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The Program
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:11,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 28. Juni 2017
Eigentlich bin ich kein großer Dystopie-Fan. Das heißt, ich habe schon mehrere gelesen, aber es gab bisher nur eine, die mich wirklich begeistern konnte: "The Program". Im Mittelpunkt der Dilogie steht eine Epidemie, die sich immer weiter unter den Jugendlichen auf der ganzen Welt verbreitet - Depressionen und in Folge dessen eine alarmierende Anzahl an Selbstmorden. Immer mehr junge Erwachsene wählen diesen letzten Ausweg. Als traditionelle Therapien nicht mehr anschlagen und die Massen an Patienten einfach nicht mehr zu bewältigen sind, lässt die Regierung eine neue Art der Behandlung entwickeln: das Programm.

Sobald ein Jugendlicher Anzeichen einer Depression zeigt, wird er abgeholt und in eine der Institutionen der Organisation gebracht. Was genau hinter den Mauern der Krankenhäuser passiert, weiß niemand, doch wenn die Patienten sie wieder verlassen, sind jegliche negativen Gefühle in ihnen verschwunden. Allerdings nicht nur das, denn die Ärzte nehmen ihnen nicht nur ihre Gefühle, sondern auch ihre Erinnerungen - am Ende der Behandlung sind die Jugendlichen nicht mehr als leere Gefäße.

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I still try to search my mind for the story of the ring, but I know it's gone. I've lost a piece of James and it's so devastating that I have to stare at my reflection for nearly a minute before I can pull myself together.
- Suzanne Young - The Program, Seite 164
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Für die 17-jährige Sloane, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, gibt es keine schlimmere Vorstellung, als genau das zu erleben. Nachdem ihr Bruder Selbstmord begangen hat, gilt sie jedoch als besonders gefährdet und wird daher genauestens beobachtet. Von ihren Eltern, von ihren Mitschülern, von ihren Lehrern. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als Tag für Tag eine Maske aufzusetzen und ihre wahren Gefühle und Gedanken für sich zu behalten. In der derzeitigen Situation reicht schon ein minimales Anzeichen von Schwäche, um von anderen gemeldet zu werden, jeder kämpft mittlerweile für sich selber.

Die einzige Person, der Sloane bedingungslos vertraut, ist ihr Freund James. Nur in seiner Gegenwart erlaubt sie sich, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ein weiterer Vertrauter ist Miller, dessen Freundin Lacey - Solanes beste Freundin - vor Kurzem ins "program" geschickt wurde. Seitdem geht es ihm immer schlechter und so dauert es nicht lange, bis auch er infiziert wird. Bevor ihn die Agenten jedoch in die Hände kriegen, bringt er sich mit einer weit verbreiteten Droge namens QuikDeath um. Nach diesem Verlust fällt es James immer schwerer, sich zusammenzureißen. Selbst Sloane schafft es nicht, ihn auf andere Gedanken zu bringen, sie kann nur tatenlos zusehen, wie ihr Freund von Agenten abgeholt wird. Und damit fängt ihr eigener Kampf gegen die Depression an - den sie verliert.

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And when the rises again, I look over at him hopefully. He's on his back, staring into nothing, and I know that he's lost. And so am I.
- Suzanne Young - The Program, Seite 90
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Was mich am meisten an dieses Buch gefesselt hat, ist die Intensität, die es ausstrahlt. Es hat mich einfach von Seite Eins an vollkommen eingenommen. Die Stimmung ist durch das Thema natürlich sehr düster, aber irgendwie auch greifbar - die Verzweiflung von Sloane und James, die allgegenwärtige Angst, im "program" zu landen; das alles hat Suzanne Young dermaßen gut be- bzw. geschrieben, dass es sich in einem festsetzt. Ich glaube, dass das für Menschen, die selber mit Depressionen zu kämpfen haben und/oder sehr empathisch sind, ein echtes Problem darstellen könnte, ihr solltet euch also gut überlegen, ob ich das Buch lesen möchtet.

Für mich persönlich hat aber genau _das_> "The Program" zu einer Geschichte gemacht, die ich nicht weg legen konnte. Ich war vollkommen vertieft in der Welt der Jugendlichen. Es ist ein wenig schwer zu beschreiben, was das Buch mit mir gemacht hat... aber selten hat mich etwas so mitgerissen und berührt.
Dabei ist der Plot gar nicht groß actionlastig oder spannend im nervenzerreißenden Sinne. Im ersten Teil des Buches geht diese Anziehungskraft vorrangig von den Charakteren aus. Vor allem die Liebe zwischen Sloane und James hat es mir angetan. Ich bin ja kein großer Fan von Liebesgeschichten, aber diese hier ist so anders, dass ich an keiner Stelle als nervig oder überflüssig empfand. Viel mehr hat mich die Verzweiflung, mit der die beiden Jugendlichen sich aneinander klammern, ergriffen und gefesselt. Im Grunde wollen sie nur eins: überleben. Sie kämpfen gegen ihre eigenen Dämonen, genauso wie gegen die des anderen und müssen zudem tagtäglich aufpassen, ja die richtigen Dinge zu sagen, um nicht weg geschickt zu werden.

Im zweiten Teil erfährt man dann etwas mehr über das "program", denn es kommt, wie es kommen muss: Sloane wird eingewiesen. Es stellt sich jedoch heraus, dass sie kein einfacher Patient sein wird. Sie wehrt sich von Anfang an mit Händen und Füßen gegen die Behandlung, sie kämpft, sie schreit - leider jedoch erfolglos. Also begleitet der Leser sie dabei, wie sie sich langsam aber sicher in eine dieser leeren Hüllen verwandelt, die sie mehr verabscheut als alles andere. Nur dass sie sich eben nicht mehr daran erinnert, dass sie niemals so werden wollte.

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It's the question we often ask ourselves: Would we commit suicide without The Program, or does it help drive us there?
- Suzanne Young - The Program, Seite 68
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Doch mit der Einlieferung und Behandlung im "program" ist Sloanes Geschichte natürlich noch nicht zu Ende. Allerdings kann ich an dieser Stelle nichts dazu sagen, ohne euch zu spoilern. Nur so viel kann ich euch verraten: Sloane schließt der Therapie erfolgreich ab und wird zurück in die Obhut ihrer Eltern gegeben. Sie versuchen, dem Mädchen ein normales neues Leben zu ermöglichen, aber irgendetwas nagt an ihr...

--- Fazit ---
Mit "The Program" hat Suzanne Young einen tollen Auftakt einer tollen Dilogie geschrieben, der mich von vorne bis hinten fesseln konnte. Das Buch behandelt ein trauriges Thema auf sehr intensive Weise und besticht dabei vor allem durch die Atmosphäre und gut gezeichnete Charaktere. Für Fans von Dystopien definitiv eine Empfehlung!
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am 11. November 2015
In "The Program" by Suzanne Young, suicides has become an epidemic among teenagers. To fight this, the government has established The Program, ... but it also has a side effect: it leaves participants stripped of their memories, life-less shells that lack all sense of personality

...I don't get it?

I love the idea, but I think this novel severely lacks in execution. If you have such an interesting premise, the world building and characters are the most important thing to make it work. I didn't really understand why and how suicide can become an epidemic, the teenagers get depressed and then they just commit suicide as a consequence? I'm not a fan of this concept.

The protagonist Sloane mentions several times that she doesn't want to die, yet knows that she'll eventually will kill herself. That premise is just confusing to me and I didn't really get it. Suicide isn't treated as a mental illness, but more like getting bit by zombie and subsequently turning into a mindless shell. The depressed are even called "infected". With topics like these, you have to be extra sensitive and try not to make it patronizing.

Young is simply unable to get me really invested in the story. A huge part of that are the already established relationships. James and Sloane's relationship didn't really interest me until halfway into the novel. I only started really getting invested in the story with the introduction of Dr. Warren, Sloane's therapist in The Program, who points out how her and James aren't really in love, only co-dependent on each other. Basically the whole novel explores Sloane and James' relationship: Flashbacks, filler scenes, reflection monologues etc. If you don't like him from the get-go, you'll skim a lot of this.

Weak MC and a Lot of Co-Dependency

Sloane and James have zero chemistry. I have hardly ever read a book with so little chemistry between the main characters. Neither of them really has a personality at all and they seem very exchangeable and boring. You don't really get to know either of them until half of the book is already through and by then I couldn't really sympathize with either of them. I like that Young decides to base their need for survival on their love for each other, and therefore the established relationship is necessary, but ... eh.
The love triangle is done very lazily and I'm not a fan of characters that constantly need to be protected. Sloane is always at the mercy of some guy. Either it's James, or the creepy, rape-y employee of The Program, or the other love interest Realm. The novel has a strong premise, interesting beginning, but loses itself completely trying to make Sloane's and James' love story epic. It's not epic. It's annoying, actually.

Rating:
★★☆☆☆

Overall: Do I Recommend?

I had too high expectations. The premise is wonderful, but the novel just couldn't keep my interest for very long. It's just too long.
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am 29. Oktober 2013
Um der grassierenden Selbstmordepidemie unter Jugendlichen Einhalt zu gebieten, wurde das sogenannte Programm entwickelt. Für viele Eltern ist es ein Segen, für die meisten Jugendlichen ein Fluch, denn die Heilung wird erzielt indem man ihnen ihre Erinnerungen nimmt.

Es ist also kein Wunder, dass Sloane und James, der Junge, den sie liebt, mit aller Macht versuchen diesem Schicksal zu entkommen. Sie wollen weder sich selbst verlieren noch die Tatsache vergessen, dass sie einander lieben. Nach dem Programm würden sie nicht einmal mehr wissen, dass sie sich kennen. Doch mit jedem schmerzlichen Verlust wird es schwieriger die Fassade aufrecht zu erhalten und schon bald wird das Programm trotz all ihrer Bemühungen auf sie aufmerksam ...

The Program ist ein sehr beeindruckender Roman, der nicht nur mit interessanten Ansätzen und Ideen, sondern ebenso mit einer äußerst gelungenen Umsetzung überzeugen kann. Suzanne Young sichert sich mit ihrer düsteren Zukunftsversion zunächst die Aufmerksamkeit des Lesers und zieht ihn dann geschickt mehr und mehr in ihren Bann, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

Der Schreibstil der Autorin wirkt anfangs ein wenig befremdlich, weil sie statt und/oder häufig einfach nur Kommata verwendet. Sobald man sich daran gewöhnt hat, fällt es einem jedoch kaum noch auf.

Der Kern der Geschichte - eine Selbstmordepidemie unter Jugendlichen - ist eine unbeschreiblich aufwühlende Thematik, die einen nachhaltig beschäftigt und selbst nach dem Lesen noch eine Weile verfolgen wird. Wie es, wahrscheinlich, letztendlich dazu kam, wird nur kurz am Rande erwähnt, aber das ist nicht schlimm, denn viel wesentlicher sind die Konsequenzen, die die Gesellschaft, oder zumindest große Teile davon, daraus gezogen hat.

Obwohl man sich als Leser vor allem mit den selbst betroffenen Protagonisten identifizieren kann, ist man durchaus in der Lage sich in beide Fronten" hineinzuversetzen, wodurch man sowohl die Sicht der Eltern als auch die der Jugendlichen sehr gut nachvollziehen kann.

Es ist mehr als verständlich, dass die Erwachsenen zunehmend besorgter um ihre Kinder sind und große Angst davor haben sie durch einen solchen Selbstmord, der inzwischen als ansteckende soziale Krankheit gilt, zu verlieren. Es ist wider die Natur, dass Eltern ihre Kinder zu Grabe tragen, weshalb sie alles tun wollen um ihre Kinder zu schützen. Dabei entgeht den meisten von ihnen jedoch völlig, unter welchen Druck sie ihre Abkömmlinge dadurch setzen und in welchen Teufelskreis das unweigerlich führt. Da die Schüler nicht nur von den Mitarbeitern des Programms, sondern sogar von den eigenen Eltern, geradezu bespitzelt werden und somit unter permanenter Beobachtung stehen, dürfen sie keinerlei Emotionen mehr zeigen. Wer weint, gilt als depressiv und wird sofort ins Programm gesteckt, sodass sie nicht einmal trauern können, wenn sie einen Freund oder gar ein Familienmitglied verlieren. Sie müssen aufpassen, was sie tun, was sie sagen, wie sie wahrgenommen werden. Dieser Druck ist kaum auszuhalten und für den Leser förmlich greifbar.

Die Angst davor vom Programm, das eigentlich geschaffen wurde um die Selbstmorde zu verhindern, mitgenommen zu werden ist es daher, die bei vielen überhaupt erst zu Suizidgedanken führt. Denn die Therapie des Programms besteht darin, den Jugendlichen sämtliche infizierte" Erinnerungen zu nehmen, was alle Erinnerungen an Personen einschließt, die sich das Leben genommen haben oder ebenfalls als gefährdet gelten. Diese Vorstellung ist für viele schlimmer als der Tod, was man durchaus verstehen kann. Wer sind wir schon ohne unsere Vergangenheit?
Die sogenannten Rückkehrer wissen so gut wie nichts mehr über sich oder ihre Vergangenheit, sie sind innerlich leer und werden von all ihren bisherigen Bekanntschaften isoliert. Die einzigen Personen, die man nicht aus ihrem Gedächtnis - und ihrem Leben - streicht, sind ihre Eltern, doch fast alles andere wird ihnen genommen oder vollkommen verdreht. Natürlich alles unter dem Vorwand der Heilung" und immerhin kann das Programm eine hundertprozentige Erfolgsrate vorweisen. Nur zu welchem Preis?

Obgleich man beide Seiten der Medaille kennt, ergreift man schon bald Partei für die Jugendlichen, denn so ehrbar das Ziel des Programms ist, so verwerflich sind ihre Methoden. Alles was sie interessiert, ist dass die Jugendlichen überleben, was das für ein Leben ist, ist ihnen jedoch gleichgültig und dieser Auffassung scheint leider auch Sloanes Mutter zu sein. Im Gegensatz zu Sloanes Vater ist es ihr scheinbar egal, ob die Gefühle ihrer Tochter verletzt werden, ob sie unglücklich oder gebrochen ist, solange sie nur am Leben bleibt. Dass sie ihr dadurch vermutlich alles nimmt, was das Leben überhaupt erst lebenswert macht, ignoriert sie einfach. Das ist unverzeihlich und man kann sie dafür einfach nur hassen.

Da die Geschichte aus Sloanes Perspektiver erzählt wird und diese dem Programm Dank ihrer verabscheuungswürdigen Mutter nicht entkommen kann, erfährt man aus erster Hand, was mit den angeblich kranken Jugendlichen dort geschieht und wie verloren sie sich nach der Entlassung fühlen. Es zerreißt einem fast das Herz zusehen zu müssen, wie sehr Sloane leidet als man ihr immer mehr Stücke ihrer selbst entreißt und sie beginnt sich selbst zu verlieren; wie sehr sie sich an ihre Erinnerungen klammert und sie dennoch nicht halten kann. Doch zum Glück ist Sloane eine starke, mutige Frau und wehrt sich gegen das Programm so gut sie kann. Sie kann vielleicht nicht verhindern, dass sie sich auf Grund der fehlenden Erinnerungen ziemlich stark verändert, sie wird allerdings auch nicht zu einem völlig anderen Menschen. Sie weiß, dass sie dem Programm nicht trauen darf und einen Weg finden muss, sich aus ihren Klauen zu befreien, wenn sie jemals zu sich selbst zurückfinden will.

Als Leser möchte man natürlich, dass sie außerdem zu James zurückfindet, denn im Unterschied zu den Beiden kann man sich gut an ihre tiefen, langjährigen Gefühle füreinander erinnern, wie intensiv sie versucht haben auf einander aufzupassen, und hofft, dass das Schicksal sie erneut zusammen führt. James ist einem nämlich genauso sympathisch wie Sloane, er ist ihre erste große Liebe und sie kennen einander in und auswendig. Nur dem jeweils anderen gegenüber können sie sich vollkommen öffnen, weil sie dasselbe durchlitten haben und verstehen, was der andere fühlt.
Etwas schade ist lediglich, dass die Autorin einerseits sehr offen mit dem Thema Sexualität umgeht und die Intimität ihrer Beziehung nicht verschweigt, sich aber andererseits nicht über das Vorspiel hinauswagt, also den eigentlichen Akt immer unter den Tisch fallen lässt, und erst unmittelbar danach wieder ansetzt.

Im Programm selbst lernt Sloane noch eine weitere Figur kennen, für die sie viel empfindet. Er liebt Sloane, ihr Herz hat diese Gefühle jedoch nie erwidert, sodass keine lästige Dreiecksgeschichte daraus wird. Obwohl er nicht ganz vertrauenswürdig ist und einem seine Vorstellung davon, wie er Sloane am besten schützen kann, nicht gefällt, ist man dankbar für diese Freundschaft, da er ihr in der Not eine große Stütze war und sie auch danach nicht im Stich gelassen hat.

Weil man, einmal abgesehen von den unvermeidlichen Schritten, nie weiß, was als nächstes kommt, während die Handlung sich spürbar weiter zuspitzt, bleibt die Geschichte durchgängig spannend, wobei sie zum Ende hin noch mehr zunimmt. Suzanne Young gelingt es sogar einen mit Enthüllungen zu bestürzen, die auf Grund ihrer Gedächtnislücken eigentlich nur für Sloane neu sind.

The Program ist der Auftakt zu einer Dilogie, trotzdem verzichtet die Autorin glücklicherweise auf einen Cliffhanger, sodass man nach den vielen schlimmen Erlebnissen wenigstens einen Moment aufatmen kann. Es ist jedoch klar, dass diese kurze Verschnaufpause nicht lange anhalten wird und da man unbedingt erfahren möchte, wie es mit Sloane und James weiter geht, wird man sich die Fortsetzung keinesfalls entgehen lassen.

*FAZIT*
The Program ist ein großartiges Buch, das einen emotional tief berührt und zum Nachdenken anregt, darüber, was das Leben lebenswert macht und wer man selbst eigentlich ist, was einen ausmacht. All das verpackt Suzanne Young in eine fesselnde Geschichte mit sympathischen Figuren, deren Schicksal einen alles andere als kalt lässt.

Der Kampf gegen das Programm hat begonnen und man kann es kaum erwarten zu erfahren, wer am Ende als Sieger daraus hervor geht!
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am 12. August 2013
“…some things are better left in the past. And true things are destined to repeat themselves.”

3/5 Sterne

Cover: Mir gefällt das Cover nicht. Da ich das Buch auf Pulse:it gelesen habe, musste ich es also auch nicht allzu oft ansehen. Ich weiß nicht was genau mir nicht gefällt, ich finde es im Allgemeinen einfach nicht passend und auch irgendwie durchschaubar. Ich dachte vielleicht würde es mir am Ende des Buches gefallen, weil sich dann etwas daraus ergibt, aber nein nicht wirklich.

Plot: In dem Buch “The Program” geht es um die 16-jährige Sloane, sie lebt in einer Welt in der Suizid und Depression als Epidemie über die Jugendlichen ausgebrochen ist und die Regierung wirkt dem mit einer Organisation namens “The Program” entgegen. Jeden Morgen müssen alle Schüler einen Fragebogen ausfüllen, indem sie gefragt werden ob es ihnen schlecht geht und ob je jemand in ihrer näheren Umgebung Suizid begangen hat. Sloane muss die letzte Frage immer mit Ja beantworten, da sich vor einiger Zeit ihr großer Bruder umgebracht hat. Dieser hat sie und einen guten Freund, James, welcher auch Sloanes Boyfriend ist, mit zu einem See genommen, sich verabschiedet und dann ertränkt. Sobald man diese Fragen irgendwie verdächtig beantwortet oder sich verdächtig verhält, kann man geflagt werden und wird vom Program abgeholt. Sloane und James gehörten zu einer Clique, eine ihrer Freundinnen wurde vor einiger Zeit ins Program geholt und kommt zu Beginn des Buches wieder. Lacey, die besagte Freundin, war mit ihrem Freund Miller zusammen, welcher unbedingt wissen will, ob sie ihn wirklich vergessen hat, da sie einem im Program jegliche Erinnerungen nehmen, die einen infiziert haben könnte. Da sie ihn nicht wieder erkennt, bricht er zusammen und bringt sich im Endeffekt um. Woraufhin auch James, der sonst immer sehr stark ist und Sloane beschützt zusammenbricht. Sie versucht die Fassade aufrecht zu erhalten, sie darf sich niemanden anvertrauen, jegliches Anzeichen von Trauer wird als Infektion gewertet. So kommt es wie es kommen muss und James wird geflagt und ins Program aufgenommen. Sloane übersteht die Zeit wo James weg ist mehr schlecht als recht, aber schafft es irgendwie sich zusammen zu halten und nicht zu zerbrechen. Nach einiger Zeit wird James zurück in die Gesellschaft eingeführt und Sloane trifft ihn, in einer Umgebung wo sie zwar beobachtet werden, aber es ihnen nicht verboten ist zu kommunizieren. Sloane macht auf sich aufmerksam und als sie bemerkt, dass er sie absolut nicht wieder erkennt, bricht sie zusammen. Sie streitet sich mit ihren Eltern, welche daraufhin the Program alamieren und Sloane wird abgeholt. Sie weigert sich zunächst, rennt auf ihr Zimmer und versteckt ein Foto und einen Ring in ihrer Matratze in der Hoffnung, dass diese nicht ausgetauscht wird und sie sich daran erinnern wird. Bevor die “Handler” sie mitnehmen können, sticht sie sich noch mit einer Schere ins Handgelenk. Sie überlebt und sitzt im Program fest. Ihr Verhalten wechselt nun immer wieder zwischen “Ich tue was sie wollen um nach Hause zu kommen” und “Ich liefere ihnen einen Kampf, bevor sie mir alles nehmen was ich noch habe”. Sie lernt Realm kennen und beginnt Freundschaft mit ihm zu schließen, geht jeden Tag zu ihren Therapiestunden und wird irgendwann wieder ausgegliedert. Nun muss sie sich ohne Erinnerungen in ihrer alten Welt zurecht finden, wo jeder mehr über sie weiß als sie selbst.

Eigene Meinung: Ich habe lange gebraucht um mir eine richtige Meinung über dieses Buch zu bilden. Zu Beginn es ist wirklich leicht zu lesen, man kommt gut rein und man liest es wirklich schnell. Es ist dann doch relativ fesselnd. Der Schreibstil ist sehr einfach und man ist manchmal etwas gelangweilt von immer wieder gleichen Sätzen. Wenn man davon absieht, kann man es wirklich gut lesen. Ich lese sehr viele YA-Bücher und was mich gerade bei diesem so sehr stört ist, dass die Hauptfigur einfach nur naiv, dumm und alleine nicht überlebensfähig ist. Nun ist es der Anfang einer Reihe, vielleicht entwickelt sie sich noch, aber in diesem Buch war es einfach schlimm. Sobald James nicht mehr bei ihr ist, fängt sie an zusammen zu brechen, ihr ganzes Leben besteht quasi aus James. Wenn sie ins Program kommt und ihr ihre “infizierten” Erinnerungen genommen werden, drehen diese sich fast ausschließlich um James. Das ist das eine. Das andere ist: sie bekommt immer wieder Pillen und nimmt sie einfach. Will aber einen auf Rebell machen. Selbst wenn sie weiß wofür die Pillen sind, wehrt sie sich kaum dagegen. Klar, sie nimmt die Pillen nicht mehr und bekommt es dann gespritzt. Aber ist ihr auch nur einen Moment lang eingefallen, dass sie zumindest die 2. Pille nur in ihrem Mund verstecken müsste, um sie danach auszuspucken? Nein. Sie vertraut sich sofort dem nächst besten an, der versucht mit ihr befreundet zu sein, auch wenn sie zunächst abwehrend ist, lässt sie sich einfach so schnell einlullen. Sie kann alleine einfach nicht existieren und das ist etwas was mich ganz arg an ihr stört, vor allem da sie am Ende des Buches so etwas wie eine gewisse Macht gereicht bekommt und sie soll nun darüber entscheiden was sie tut? Generell auch die Storyline mit James, ja eine schöne Liebesgeschichte, aber leider nur oberflächlich. Wow wir finden uns wieder nachdem wir unsere Erinnerungen verloren haben, weil unser Herz sich erinnert? Schöne Idee, aber leider nicht so gut umgesetzt.
Eine weiter Kleinigkeit die mir aufgestoßen hat, war folgendes: Sloane lebt in dieser Welt in der sie jegliche Gefühle runterschlucken muss, keine Trauer zeigen darf. Sie sagt es selbst einmal im Buch, dass sie nicht einmal wirklich um ihren Bruder trauern konnte, den sie über alles geliebt hat, aus Angst ihre Eltern würden sie ins Program schicken. In dieser Welt wo du also alle deine Gefühle in dir behalten musst, ist es quasi eine Straftat wenn du von ihnen overwhelmed wirst. Das was bei vielen Leuten wirklich zu Depression führt, ist das was diese Welt predigt: Behalte deine Gefühle für dich, egal ob du damit klar kommst oder nicht. Und wenn du doch zusammenbrichst, keine Sorge: hier haben wir ein paar Pillen für dich, die dir deine Erinnerungen nehmen, dich ruhig stellen und dann geht es dir wieder gut. Natürlich wird es teilweise in unserer Gesellschaft auch so gemacht, Leute die krank sind bekommen Pillen dafür, aber sie helfen ihnen wirklich. Ich meine wie vielen depressiven Leuten geht es gut und sie können ein normales Leben führen, weil sie Antidepressiva nehmen und dieses Buch nimmt dieses Konzept und zieht es, zumindest in gewisser Weise, durch den Dreck. Macht es zu etwas schlechten. Mir ist klar, dass es in dem Buch als etwas Böses gedeutet werden soll, weil einem Erinnerungen genommen werden, aber man kann einfach gewisse Parallelen ziehen. Der Punkt an dem sich die Autorin aufzieht ist der mit den Erinnerungen, wie sehr bin ich noch ich selbst wenn ich meine Erinnerungen verloren habe, wenn ich vergessen habe was mich ausmacht, was auch wirklich sehr interessant ist, aber auch hier um einiges mehr Potential hat.
Ich bin gespannt auf die folgenden Bücher, welche ich auf alle Fälle lesen werden, denn obwohl dieses Buch so einfach geschrieben ist, hat es ein Ende welches einen mehr wissen lassen möchte und das ist das wichtige an diesem Buch. Man erfährt immer mehr und mehr, doch im Endeffekt weiß man doch nicht genug.
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am 31. März 2016
I ended up DNFing this book at 13%. I was just so bored!! I feel like the hype monster has gone to his work and he has ruined yet another book for me.The premise of this book was really good and I was really looking forward to reading it - but it just wasn't my thing.

I know that this book was supposed to be about depression in a way - depression has taken hold of the teenage population and has become an epidemic; but the characters came across as whiny and irritating and I just couldn't take it! I hate why people in real life, let alone them ending up in my books!

There also seems to be very little world building and there isn't really an explanation as to why depression has become an epidemic. It even says in the beginning of the book that no one knows what caused the epidemic in the first place.Although it is supposed to be in the near future (which is entirely possible) there is no set year or even a round about year.

Can I just mention how creepy the program really looks. These depressed teenagers go in with all their memories and not really of their own free volition, but then they come out with no real memory of who they are/were or the people that they knew. They are put into rehab facilities, so to speak, after they come out and are not placed back into society (even though the general population are told that they are). It is relatively creepy, if you think about it!

Having read other reviews of this book, this is very much what I like to call a marmite book. The reader is either going to love it or hate it. There isn't that much in between. This book wasn't really for me, which is a shame because the premise looked really promising. I ended up giving this book 1/5 stars.

I would still recommend this book to other people - just because it isn't my thing doesn't mean to say it won't be yours!
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