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am 23. Oktober 2007
Robyn Meredith beschreibt die komplizierten und durchaus störungsanfälligen Mechanismen, nach denen die globalisierte Wirtschaft seither funktioniert, und sie wägt ab, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern gehört.

Wer sich nicht gerade unmittelbar mit der in diesem Buch behandelten Problematik befasst hat, wird daraus erstaunliche Einsichten und Erkenntnisse beziehen, denn die Autorin orientiert sich an ganz aktuellen statistischen Daten und Studien seriöser Institute, doch sie beweist auch eine profunde Kenntnis der neueren ostasiatischen Geschichte und weiß die Entwicklung der beiden "Newcomer" mit Blick auf ebendiese Geschichte stimmig zu interpretieren. Es scheint geradezu zwangsläufig, dass China physische Arbeitskraft en masse und Indien das im Englischen so genannte "white collar work" zur Verfügung stellt. Der Leser mag anfänglich verblüfft sein, wenn er erfährt, dass Amerikaner, die 0800er-Servicenummern anrufen, um sich über ein Problem mit ihrer Telefonanlage zu beschweren, von einem perfekt ausgebildeten Inder mit amerikanischem Akzent bedient werden, der mit ihnen sogar über ihr bevorzugtes Baseballteam plaudern kann. Angesichts der von Robyn Meredith vorgestellten mehr oder weniger schönen neuen Welt wundert es einige Seiten später nicht mehr, wenn man über die komplizierten Verschiebungen politischer Gleichgewichte erfährt, die durch die unersättliche Gier Chinas und Indiens nach Energie bewirkt wurden. Denn vor allem China hat - wen wundert’s - keine Berührungsängste mit so genannten Schurkenstaaten und unterstützt diese gegenüber der UNO und vor allem den USA.
Das gewaltige Wachstum hat seine Schattenseiten: massive, im Westen unvorstellbare Umweltverschmutzung, ein gewaltiges Einkommensgefälle zwischen Stadt und Land und somit dräuende soziale Unruhen sowie, was China betrifft, demnächst auch ein demographisches Problem, denn die Ein-Kind-Politik wird bald für eine selbst im Westen nicht erreichte Überalterung der Gesellschaft und für Frauenmangel sorgen.
Die Autorin befasst sich aber nicht nur mit China und Indien. Kritisch beleuchtet sie die Politik der USA und Europas während der letzten beiden Jahrzehnte, betrachtet die Probleme, die durch die beiden aufstrebenden Wirtschaftsmächte entstehen, vor allem aus energiewirtschaftlicher Sicht, doch auch die Chancen für uns "Westerners", sofern wir unsere Politik darauf einstellen: Wir müssen keineswegs alle arbeitslos werden, weil unsere Klamotten, Spielsachen und Elektronik-Waren in China hergestellt und in Indien "betreut" werden. Leisten könnten wir uns das meiste davon sowieso nicht, wenn es hierzulande gefertigt würde.
Auch von Nicht-Muttersprachlern lässt sich dieses Buch aufgrund seines unkomplizierten, klaren Stils problemlos lesen. Es ist sehr kurzweilig verfasst, wozu auch die vielen eingebundenen Fallbeispiele beitragen, in denen weltbekannte Firmen und deren Repräsentanten auftreten. Ein Fototeil zeigt Aspekte aus dem Alltag in den beiden vorgestellten Ländern.
Ein spannendes und hochinteressantes Buch, das ein neues, differenziertes Licht auf die viel diskutierte Globalisierung wirft!
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