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am 3. Mai 2014
Ein OS gehört wohl zu den komplexesten Software Artefakten. Beim Lesen dieses Buches hatte ich aber öfters den Eindruck: Das ist ja enttäuschend einfach. Interessanter Weise betraf das gerade jene Funktionalität wie z.B. Context-Switch, Process-Management oder Message-Passing, die ich mir als besonders kompliziert vorgestellt hatte.
Wobei die Einfachheit keineswegs durch eine oberflächliche Darstellung der Thematik erreicht wurde. Das Buch enthält den vollständigen Kode von Xinu. Es wird daher auf jedes Detail genau eingegangen. Es ist vielmehr die geniale Art und Weise wie Schicht für Schicht ein komplettes OS aufgebaut wird. Der Kode beweist auch noch etwas anderes. Es ist gutes altes C. Die Autoren kommen ohne die heute üblichen syntaktischen Kanonen aus. Es kommen auch keine Patterns der Viererbande und der übrigen Pattern-Industrie vor. Sauberer und klarer Kode ist primär eine inhaltliche Frage. Man muss das Problem das man lösen will verstehen. Man soll auch immer nur das Problem lösen, dass man hat. Und nicht fiktive Probleme die irgendwann einmal auftauchen könnten. Es gibt natürlich auch in diesen Kode allgemeine Muster. Z.B. werden Treiber durchgehend in einen Low- und High-Level Part aufgeteilt. Aber es kommt ohne das ganze Pattern Gewäsch aus. Es geht immer um die Lösung eines konkreten Problems.
Der C-Kode verhindert auch, dass alle möglichen und unmöglichen OS-Konzepte telefonbuchartig vorgetragen werden. "Und das gibt es auch noch, und das auch, for further references see...". Stattdessen sagt Comer, wir haben einen Microcontroller und wir machen das nun aus diesen und jenen Gründen so und nicht anders. Enpassant lernt man eine Reihe von netten und effizienten Kode-Techniken. Z.B. eine äusserst kompakte Listendarstellung, oder Delta-Delay Listen für die Implementierung von sleep(). Die Listen werden iterativ und an keiner einziger Stelle rekursiv durchlaufen. Gerade das ist in letzter Zeit unter dem Schlagwort funktionale Programmierung chic geworden (z.B. in Scala). Aber bei Xinu geht es darum, wie man aus einem relativ leistungsschwachen Microcontroller das Maximum herausholt. Und nicht um die Erfüllung des Wirthschen Gesetzes.

Es haben mir auch schon iBoys mit leuchtenden Augen erzählt, wie super so ein iPad ist. Da gibt es praktisch keine Einschalt bzw. Aufwachzeiten. Nach dem Studium des Buches ist man davon nicht besonders beeindruckt. Das iPad ist ein fix und fertig verlötetes Kastl. Das OS kann man daher statisch vorkonfigurieren. In diesem Fall geht das Hochfahren des OS Ruck-Zuck.

Ich hätte auch Lust Xinu auf dem Rasberry oder dem neuen Arduino-Board zu implementieren. Ein Blick auf die anstehenden Projektaufgaben zeigt aber, dass das eines der vielen Projekte sein wird, die man auf die Pension verschiebt. Wobei ich da gleich auch einen eigenen Prozessor (in FPGAs) mit designen möchte. Das ist ein alter Traum von mir. Durch das Buch habe ich mir zumindest die Illusion erhalten, dass das alles eigentlich gar nicht so schwer ist. Man müsste nur die Zeit dazu haben.
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