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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
16
The Thousand Autumns of Jacob de Zoet: A Novel
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:6,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 500 REZENSENTam 8. März 2015
Wir schreiben das Jahr 1799. Japan hat sich völlig vom Rest der Welt abgeschottet: Kein Japaner darf das Land verlassen, kein Ausländer darf japanischen Boden betreten. Es gibt nur einen Hafen, über den das Land Handel betreibt - Nagasaki, auf dessen vorgelagerter Insel Dejima die Holländer eine Niederlassung der Ostindischen Handelskompanie betreiben.

Der Roman beginnt an dem Tag, an dem der junge Jakob de Zoet zum ersten Mal Dejima betritt. Ihm ist die heikle Aufgabe übertragen worden, die schlampige Buchführung der Niederlassung in Ordnung zu bringen und den neuen Niederlassungsleiter dabei zu unterstützen, den schlimmen Korruptionssumpf trockenzulegen.

"The Thousand Autumns of Jacob de Zoet" beeindruckt in vielfältiger Hinsicht: Als aufschlussreicher Historienroman vor dem farbenprächtigen Hintergrund dieses in jeder Hinsicht fremden Landes, mit dessen Einwohnern man sich nur mit Hilfe mehr oder weniger zuverlässiger Dolmetscher verständigen kann. Es verschafft auch einen Eindruck von den Schwierigkeiten eines globalen Handels, wo der einzige Kontakt zum Mutterland ein einmal pro Jahr einlaufendes Schiff ist, und wo Briefe schon mal mehrere Jahre unterwegs sein können. Da kann man sich nie sicher sein, wer mit wem in Europa gerade Krieg führt und ob die Niederländische Ostindische Handelskompanie überhaupt noch existiert.

Das ist die große Kulisse. Nicht minder schwierig ist das Spannungsfeld, in dem de Zoet arbeitet, der nie mit letzter Sicherheit weiß, wem er vertrauen kann, und dessen Integrität mehr als einmal schwer geprüft wird. Und dann verliebt er, der eigentlich frischverlobt aus Holland abgereist war, sich auch noch in Orito, die begabte, attraktive und ziemlich eigenartige Hebamme, die für ihn, den Holländer, so unerreichbar ist wie das japanische Festland. Oritos Schicksal entwickelt sich zum zweiten, noch aufregenderen Handlungsstrang des Romans, der uns dann endlich auch ins Innere des Landes führt.

Mich hat schon in "Cloud Atlas" fasziniert, wie es Mitchell stets gelingt, Ton, Denkweise und auch den Humor der jeweiligen Zeiten zu treffen. Das macht die Lektüre mitunter etwas gewöhnungsbedürftig, aber es hilft dem Kopfkino ungemein. Ein Buch, in das man sich etwas einlesen muss und das man dann nicht mehr aus der Hand legt.

P. S. Mit der Erklärung des Titels lässt David Mitchell sich unnötig viel Zeit. Ich hatte vor kurzem die "Bone Clocks" gelesen und deshalb damit gerechnet, dass er etwas mit Seelenwanderungen und ewigem Leben zu tun hat. Weit gefehlt: Japan wird in der Shinto-Mythologie auch als "Land der tausend Herbste" bezeichnet, und der Titel ist somit nichts anderes als eine blumigere Version von "Die japanischen Jahre des Jakob de Zoet".
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am 28. Dezember 2012
Vorsicht: evtl. Spoiler
Als ausgebildete Japanologin weckte dieser Roman sofort mein Interesse und da ich vor kurzem "Cloudatlas" durchaus mit Vergnügen gelesen hatte, erwarb ich die kindle-Version von Jakob de Zoet.
Der Einstieg fiel mir leicht, die erste Szene ist packend geschrieben und Mitchell gelingt es, die Hauptfiguren lebendig einzuführen und die ungewöhnliche Situation auf Deshima lebhaft zu schildern. Sehr mutig fand ich es, dass er auch in die Haut der Japaner schlüpfte, deren Vorstellungen und Empfindungen sich doch sehr deutlich von den europäischen unterschieden. Aber auch das fand ich am Anfang nicht schlecht gemacht.
Hätte sich der Roman weiterhin im Spannungsfeld zwischen traditionell japanischen und "fortschrittlich" europäischen Ideen bewegt, hätte sich Mitchell tiefer auf die Problematik einer Liebe zwischen Jakob und Orito eingelassen oder auch die Freundschaft zwischen ihm und Ogawa untersucht, hätte daraus eine sehr interessante Studie historischer und zwischenmenschlicher Beziehungen entstehen können. In dem Maße aber, in dem er Elemente des Thrillers und Actionromans einbaut, beginnt das Werk zu schwächeln. Die ganze Tempelgeschichte bringt nur unnötig reißerische Effekte (es gehört ja mittlerweile zum Instrumentarium des neueren Unterhaltungsromans, dass Mönche und Priester abgrundtief schlechte Menschen sind und Klöster der eigentliche Hort des Bösen). Ich fand diesen ganzen Teil wirklich überflüssig und mir kam sogar der Verdacht, ob Mitchell das Ganze nur inzeniert hat, um einen Nebenbuhler aus dem Weg zu schaffen.
Auch die Episode um das britische Kriegsschiff konnte mich nicht überzeugen, obwohl Mitchell sich dabei auf zwei historische Ereignisse bezieht. Danach hatte ich den Eindruck, Mitchell habe die Geduld mit seinem Roman verloren. Im Eiltempo marschiert er durch die Lebensjahre seines Protagonisten und am Ende hatte ich das Gefühl, aus einer detailreichen, dreidimensionalen Szene in einem platten, langweiligen Bericht gelandet zu sein. Schade. Für den guten Anfang und das interessante Thema trotzdem noch drei Sterne.
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am 24. Januar 2016
Die teilweise sehr schlechten Wertungen wundern mich.

Ich fand das Buch sehr interessant und gut geschrieben, wenn auch sicherlich kein Meisterwerk. Dazu waren die Charaktere dann doch etwas zu eindimensional, die Liebesgeschichte etwas zu süßlich und die Bösen etwas zu böse. Aber dennoch kann man sich in das Japan hineinfühlen und selbst historisch sehr interessierte Leser warden etwas neues finden, denn die Ostindische Gesellschaft ist nun nicht gerade ein Thema über das man jeden Tag liest.
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am 19. Dezember 2012
In dieser Zeit siedeln holländische Kaufleute auf Dejima, einer künstlichen Insel vor Nagasaki, um Handel zu treiben.
Japan ist zu der Zeit noch sehr verschlossen, die Holländer dürfen nicht aufs Festland.
Jacob de Zoet kommt für eine holländische Firma als Schreiber nach Dejima und bald ist seine Geschichte mit der einer besonderen Frau und eines mächtigen Abtes verbunden.
David Mitchell zeichnet ein genaues Bild jener Zeit. Er zeigt Japans Isoliertheit, Abgeschiedenheit aus eigenem Antrieb, die vorsichtige Öffnung des Landes aber auch die gesellschaftlichen Strukturen, die Obrigkeitshörigkeit jener Zeit, die Machtmissbrauch Tür und Tor öffnet.
Wir finden uns in einer spannenden Geschichte wieder, in der Jacob de Zoet, die Hebamme Orito Aibagawa, Abt Enomoto und der Übersetzer Ogawa die Hauptpersonen in einem Geflecht aus Machtmissbrauch, Liebe und wahrer Freundschaft sind.
Mitchell malt durch seine Sprachgewalt fast greifbare Bilder, ganze Gemälde, Landschaften erstehen vor dem geistigen Auge des Lesers. Deshalb unbedingt im englischen Original lesen!
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am 15. Dezember 2016
Nachdem ich alle bislang von David Mitchell gelesenen Bücher von Anfang bis Ende verschlungen hatte (manche sogar zweimal!), legte ich dieses nach gut der Hälfte zur Seite und das wars dann. Schade. Die Geschichte ist recht langwierig und scheint nirgendwo so richtig hinzugehen. Da konnte auch die eingebaute Kindle-Hörbuchfunktion nichts ändern, die das Lesen sehr angenehm macht.
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am 2. Januar 2013
Jacob de Zoet wäre nicht nur im Japan der Sogun-Zeit eine außergewöhliche Gestalt mit seinen grünen Augen und seinem feurig-roten Haar. Auch heute noch müßte eine Figur mit derartig ausgeprägt "altmodischem" Charakter damit rechnen, aufzufallen und argwöhnisch beobachtet bzw. massiv gemobbt zu werden. Denn wer hat schon gern ein Mitarbeiter in seinem Stall, der noch Werte wie Ehrlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Beharrlichkeit, Pflichtbewußtsein und Loyalität gegenüber seinen Vorgesetzten bzw. seinem Unternehmen an den Tag legt, auch wenn das sehr unbequem ist? Die Niederländische Ostindiencompagnie bzw. einige ihrer Chefs im Außenhandel mit Japan jedenfalls nicht, zumindest sehr lange nicht. Bis sich herausstellt, daß gerade solche Charakterzüge von den Japanern bei ihren Geschäften mit den Langnasen auf der niederändischen Enklave Dejima vor den Toren von Nagasaki trotz deren an Halskrankheit erinnernden Sprache geschätzt werden. Aber bis sich zeigt, daß Jacob de Zoet ein Fels in der Brandung ist, muß er einiges durchstehen, im dienstlichen, aber auch im zwischenmenschlichen Bereich seiner Liebe zur japanischen Hebamme mit dem Feuermal im Gesicht!
Wenn möglich, besser in der englischen Originalversion lesen!
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am 31. Dezember 2012
Vom Autor solch komplexer Konstrukte wie "Cloud Atlas", "Number 9 Dream" und "Ghostwritten" hätte ich etwas mehr Kontrolle über den Verlauf dieser ja eher geradlinig erzählten Geschichte erwartet, aber hier wirken die einzelnen Kapitel nicht wie miteinander verwoben, sondern eher wie grob zusammengezimmert. Nicht passend, sondern passend gemacht, könnte man sagen.
Mir fehlt die erzählerische Logik zwischen den ersten drei Teilen, die Teile vier und fünf wirken als Schlusakkord geradezu wie vom Reißbrett und überhastet.
Trotzdem ein schönes, unterhaltsames Zeitkolorit.
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am 7. April 2015
I hesitated before getting this book because I am personaly not a big fan of books set in Eastern cultures or historical novels. But I am a big fan of David Mitchell, so in the end I decided to get it. I did not regret it, even though it is very different from most other DM books: the story hooked me from the start, and I really loved the main characters.
The only reason it does not get 5 starts is that it got a bit slow at certain points.
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am 20. Februar 2015
so ein toller Geschichte. Das Buch ist riesig aber sehr interessant. Perfekt als Geschenk oder einfach mit auf Urlaub zu nehmen.
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am 17. Mai 2010
Im Zentrum von David Mitchells wunderbarem neuem Roman steht eine kleine Insel vor Nagasaki, die Japan als Tor zum Westen dient. Diese Insel, Dejima, dient der Dutch East India Company als Basis für den exklusiven Handel mit Japan. Jeder Kontakt zwischen Ausländern und Japanern wird streng kontrolliert und geregelt.
1799 kommt hier der junge Jacob de Zoet an, der sich mit diesem Posten in der Ferne die finanzielle Basis für die Heirat mit seiner "Versprochenen" Anna zu schaffen sucht. Er soll auch interne Vorwürfe und Verdächtigungen über Korruption unter den auf Dejima dienenden Holländern aufklären.

Von Beginn an entwickelt David Mitchell die fern von Dienstgraden stehende Beziehung zwischen de Zoet und dem auf Dejima lebenden Doktor Marinus. Durch Marinus lernt er die junge Hebamme Orito Aibagawa, die mit einer Sondergenehmigung an den medizinischen Vorlesungen des Doktor Marinus teilnehmen darf kennen, in die er sich zögernd, aber sicher verliebt.

David Mitchell zeichnet ein sehr genau recherchiertes und überzeugendes Bild Japans von der Jahrhundertwende 1799/1800, von einer Zeit, in der die möglichen europäischen Einflüsse wie die Pest gefürchtet wurden. Er dringt tief in die holländisch-japanischen Beziehungen der Zeit ein und zieht den Leser mit jeder Seite tiefer in diese Geschichte von Liebe, Betrug, Loyalität, Vertrauen und Weisheit.

Aus abwechselnden Erzählperspektiven, beeindruckend wie fein hier David Mitchell die Sprache des jeweiligen Protagonisten entwickelt, verdichtet sich das Geschehen, und damit auch die Entwicklung von Jacob de Zoet, der zu Beginn des zweiten Teils sogar zeitweilig aus dem Geschehen verschwunden zu sein scheint, der zu einem unvergesslichen Protagonisten wird. Großartig auch der Formaufbau, der diesen Roman zusammen mit der wunderbaren Sprache und großen Spannung zu großer Literatur werden lässt.
Spannend auch, wie Mitchell die Kapitelfolge ab dem Teil "The Master of Go" den Zügen eines Go-Spiels anpasst und den Roman so konsequent dem Höhepunkt entgegen treibt.
Die beiden sehr kurzen, quasi als Postludien dienenden Schlussteile (4. & 5.) runden dieses feine Buch ab, in dem es keine einzige Zeile zu viel gibt.

"The Thousand Autumns of Jacob de Zoet" ist ein spannender und komplexer Roman, der emotionell aufwühlend und perfekt konstruiert ist und David Mitchell ein begnadeter und vielseitig interessierter Erzähler, der sich in jedem seiner Romane neue Zeiten, Schauplätze und Geschichten literarisch erobert und überzeugend einverleibt.

Entwicklungsroman, Abenteuerroman, historischer Roman, philosophischer Roman, ein Roman über die Liebe und eine wunderbare Liebeserklärung an Japan in all seiner Unverständlichkeit; das alles und mehr ist "The Thousand Autumns of Jacob de Zoet".
Absolute Empfehlung.
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