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Kundenrezensionen

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am 15. Januar 2016
loved this bookloved this bookloved this bookloved this bookloved this book
... wish amazon wouldn't force us to write a certain amount of words. a five star note speaks for itself.
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=== Herland ===
1915 veröffentlichte Charlotte Perkins Gilman ihren Roman „Herland“ in 12 Fortsetzungen in der Zeitschrift „The Forerunner“, die sie selber schrieb, editierte und herausgab. Eine frühe Indieautorin mit selfpublishing also, wie es heute schon fast normal ist.
In diesem Roman reisen drei männliche Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, mit einem Flugzeug in ein abgelegenes Tal, das seit Jahrhunderten kein Fremder betreten hat. Angeblich leben in diesem Tal nur Frauen, eine Gerücht, das sich bewahrheitet.
Die drei Männer werden gefangengenommen und in der Lebensart von Herland unterrichtet. Nachdem sie ausreichen zivilisiert wurden (zumindest glauben die Frauen das), dürfen die drei um Ehefrauen werben, denn die Frauen von Herland, die sich normalerweise über Parthenogenese vermehren, glauben an genetische Diversität.

Klingt jetzt nicht sonderlich spannend, ist es aber erstaunlicherweise. Dieses Buch ist unglaublich modern und wirkt absolut nicht wie 1915 geschrieben, vielleicht wurde es daher auch erst in den 1970er Jahren zum ersten Mal in Buchform veröffentlicht.
Gilman hat das Genre jetzt nicht gerade neu erfunden, sie verwendet die üblichen Kniffe des Handwerks:
1. Die drei Freunde stehen jeweils für drei vollkommen unterschiedliche Männertypen. So wird die Kultur von Herland aus drei verschiedenen männlichen Blickwinkeln beleuchtet.
Jeff Margrave: Ein übler Chauvinist, der das Tal nur besuchen will, weil er glaubt, dass er da junge Mädchen v***ln kann, wie es ihm beliebt. Er sieht sich schon als Herrscher eine Harems.
Vandyck "Van" Jennings, der Erzähler und Soziologe, ein moderner Mann aus heutiger Sicht.Fast ein Traumtyp, nicht zu männlich nicht zu verweichlicht.
Terry O der Romantiker, der alles Weibliche vergöttert. Typ nerviger Poet.
Die drei Männer stehen auch für die drei Formen der Akkulturierung:
Jeff weigert sich, sich anzupassen. Er ist ein Mann, er will beherrschen, er unterwirft sich nicht, er unterwift.
Vandyck "Van" Jennings nimmt aus seiner Kultur und jener von Herland das, was für ihn richtig erscheint und mischt sie.
Terry O assimiliert sich komplett und „goes native“.
2. Entfremdung:
Die Autorin dreht einfach mal den Spieß um. Statt einer Welt in der die Männer das Sagen haben und Frauen gehorchen müssen, wie es 1915 der akzeptierte Normalfall war, sind die Männer nun mit dem Gegenteil konfrontiert: Die Frauen herrschen, arbeiten, haben das sagen und sie sitzen daheim herum und lesen und wissen nicht, was sie mit sich anfangen sollen.
Die Herren erklären, wie „unsere“ Welt funktioniert, und die Damen sind entsetzt und beschreiben, wie es bei ihnen läuft. Und, wenn man das heute liest, liest sich das sehr modern. Unsere heutige Welt ist Herland schon sehr ähnlich besonders was den Schulischen edukativen Bereich angeht.
3. Sci-Fi Extrapolation:
Parthenogenese war bekannt. Streng genommen gibt es Parthenogenese sogar bei Mäusen, der Embryo stirbt aber bereits nach wenigen Tagen ab aufgrund Epigenetischer imprinting Konflikte.
Diversität durch Punktmutation war auch bekannt. Nicht bekannt war, dass damit nicht diese extreme Diversität erschaffen und erhalten werden kann, wie sie in diesem Buch beschrieben wird. Da die Entdeckung der DNA aber noch bis 1953 auf sich warten lassen sollte und zu diesem Zeitpunkt nicht einmal klar war, wo das Erbgut überhaupt angesiedelt ist, ob es DNA oder Proteine sind, die die Erbinformationen tragen, extrapoliert die Autorin auf der wissenschaftlichen Basis, die ihr zur Verfügung stand.
4. Religionskritik:
Die patriarchalen Religionen bekommen ordentlich ihr Fett weg. Die Frauen analysieren scharfsinnig, dass es in den meisten Religionen nur um Macht geht und dass diese macht über sinnfreie Tabus gesichert wird.
5. Kapitalismuskritik
Mit Herland entwirft die Autorin ein sozialistisches Gegenkonzept zum darwinistischen Kapitalismus. Fortschritt in Herland wird durch Kooperation und das Teilen von Wissen geschaffen, denn nur wenn die Grundbedürfnisse gesichert sind kann Kreativität entstehen und Kooperation ist immer besser als zerstörerische Konkurrenz. Keine Arbeit wird geringer als andere geschätzt, denn jede Tätigkeit ist wichtig. In Herland wählen die Frauen ihre Berufe nach persönlicher Neigung. Die Frauen erkennen scharfsinnig, dass in der Welt der Männer die wichtigen Berufe schlechter entlohnt werden als jene, die man nicht vermissen würde, wenn es sie nicht mehr geben würde, oder würde jemand wirklich Banker, Politiker und Steuerberater vermissen, wenn alle auf einen Schlag tot umfallen würden? (Ihre Familien vielleicht, soweit sie welche haben).

Gilman ist eine gute Autorin. Es geht ihm um Worldbuilding, Sozialkritik und Geschlechtergerechtigkeit. Auf sprachlicher oder linguistischer Ebene hat das Buch eher wenig zu bieten. Die Lesart ist sehr direkt. Die Welt der Männer wird direkt verglichen mit Herland. Probleme wie Armut, Ungerechtigkeit, dass die Reichen immer mehr bekommen und überall Hilfe bekommen währen die Armen nicht wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen, wird sehr direkt als Ungerechtigkeit angesprochen. Dieses Buch ist ein Beispiel einer funktionierenden sozialistischen Gesellschaft deren höchste Maxime es ist, dass es den Kindern gut geht und sie zu wertvollen, selbstständigen Erwachsenen heranwachsen. Alles wird auf das Wohlergehen der Kinder ausgerichtet was automatisch zu einer fairen Gesellschaft führt, denn alle Frauen sind Mütter.

Ein Buch, das nicht durch Handlung oder Action glänzt, obwohl es auch das gibt. Die Männer versuchen zu fliehen und Jeff versucht seine Ehefrau zu vergewaltigen, die ihm eine Lektion erteilt. Hier geht es eher darum zu beschreiben, wie eine ideale Gesellschaft aussehen könnte, wenn man männliches Konkurrenzdenken und den männlichen Herrschaftsanspruch eliminiert. Eine schöne Welt in der Männer nicht wirklich fehlen.

=== The Yellow Wallpaper ===
„The yellow wallpaper“ ist Charlotte Perkins Gilmans bekannteste Kurzgeschichte. In dieser Kurzgeschichte erzählt sie die Geschichte einer jungen Frau, die mit ihrem Ehemann für 3 Monate in einem gemieteten Haus wohnt, während das eigene Haus renoviert wird. Die Protagonistin scheint unter Kindbettdepression zu leiden, sie hat ein kleines Kind, kann sich aber zu absolut nichts aufraffen und das Kind interessiert sie auch nicht sonderlich. Der Ehemann der Protagonistin ist Arzt, er macht sich ernsthafte Sorgen um seine Frau und bezieht daher mit ihr das ehemalige Kinderzimmer des Hauses, das über vergitterte Fenster verfügt. Leider hat dieses Zimmer auch eine seltsame, gelbe Tapete. Die Protagonistin beginnt in dieser Tapete zunächst Muster zu sehen, später eine Frau, die hinter dem Stärkeren Muster gefangen ist. Die Tapete wird zum Spiegel ihrer eigenen psychischen Qualen, die sich in visuellen Halluzinationen äußern.
Die Geschichte trägt starke autobiographische Züge. Nach der Geburt ihres Kindes hat auch der Ehemann der Autorin ihr strikte Ruhe verordnet und ihr das Schreiben und jegliche Aktivität verboten. Möglicherweise verarbeitete sie in dieser Kurzgeschichte einige ihrer eigenen Gefühle und Gedanken.
In einer weiteren Ebene ist die Tapete mit ihrem Muster ein Metapher für die patriarchische Gesellschaft, die Frauen mit ihren verschiedenen Ausprägungen und Mustern in den Hintergrund verbannt, einschränkt und einsperrt.
Die Tapete kann aber auch einfach eine bildliche Darstellung der Depression oder bipolaren Störung der Protagonistin sein und wie sie versucht, durch die Zerstörung der Tapete ihr Problem in den Griff zu bekommen es aber statt dessen komplett freisetzt.
Viele sehen diese Geschichte aber auch einfach als gothic Geistergeschichte, von einem Geist, der in der Tapete gefangen ist und von der Protagonistin Besitz ergreift.
Vielschichtig, vieldeutig, sprachlich voller foreshadowing ist diese Kurzgeschichte zu Recht ein Klassiker und wird als frühes Werk feministischer Literatur angesehen.

Beide Geschichten sind public domain und kann kostenlos beim Gitenbergprojekt heruntergeladen werden. Kostenlose poblic domain Librivoxlesungen gibt es auch.
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am 2. Oktober 2011
Ich habe dieses Buch nach 25 Jahren wieder gelesen und es gefällt mir immer noch sehr.

Angeregt durch das für mich unlesbar schlechte Buch "Die Rückkehr des weiblichen Prinzips" durchsuchte ich meinen Bücherschrank und freute mich riesig, als mir das Büchlein Herland entgegensprang.

Sicherlich ist das Buch auch aus der Zeit, 1915 !!!, zu verstehen. In manchem ist die moderne Psychologie weiter - aber nicht in all zu vielem -. Auch heute gilt Sigmund Freud noch als verbindlich...und seine Hauptwerke stammen genau aus dieser Zeit anfang des vergangenen Jahrhunderts.

Dem Vorwurf der "Rassenselektion" wie bei Adolf Hitler, will ich entschieden widersprechen. Der Vorwurf scheint mir vielmehr eine Folge verletzter Männlichkeit zu sein über ein Buch, das sich mit den Lebensumständen der westlichen und besonders der nordamerikanischen, männlich dominierten Welt kritisch auseinandersetzt.

Ich jedenfalls habe Herland an einem Wochenende mit viel Vergnügen erneut gelesen und möchte das Buch allen an positiven Zukunftsvisionen interessierten Leserinnen und Lesern von Herzen empfehlen.
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am 19. Januar 2007
Mit "Herland" hat Charlotte Perkins Gilman eine Utopie jenseits aller männlichen Vorstellungsgrenzen ihrer Zeit erschaffen, wie sie schöner nicht sein könnte!
Drei junge Amerikaner begeben sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf eine Expedition in ein sagenumwobenes, nur von Frauen bewohntes Land. Sie treffen auf eine Zivilisation, die der ihren gleicht und sich doch in den sozialen Strukturen grundlegend unterscheidet.
Die Frauen in "Herland", wie sie es nennen, haben vor etwa zweitausend Jahren durch eine Naturkatastophe alle männlichen Einwohner verloren und mit ihnen auch jegliche Hoffnung auf ein Fortbestehen ihres Stammes. Von den umliegenden Ländern durch Berge und gefährliches Land abgeschnitten, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf das unvermeindliche Ende zu warten. Doch dann geschieht eines Tages das Unfassbare: eine Frau wird schwanger, ohne sich einem Mann genähert haben zu können!
Durch eine Laune der Natur sind die Frauen nun in der Lage, sich selbst zu "reproduzieren" - auschliesslich weibliche Nachkommen werden geboren.
Ohne männliche Agressoren entwickelt sich eine auf Logik und Kinderliebe basierende Hochkultur, in denen Frieden und weiser Gemeinschaftssinn herrschen.
In diese Zivilisation platzen die drei amerikanischen Junggesellen nun mit all den Normen, Wertvorstellungen und Voruteilen ihrer Zeit gegenüber Frauen.
Es ist nicht leicht für sie, ihre herablassende Kavaliershaltung wirkt komisch, ihr männlicher Überlegenheitswahn schmilzt dahin...
Frauen haben dieses Land über zweitausend Jahre lang bewohnt, bewirtschaftet und bebaut. Und nun kommen drei stolze Gockel daher und reden von "weiblicher Schwäche" und "männlicher Überlegenheit" - durch die hartnäckige Logik und nüchterne Sachlichkeit der Einwohnerinnen anfangs keineswegs beeindruckt...

Einer der schönsten Romane über Frauen, die ich je gelesen habe!
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am 27. Juli 2014
At first it seems counter- intuitive that Charlotte Perkins Gilman would choose a male narrator for “Herland”, a novel about a feminist utopia. In 1915, women’s suffrage was still being fought for in the US. During the time of WWI, demands of the women’s movement were often seen as unpatriotic. This historical context tells us the writer’s audience – for pulp: the general public – were not very receptive to radical feminist ideas.

Our narrator appears trustworthy because he has a scientific approach to everything. He analyses the women and their world as well as his travel companions, one of them a womanizer and the other a romantic. Their attitude towards women, full of typical stereotypes, collides with a female society that is extremely highly developed without having any observable negative sides. Arriving with the conviction of the absolute superiority of a male- dominated society, the narrator admits: “I think you are far nearer right than we are”.

The female utopia is described in minute detail, including a creation myth were the first mother incorporates both Eve, the first woman, as well as the Virgin Mary. The author does not elaborate on the situation of women at the beginning of the 20th century in that much detail, only few facts are shared by the male protagonists who become more and more ashamed to admit them. Talking among themselves, the men expose “masculine nonsense” - statements that would have been rejected and seen as anti-male if stated by a female character.

To make her novel digestible for a mass audience, the author describes a perfect feminist world through the eyes of a male narrator. His role is that of a neutral observer, he is portrayed as an ordinary guy, but highly intelligent, someone many people like to identify with. This ploy is still topical today, 100 years later, when feminist authors can face violent internet backlash after publishing a controversial book.
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TOP 500 REZENSENTam 18. September 2016
1915 veröffentlichte Charlotte Perkins Gilman ihren Roman „Herland“ in 12 Fortsetzungen in der Zeitschrift „The Forerunner“, die sie selber schrieb, editierte und herausgab. Eine frühe Indieautorin mit selfpublishing also, wie es heute schon fast normal ist.
In diesem Roman reisen drei männliche Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, mit einem Flugzeug in ein abgelegenes Tal, das seit Jahrhunderten kein Fremder betreten hat. Angeblich leben in diesem Tal nur Frauen, eine Gerücht, das sich bewahrheitet.
Die drei Männer werden gefangengenommen und in der Lebensart von Herland unterrichtet. Nachdem sie ausreichen zivilisiert wurden (zumindest glauben die Frauen das), dürfen die drei um Ehefrauen werben, denn die Frauen von Herland, die sich normalerweise über Parthenogenese vermehren, glauben an genetische Diversität.

Klingt jetzt nicht sonderlich spannend, ist es aber erstaunlicherweise. Dieses Buch ist unglaublich modern und wirkt absolut nicht wie 1915 geschrieben, vielleicht wurde es daher auch erst in den 1970er Jahren zum ersten Mal in Buchform veröffentlicht.
Gilman hat das Genre jetzt nicht gerade neu erfunden, sie verwendet die üblichen Kniffe des Handwerks:
1. Die drei Freunde stehen jeweils für drei vollkommen unterschiedliche Männertypen. So wird die Kultur von Herland aus drei verschiedenen männlichen Blickwinkeln beleuchtet.
Jeff Margrave: Ein übler Chauvinist, der das Tal nur besuchen will, weil er glaubt, dass er da junge Mädchen v***ln kann, wie es ihm beliebt. Er sieht sich schon als Herrscher eine Harems.
Vandyck "Van" Jennings, der Erzähler und Soziologe, ein moderner Mann aus heutiger Sicht.Fast ein Traumtyp, nicht zu männlich nicht zu verweichlicht.
Terry O der Romantiker, der alles Weibliche vergöttert. Typ nerviger Poet.
Die drei Männer stehen auch für die drei Formen der Akkulturierung:
Jeff weigert sich, sich anzupassen. Er ist ein Mann, er will beherrschen, er unterwirft sich nicht, er unterwift.
Vandyck "Van" Jennings nimmt aus seiner Kultur und jener von Herland das, was für ihn richtig erscheint und mischt sie.
Terry O assimiliert sich komplett und „goes native“.
2. Entfremdung:
Die Autorin dreht einfach mal den Spieß um. Statt einer Welt in der die Männer das Sagen haben und Frauen gehorchen müssen, wie es 1915 der akzeptierte Normalfall war, sind die Männer nun mit dem Gegenteil konfrontiert: Die Frauen herrschen, arbeiten, haben das sagen und sie sitzen daheim herum und lesen und wissen nicht, was sie mit sich anfangen sollen.
Die Herren erklären, wie „unsere“ Welt funktioniert, und die Damen sind entsetzt und beschreiben, wie es bei ihnen läuft. Und, wenn man das heute liest, liest sich das sehr modern. Unsere heutige Welt ist Herland schon sehr ähnlich besonders was den Schulischen edukativen Bereich angeht.
3. Sci-Fi Extrapolation:
Parthenogenese war bekannt. Streng genommen gibt es Parthenogenese sogar bei Mäusen, der Embryo stirbt aber bereits nach wenigen Tagen ab aufgrund Epigenetischer imprinting Konflikte.
Diversität durch Punktmutation war auch bekannt. Nicht bekannt war, dass damit nicht diese extreme Diversität erschaffen und erhalten werden kann, wie sie in diesem Buch beschrieben wird. Da die Entdeckung der DNA aber noch bis 1953 auf sich warten lassen sollte und zu diesem Zeitpunkt nicht einmal klar war, wo das Erbgut überhaupt angesiedelt ist, ob es DNA oder Proteine sind, die die Erbinformationen tragen, extrapoliert die Autorin auf der wissenschaftlichen Basis, die ihr zur Verfügung stand.
4. Religionskritik:
Die patriarchalen Religionen bekommen ordentlich ihr Fett weg. Die Frauen analysieren scharfsinnig, dass es in den meisten Religionen nur um Macht geht und dass diese macht über sinnfreie Tabus gesichert wird.
5. Kapitalismuskritik
Mit Herland entwirft die Autorin ein sozialistisches Gegenkonzept zum darwinistischen Kapitalismus. Fortschritt in Herland wird durch Kooperation und das Teilen von Wissen geschaffen, denn nur wenn die Grundbedürfnisse gesichert sind kann Kreativität entstehen und Kooperation ist immer besser als zerstörerische Konkurrenz. Keine Arbeit wird geringer als andere geschätzt, denn jede Tätigkeit ist wichtig. In Herland wählen die Frauen ihre Berufe nach persönlicher Neigung. Die Frauen erkennen scharfsinnig, dass in der Welt der Männer die wichtigen Berufe schlechter entlohnt werden als jene, die man nicht vermissen würde, wenn es sie nicht mehr geben würde, oder würde jemand wirklich Banker, Politiker und Steuerberater vermissen, wenn alle auf einen Schlag tot umfallen würden? (Ihre Familien vielleicht, soweit sie welche haben).

Gilman ist eine gute Autorin. Es geht ihm um Worldbuilding, Sozialkritik und Geschlechtergerechtigkeit. Auf sprachlicher oder linguistischer Ebene hat das Buch eher wenig zu bieten. Die Lesart ist sehr direkt. Die Welt der Männer wird direkt verglichen mit Herland. Probleme wie Armut, Ungerechtigkeit, dass die Reichen immer mehr bekommen und überall Hilfe bekommen währen die Armen nicht wissen, wie sie ihre Kinder ernähren sollen, wird sehr direkt als Ungerechtigkeit angesprochen. Dieses Buch ist ein Beispiel einer funktionierenden sozialistischen Gesellschaft deren höchste Maxime es ist, dass es den Kindern gut geht und sie zu wertvollen, selbstständigen Erwachsenen heranwachsen. Alles wird auf das Wohlergehen der Kinder ausgerichtet was automatisch zu einer fairen Gesellschaft führt, denn alle Frauen sind Mütter.

Ein Buch, das nicht durch Handlung oder Action glänzt, obwohl es auch das gibt. Die Männer versuchen zu fliehen und Jeff versucht seine Ehefrau zu vergewaltigen, die ihm eine Lektion erteilt. Hier geht es eher darum zu beschreiben, wie eine ideale Gesellschaft aussehen könnte, wenn man männliches Konkurrenzdenken und den männlichen Herrschaftsanspruch eliminiert. Eine schöne Welt in der Männer nicht wirklich fehlen.

Herland ist public domain und kann kostenlos beim Gitenbergprojekt heruntergeladen werden. Eine kostenlose poblic domain Librivoxlesung gibt es auch.
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am 18. Februar 2000
The stunning dichotemy of Charlotte Perkins Gilman's "Herland" exists in Gilman's attempt to present her fictional civilization as a type of Utopia, while instead creating a civilization founded on such loathsome aspects of humanity as pursuit of one "Superior Race", justifying imprisonment for selfish purposes, ecological tampering and perpetuated stereotypes regarding men and women.
Herland, a civilization of only women and girl-children, who reproduce through immaculate conception and produce only female children, reflects Adolph Hitler's belief in societal "cleansing" and pursuit of a superior race. Women in Herland, a place where women are stereotypically all longing for no more in life than to reproduce and pop out babies, are expected to produce no more than one baby each, due to limited resources and land. Any woman who posesses personality traits that do not fit the rigid framework of Herland society, are point blank asked not to reproduce. It is made clear that any personality trait outside of the societally-desired norm of unrealistic goddess-like calm, reserve and mommy-ism is undesirable. Therefore, they "weed out" any differentiation and individualism, establishing a clone-like state of "We're so pure we float" women.
The narrator of Herland is Van. He and his two buddies have gone exploring the myth of Herland and landed by plane just there. Exercising a stereotype that doesn't seem to fit, three beautiful, young women are sent out to act as sirens, and lure the men. The problem with this part of Gilman's story, is that supposedly the society has not had any knowledge of or contact with men for thousands of years. How then would they know that men would be so attracted and play chump to this lure? --Be that as it may, again, we see Gilman using women and basing this on the stereotype that young women are to be used as jezebels, temptresses, while the older women are naturally the wise ones, described as "the colonels" by the men in jest. Second female stereotype: A mature woman is a crone. She is not attractive to men, but does have wisdom and authority. Of course there are no young, attractive women on the council of "colonels". Young, pretty women are of course, flighty and stupid and not in positions requiring wisdom and authority (read: sarcasm).
Van and his two fellow-explorers, Jeff and Terry, are apprehended by being rushed by women and anesthetized with ether. Does this say "Peaceful Utopia" ? I didn't read it that way. The men are imprisoned and guarded. They are forced to tutor the "colonels" in English and to learn the parlance of Herland, so that they might better communicated with the colonels and be of more use to their self-concerned purposes. It is apparent that the men want to leave and go home. They attempt to escape. The women spy on them from the treetops, unknown to the men, almost toying with them this way. They observe them, hungry and desperate and wanting to go home. When the women's curiosity in observation is satiated, they drag the men back and double up on the guards. The men are held prisoner in Herland for about a year. This imprisonment of human beings for personal experiment/education in sociology circumvents Gilman's attempt to paint a picture of a superior society.
In closing, getting through Herland was a labor, not of love, but of college course assingment. I found these women to reflect stereotypes about women (all women love cats, all women want to be mommies, young women are temptress-sirens, mature women are wise old crones) and other unlikable traits: eliminating indigenous animal and plant life that they made judgements about, tampering with ecology. I also thought the three men were very narrow-minded-ly created compilations of male stereotypes. It was all I could do to even finish reading this book.
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am 2. September 1999
Herland, by Charlotte Perkins Gilman, tries to take the view of a world without man. The notion that the world would be one peaceful little place without man is absurd. Women as well as men, have competed against each other for centuries. It is ridiculous to assert that women would not fight amongst themselves. If it was at all possible to give this book zero stars, I would.
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am 2. Februar 1997
The title of Gilman's novel may be a bit misleading. The novel is described as a feminist novel. Yet, this is not exactly acurate. The absence of men in the utopian society may seem extreme to some, and it is. This is how Gilman makes her point. She does not create a world without men because men are terrible creatures who have corrupted the world. The utopia which lacks men is a clean peaceful place, excelling in every way American society fails. But, it is neither the absence of men nor the presence of women that faciliates this.
Gender, in this novel, is symbolic for the most part. Gilman does separate the two genders to destroy steroetypes, but also to establish a concrete difference between the two worlds. The male world is not bad, and the female good. The world in which people are defined by others and limited to these defined roles is bad, while the world in which people are free to grow without being defined or compared to others, and are able to see the oneness of all people is good.
Comparing Herland to the reader's own world, Gilman begins destroying gender based stereotypes. Because there are no distinctions of gender in Herland, nor any superficial characteristics which accompany gender, Herland women take on the roles of all people without considering any limitations. These women are strong, agile, nurturing, intelligent, cooperative, and able to rely on themselves. They are not "typical" females. As Gilman explains through the male character Van, "Those 'feminie charms' we are so fond of are not feminine at all, but mere reflected masculinity--developed to please us because they had to please us, and in no way essential to the real fulfillment of their great process" (59). In the same way, stereotypes about men can be discredited. Such ideas have been made up to help people deal with the differences between men and women. Gilman shows the reader that if people stop basing their identities on what others want, they will no longer be slaves to limitations. They will be free to discover their true selves and will allow others to do the same.
Gilman shows readers that men and women are distinct people, but reminds us that they are people first. This can be seen when Somel, a woman of Herland, innocently questions a male visitor, "But surely there are characteristics enough which belong to People, aren't there?" (89). Focusing more on these characteristics, those belonging to "People," allows humans to fulfill their personal potential without fear of jealousy. The women of Herland are able to live in "such universal peace and good will and mutual affection" (99) because "they lacked the sex motive and, with it, jealousy" (99). The women of Herland are free and equal because they are secure enough in themselves to offer and accept help for a joint cause, the betterment of their world. All readers, men and women alike, can learn a great deal from this humanist utopian novel.
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am 29. August 1999
Have you ever wondered what our world would be like without testosterone? Herland gives us some insight into such a hypothetical world. What would the crime level be like? How about wars? Rape? All of these terrible things are often initiated by men. Although a female-only society would probably be much less utopian than Charlotte Perkins Gilman's Herland, it is still interesting to speculate. Even the late Dr. Richard Dehann, a doctor and Bible teacher, speculates that original sin is inherited through the father; so maybe Ms. Gilman's land is not so far-fetched. It still makes interesting reading. If you are interested in female-dominated societies, check out Suzie McKee Charna's Holdfast Chronicles, Marion Zimmer Bradley's Free Amazons of Darkover, and/or Joanna Russ's Female Man.
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