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Kundenrezensionen

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am 11. Oktober 2013
Nachdem ich nun um die 1,75 Jahre meines Lebens mit dem Lesen dieses Fantasy-Epos verbracht habe (nicht in Vollzeit) fand ich es mal wieder angemessen ein wenig(!) Zeit in eine kurze Rezension zu investieren (relativ zu einem über 11.000 Seiten starken Mammutwerk).

Ein Kurzüberblick über die Bände:

Die Reihe beginnt mit einem exzellenten ersten Buch. Die folgenden 4 bis 5 Bände (es fällt mir etwas schwer diese auseinanderzuhalten, meine Entschuldigung dafür) erweitern die vorgestellte Welt hervorragend und zeichnen ein detailreiches aber stets interessantes Bild eben jener Welt. Die Geschichte der Charaktere ist spannend und durchaus wendungsreich. Etwa ab Band 8 jedoch fängt die Geschichte an unglaublich in die Breite zu gehen und fast jede Zielstrebigkeit aufzugeben. Die Masse der Nebencharaktere wird extrem unübersichtlich und ich vermute, dass es nicht nur mir unmöglich war/ist mir all diese zu merken und auseinanderzuhalten (zumal einige wichtige Nebencharaktere auch mal die Namen ändern). Das hielt nach meinem Empfinden bis zum 10ten Band an. Im 11ten, dem letzten von Robert Jordan geschriebenen Band, zieht das Tempo unvermittelt wieder an; es wirkt fast etwas gehetzt (was aufgrund der fatalen Erkrankung von RJ verständlich ist). Nach dem Tod von RJ übernahm Brandon Sanderson die Reihe, um sie zu Ende zu bringen. Generell fand ich das in den Bänden 12 und 13 sehr gelungen – zielstrebig aber eben nicht gehetzt und mit einem sehr guten Verständnis für die von RJ geschaffene Welt. Und Band 14 ist irgendwie was Besonderes, nicht unbedingt sehr gut, aber gut und der Reihe und durch und durch angemessen.

Stil:

Den Stil von RJ empfand ich als solide. Sprachlich gut verständlich, aber es fehlte immer wieder mal der letzte Schritt um atmosphärisch dicht zu wirken. Dafür werden Gebäude, Einrichtung und ähnliches einfach, gerade in späteren Büchern, viel zu detailliert beschrieben. Zum Teil behindern derartige Beschreibungen auch die Handlung, im Sinne von: Es ist gerade spannend, mich interessiert die Fliesenfarbe, die Holzmaserung und das Wandteppichmuster so rein gar nicht, sondern das was da gerade in dem Raum passiert.
Versuche von Humor kommen immer wieder mal durch, scheitern zumeist, sind aber auch nicht zu häufig. Aber Humor ist ja bekanntlich auch sehr subjektiv.

Welt/Charaktere:

Das kann man kurz halten: Die kreierte Welt ist großartig und in sich stimmig, voll Geschichte und Diversität und für mich das Highlight der Bücher. Und durch die vergleichsweise hohe Anzahl an Charakteren wird fast jeder Identifikations- und Hassfiguren (oder zumindest Nervensägen) finden.

Sonstiges:

Wie ich schon angedeutet habe sind die Bände von ca. 8 bis 11 ziemlich langweilig. Aber nachdem ich das akzeptiert hatte, war es auch in Ordnung. Ich las die Bücher nicht so sehr, um zu wissen wie es denn nun weitergeht, sondern einfach um die Welt und ihre Charaktere zu besuchen. Das war eine neue Erfahrung für mich, aber irgendwie hat es funktioniert, wenn auch vom Autoren vermutlich nicht so gedacht. Die restlichen Bücher sind recht spannend und die meisten Bücher haben halb-offene Enden, die dafür sorgen, dass auch gleich zum nächsten Band gegriffen wird (selbst die relativ langweiligen). Wobei, ärgerlicherweise, die halb-offenen Enden häufig nicht direkt weitergeführt werden.
Es gibt auch leichte Unstimmigkeiten in den Büchern in dem Sinne, dass einige frühe Ideen später nicht mehr so aufgegriffen werden. Explizit: Das sind keine logischen Fehler und auch keine wirklich zentralen Handlungselemente, aber man merkt, dass nicht alles vorher komplett durchdacht wurde. Interessanter Weise muss BS es ähnlich gesehen haben, gibt er sich in den letzten Büchern doch Mühe den Bogen zu einigen frühen Ideen zu spannen.

Fazit/Empfehlung:

Die Reihe ist zu empfehlen, aber nicht uneingeschränkt. Wer rasante Handlung mit schnellen Richtungswechseln liebt wird hier vielleicht zur Mitte hin aufgeben (oder auch nicht, weil man es ja schon so weit geschafft hat). Wer Details mag und eine große Welt in der man sich (wie RJ) auch mal verlieren kann, der hat hier seine neue Lieblingsfantasyreihe. Denen dazwischen würde ich Wheel of Time empfehlen, denn trotz Schwächen steckt auch viel Gutes in den Büchern und ich denke, dass die Reihe ziemlich einzigartig, quasi eine Erfahrung, ist.
Ich denke, dass ich sie in 10 Jahren ein zweites mal in Angriff nehmen werden, und dass, finde ich, ist doch ein gutes Lob für ein Buch. Ein besseres wäre: Ich les sie in zwei Jahren nochmal, aber es ginge auch noch viel schlechter. ;)
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am 18. Februar 2013
Spoilerfrei, keine Sorge!

Wheel of Time endet; nach 20 Jahren für viele, nach 4 Jahren für mich. Die letzten Bücher von Jordan waren ein Qual, die man nur durchgestanden hat, um die Hauptstory weiterzuverfolgen; nicht aus Lesegenuss. Brandon Sanderson hat der Serie neues Leben eingehaucht und beendet mit dem letzten Band die Serie auf genau dem hohen Niveau, das er in den Bänden zuvor vorgegeben hat. Das ist auch gut, denn nur so gelingt ihm das, was eigentlich unmöglich scheint - ein 900seitiges, furioses Finale.

So ein Finale ist nötig, denn WoT hat die Dimensionen entsprechend gesetzt: 4 Millionen Worte auf 12.000 Seiten, über 2500 Charaktere insgesamt. Ein Ende von 150 oder auch 300 Seiten wäre ein Witz gewesen; hier musste ein riesiges Finale her. Aber kann man über so einen Raum Spannung aufrechterhalten? Man kann, weil WoT nicht nur fordert, sondern auch gibt: Es sind genug Handlungsstränge, genug Charaktere, genug Rechnungen vorhanden, um eine lang erwartete Auflösung nach der anderen, einen lange anstehenden Kampf nach dem nächsten abzuwickeln, ohne dass es langweilig wird. Anstatt zu langweilen, reiht Sanderson einen zOMG-Moment an den nächsten. Weil zudem bis zum Ende auch nicht klar ist, wie das Buch endet, bleibt sogar die Gesamtgeschichte spannend.

Dass die eigentliche Auflösung dann doch etwas öde und küchenphilosophisch daherkommt, liegt an Jordan. Der Meister der doppelbödigen Auflösungen selbst, Sanderson, hätte hier sicher etwas Originelleres hinbekommen, aber Jordan hat das Ende noch am Totenbett in das Notizbuch seiner Frau diktiert. Besonders auffällig wird das dann im Epilog, den er noch selbst geschrieben hat: Man hat das Gefühl, das Buch schaltet drei Gänge runter - die letzten 20 Seiten sind genau so träge und fad wie Jordan zu seinen schlechtesten Zeiten nun mal war - aber das fällt natürlich nach Sandersons Tour de Force noch viel mehr auf.

Nichtsdestoweniger: Das Buch ist etwas, was ich persönlich kaum für möglich gehalten hätte: Ein passender Abschluss der WoT-Serie
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am 25. Januar 2013
Mehr als ein Jahrzehnt haben die Leser auf dieses letzte Buch gewartet. Nun da dieses Epos seinen Schöpfer gar überlebt hat, muss sich ein anderer Autor, den Jordan selbst ausgewählt hat an den Erwartungen messen lassen, seiner Geschichte einen würdigen Abschluss zu geben.

Es ist indes schwer etwas über dieses Buch zu schreiben, ohne wichtige Ereignisse vorwegzunehmen und den Spaß am Lesen zu schmälern. Eines aber ist gewiß:

Wenige Leser werden ein Werk von solcher Intensität erwartet haben. Mit teils rasanter Geschwindigkeit treibt Sanderson den Leser vor sich her, verdichtet die Geschehnisse mit sicherem Gespür für die grossen Momente, welches man noch im letzten Band nicht selten schmerzlich vermisste.

Teils erstaunt, manchmal auch fassungslos sieht man zu wie sich Tod und Verwüstung entfalten, persönliche Tragödien ereignen und auch die Hauptcharaktere nicht verschonen. Tarmon Gaidon hat begonnen und die Menschheit kämpft um ihre Existenz. Noch einmal spielen die "Forsaken" ihre verheerende Macht aus. Doch in ihrem beinahe verzweifelten Handeln spiegelt sich unverkennbar ihr tragisch, ambivalentes Schicksal. Allen voran jenes von Moridin und Demandred.

Und die finale Ausseinandersetzung Rands mit mit "dem unermesslichen Bösen" ? Ein wenig unerwartet präsentiert sich diese grösstenteils in Form eines Dialogs der beinahe Ansätze eines philosophischen Diskurses hat. Die Meinungen darüber werden sicher geteilt sein.

Ja, es gibt auch ein schwache Momente. Einige der interessanten Charaktere, welche die Geschichte geprägt und bereichert haben, sterben viel zu beiläufig, teils eher unnötig, sozusagen in den letzen Sekunden vor dem Ende. Unnötig deshalb weil ihr Ende herbeizitiert doch nutzlos wirkt. Die Dramatik erhöht das nicht mehr. Vor allen Dingen aber hinterlässt das eigentliche Ende den Leser mit dem Gefühl das die Geschichte zwar nun "ein" Ende gefunden hat. Doch ist es eher nicht das Ende das man erwartet oder erwünscht hat. So bleibt der Epilog im Besonderen äusserst
unbefriedigend.

Dennoch ist "A memory of light" ein gutes und interessantes Buch. Sowohl der Autor, als auch die Geschichte werden den Erwartungen der meisten Leser sicherlich gerecht und zumindest in einigen Kapiteln lässt es den Zauber von Bänden wie the "The great Hunt" wiederauferstehen.

Abschliessen mag man sich erinnern, wie Viel Begeisterung aber auch Kritik "Wheel of time" immer wieder hervorgerufen hat. Mancher

mag sich sich gelangweilt oder verärgert abgewandt haben. Doch vergessen wir eines nicht. Es ist ein geradezu atemberaubendes Unternehmen, eine Saga mit mehr als einem Dutzend Bänden undeinem Umfang von etlichen Tausend Seiten zu schaffen. Auch wenn sich im Laufe der Jahre einiges an Ungereimtheiten oder Überflüssigkeiten angesammelt hat, gehört "the Wheel of Times" sicherlich zu den besten Werken die das Fantasie Genre zu bieten hat. Hut ab, vor solcher Schöpfungskraft.

Hut ab auch für Sie Mr. Sanderson ... Mr. Jordan wäre mit ihrem Werk sicher zufrieden gewesen.
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am 16. Februar 2013
+ also mir hat der Abschluss der Serie gefallen: wuerdiges Ende, wenn auch nicht herausragend
+ Spannung und Action von der ersten Seite an und das 900 Seiten lang (das laengste Kapitel mit dem bezeichnenden Titel "the last Battle" dauert 200 Seiten)
+ meiner Meinung nach (so weit ich es noch in Erinnerung habe) werden die meisten Handlungsstraenge und Prophecies sauber beendet
= ich bin 2002 in die Welt der Fantasy im Allgemeinen (Sword of Truth, Recluce, ...) und in die WoT Serie im speziellen eingestiegen
(konnte damals die ersten 9 Baender in einem Rutsch lesen), und bin dankbar, dass die Serie finalisiert wurde
+ das Buch ist geradlinig (keine unklaren Andeutungen) und bringt doch einige nette Ideen/Wendungen (Min/Tuon, Zeitverschiebung, Shara, 'Hornblower', ...)
+ Sanderson zitiert auch einige Mal eines meiner Lieblingszitate, ein 'Saying from the Borderland' ueber 'death/feather'
und hat die 'Pflicht' auf sich genommen, das Werk zu beenden, wenn es so 'leicht' gewesen waere die Serie unvollendet 'sterben' zu lassen
= natuerlich kann der Autor nicht auf alle Charaktere, die sich im Laufe der Jahre angesammelt haben, eingehen, aber er versucht und loest es ganz gut
= am schwaechsten fand ich noch die Konfrontation zw. Rand und The Dark One (ist Scrooge/Christmas-Carol-artig angelegt)
= wer echte/engagierte Fan Rezensionen lesen moechte (mit/ohne Spoiler) sei an amazon.com verwiesen,
aber ich moechte mich als Leser nicht so weit aus dem Fenster lehnen, dass ich dem Autor vorschreiben wuerde, wie die Handlung verlaufen soll
- dass das e-book erst 3 Monate spaeter erscheint, finde ich sehr bedauerlich (weil ich es nicht abwarten konnte, musste ich den dicken Waelzer mitschleppen),
ist aber nicht in meine Bewertung eingeflossen
+ wie gut mir ein Buch gefaellt ist indirekt proportional zur Lesezeit und bei diesem habe ich nur wenige Tage/Naechte gebraucht, weil ich es nicht aus der Hand legen wollte.
+ Fans der Serie werden das Buch sowieso lesen, Einsteiger haben 13 Baende vor sich und werden feststellen, dass der letzte Band nicht das beste aber sicher auch nicht das schlechteste Buch in der Serie ist
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am 3. März 2013
Es ist nicht das stärkste Buch der Reihe und das Tempo ist darin sehr ungewöhnlich. Die Vorgabe, die Geschichte in diesem einen Buch abzuschließen, scheint sehr stark durch. Die Auflösungen für die einzelnen Charaktere kommen BÄM, BÄM, BÄM und manches kommt dabei definitiv zu kurz.
Bei den meisten Wheel of Time Büchern hätte ich gesagt, dass es auch knackiger gegangen wäre, oftmals mit bestimmt einem Viertel bis einem Drittel weniger Seiten (insbesondere bei den mittleren und späteren Büchern, die noch Jordan selbst geschrieben hat... diese ausufernden Beschreibungen von Klamotten.........). Aber aus allem, was in diesem letzten Buch zu finden ist, hätten sich gut und gerne zwei Bücher dieses Umfanges schreiben lassen - und es wäre immer noch mindestens so rasant gewesen wie "Towers of Midnight".
Fazit: Aufgrund der unvermeidlich hohen Erwartungen an die Auflösung einer derart gigantischen Reihe wird es für jeden unausweichlich Enttäuschungen geben. Aber für mich waren sie eher klein und die generelle Auflösung dieser immensen Geschichte befriedigend und getreu aller vorher in der Geschichte platzierten Andeutungen und Tendenzen gemacht. Kompliment an Brandon Sanderson, der wahrscheinlich so nah an das Menschenmögliche in seiner Aufgabe herangekommen ist, wie es kaum ein anderer geschafft hätte.
Lesen, auf KLEINE Enttäuschungen und ein sehr hohes Auflösungstempo gefasst sein und genießen. Volle fünf Sterne.
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am 29. Juli 2015
Ein würdiges Ende für ein Mammutwerk, das von seinen Lesern viel verlangte. Bedenkt man, dass die Serie vor mehr als 20 Jahren ihren Anfang nahm und sich Lesegewohnheiten und -vorlieben ändern, ist es umso erstaunlicher, dass viele ursprüngliche Leser diesem Zyklus die Treue gehalten haben. Ein Freund von mir empfahl mir die Serie Mitte der 90er Jahre, als ich noch bei der Bundeswehr war, und ich verschlang die ersten vier Bände auf deutsch, wechselte dann aber zur englischen Originalfassung, weil ich nicht warten wollte, bis die deutschen Übersetzungen (die die großen englischsprachigen Bände in kleinere Häppchen unterteilte und so zusätzliche Einnahmen für die Verlage generieren sollte) auf den Markt geworfen wurden. Außerdem gab es mehrere Layoutwechsel, die mich als Sammler auch vom Kauf der deutschen Ausgabe abhielten.

Zugegebenermaßen waren die Bände 4-9 Zumutungen: Die Handlungsstränge, die man zu Beginn verfolgt hat, wurden weder aufgelöst, noch entwickelten sich die Figuren, die man liebgewonnen hatte, bemerkenswert weiter. Manchmal passierte in einem Buch über hunderte Seiten original nichts. Teilweise war ich kurz davor, die Bücher am Flohmarkt zu verkaufen, aber am Ende siegte die Neugier, Und das ist etwas, das man der Serie eben hoch anrechnen muss: Man entwickelt eine Beziehung zu den Charakteren, hat seine persönlichen Favoriten oder Unsympathen. Und wenn man das Glück hat, in seinem Freundeskreis mehrere Leser des WoT-Zyklus zu haben, kann man sich sogar fabelhafte Streitgespräche über das Thema liefern. Die WoT-Welt ist vielleicht nicht so fantastisch wie andere Vertreter des Genres, aber die Menschlichkeit, die Plastizität der Figuren ist unübertroffen.

Nach dem Tod Robert Jordans war meine Hoffnung bezüglich eines Abschlusses der WoT-Reihe auf Null zusammengeschrumpft, dass Sanderson die Serie aber dennoch beschließen konnte, und das bei deutlich angezogenem Tempo und gleichzeitiger Berücksichtigung vieler Fäden, die von Jordan auf der langen Reise teilweise achtlos am Wegesrand abgelegt wurden, kann man ihm gar nicht hoch genug anrechnen. Für jeden, der, wie ich, Serien komplettiert sehen möchte, war dies eine Meisterleistung, daher gibt es von mir theoretisch fünf Sterne. Den Stern Abzug für das letzte Buch: Die Handlungsskizze für das Ende wurde von Jordan selbst vorgefertigt. Das merkt man sofort bei der Lektüre. Es als Bruch im Erzähltempo zu beschreiben, wird der Sache vielleicht nicht ganz gerecht, aber das Ende ist in meinen Augen eher ein Antihöhepunkt.

Bezogen auf die ganze Serie bleibt für mich festzuhalten: Für Leser, die hohes Erzähltempo bevorzugen, die durchgehende Spannungsbögen benötigen, um an einem Buch oder einer ganzen Reihe dran zu bleiben, ist WoT ganz sicher nichts. Wer sich immer wieder Zeit nehmen kann, um in einer Fantasiewelt abzutauchen, wer Beziehungen zu Romanfiguren aufbauen kann und gewillt ist, dafür auch etwas zu investieren, der kommt um diesen Fantasyzyklus, der nun endlich abgeschlossen wurde, nicht herum.

Thanks for this epic ride.
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am 23. Februar 2014
Fazit vorweg: Vor rund 23 Jahren veröffentlichte Robert Jordan Band 1 von Wheel of Time. Zwischenzeitlich kam es zu langen Durststrecken. Schließlich starb Robert Jordan vor Beendigung der Reihe. Brandon Sanderson übernahm die - sicherlich sehr herausfordernde - Aufgabe, mit den Notizen des Autors, die stark ausgeuferten Handlungsstränge schließlich zu einem Ende zu bringen. Das ist ihm gemessen an der Herausforderung erstaunlich gut gelungen.

Mit "A Memory of Light" endet die Serie mit einem gut abgerundeten Ende, das viele der noch offenen Handlungsstränge verknüpft.

Ich möchte nicht darüber philosophieren, wem ich das Buch empfehlen würde. Wer die vorherigen 13 Bände nicht gelesen hat, wird gewiss nicht mit Band 14 anfangen und wer der Serie von Band 1 - 13 treu geblieben wird, der kennt die Probleme der Serie und die Schwächen der "middle-books" - also der Bände ab ungefähr Band 5 bzw. 6. Gemessen an diesen kann ich sagen: es wird zum Ende hin definitiv keine Enttäuschung - es gibt aber auch keine großen Überraschungen mehr. Brandon Sanderson hatte genug zu tun, die schier endlose Zahl an offenen Prophezeiungen, Plotlines und Charakteren unter einen Hut zu bringen.

Zum Inhalt: Letzte Schlacht. Gigantische Opfer, episch gestaltete Szenen. Klassisches Plotting und Emotionsführung- vergleichbar z.B. dem dramaturgischen Konzept der Verfilmung von Teil 3 des Herrn der Ringe (Die Rückkehr des Königs):

Die Taktiken der "Bösen" sind in AMoL nicht selten durchaus intelligent-verschlagen. Die "Guten" kämpfen dementsprechend teils verzweifelt, teils ebenfalls sehr kreativ.

Ganz rund wird die Geschichte indes nicht. Eine möglichst glaubwürdige "Endschlacht" der kompletten bekannten Welt darzustellen auf die die Serie 13 Bände lange hingearbeitet hatte und gleichzeitig alle offenen Handlungsstränge, Prophezeiungen und Schicksale irgendwie unterzubringen war - gemessen am bisherigen Tempo und Stil der Serie - fast nicht möglich. Es ist ihm trotzdem gelungen, aber mit unvermeidbaren Abstrichen. AMoL hetzt von Höhepunkt zu Höhepunkt. Viele lange erwartete und angekündigte Szenen (z.B. auch prophezeite tragische Tode von Nebenfiguren etc.) passieren teils "so nebenher" in wenigen Sätzen. Darüber hinaus ist das Buch natürlich im Wesentlichen eine Aneinanderreihung von Kampfszenen. Das mag durchaus dazu einladen, einiges zu überblättern. Ich wüsste aber keinen Weg, wie es Sanderson in dramaturgischer Hinsicht hätte vermeiden können.

Ich möchte dem Buch die 5 Sterne nicht vorenthalten. Ich hätte es kaum jemand zugetraut, die extrem breit angelegte - ausufernde - Saga überhaupt noch zu einem angemessenen Ende zu bringen. Es ist definitiv eine Meisterleistung von Sanderson, dass ihm dies in derart lesenswerter Weise gelungen ist.
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am 31. Dezember 2013
...but it was an ending.

Tarmon Gai'don, die letzte Schlacht, beginnt. Rand al'Thor will nach Shayol Ghul aufbrechen, um Shai'tan gegenüberzutreten und die Welt vor dem Untergang zu retten. Doch zuvor muss er die verschiedenen Nationen unter seinem Banner vereinen, damit diese gemeinsam gegen die zahlenmäßig weit überlegenen Horden der Dunkelheit in den Krieg ziehen. Mat, der mit der Kaiserin des Seanchan Imperiums verheiratet ist, wäre ein Kandidat dafür, die Armeen gemeinsam ins Feld zu führen, während Perrin immer noch ein Hühnchen mit Lord Luc - oder Slayer - in der Traumwelt Tel'aran'rhiod zu rupfen hat. Doch auch andere, unberechenbare Kreaturen, beispielsweise die übrigen Forsaken oder der mysteriöse Padan Fain, besitzen noch genug Macht, um die Schlacht zu ihren Gunsten zu entscheiden.

Fast 2 Jahre hat mich diese Mammutreihe nun begleitet. Es gab eine Menge Momente der Begeisterung, vorallem am Anfang der Serie, aber auch viele Momente der Ernüchterung und sogar Enttäuschung. Als Robert Jordan nach dem gelungenen, 11. Band, leider verstorben ist, war unklar, ob Brandon Sanderson es fertigbringen würde, die umfangreichste Fantasy-Reihe überhaupt zu einem würdigen Schluss zu bringen. Meiner Meinung nach ist ihm dies ausgesprochen gut gelungen!

Der 14. und letzte Band vom Rad der Zeit steht ganz im Zeichen von Tarmon Gai'don. Der Großteil des Buches besteht aus Kampfhandlungen zwischen den Armeen des Lichts und den Trolloc-Horden. Natürlich kommt Rands Duell mit Shai'tan dabei auch nicht zu kurz. Das dieses Ende eines so gewaltigen Werkes natürlich nicht jeden Leser zufriedenstellen wird, war hervorsehbar. Vorallem der Autorenwechsel war ein großer Einschnitt in den Erzählstil der Reihe. Für mich persönlich war es aber ein durchaus angemessener Abschluss, der die Geschichte, nach mehreren, weniger guten Büchern, doch noch souverän zu Ende gebracht hat.

Der finale Endkampf von Rand, der eher in einem fast philosophischen Dialog, als in einem echten Kampf mündet, gefiel mir im Großen und Ganzen recht gut. Der hohe Action-Anteil gefiel mir ebenso, obwohl über 600 Seiten an reinen Kampfhandlungen den ein oder anderen ermüden könnten. Dafür haben einige Protagonisten, wie beispielsweise Lan, endlich ihre großen Momente.

Was bleibt ist die Gewissheit, dass dieses Werk einen würdigen Abschluss bekommen hat und Brandon Sanderson eindrucksvoll sein Können demonstriert, obwohl längst nicht alle Handlungsstränge abgeschlossen und alle Fragen beantwortet wurden. Es gibt allerdings dankbarere Aufgaben, als eine solch gigantische Reihe zu vollenden, und allein für seinen Mut dafür gebührt Sanderson Respekt. Seine Übersicht über die Handlung und seine Fähigkeit, die vielen und komplexen, losen Enden zusammenzuführen, sind wirklich beeindruckend. Dass dabei nicht alles zur vollsten Zufriedenheit gelöst wird, lässt sich verschmerzen.
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am 24. Januar 2015
Ich bin der Meinung, dass die Serie mit Brandon Sanderson wieder besser wurde. Irgendwie war bei Jordan die Luft raus, sorry wenn ich das so sage - man redet ja nicht schlecht über Verstorbene. Er hat ja auch eine fantastische Welt und Geschichte geschaffen, leider ist vieles irgendwie versandet und er hat sich mit langweiligen Dingen verzettelt. Anders als z.B. beim Lied von Eis und Feuer sind die vielen Personen und Namen hier oft sinnlos. Es hat keinen echten Mehrwert, 500 Aes Sedai Namen aufzuzählen, die Welt wird dadurch nicht reichhaltiger. Speziell bei den zickigen Frauen hätte man sparen können. Das betrifft aber weniger dieses Buch als eher den ganzen Zyklus.
Das Ende mit Rand ist irgendwie cool, hat mir gefallen.
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am 6. Februar 2013
Der letzte Band dieser Reihe fesselte mich von Anfang an. Die Handlung erstreckt sich nur mehr über einen sehr kurzen Zeitraum, ist allerdings gepackt mit wichtigen Ereignissen und brachte mich um einige Stunden Schlaf in den letzten Tagen.
Die Schilderung der letzten Schlacht und aller Ereignisse rundherum ist sehr gut gelungen und ein würdiges Ende dieser Epischen Geschichte.
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