Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen PrimeMusic AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longss17

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
6
4,5 von 5 Sternen

am 23. Februar 2003
Faber, der bereits mit seinem schrägen Debutroman "Under The Skin" von sich reden gemacht hat, schafft mit diesem von Kritikern gefeierten Werk nicht nur den "ersten viktorianischen Roman des 21. Jahrhunderts" (tatsächlich erinnern seine Themen und Figuren an Charles Dickens), sondern einen sprachlich berauschenden Blick in Elend und Glanz von London der Jahre 1874/75.
"Watch your step. Keep your wits about you, you will need them. This city I am bringing you to is vast and intricate", spricht Faber den Leser gleich zu Beginn an, nimmt ihn buchstäblich bei der Hand und führt ihn in eine präzise recherchierte, lebendige Welt (diese direkten Worte an den Leser funktionieren im Kontext dieser Erzählung überraschend gut und machen einen ihrer Reize aus); Faber nimmt sich kein Blatt vor den Mund, er nennt die Dinge beim Namen, so hätte Dickens geschrieben, wenn es keine Zensur gegegeben hätte.
Das Buch ist nicht kurz, weit über 800 Seiten und gewinnt Fahrt mit der Unaufhaltsamkeit einer Lawine ("If you are bored beyond endurance", schreibt Faber in einem ruhigen Moment, wissend, dass dem nicht so ist, "I can offer only my promise that there will be fucking in the very near future, not to mention madness, abduction and violent death"). Erst gegen Ende des Romans verknoten sich ein oder zwei Handlungsstränge etwas unglaubwürdig, doch mag man dies ob der anderen Vorzüge dieses absolut lesenswerten Buches verzeihen.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 19. Januar 2013
London, 1874. Sugar ist erst 19, arbeitet aber bereits seit sechs Jahren als Prostituierte im Etablissement ihrer Mutter. Als sie dem Möchtegern-Intellektuellen William Rackham begegnet, ist der dermaßen begeistert von ihr, dass er sich die 'Exklusivrechte' an ihren Diensten erkauft. Um sich das leisten zu können, übernimmt er die Parfümfabrik seines Vaters – der Beginn seines schnellen gesellschaftlichen und finanziellen Aufstiegs. Und auch Sugar sieht eine Chance, ihrem bisherigen Leben endgültig zu entkommen. Sie muss nur dafür sorgen, dass der charakterschwache William ihr verfallen bleibt...

Michel Faber gelingt es in seinem 900 Seiten umfassenden Mammutwerk erstaunlich gut, das viktorianische London – insbesondere seine wenig glamouröse Seite – zum Leben zu erwecken. Als Leser wird man von einem namenlosen und allwissenden Erzähler direkt angesprochen, an die Hand genommen und an die einzelnen Personen und Schauplätze herangeführt. Nach und nach werden so die Stadt und ihre Bewohner lebendig. Allzu empfindlich darf man dabei nicht sein, denn im Hinblick auf Sugars Gewerbe und das Milieu, in dem ein großer Teil der Geschichte spielt, sind die Dialoge oft sehr vulgär und alle erdenklichen Körperfunktionen (inklusive den Symptomen einer Diarrhoe!) werden in wenig beschönigenden Worten ausführlichst beschrieben. Das ist sehr gut gemacht, aber sicherlich nicht jedermanns Sache.

Der Schreibstil passt gut zu der Epoche, in der die Geschichte spielt, auch wenn der Erzähler immer wieder durchblicken lässt, dass sein Wissen keineswegs auf diese Zeit beschränkt ist, sondern weit in die Zukunft reicht. Sugar ist sicherlich die Hauptfigur des Romans, aber auch andere Figuren aus ihrem und vor allem Williams Umfeld werden sehr gut und umfassend dargestellt. Eine besondere Rolle spielt Williams psychisch kranke Frau Agnes, die in ihrer Naivität und Unschuld nicht nur optisch einen sehr krassen Gegensatz zu Sugar bildet.

Die Handlung fand ich meist interessant, teilweise sogar fesselnd. Auch wenn ich beim Lesen nicht für alle Charaktere viel Sympathie aufbringen konnte, wollte ich doch wissen, wie ihre jeweiligen Geschichten weitergehen. Wer viel Wert darauf legt, dass alle Handlungsstränge einem befriedigenden Ende zugeführt werden, wird allerdings enttäuscht sein. Grund zur Freude haben die wenigsten, und das Ende ist relativ offen.

Das Buch hat einige Längen, und man hätte die Geschichte problemlos in 600-700 Seiten erzählen können, ohne etwas Wesentliches weglassen zu müssen. Dennoch insgesamt ein beeindruckendes Werk.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Dezember 2002
Mit seiner Mischung aus stilsicherer Schilderung menschlicher Abgründe gelingt es Faber in albtraumhaften, doch nie unrealistischen Bildern ein London vor den Augen des Lesers erstehen zu lassen, dass wirkt - wie vielfach von Kritikern angemerkt -, als hätte man Charles Dickens' Prosa mit einem Schlag gegen den Hinterkopf taumelnd ins 21. Jahrhundert gestossen.
Huren, verwöhnte Adelige, betrügerische Dienstboten - abgeklärt und dankenswerter Weise wenig klischeehaft gezeichnete Charaktere tummeln sich auf den Seiten dieses umfangreichen Romans (weit über 800 in der engl. Hardcover-Fassung), der das in meinen Augen beachtliche Kunststück fertig bringt, den Leser direkt anzusprechen, mit auf die Reise zu nehmen, ohne dabei an Unmittelbarkeit und Glaubwürdigkeit zu verlieren ("Watch your step", beginnt Faber das Buch, "Keep your wits about you; you will need them. This city I am bringing you to is vast and intricate")
Die Geschichte von Sugar, der 19-jährigen Protagonistin des Romans, die seit sechs Jahren im Bordell ihrer Mutter die Röcke hebt für Männer - stets aber mit dem unschuldigen Lächeln eines Kindes, ist keine "Armes-Mädchen-in-Not" Erzählung. Nein, Sugar ist eine junge Frau, die Hilfe nicht braucht und der Angst nicht nachgibt.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. April 2014
The story was really interesting, til the end I could not really predict the characters! I had to think about the "love-story" a long time even after I have finished the book! The writing style is also good.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Februar 2004
Das Buck ist sehr dick - aber es liest sich hervorragend, gerade durch die Mischung von guter Literatur und der leichten Trivialität des geschilderten Dirnenmileus.
Ich kann dieses Buch jeden empfehlen - gerade Lesern, die sonst keine Bücher über diese Epoche lesen würden.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. August 2004
Die anfängliche Mühe, sich in das Geschehen einzulesen lohnt sich unbedingt. Die Geschichte der Prostituierten Sugar - London im 19. Jh. - ist faszinierend, erschreckend und spannend. Einmal angefangen, kann man das Buch nicht mehr zur Seite legen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden



Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken