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am 14. April 2010
Kirsten Boie hat ein sehr ungewöhnliches Thema für ein Kinderbuch gewählt.
Geschildert wird der gesellschaftliche Abstieg eines einzelnen Mannes. Die Autorin zeigt, wie sich ein Leben entwickeln kann - ohne bei den Kindern Angst zu schüren. Sie erzählt es schlicht, für Kinder gut verständlich. Das hat mich beeindruckt. Es lässt sich leicht und flüssig vorlesen - nimmt auch nicht zu lange Zeit in Anspruch. So bleibt Zeit, um über das Thema zu sprechen. Meine Kinder waren nachdenklich, aber nicht schockiert.
Auf diese Weise kann man Kindern das Thema durchaus "zumuten". Ein gelungenes Kinderbuch!
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am 11. Juli 2009
Dieses Buch sollte kaufen, wer einmal eine Blick über den Tellerrand der eigenen heilen Welt werfen möchte. Es justiert die eigenen Beurteilungsmaßstäbe neu hinsichtlich der wirklich wichtigen Dinge im Leben.
Das Buch wurde mit finanziert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, was den günstigen Preis ermöglichte. Und Teile des Erlöses kommen dem Hamburger Obdachlosenprojekt "Hinz & Kunzt" zugute. Man tut mit dem Kauf also noch für Andere etwas Gutes.

Die Sprache ist kindgerecht, was aber nicht heißt, dass nicht auch Erwachsene wertvolle Erkenntnisse aus dem Buch ziehen können, vor allem aus den von Grundschülern an Obdachlose gestellten Fragen und deren Antworten (z.B. "was haben Sie über Obdachlose gedacht, als Sie noch nicht obdachlos waren?" Antwort: "Was für Penner").

Der Weg in die Obdachlosigkeit und die Lage der Betroffenen werden wirklich gut geschildert. Vermisst habe ich die kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wieviel Schuld "der Mann" in der Geschichte denn selbst an seiner Situation trägt. "Der Mann hat sich gleich ein neues Auto gekauft und neue Möbel für die neue Wohnung in der neuen Stadt und neue Klamotten" nachdem er nach Arbeitslosigkeit in einer anderen Stadt eine neue Arbeitsstelle bekommen hatte. Dass dies bzw. die daraus folgenden finanziellen Verpflichtungen ein wesentlicher Grund für die nach erneuter Arbeitslosigkeit folgende Negativ-Spirale, die in der Obdachlosigkeit endete, war, hätten die Autorinnen sicher kindgerecht aufbereiten können. Nur deshalb ein Stern Abzug.
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am 10. März 2009
Ich habe das Buch in einer hamburger Buchhandlung gesehen, genommen und vor Ort direkt durchgelesen. Mir kamen die Tränen und ich kam ins Grübeln und doch tat es gut.

Es ist eine sehr ehrliche Erzählung von einem Mann, der Schritt für Schritt in die Obdachlosigkeit gleitet. Ein Mann der eine Frau und Kinder hat(te). Dieses Buch zeigt vorsichtig und doch sehr klar auf, dass auch die Menschen, die dort 'rumsitzen' ein Leben, eine Familie, eine Arbeit und vieles mehr gehabt haben.

Nur, meist kam etwas dazwischen, was nicht immer gut war.

Es ist sicher besser, wenn dieses Buch, was vom Schreibstil und den Bildern für Grundschüler geeignet ist, mit einem Erwachsenen, vielleicht auch in der Schulklasse durchgesprochen wird.

Auch für Kinder, die es aus ganz eigener leidvoller Erfahrung kennen, kann es ein gutes Buch sein um es dann zu thematisieren.
Vielleicht auch für obdachlose Eltern, die ihre Situation ihren Kindern erklären müssen/wollen.

Die Angst, die dieses Thema macht, wird erklärt und man schaut danach mit anderen Augen. Und es macht auch Mut, denn der Mann sieht das Elend, aber auch die Kraft es verändern zu wollen.

Es heißt ja auch 'nur': "Ein mittelschönes Leben"

Und ich hoffe dieses Buch bald deutschlandweit in den Buchhandlunegn sehen zu können, geht doch ein Teil der Einnahmen davon gleich an einen guten Zweck weiter.

Danke an die Autorinnen Kirsten Boie und Jutta Bauer
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am 11. Mai 2010
Ich kaufte dieses Buch meinen schon etwas größeren Kindern (8,11,12 Jahre), da ich dachte dieses Thema kann wirklich irgendwann jeden treffen. Und ich habe tatsächlich ins Schwarze getroffen. Alle drei waren sehr berührt von der Geschichte und es gab und gibt jede Menge Gesprächsstoff. Obdachlos ist einfach ein Vorurteil und keiner frägt nach. Dass diese Menschen ganz normal lebten kann sich ein Kind ja mancher Erwachsene nicht vorstellen . Doch ich finde diese Lebensweise kann einfach jeden treffen. Dies wird in dem Buch sehr schön und einfühlsam erklärt.Ich denke meine Kinder und ich wir sehen so manch einen Menschen der im Schlafsack am Straßenrand sitzt jetzt mit anderen Augen und so soll es ja auch sein.Ausserdem sehen die Kinder wie wertvoll die "heile Welt"ist und man auch zufrieden sein kann wenn man nicht alles bekommt. Dieses Buch könnte toll in der Schule bearbeitet werde. So könnte man mehr Respekt vor Schwächeren (die selbst einmal zu den Starken zählten) vermitteln. Ich werde es bei uns in der Schule vorschlagen.
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am 18. Februar 2016
ich hätte mich gefreut wenn auch obdachlose Frauen thematisiert werden.
Weder im Buch noch in den Interviews im Anhang kommen sie zu Wort.
Auch hätte im Buch selbst noch thematisiert werden können wie unterschiedlich Obdachlosigkeit aussieht und wie unterschiedlich man obdachlos wird.
An sich aber schön das dieses Thema aufgegriffen wird und auch die Art und Weise wie ist gut und für Kinder (aus meiner Sicht) verständlich.
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Ein kostengünstiges Buch herauszubringen, welches dennoch qualitäts- und gehaltvoll ist, ist dieses Mal vorzüglich gelungen.
Die Thematik Obdachlosigkeit wird hier äußerst anschaulich und präzise dargestellt, ohne in einseitige Bemitleidung zu verfallen.
Kirsten Boie und Jutta Bauer haben in einer besonderen Kooperation von Text und Zeichnung das Leben eines obdachlosen Menschen so dargestellt, dass hinter dem Obdachlosen ein Mensch, und hinter dem Menschen eine Person, eine persönliche Lebensgeschichte erfahrbar wird.
Auf 17 Seiten, die Kinder weder langweilen, noch überfordern, werden Alkoholismus, (Ehe-) Streit, Arbeitslosigkeit, Schulden und manches mehr feinfühlig zur Sprache gebracht. Das Buch vermittelt eine äußerst humane Stimmung und macht klar, wie leicht man als "gewöhnlicher Bürger" in die Obdachlosigkeit geraten kann.
Im weiteren Teil des leichten und handlichen Heftes antworten Obdachlose des Hamburger Staßenmagazins "Hinz & Kunzt" auf die sehr kindgerecht gestellten Fragen von Grundschülern/-innen.
Damit wird eine feinfühlige Auseinandersetzung ermöglicht, die sich variationsreich - vor allem im Schulunterricht und in der Jugendarbeit - initiieren lässt.
So wird man obdachlosen Menschen auf jeden Fall künftig anders begegnen.
Eine gesellschaftlich verantwortungsvoll gestaltete Lektüre, der man viele Leser/-innen wünscht!
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am 13. Juni 2013
Zufällig bin auf dieses Kinderbuch zum Thema Obdachlosigkeit gestoßen. Es erklärt mit einfachen Worten und nachvollziehbar, wie ein normaler bürgerlicher Lebensweg für einen Menschen in die Obdachlosigkeit führen kann. Arbeit weg, Alkohol, Familie weg, Hoffnungslosigkeit, Gleichgültigkeit, Verwahrlosung, Verlust der Wohnung. Der Schreibstil ist so ungefähr: Der Mann fühlte sich nicht gut, als er aufwachte. Er hatte keine Lust, die Wohnung aufzuräumen. alles lag herum, aber es war ihm egal. Plötzlich klingelte es. Er hatte völlig vergessen, dass seine Kinder heute zu Besuch kamen. Die beiden schauten auf das Durcheinander und der Papa sah ganz fremd aus. Das Mädchen nahm ihr Handy und rief die Mama an. Die holte die Kinder ab und brachte sie nie wieder.

Ich würde das Buch auch einem Erwachsenen schenken, der auf Obdachlose herab sieht oder der Meinung ist: "Selber Schuld"
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am 2. Dezember 2011
So harmlos und unspektakulär wie die Geschichte für Große und für Kleine erzählt wird, so treffend ist dennoch die Wirklichkeit! Wenn es jemanden getroffen hat, wie in diesem Büchlein ein ganz normaler Familienvater, geht es rapide bergab und -wie ein Obdachloser mir erzählte- "so schnell kannst Du gar nicht schauen wie Du unten ankommst". Kinder und Erwachsene lernen, dass es JEDEN treffen kann, wenn diese geschilderten Umstände im Leben zusammen kommen. Schön,dass es hier relativ gut ausgeht. (Gerhard Klein)
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am 23. Juli 2009
Dieses Buch zeigt auf kindgerechte Art, dass jemand, der auf der Strasse lebt, genau die selben Gefühle hat, wie jemand der ein gesellschaftskonformes Leben führt. Eben ein Mensch ist, wie wir alle!
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am 18. Februar 2013
...welches Antworten auch auf die vielen nicht gestellten Fragen der Erwachsenen bietet. Das Thema Obdachlosigkeit wird ohne falsche Scham aufgegriffen und erhält ein Gesicht - und das in der lebendigen Sprache von Kirsten Boie. Ein gutes Buch für die ganze Familie!
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