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Kundenrezensionen

2,9 von 5 Sternen
5
Nemo: The Roses of Berlin
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:13,49 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

VINE-PRODUKTTESTERam 14. April 2014
Von allen bisher erschienenen Bänden über die Welt der Liga der außergewöhnlichen Gentlemen erscheint mir dieser hier der schwächste zu sein. Und das gerade bei einem Thema, das mir selbst besonders nahe ist, denn es geht um Berlin, um dessen kulturell so produktive Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, und um deren Ende im Faschismus. Möglicherweise ist es aber gerade auch diese Nähe zum Thema dieses Bandes, die zu meiner fehlenden Begeisterung beiträgt.

Bereits "Nemo: Herz aus Eis" hatte eine - verglichen mit vorangegangenen Bänden - recht einfache Geschichte, es ging um eeine Abenteuerreise an das Ende der Welt. Mir kam diese Vereinfachung eher entgegen, da insbesondere "Das Schwarze Dossier" schon etwas zu komplex geraten war. Die "Roses of Berlin" sind aber noch etwas einfacher geraten. Gut gegen Böse, und Böse wehrt sich noch nicht einmal sehr lange, worauf das Gute dann auch noch etwas Böse sein darf, so kann man das Muster zusammenfassen. Und auch die geschriebene Kurzgeschichte zum Schluss ist hier einfacher, durchschaubarer geraten.

Dr. Caligari und Mabuse tauchen hier auf. Und dann natürlich allerlei Gestalten aus Metropolis, wobei dieser Film dann auch die Vorlage für die durchaus gelungene, optische Gestaltung des Bandes liefert. Hynkel taucht wieder auf, doch leider kommt der Weltkrieg, den es 1941 doch im Hintergrund geben sollte, etwas zu kurz. Mit Ayesha gibt es eine alte Bekannte in der Geschichte. Und es gibt das Thema Liebe, genauer gesagt wird ein erneutes Mal von deren Ende erzählt. Aber die Geschichte geht natürlich dennoch weiter.

Die Filme der Zwischenkriegszeit hätten durchaus noch mehr Ansätze für die Geschichte geboten - ich will aber auch nicht ausschließen, dass mit hier mal wieder einige Punkte entgangen sind. Das Vergnügen, bei Alan Moore jetzt auch mal deutsche Texte zu lesen (in der englischen Ausgabe) kommt aber etwas kurz, wenn man merkt, dass Berlin nicht wirklich Thema des Buches ist. London findet man bei Moore immer wieder, überzeichnet, aber deutlich. Berlin ist ihm offenbar aber fremd. So bleibt dies vor allem ein Band, der im Zusammenhang mit "Herz aus Eis" und dem ersten Teil von "Century" Sinn macht. Denn diese drei Bände erzählen dann eine zusammenhängende Geschichte von Nemos Tochter, die schon bewegend ist. Für sich alleine aber, ist dieser optisch sehr schöne Band etwas dünn geraten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. September 2015
1941. Janni Dakkar, der neuen Nemo, ist inzwischen der Schrecken der Meere geworden und kämpft an der Seite ihres französischen Schwiegersohns, eines Nachfahren des Luftpiraten Robur, gegen die Sturmtruppen des tomanischen Diktators Adenoid Hynkel (bekannt aus dem berühmten Film "Der große Diktator") und fährt damit nicht schlecht. Aber dann wird das Luftschiff der Familie Robur abgeschossen und sie vernimmt Gerüchte von der Entführung ihrer Tochter nach Berlin, der tomanischen Haupstadt. Janni bricht schnellstmöglich in die Hauptstadt des finsteren Weltreiches (nach dem Model Fritz Langs aus "Metropolis" gezeichnet), wo bereits neue wie alte Feinde auf sie warten ...

Nach dem mittelmäßigen Vorgängerband "Nemo: Heart of Ice" ist "Nemo: The Roses of Berlin" wieder eine deutliche Steigerung und sei es auch nur, weil das im Band dargestellte Berlin, ein wesentlich faszinierender Ort ist als die kalte Antarktis des Vorgängers. Außerdem sind die hier auftauchenden Gegenspieler (Dr. Rothwangs Roboterfrau, Professor Caligari, Doktor Mabuse) wesentlich charismatischer und interessanter, als es die drei Science-Helden aus "Heart of Ice" noch waren. Und es existiert schon ein interessanter Kontrast wenn die sehr alt gewordenen Superschurken gegen die ebenfalls gealterte Nemo antreten und Menschen aufeinandertreffen, die alle Teil derselben Bruderschaft sind (nämlich die der Superschurken), aber diese Tiefen ergründet "Roses of Berlin" nicht. Nein, wie auch der Vorgänger erzählt es eine geradlinige Abenteuergeschichte, voller Action und heroischer Taten, nur dass alle Figuren etwas gealtert sind und ihre Glanzzeit hinter sich haben. Vielleicht sollten sie sich dann auch zur Ruhe begeben und vielleicht ist das auch die Botschaft der Serie, wenn man den letzten Band der Trilogie "River of Ghost" dazu nimmt.

Egal, Freunde der Liga finden auf jeden Fall weiterhin alles was sie an der Serie lieben: viele Zitate, eine erstaunlich in sich geschlossene Welt, die trotz der Verwendung bereits vorhandener frisch und anders wirkt und nach der Bitternis von "Century" eine vergleichsweise geradlinige Geschichte, die wie schon geschrieben actionreich und charmant ist. Und zum ersten Mal seit langem wissen auch Zeichner Kevin O'Neills Zeichnungen wieder zu gefallen, gleichen die megalomanischen und düsteren Darstellungen Berlins durchaus den übertriebenen Prachtbauten Londons aus dem ersten Band der Liga und erzeugen eine düstere Atmosphäre, die gut zu den Prachtbauten Londons aus den ersten Bänden der Reihe passen. Und auch die Action ist wieder so überladen und chaotisch wie seit langem nicht mehr und es ist einfach eine Freude O'Neill nach der Tristesse in "Century" und den ewig weißen Landschaften in "Heart of Ice" wieder in Hochform zu sehen.

Natürlich kommt "Roses of Berlin" wieder nicht an die Höhepunkte der Serie heran, aber vielleicht muss er das auch gar nicht. Vielleicht reicht es manchmal auch einfach nur etwas Spaß zu haben.

Vier von fünf Sternen.
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am 10. April 2014
1941: Adenoid Hynkel und seine Verbündeten sind dabei das Anlitz Europas nachhaltig zu verändern, genau wie andere mehr oder minder totalitär auftretende europäische Herrscher. Prinzessin Janni Dakkar, nun die Kapitänin der Nautilus, hält sich und ihre Besatzung lange aus den Auseinandersetzungen heraus, bis schließlich eine Meldung eintrifft, dass sich ihre Tochter Hira in deutscher Gefangenschaft befindet. Damit blasen die Piraten auf den Angriff auf Berlin.

Im Rahmen der Erzählwelt der "Außergewöhnlichen Gentlemen" ist dieser Band um die Tochter Nemos die in ein stark an "Metropolis" erinnerndes Berlin kommt um dort auf allerlei Abscheulichkeiten zu stoßen überaus passend. Zeichnerisch hat sich gegenüber "Heart of Ice" nicht wirklich viel getan, aber die Geschichte ist interessant und auch der Anschlusstext zur Feier des 70. Geburtstags Prinzessin Dakkars ist "mehr des Gleichen" und damit das, was Fans dieser Mooreschen Nebenwelt wollen.
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am 29. Juli 2014
Der Nachfolgeband von Heart of Ice.
Man nehme einbißchen Metopolis und viel mehr 1945 und mische dieses zu einem
ziemlichen Handlungsschrott zusammen.
Manche Stories sollten einfach nicht gemacht werden, diese gehört dazu.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. März 2015
Alan Moore und Kevin O’Neill setzen ihre popkulturelle Abenteuer-Rundreise fort. Es handelt sich um den zweiten Band des ›Nemo‹-Spinoffs der ›Liga der außergewöhnlichen Gentlemen‹. Im Unterschied zum Vorgängerband (»Nemo: Heart of Ice«) liefert Moore hier eine geradezu verblüffend geradlinige Story (um das Wort ›simpel‹ mal zu vermeiden).

Die Piratin Janni Nemo/Prinzessin Dakkar muss im Jahre 1941 zusammen mit ihrem Geliebten Broad Arrow Jack nach Berlin reisen, ins Reich des Diktators Adenoid Hynkel. Denn dessen Truppen haben das Luftschiff Armand Roburs abgeschossen, an Bord dessen sich auch Janni Nemos Tochter Hira befand. Beide scheinen gefangen genommen zu sein. In Berlin stellt sich heraus, dass Janni und Jack in eine Falle getappt sind. Diktator Hynkels eigenartige Elite-Truppe der ›Zwielicht-Soldaten‹ sollen die Piratin und alle, die mit ihr zu tun haben, vernichten.

Der historische Kontext und die Konstellation der Gegner geben Moore reichlich Gelegenheit, sein bekanntes Spiel mit popkulturellen Zitaten zu entfachen. Der Jules-Verne-inspirierten Nemo-Seite wird diesmal ein gemischtes Personal aus dem filmischen Universum des deutschen Expressionismus gegenüber gestellt. Abgesehen von Dr. Caligari und Dr. Mabuse bedient sich Moore vor allem der Figuren (und der Ausstattung) von Fritz Langs »Metropolis«. Für die unterstellte Geistesverwandtschaft zwischen filmischem Expressionismus und Nationalsozialismus greift Moore offensichtlich auf die mittlerweile etwas angestaubte Kracauer-These zurück (»Von Caligari zu Hitler«). Aber auch Chaplins »Der große Diktator« wird herbeizitiert. Außerdem gibt es noch eine etwas magere Nebenhandlung um die afrikanische Königin Ayesha, die Hynkel als Verbündete gewinnen will.

Das alles ist nett arrangiert und mit viel Liebe zum Details erzählt. Auch Kevin O’Neills Zeichnungen haben die gewohnte Qualität. Doch wie schon beim letzten Band stellt sich beim Leser auch diesmal das Gefühl ein, Moore habe nichts wirklich Originelles zu erzählen. Er bedient perfekt die Erwartungen von Fans, die ihm ohnehin aus der Hand fressen.
Aber was macht eigentlich jener Alan Moore, der früher Geschichten konstruiert hat, die nicht nur im Comic-Universum ordentlich Staub aufgewirbelt haben? Den hätte ich gerne zurück.
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