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am 24. April 2012
Vorliegender LP Romania (5. Auflage, 2010) bietet auf den ersten Blick alles, was der Reisende benötigt bzw. von dieser Reihe erwartet. Ein paar Tipps zur An- und Abreise, einige Hoteltipps, die Hauptsehenswürdigleiten.

Hilfreich war uns zB das Kapitel Geschichte, dem wir entnehmen konnten, dass die russische (sowjetische) Armee schon 1958 aus Rumänien abzog. Warum? Wir hatten im tollen Bukarest eine Halbtagestour (Stadtrundfahrt) über das Hotel gebucht, die wir an der nächstbesten Metrostation entnervt verlassen hatten. Die Reiseleiterin ging uns dermaßen auf den Keks, es war nicht mehr auszuhalten. Alles, was ihrer Meinung nach in Rum. schief gelaufen war, war die Schuld der "Russen".

Unverständlich waren jedoch die nach unserem Geschmack ausufernden Tipps für Lesben und Schwule. Dafür nur ein paar Zeilen über die Lage der Frau in Rumänien, die sich ausschließlich auf häusliche Gewalt beschränkten. Das hat uns nun gerade gar nicht interessiert.
Die Unterkunftstipps waren doch sehr minimal, oft auf hochpreisige Unterkünfte beschränkt. Das kann jedoch auch ein geschickter Schachzug sein, denn in einem Land im Umschwung dürften sich diese Angaben sehr oft ändern. Man kann ja im Internet suchen.

Unverständlich war uns folgendes:
1.Die Begeisterung der Autoren für Vlad zepes, (Vlad, den Pfähler). Obwohl Rumänien selbst damit marketingmäßig unterwegs ist: wer mal wissen will, wie es ist, wenn einem lebenden Menschen ein angespitzter Pfahl vom After aus durch den Leib getrieben wird, bis der Pfahl zur Schulter wieder raus kommt, dem empfehlen wir den Roman "Die Brücke über die Drina" von Ivo Andric (auch hier bei Amazon zu haben). Aufgabe des Henkers: der Verurteilte sollte so lange wie möglich am Leben bleiben. Etwas mehr Distanz bzw. menschliche Reife hätten wir den Autoren schon gewünscht. Oder wenigstens etwas Allgemeinwissen?

2.Die Begeisterung der Autoren für den Diktator Ceausescu. So gibt es im Kapitel Bukarest einen Rundgang "Auf den Spuren C.". Fast würde es uns mal interessieren, ob im LP Germany in München einen Rundgang "Auf den Spuren des Führers" gibt. Auch hier wäre u. E. nach Distanz zum Diktator angebracht gewesen.

3.Keine vernünftige Beschreibung der Strada Lipscani (Leipziger Straße) in Bukarest, einem Top Touristen Hotspot mit vielen Straßencafes, toll renovierten Häusern, einem Theater und übrigens mit sehr vielen chicen Hochzeitsausstattern. Über die Geschichte dieser Straße, in der schon im Mittelalter Waren von Siebenbürger Händlern angeboten wurden, die sie meist aus Leipzig geholt hatten, kein Wort. Stattdessen wird diese Straße als Zigeunerviertel abqualifiziert.

4.keine Beschreibung der nur in Rumänien vorkommenden Brancoveanu-Architektur. Überall in Rumänien stößt man auf sehr schöne Gebäude aus dieser Zeit.

5.In Timisoara zB stießen wir auf das schöne Hotel aus der Habsburger Zeit namens "Hotel Timisoara" (S.217), dass als "Soviet-style high-rise" (was soll das eigentlich sein?)bezeichnet wurde. Wissen die beiden, worüber sie schreiben?

6.Ungenügend auch das Kapitel über Herkulesbad (Baile Herculane), einem Kurbad aus der Habsburger Zeit, in dem schon Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Josef kurten und wo man in neuen, privaten Hotels sehr preisgünstig und gut absteigen kann Siehe Tipp unten).

7.Selbstverständlich wurde einer der Autoren (siehe Autorenporträt) von der Polizei behelligt. Seltsam: wir reisen seit fast 40 Jahren immer mal wieder in dieses wunderschöne Land. Uns ist noch nie auch nur das Geringste passiert!

Ein Vorrezensent schrieb sinngemäß, dass die Autoren oft nicht die richtigen Worte fanden. Dem möchten wir uns voll inhaltlich anschließen.

Noch eine Ergänzung: Erst nach Erscheinen des Buches wurden die Bahntarife um 18% erhöht. Also die Preisbeispiele müssen umgerechtnet werden. Dafür können aber natürlich die Autoren nichts.

Hier noch ein paar Tipps von uns:
In Timisoara wohnten wir im sehr schönen und bezahlbaren Hotel Continental [...]. Der Fernseher im Zimmer hatte eine Tastatur und gegen Zahlung einer kleinen Gebühr war er auch als PC nutzbar. Da es am Wochenende in der Stadt wie ausgestorben war, nutzten wir sehr gerne den Swimming-Pool, wo man auch gut und bezahlbar essen konnte.
Der Flughafenbus (Expreß Nr.4, 2.5 Lei das Ticket, vorher am Zeitungskiosk zu kaufen) fährt von einer Kreuzung ab, die man wie folgt erreicht: Am Continental die Kreuzung in Richtung Bastion hinuntergehen bis zum Kompaßbrunnen. Dort nach rechts abbiegen und die nächste Kreuzung überqueren. Der Expressbus fährt ab dem Kiosk an der Ecke der Kreuzung ab. Am besten schon vorher den Fahrplan studieren, da der Express nicht sehr häufig zu fahren schien.

In Baile Herculane haben wir in der sehr schönen Villa Hera [...] gewohnt. Schöne neue Pension mit Swimming-Pool, man spricht Deutsch und Englisch. Überall in dem Ort gibt es nette Restaurants, wo man sehr gut und preisgünstig essen kann, z.T. abends mit Life-Musik. Uns hat es dort sehr gut gefallen, leider wren wir nur ein paar Tage dort.
Die Villa erreicht man ab dem historischen Bahnhof mit dem Bus (1 Lei) bis zum Hotel Dacia, dort raus, nach rechts und gleich wieder nach links hoch. Nach ca. 3-4 Minuten steht man vor der schönen Villa Hera.
Ab Baile Herculane kann man auch mit dem Zug[...]nach Drobeta Turnu Severin fahren, einer netten Kleinstadt. Bei der Fahrt dorthin fährt der Zug durch zahlreiche Tunnel, aber meist an der Donau entlang und man sieht das Kraftwerk "Eisernes Tor", das auch besichtigt werden kann.

Abschließend: wer mit der oberflächlichen "Abarbeitung" eines Landes zufrieden ist, dem empfehlen wir den LP. Dazu reicht er aus. Ansonsten waren wir froh, unterwegs einem dt. Ehepaar den Reise Know How abkaufen zu können, da sie auf dem Heimweg waren.

Es wäre sicher gut, wenn sich der Verlag entschließen könnte, wenigstens einen der Autoren aus Osteuropa zu gewinnen, um sozusagen den Spirit des Landes überhaupt zu erfassen und sich nicht in Oberflächlichkeiten zu ergehen.
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am 26. Oktober 2010
Viele nützliche Tips, Restaurant- und Hotelangaben. Die beiden US-amerikanischen Autoren kommentieren ab und zu etwas unsensibel. Mindestens ein europäischer Autor mit profunden Landeskenntnissen wäre ein Gewinn.
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