nicht kompliziert).

Die Beschreibung oder Umschreibung (ich hab es zumindest so verstanden), das die "dunkle Materie" oder Antimaterie möglicherweise eine "Welle unendlicher Wahrscheinlichkeiten oder Möglichkeiten" ist, ist doch mehr als unglaublich, aber irgendwie passt die Erklärung.

Sie merken vielleicht, dass das Buch bei mir gewirkt hat - anderes denken lernen - Mut zum Querdenken, Mut die alte Physik und alte Denkstrukturen zu überwinden, sie funktioniert einfach nicht mehr!

Klare Kaufempfehlung!
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am 25. Oktober 2009
Es gibt zu den anderen Rezensionen z.T. nicht mehr viel hinzuzufügen. Es ist ein klug geschriebenes Buch von einer Frau mit meiner Meinung nach erstaunlichen Intelligenz. Das Buch ist verständlich geschrieben, ich habe viel verstanden, auch ohne dass ich Physik oder Philosophie studiert habe. Ich hatte mehr als einmal das Gefühl, in meinem Gehirn geht eine neue Tür auf und was hinter dieser Tür liegt ist einfach nur wunderbar. Aber eigentlich kann ich nur noch Folgendes sagen: Leute, kauft Euch dieses Buch, lest es und fangt an anders zu denken. Die Welt und das Leben ist viel mehr und viel schöner und besser als wie wir bis jetzt auch nur ansatzweise wahrnehmen oder erfassen können.
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am 11. Juli 2009
Betreffen die Gesetze der Quantenphysik unsere alltägliche Lebenswirklichkeit? Produzieren Partikelereignisse Effekte von weitreichendem Belang für unser Dasein? Hierüber nachzudenken käme wohl den wenigsten in den Sinn. Und doch weiß ein jeder, der sich mit dem Gang der Naturwissenschaft befasst hat, dass physikalischen Weltbildern eine wegweisende gesellschaftsverändernde Bedeutung zukommt. So belehrt uns z. B. Brechts Galilei-Figur über die Verantwortung des Naturwissenschaftlers im Blick auf das Lebensglück der geknechteten Campagnabauern des 17. Jahrhunderts. Auch heute steht die Menschheit, wie uns das unlängst publizierte Buch der Philosophin Natalie Knapp verdeutlicht, vor der Herausforderung, ihre Lebenshaltung dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis anzugleichen. Wir sind nicht auf der Höhe der Zeit, denn wir stecken fest in einem Weltbild, das inzwischen jeder naturwissenschaftlichen Grundlage entbehrt. Klarsicht und Offenheit in diesen Dingen werden heute allerdings weniger, wie zu Galileis und Newtons Zeiten, durch Denkverbote und Drohungen seitens autoritärer Instanzen blockiert. Es sind vielmehr unbewusst wirkende kollektive Gedankenformen, die uns beherrschen und einengen. Nur indem wir diese unsichtbaren Denkzwänge bloßlegen und indem wir zugleich die in sie eingeschmolzenen Irrtümer und Unstimmigkeiten aufzeigen, können wir, so die Autorin, zu jener geistigen Beweglichkeit gelangen, die unabdingbar ist für eine Bewältigung der gegenwärtigen ökologischen, ökonomischen und sozialen Probleme.
Der 2008 im Oneness-Center-Verlag erschienene Band mit dem unspektakulären Titel anders denken lernen" hat es in sich. Hier stellt sich eine philosophische Praktikerin der anspruchsvollen Aufgabe, die Verknöcherungen des Zeitgeistes mit den Werkzeugen der Naturwissenschaft kenntnisreich und zugleich allgemeinverständlich aufzulösen. Es ist vor allem die gängige Münze der Wissenschaftsgläubigkeit sowie der grassierende Materialismus moderner Gesellschaften, die Knapp als Fehlformen einer realistischen Welthaltung entlarvt. Realistisch ist, was unserem Weltbild entspricht", doch erweist sich dieses Weltbild als unstimmig und unzeitgemäß. Es stellt nur noch eine Denkroutine dar, deren innere Substanz durch das Voranschreiten der Wissenschaft seit langem ausgehöhlt wurde. Die stolzen Vertreter des Realismus und Pragmatismus präsentieren sich vor diesem Hintergrund als äußerst fragwürdige Problemlösungsstrategen, denn sie begegnen den aktuellen Krisensymptomen mithilfe derselben Gedankenformen, die zur Entstehung der Probleme beigetragen haben." Ohne politische Positionierung beleuchtet Knapp den Sog der kollektiven Denksysteme z. B. im Blick auf die Fragen von Arbeitslosigkeit oder Konsumverhalten. Vermutlich hätte die aktuelle Finanzkrise der Autorin ein überzeugendes Demonstrationsobjekt für die Bodenlosigkeit und Weltfremdheit eines vermeintlichen Realismus geboten. Doch sind die Macher und Verwalter der Führungsetagen kaum die Zielgruppe dieses Bandes, auch wenn es schön wäre. Nur jenseits glatter Weltgewandtheit und Selbstsicherheit wird Knapps Aufforderung, ins Offene zu denken und ein angemesseneres Weltbild zu gestalten, ihre verdiente Leserschaft gewinnen. Dieser allerdings bietet sie - im Ton frei von aller intellektuellen Überheblichkeit - eine Vielzahl von Kenntnissen und Anregungen zur gedanklichen Erneuerung.
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am 14. Dezember 2012
Für alle Querdenker wärmstens zu empfehlen. Die Autoren schafft es auf eine anschauliche und leicht nachzuvollziehende Art, die komplizierte und komplexe Welt der Quantenphysik auf den Alltag anzuwenden.

Klare Kaufempfehlung!
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