Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Mehr dazu Hier klicken HI_PROJECT Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen AmazonMusicUnlimitedFamily BundesligaLive longss17

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
3
5,0 von 5 Sternen

am 27. Mai 2017
Robinson Crusoe ist die Lieblingsfigur der theoretischen Mainstream-Ökonomie - da heißt sie nur anders, nämlich homo oeconomicus. Robinson kann nicht anderes als rechnen, und zwar das, was die Ökonomen ihm Geistloses vorsagen. Das heißt dann rationales Wahlhandeln in einem gegebenen Prokrustesbett ohne jegliche kreative Freiheit und suggeriert ( schön wertneutral, wie es sich gehört), dass ein wie immer anderes Handeln "irrational", also pfui teufel und verwerflich, sei (1). Jedenfalls in Sicht der Mainstream-Ökonomie. Daß nicht alle anderen, sondern möglicherweise die kalkülmechanische Modellchen pfricklenden Möchtegern-Sozialingenieure nicht alle Latten im Zaun haben, wenn sie ernsthaft behaupten, ihre virtuellen mikroökonomischen Haushalts- und Unternehmens-Welten seien die (leider durch irrationales" Handeln, insb. und eigentlich immer nur, Gewerkschaften", empirisch verschmutzte) "wahre Wirklichkeit" (Neoliberale) dessen, was sich draußen vor dem Hörsaal tut bzw. das, wonach man die Welt möglichst zurecht zu biegen habe (Ordoliberale und neuerdings auch Sahra Wagenknecht) - diese selbstkritische Einsicht liegt den common sense-Ökonomen, selbst auch nur im Ansatz, völlig fern. Es gibt keine in ihren sämtlichen Grundlagen so völlig irrige "Wissenschaft", die selbstzufriedener mit sich und ihrer rechnenden Dummheit ist als die Mainstream-Ökonomie. Daß es sogar jede Menge gute Gründe gibt, sich gerade nicht so zu verhalten, wie es die Mainstream-Ökonomen als rational" postulieren, weil man nämlich nicht autistisch-solipsistisch in einer modellierten, sondern aktiv und kommunikativ mit anderen in einer wirklichen Welt lebt - es macht die Ökonomen nicht irre. Auch nicht, wenn ihre "Erklärungen" nur in einem intellektuellen Bankrott wie z.B. der Theorie der sog. geoffenbarten Präferenzen bestehen. Da soll nämlich der ganz subjektive und nirgendwo sichtbare Nutzen" bzw. die "individuelle Präferenzordnung" beobachtbare individuelle Kaufhandlungen "erklären". "Bewiesen" wird das dadurch, dass beobachtete Kaufhandlungen sich, unter "gewissen Annahmen", dahin interpretieren lassen, dass sie "präferenztheoretisch" strukturiert sein könnten. Das zu Erklärende wird zum Erklärenden. Nicht nur in diesem Beispiel, sondern in diesem Theorietypus durchgehend, sofern nicht einfach "(zurecht-)definiert" wird, damit es tautologisch passt.

Die völlige intellektuelle Korruption der (neoklassischen) Mainstream-Ökonomie wird von Steve Keen, einem - die gibt es auch ! - recht gescheiten Ökonomen in der Tradition u.a. des Radikal-Keynesianers Minski, streng immanent auseinandergenommen. Keen ist dabei so großzügig, der Mainstream-Ökonomie ihren homo oeconomicus sogar erst einmal zu schenken. Sobald aber mehrere dieses merkwürdigen Typus als Ensemble agieren sollen, passt einfach im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr zusammen. Die mikroökonomische Theorie (per ebenso einfach über rein Subjektives aufsummierender wie gerade darin unmöglicher Aggregation plus monetaristischer Verkehrsgleichung auch zur Makroökonomie befördert), ob als Haushalts- oder Unternehmenstheorie, ist für den nicht-trivialen Fall mehrerer Individuen unheilbar INKONSISTENT. Das, was sie sagt (jeder Unsinn ist natürlich sagbar, auch der der Mainstream-Ökonomen), ist schlicht nicht denkbar, ohne Widersprüchliches zu denken. Und deshalb gibt es auch das Heiligenbild sämtlicher Liberaler und radikaler Marktwirtschaftsfans (das auch das gewöhnliche Wirtschaftsdenken beherrscht), das berühmte Angebots-Nachfragediagramm mit den zueinander invers verlaufenden Preis-Mengenkurven und damit den ökonomischen Orgasmuspunkt des Gleichgewichts, schon auch nur als Denkmöglichkeit nicht - geschweige denn als ein in der Wirklichkeit wirksames Muster, das das aktive ökonomische Handeln Vieler "hinter deren Rücken" als "unsichtbare Hand" (die Ökonomen-Metapher für den allwissenden und allmächtigen GOTT) zum Rechten und zum Gemeinwohligsten zugleich lenke und leite..Es gab nie einen unplausibleren Gedanken als den, dass der sozialökonomische "Krieg aller gegen alle" etwas anderes sei als eben ein alltäglicher in und über Umsätze, Preise, Kosten, Marktmacht, Allianzen etc. pp. zäh und verbissen geführter Krieg mit entsprechenden schädigenden Folgen solcher Handlungen, sondern vielmehr zu einem "sozialen Optimum" führe, wenn man ihn nur ordentlich toben lässt (bzw. mit brachialen wirtschafts- und sozialpoltischen Eingriffen dafür sorgt, dass er tobt). Keen liefert mit "Debunking Economics" die unnachgiebig durchgeführte Demaskierung dieses modernen religiösen Wahns als ein falsches Denken. Ground Zero für Sinn und Co. Und zugleich, ohne weiteres zugegeben, eine späte intellektuelle Genugtuung auch für den Rezensenten. Der nämlich erlebte und erlitt einst ob des in mikroökonomischen Grund- und Hauptsemestern zuhauf gedachten Unfugs, - seien es u.a. das Gossensche Nutzengeschwatze, sinnlose Grenzprodukte, Ein-Gut-Welten und die Lagrange-Fummeleien von Hendersen-Quandt - , arge Kopfschmerzen, gegen die auch eine erhöhte Dosis Aspirin nicht half. Keens, neben einer glasklaren Argumentation auch didaktisch sehr gut verfaßt, Buch ist bevorzugt jedem Ökonomie-Studierenden, der nicht einfach nur mechanisch-geistabgeschaltet seine Seminare zum Erlangen der Scheine absolviert, zu empfehlen. Es soll ja auch heute noch Studierende geben, die ernstnehmen, daß Ökonomie beansprucht eine Wissenschaft zu sein. Die Empfehlung gilt natürlich auch für Dozenten, so sie das Denken noch nicht aufgegeben haben. Denn Gift, wie hier gedankliches, sollte nicht einfach ausgereicht, sondern immer auch ein warnender Beipackzettel mitgeliefert werden.

*

Anmerkung im Kommentarteil
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Dezember 2003
This book provides a far more clear explanation of the ideas of standard economic theory (neo-classical economics) than do the standard texts (compare with Samuelson, Mankiw, or Barro, e.g.). The book explains utility maximization, indifference curves, and the assumptions underlying the standard economic model that is used by the IMF, the World Bank and all major western governments. Keen uses simple language that even the lay person can follow. The text should be standard reading for every student of elementary economics, but even an experienced economist like Alan Greenspan might benefit from the clarity of thought displayed therein.
Macroeconomic theory is covered from the right perspective, from the result of Sonnenshein et all which shows the basis in microeconomic theory for the standard macroeconomic model. Kirman is mentioned but his seminal connection of liquidity demand with uncertainty is not discussed. The work of Radner should have been included, but then Samuelson and Varian do not discuss Radner's contribution either.Chapter 7 presents the correct perspective on general equilibrium theory, with good advice for students of econ 101.Chapter 8 on Keynes is outstanding, presenting the clearest (and even correct!) textbook discussion of Keynes that I am aware of. Marx's contribution to the basis of capitalism, the recognition of the central role played by the profit motive, is also made apparent in the Keynsian context. The profit motive is ignored completely in Samuelson and the other standard texts, which discuss merely pure barter economies and leave out financial markets altogether. Hicks' interpretation of Keynes' ideas is also correctly presented. All in all, students of economics would be well advised to make Keen's book their main econ text.
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Mai 2011
The most exciting and elucidating book I have read ever about economics since years. In a precise manner also comprehensible for economic layman the very foundations of economic science are shaken and unmasked as utterly wrong.

It shows that the economic theory today is more a concept of "belief" and "ideology" than scientific research. Many propositions in economic theory are falsified by empirical research and based on scientific non-sustainable assumptions but still taught to students.

Lot of economic models based on static equilibrium whereas the economy shows clearly dynamic traits which needs sound mathematical dynamic models by using knowledges from dynamic physics and chaos theory.

Reading this book makes it clear why economic crisis are unavoidable since the given remedy for cure is just failing again and again due to false use of the wrong medicine.

Keen wants to turn the economic theory from "ideology" into true modern science using modern techniques of mathematics and natural science.

This is why it is very important to support scientist like Steve Keen in their "crusade" for modern economic sciences.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden



Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken