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am 11. September 2013
Die Journalistin Nan Silver und John Gottmann, profilierter Paarforscher und -therapeut, fassen hier gut lesbar zusammen, was die Liebe lange leben lässt: Sie bieten hilfreiche Anleitungen (z. B. für innige Gespräche und dazu, wie alte Verletzungen heilen können) und Checklisten (z. B. zum Status Quo der Beziehung). Diese Praxistipps untermauern sie mit zahlreichen Forschungsergebnissen aus Gottmans 'Love Lab', in dem die Glücks- und Unglücksstrategien tausender Paare untersucht wurden.

Gottman und Silver beschreiben sehr anschaulich, was Paaren nutzt und: Was der Liebe schadet. Dabei fokussieren sie die zentrale Bedeutung von wechselseitigem Vertrauen. Unter dem Stichwort 'Betrug' fassen sie zusammen, was Vertrauen und Liebe zerstört. So beschreiben sie, woran Menschen erkennen können, wenn sie gerade in eine Affaire schlittern (z. B. an negativen Vergleiche und Verschweigen). 'Betrug' am Partner sind nach Gottman und Silver aber auch: bedingtes Commitment, nicht-sexuelle Affairen, Lügen, Koalitionsbildungen, Abwesenheit und Kälte, sexuelles Desinteresse, Respektlosigkeit, unfaires Verhalten, Egoismus und Versprechen zu brechen.

Eine Stärke des Autorenteams bilden die ebenso einfachen wie einpräsamen Bilder, in denen sie die Königswege zu langem Liebesglück komprimieren; so z.B. die 'three boxes', in die sich alle Interaktionen eines Paares einordnen lassen: 'nice, nasty, neutral' (nett, gemein, neutral). Die Überraschung dabei: Neutrale Aktionen tun der Liebe viel besser als zunächst vermutet.

Neben Interviews, Tests und Beobachtungen erkundet Gottman die Liebe auch spieltheoretisch. Mit Letzterer ergründet er nicht nur, warum es sich lohnt, auf die Bedürfnisse des/der Liebsten einzugehen, sondern auch die Frage, warum manche Paare keinen Sex mehr haben. Das Ergebnis: Je erlaubter es in einer Beziehung ist, keine Lust zu haben, um so bessere Chancen hat die Lust. – 'Wollen müssen' funktioniert eben nicht.

Alles in Allem: Ein lesenswertes Buch für Paare und PaartherapeutInnen mit vielem für die 'nice box', aber auch etwas aus der 'nasty box': Die Forschungsergebnisse muten manchmal arg moralisch untermauert an. Und: Die teils dramatisch bis diskreditierend daherkommenden Warnungen vor unwissenschaftlich-inkompetenter Konkurrenz wirken weder wissenschaftlich noch souverän, sondern erinnern eher an Platzhirsch-Gehabe und -Geschäftsstrategien. Kein Wunder: Offenbar ist Gottman nicht nur als Therapeut und Forscher, sondern auch als Unternehmer recht erfolgreich. ;-)
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am 16. Oktober 2014
Há alguns aspectos novos neste livro, mas 80% das ideias já foram desenvolvidas em livros anteriores. Alguns elementos novos sao interessantes, como a parte dos "negative comps"...recomendo!
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