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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
1
Scars (The Horus Heresy)
Format: Audio CD|Ändern
Preis:132,94 €+ 3,00 € Versandkosten

am 10. März 2014
Es bleibt zu hoffen, dass Chris Wraight weiterhin die "White Scars" Serie ausbaut. Schon der Auftakt zum aktuellen Horus Heresy Roman "Brotherhood of the Storm - The Khan rides to war" überzeugte mit sehr viel Liebe zum Detail und ließ den Leser in die Welt und der Vorstellungen der White Scars eintauchen. Die Problematik, mit welcher sich auch andere Legionen auseinanderzusetzen haben, dass zwischen Legionären von Terra und denen der Heimatwelt, im Falle der White Scars, der Chogorim, Spannungen bestehen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Vorgeschichte.

Auch ohne "The Khan rides to war" gelesen zu haben, lässt sich in Band 2 der White Scars schnell eintauchen. Doch kennen Leser des ersten Bands schon die Protagonisten und deren Hintergründe.
Die Frage, die sich die Leser von Beginn an stellen werden ist, welche Ereignisse führen die White Scars nach Terra, wo sie an der Seite der Loyalisten den Palast des Imperators verteidigen werden? Denn bis zur Hälfte des Buches sieht es ganz und garnicht so aus, als wollten die White Scars überhaupt eine Seite wählen. Der Band führt sehr konsequent und detailliert aus, welche Rolle die White Scars unter den Legionen spielen, welchen Ruf sie haben und wie ihr Primarch, Jaghatai, von seinen Primarchenbrüdern gesehen und verstanden bzw. eben nicht verstanden wird.
Es ist das Bild eines Außenseiters, meist belächelt und noch undurchsichtiger erscheinend als die Alpha Legion, lediglich Magnus und seine Thousand Sons führen engere Beziehungen mit den White Scars. Das Schicksal der Thousand Sons nach Prospero und das Konzil von Nikaea nehmen ebenfalls eine großen Teil der Handlung ein. So dürften auch Fans der Thousand Sons hier auf ihre Kosten kommen, denn "Scars" knüpft an die Horus Heresy Romane "A Thousand Sons" & "Prospero Burns" an und spinnt die Geschichte weiter.

Das Buch gipfelt in der Entscheidung, ob die White Scars sich Horus, dem Imperator oder niemandem anschließen und - wie der Titel des Buches schon andeutet - sind die White Scars alles andere als geeint im Bestreben eine gemeinsame Entscheidung zu treffen. Als letzte der 18 Legionen, welche noch keine Seite im Bruderkrieg gewählt hat, ist es spannend mitzuverfolgen, wie beide Seiten, sowohl Horus, als auch die Loyalisten um die White Scars werben und sie als potentielle Feinde und Veründete zugleich ansehen.
Die große Stärke des Romans ist hierbei, obwohl zu wissen, wie sich die White Scars entscheiden werden, mitzubekommen, unter welchen Umständen dies geschieht, denn Chris Wraight hat es wunderbar verstanden dem Leser zu vermitteln, dass den White Scars nicht viel am Imperium oder den anderen Legionen liegt. Sie wurden nie als das gesehen, was sie sind und haben sich immer distanziert von ihren Brüdern. Diese Haltung und der Charakter der Legion arbeitet Chris Wraight sehr schön hervor und sorgt auch zwischendurch für kleine Lacher und ein gewisses Schmunzeln.

Zuletzt werden immer wieder Verweise auf die Parallelhandlungen der Horus Heresy gestreut und Zuzsammenhänge angedeutet oder auch geklärt, aber es werden natürlich auch ein paar neue Fragen aufgeworfen. Seit Dan Abnetts Alpha Legion Roman "Legion" ist diese Legion zu undurchsichtig wie nie zuvor, welche auch in "Scars" ohne Verständnis des Lesers agiert.
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