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Wer hier hofft tief schürfende Geschichten zu finden, sollte sich das Buch nicht kaufen, denn es ist ein reines Essay-Buch. Was bedeutet: einige Autoren haben sich jeweils ein Thema aus den TMI Büchern herausgepickt und dazu ihre Meinung verfasst.
Es ist sehr interessant die vielen verschiedenen Blickwinkel zu lesen, denn es ist sehr überraschend wie anders sich manche Sachen doch interpretieren lassen. Oder man entdeckt beim Lesen der Aufsätze ganz neue Dimensionen der Shadowhunter-World.

Es beginnt mit einem Vorwort von Cassandra Clare selbst, in dem sie noch einmal berichtet, wie ihr die Idee zu City of Bones kam.
Danach folgten die 13 Essays der beteiligten Autoren.

#01 Unhomely Places - Kate Milford

Der erste Essay startet mit einem Thema worüber ich während meiner ganzen Besessenheit von TMI wirklich niemals nachgedacht habe. - New York als Handlungsort.
Nicht nur das Thema ist ungewöhnlich, doch auch die Ausführung scheitert ein wenig. Natürlich ist das ein sehr interessanter Aufsatz, wenn man etwas über Städte wissen will. Aber es hat sich doch eher wie eine Erzählung der Autorin über ihre Liebe für New York angefühlt. Nach endlosen Worterklärungen des Wortes 'unhomely', kommt das Ganze für eine Sekunde mit CoB in Verbindung, doch bald schweift das Thema wieder zu Erinnerungen der Autorin an New York ab. Nicht nur war das völlig am Thema vorbei, sondern war es für mich persönlich eher uninteressant, da ich nicht in New York lebe; es nie besucht habe und mich nicht sonderlich für Städte interessiere. Eher ein schlechter Start in das Buch.

#02 The Art of War - Sarah Cross

Der zweite Aufsatz war schon sehr viel ansprechender, denn es ging um Clarys Waffe, das Zeichnen, Valentines Geringschätzung derer und der Macht, die dieses Hobby in TMI hat.
Mit sehr viel Humor und einer poetischen Ader erläutert Sarah Cross, wie auch so etwas Simples wie eine Zeichnung sehr gefährlich werden kann.
She Came, She Drew, She Conquered ( - Page 31) ist nur einer der sehr amüsanten Zwischenkommentare mit denen die Macht von Clarys Runen beschrieben wird. Sehr interessant war die immer wieder kehrende Figur von Valentine Morgenstern. Ausführlich wird beschrieben, dass er für Clary immer nur Geringschätzung übrig hatte, doch letztendlich die Größe ihrer Macht erkennen musste.

#03 Sharper than a Seraph Blade - Diana Peterfreund

Diesmal ging es um Jaces bevorzugte Waffe = den Humor und je nachdem wie gefährlich und ernst er eine Situation einschätzt, geht es mit dem Humor auf und ab. Es folgte eine Aufzählung in welchen Situationen Jace zu unglücklich für seine Kommentare war oder wenn es wieder bergauf ging. Diese Aufzählung ging über alle fünf Bücher und mehr Erkenntnisse hat die Autorin dann auch nicht mehr mit den Lesern geteilt.

#04 When Laws Are Made to Be Broken - Robin Wasserman

In #04 ging es einzig um das Gesetz. Wenn unsere Shadowhunter mal wieder das Gesetz gebrochen haben, wird es von Robin Wasserman richtigerweise gedeutet, dass eher gegen die Exekutive des Gesetztes (sprich Inquisitor etc.) rebelliert wird, anstatt gegen das Gesetz selbst.
Damit wurden zudem noch geschichtliche und psychologische Aspekte mit eingebunden.

#05 Simon Lewis: Jewish, Vampire, Hero - Michelle Hodkin

Das ist der längste Aufsatz in S&D und auch einer der besten! Es ging um Simon, jüdische Sitten, Legenden von Vampiren. Vampirismus und das Judentum schließt sich eigentlich aus, doch Simon vereint beides und Michelle Hodkin hat seinen Entwicklungsprozess mit Sicht auf diese beiden Punkte äußerst treffend beschrieben!

#06 Why the Best Friend Never Gets the Girl - Kami Garcia

Das war einer der Aufsätze die am spannendsten klangen, doch es war leider nur eine Aufzählung von verschiedenen Filmen von John Hughes in welchen die verschiedensten Szenarien des ,,the-Best-Friend-Never-Gets-the-Girl''-Phänomens vorkamen. Es hatte leider nicht viel mit TMI zu tun und auch die Schlussendliche Antwort kennt jeder.
Warum bekommt der beste Freund das Mädchen denn nun nicht? Weil er nicht das ,,Bad-Boy-Gen'' hat, wie beispielsweise Jace.
Ganz einfach! Das hätte man auch auf einer Seite schreiben können.

#07 Brotherly Love - Kendare Blake

Doch mit der Erläuterung des Taboothemas, dem Inzest, wurde es wieder besser. Viele kritisieren ja diese Bruder-Schwester-Geschichte, die sich über einen großen Teil der ersten drei Bücher zieht. (Grundsätzlich kritisieren das auch nur Leute, die das Buch nicht mögen - so hab ich das zumindest im Gefühl) Doch gerade diese Komplikation macht alles so spannend, weil man es als Leser einfach nicht glauben kann und einfach weiß, dass die Beiden zusammen gehören. Komplikationen gehören eben zu Geschichten denn sonst würde man sich ja nur fröhliche Geschichten durchlesen in denen alles gut ist und die Einhörner noch existieren. Doch nein - die besten Geschichten/Theaterstücke sind die, die mit Leid und Verlust verbunden sind.

#08 Asking for a Friend - Gwenda Bond

In diesem Aufsatz ging es nur um die Freundschaft, die in TMI einen großen Stellenwert besitzt. Selten gab es eine Buchrreihe in der die Freundschaft zwischen allen Charakteren so bedeutend und vielfältig ist. Es geht einerseits um die besten Freunde (Jace&Alec, Simon&Clary) und um die sich im Laufe der Geschichte langsam bildenden und manchmal auch ungewollten Freundschaften(Jace&Simon).
Es wird deutlich klargestellt, dass Freunde das Wichtigste sind, da man einfach sein kann wie man will. Freundschaft geht vor Liebe!

#09 (Not) For Illustration Purposes Only - Rachel Caine

Hier wurde das Thema ebenso wie in Aufsatz #01 komplett verfehlt, doch es war um einiges interessanter, da sich Rachel Caine mit der Geschichte des Tattoos beschäftigt hat aus welchen die Runenmale in Cassis Büchern entstanden sind. Da Tattoos sehr alt sind reichte die zeitliche Spanne sehr weit zurück. Früher zeigten Tattoos den Stand in der Gesellschaft, doch heute sind sie lediglich Verzierungen.

#10 The Importance of Being Malec - Sara Ryan

Das war der Essay auf den ich am meisten gespannt war, da ich Magnus und Alec und ihre Beziehung liebe! Leider ging es weniger um Malec als um die Tatsache, dass es so wenige Bücher mit schwulen oder lesbischen Charakteren gibt (0,02% nur!!!!) , was schade ist und es so weniger Identifikationsquellen gibt. Das das immer noch so kritisiert wird, ist eine Schande, denn die Leute sollten wirklich mal offener und toleranter werden! Der Aufsatz war wirklich gut, doch ich hatte mir unter dem Titel etwas anderes vorgestellt. Es ist definitiv der tiefgründigste Essay. Deutliches Plus+!!!

#11 Villains, Valentine & Virtue - Scott Tracey

Valentine ist ein grandioser Bösewicht! Wieso? Weil er menschliche Gefühle hat, und nach seinen Überzeugungen und Moralvorstellungen handelt. Dass diese falsch sind, kommt ihm nicht in den Sinn und er will auf seine Weise das Beste für die Welt. Diese verquere Weltsicht erklärt Scott Tracey und ich kann ihm nur zustimmen! Valentine macht eine gute Figur in seiner Bösartigkeit!

#12 Immortality and Its Discontents - Kelly Link & Holly Black

Nach den ganzen Absätzen voller tiefgehender oder auch oberflächlicher Wörter, bekommen wir hier eine waschechte Unterhaltung in Dialogform präsentiert, die auf jeden Fall auch zu meinen Lieblingen im Buch gehörte!
Dieser Dialog, der auch Cassie dann und wann einschließt, dreht sich um die Unsterblichkeit und die unsterblichen Charaktere, wie Raphael, Magnus und Camille dienen quasi als Forschungsobjekt dieser Unterhaltung. Unsterblichkeit ist kein einfaches Thema. Besonders wie es sich im Laufe der Story auf die Beziehungen auswirkt ist ein schwieriger Punkt wie wir an Magnus und Alec sehen können, oder auch die Tatsache, dass man weiß, dass man seine Freunde überleben wird, ist schwerwiegend.
Eine sehr interessante und amüsante Diskussion!

#13 What Does That Deviant Wench Think She's Doing? Or, Shadowhunters Gone Wild - Sarah Rees Brennan

Also ich kann nur eines sagen: Sarah Rees Brennan ist völlig verrückt - im guten Sinne jedoch. Sie hat sich nicht festgelegt und nach Belieben mal diese Beziehung, mal jene Beziehung analysiert und zwischendrin sehr ... interessante Dialoge mit einbringt, die die Charaktere gehabt haben könnten.

Hier ein Beispiel:
Valentine: ''My boy. My sweet boy. I could not love thee, dear, so much did I not love megalomaniacally taking over the world more.''
Jace: ''I'm going to be in therapy forever.''
Valentine: ''I stab you to death now. With a heart full of love! Know this : I would still totally stab you if you were biologically mine. It makes no difference to me: I am devoted to you, and immensely crazypants.''
Jace: ''Call a doctor and a psychiatrist...''
Vaentine: ''Stab, stab, XOXOXO, Daddy.''
(- Page 195)

Und das war nur eine der kreativen Einschübe von Sarah. Definitiv der witzigste Aufsatz und ich kann nur sagen. Die Frau hat Vorstellungskraft!!!

Fazit

Grundsätzlich ist es wirklich sehr informativ und interessant die anderen Perspektiven zu lesen, wie ich es mir vorher (siehe oben) schon gedacht hatte. Das Problem war einfach nur, dass manche Autoren einfach irgendein Thema aus TMI genommen haben und dazu irgendeinen nicht-mit-TMI-zusammenhängenden Schwachsinn geschrieben haben (siehe #01).
Andere dagegen waren wirklich gut und unterhaltsam. Meine Lieblinge sind auf jeden Fall #02, #05, #07, #08, #10, #11, #12 und #13.
Die anderen waren irgendwie nichts sagend. Mir scheint als Cassie manche Aufsätze nicht gelesen bevor sie gedruckt wurden, denn wirklich mal wie kann man besonders den ersten in dieses Buch aufnehmen? Er war so schrecklich und KOMPLETT am Thema vorbei.
Die besten Aufsätze kommen auf jeden Fall eher hinten, sodass man den schrecklichen Start schon fast vergessen kann und Sarah Rees Brennan schafft es mit ihrer Verrücktheit, die strategisch klug zuletzt plaziert wurde, mir das Buch als unterhaltend im Gedächtnis zurück zu behalten.

3/5 Punkten
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am 2. Juni 2013
Habt ihr euch je gefragt, ob ihr mit euren Gedanken und Fragen zu Cassandra Clare's Schattenjäger-Büchern allein seid? Ich schon. Und für Leute wie mich gibt es eben jetzt diesen Reader. Sinnvolle Erklärungen dafür, warum Jace für Clary immer schon so viel attraktiver war als Simon, warum Rebellion so wichtig ist und wie man richtig rebelliert - und natürlich auch, was sich in den berühmten Urlaub hineinlesen lässt, den Alec Lightwood und Magnus Bane in City of Fallen Angels verbracht haben. Bisweilen leider ein wenig zäh erzählt, aber zum Schluss noch mal richtig toll. Ein Muss für jeden Fan.
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am 23. März 2013
Eine überzeugend, tolle Ergänzung zu Cassandra Clares Schattenjäger Romanen! Hat beim Lesen neue Einblicke und amüsante Zusammenhänge für mich ergeben.
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am 29. Juli 2013
Eine gute Gelegenheit nochmals in die Welt der Shadowhunter einzutauchen und neue Perspektiven zu sehen.
Angenehm und leicht zu lesen.
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