Fashion Sale Hier klicken Neuerscheinungen Strandspielzeug Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
8
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
8
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 15. April 2013
Es war ein Versehen, daß ich die englische Originalversion bestellt habe. Aber ich habe es nicht bedauert. Nicht nur habe ich gegenüber der deutschen Version eine Menge Geld gespart. Darüber hinaus habe ich meine einrostenden Englischkenntnisse reaktivieren können. Und ich habe ungefiltert das Bild vermittelt bekommen, das sich ein wohl evangelikaler, junger Amerikaner von Dietrich Bonhoeffer gemacht hat. Über Eric Metaxas verrät das Buch, daß er ein sehr erfolgreicher Schrifsteller ist und an der renommierten Yale University studiert hat, aber leider nicht, was - das ist schon kurios! Er scheint recht gute Deutschkenntnisse zu besitzen, weil er die Quellen offenbar auf deutsch gelesen und Zitate selbst ins Englische übersetzt hat. Wenn er allerdings deutsche Wörter zitiert, dann oft mit erheblichen Fehlern.

Seine Darstellung der deutschen Geschichte und wie sie zum Nationalsozialismus geführt hat, erscheint mir an manchen Stellen doch arg holzschnittartig und undifferenziert zu sein. Mir scheint, daß er den Einfluß Luthers auf das Denken der Deutschen stark überschätzt. Sehr wertvoll finde ich dagegen seine historischen Erklärungen darüber, wie es zu dessen teilweise extrem antisemitischen Äußerungen kommen konnte, die später von den Nazis mißbraucht wurden.

Dietrich Bonhoeffer begegnet uns in diesem Buch als ein äußerst intelligenter und auch sonst vielseitig begabter Mann. Als jemand, der sein Leben rückhaltlos Jesus Christus zur Verfügung gestellt hat. Als jemand, der radikal und absolut konsequent das in die Praxis umgesetzt hat, was Er - zu Recht - unter "Nachfolge Jesu" verstanden hat. Und als jemand, der weitsichtig genug war, um von Anfang an zu erkennen, daß sich der Nationalsozialismus damit in keinster Weise vereinbaren ließ. Deshalb hat er schon sehr früh diese antichristliche Verführung als solche aufgedeckt und bekämpft, was ihn schließlich das Leben gekostet hat. Und das war kein Versehen oder Scheitern - er ist diesen Weg ganz bewußt gegangen. 1939 ermöglichten ihm Freunde die Flucht in die USA, wo er hätte Karriere machen können. Aber er hielt es dort nur vier Wochen aus - dann war er wieder bei seinen geistlichen Brüdern und Schwestern der Bekennenden Kirche.

Als Theologiestudent habe ich mir leider nicht die Zeit genommen, mich näher mit diesem großen Mann Gottes zu befassen. Ich begegnete ihm nur indirekt in Heinz Zahrnts Buch "Die Sache mit Gott". Als ich dort durch dessen Brille von Bonhoeffers "religionsloses Christentum" erfuhr, verband ich dies sofort mit dem, was zeitgenössische Theologen daraus gemacht haben: daß man politische, unbiblische Vorstellungen in biblische Begriffe hineininterpretiert und sie damit mißbraucht. Damit war Bonhoeffer für mich als "liberal" abgestempelt. Das war er aber nicht. Er hätte sich jedoch auch nicht als "evangelikal" eingeordnet, weil er auch an den Pietisten seiner Zeit berechtigte Kritik übte.

Ich kann unmöglich in diesem Rahmen seine Theologie insgesamt würdigen. Ich will nur ein Beispiel herausgreifen: Er sah die "Bekennende Kirche", die er immer wieder als zu inkonsequent und zu wenig mutig kritisierte, nicht als Abspaltung von der "wahren" Evangelischen Kirche in Deutschland, sondern umgekehrt. Die "Deutschen Christen" waren es, die den Boden des Evangeliums verlassen hatten und deshalb die Kirche spalteten. Das ist natürlich absolut richtig. Im Hinblick darauf hat er dann ja auch in einer Vorlesung in Finkenwalde den umstrittenen Satz gesagt, den Metaxas auf Englisch so zitiert:

Whoever knowingly separates himself from the Confessing Church in Germany separates himself from salvation (Wer auch immer sich wissend von der Bekennenden Kirche in Deutschland trennt, trennt sich vom Heil).

Leider macht Metaxas keinerlei Angaben über den Zusammenhang dieses Zitats, sondern versucht, seine Bedeutung zu verharmlosen. Das ist eine Schwäche dieses Buches! Später erfahren wir jedoch, daß Bonhoeffer um der Klarheit willen des öfteren bewußt überspitzt und übertrieben formuliert hat - ich vermute, daß das auch hier der Fall war. Dennoch bleibt diese Ausdrucksweise fragwürdig.

Aus evangelikaler, nichtlutherischer Sicht noch viel befremdlicher ist, daß das Wort "Bekehrung" anscheinend nicht zu Bonhoeffers aktivem Wortschatz gehört hat. Der Verfasser versucht zwar, ein bestimmtes Ereignis als dessen Bekehrung zu identifizieren, aber ich halte das ebenfalls für fragwürdig. Damit will ich jedoch ganz und gar nicht behaupten, daß Bonhoeffer kein wiedergeborener Christ war - ganz im Gegenteil! Das hängt sicherlich mit seiner lutherischen Prägung zusammen: Er hat wahrscheinlich an die "Taufwiedergeburt" geglaubt. Deshalb war für ihn offenbar jeder Getaufte, der seinen Glauben ernstnahm, ein Kind Gottes, ein wiedergeborener Christ. Dennoch kann ich mir vorstellen, daß durch Seine lebendige, ansonsten klare Evangeliumsverkündigung so Mancher zu einer persönlichen Beziehung zum Herrn Jesus Christus gefunden hat. Metaxas zitiert eine Frau, die ihn in den Dreißigerjahren regelmäßig predigen gehört hat, mit den Worten:

When you saw him preaching ... you saw a young man who was entirely in God's grip (Wenn man ihn predigen sah, sah man einen völlig von Gott ergriffenen jungen Mann).

Muß ich wirklich noch sagen, daß ich dieses Buch wärmstens empfehlen kann? Mich hat lange keine Lektüre mehr so bewegt wie diese!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Mai 2012
Wer nicht besonders Englisch kann, der wird so seine Schwierigkeiten haben. Mich hat das exzellent geschriebene Buch gefesselt! Das Buch regt sehr zum Nachdenken an. Besonders erfreulich ist, dass der Autor am Ende der "story" seine kritischen Fragen an den Leser stellt, etwas was wir in Deutschland gar nicht gewohnt sind. Hier wird BonBonhoeffer: Pastor, Martyr, Prophet, Spy: Pastor, Martyr, Prophet, Spy: A Righteous Gentile vs. the Third Reichhoeffers Leben und Wirken so packend dargestellt, dass man sich in seine Zeit versetzt fühlt und mitleidet. Da wird einem auch das "Dritte Reich" so richtig bewusst. Es ist dramatisch, dass so ein großer Mensch umgebracht wurde. Er hatte der Welt so viel zu sagen. Nach Luther ein wirklicher Protestant!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. August 2016
Es beschreibt den Kampf von Bonhoeffer mit den Umständen der damaligen Zeit und wie er in diesem Kampf seinem Glauben, Gott und jedem Mitmenschen den er trifft treu bleibt.
Er gibt auch keineswegs einen Freifahrtschein, dass ein Christ ab einem bestimmten Punkt gewaltätig gegen ein System vorgehen darf.
Das mag auf der einen Seite etwas enttäuschen, aber es zeigt seine zu tiefst christliche Ausrichtung, die eben immer versucht in Liebe und nicht in Gewalt zu lösen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Januar 2014
lernen Bonhoeffer ganz neu kennen. B. ist schwer einzuordnen. Er passt in keine Schublade. Vor allem ist er, wie meistens heute gern dargestellt, alles andere als ein liberaler Theologe gewesen. Und das ist nicht nur eine Einschätzung des Autors, sondern das geht aus seinen Briefen und Zitaten eindeutig hervor. Das Buch ist sehr ausführlich, beschreibt Zeit und Umstände, fügt immer wieder Briefe ein, vor allem an Familienmitglieder wie z. B. seine Zwillingsschwester. Es ist spannend, nicht langweilig, sprachlich etwas anspruchsvoll.
Alles in allem sehr gut, kann ich wärmstens empfehlen. Und Metaxas hat ausführlich recherchiert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. August 2012
Ein hervorragend recherchiertes Werk, spannend und flüssig zu lesen. Es wirkt vor allem deshalb fast romanhaft, weil es so unwirklich erscheint, dass solch ein unglaublicher Handstreich - so rasant schnell, so brutal, so unerbittlich - im Land der Dichter und Denker und in ähnlich entwickelter Gesellschaft wie heute möglich war, ohne dass er rechtzeitig ausgebremst werden konnte. Könnte es uns heute auch nochmal so passieren?!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. August 2014
A fascinating account of Bonhoeffer's life, the times in which he lived and the protestant church during Hitler's reign of terror. One cannot help but see historical parallels to today's Western world and the power that our governments are amassing. It is striking.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Februar 2012
ein wahrhaft geniales Buch, das die Vergangenheit aufleuchten lässt und jedem Zeitgenosse alles bietet
mehr als lesenswert und preiswert dazu
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. April 2012
Gute Biographien von Dietrich Bonhoeffer gibt es schon lange, z.B. von Eberhard Bethge und Ferdinand Schlingensiepen. Ein flüssig geschriebene Biographie eines - in USA - bekannten Starschriftstellers findet auch in Deutschland Leser, auch in Kreisen, denen Bonhoeffer vorher aus diversen Gründen suspekt war. Die gelebte politische Ethik Bonhoeffers ist in den USA etwas Neues. In Deutschland aber auch noch längst nicht allgemein akzeptiert. Vielleicht hilft jetzt ein Amerikaner dazu.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

29,95 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken