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Kundenrezensionen

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am 11. Januar 2008
Die Bücherreihe entstammt zwar der sogenannten fantastischen Literatur, ist aber trotzdem wesentlich realistischer, als viele sogenannten realen Romane.Denn genauso nervend ist das Leben und auch das Erleben seiner eigenen Geschichte aus Harry's Sicht.
Er ist enttäuscht, weiss nicht weiter, sucht nach der Logik und der Wahrheit und findet sie lange nicht.
Er ist mehr mit sich selbst als mit Voldemort konfrontiert, es gibt ja auch nicht diesen Seitenlangen Endkampf, a la Hollywood, den viele erwartet haben oder vermissen.
Die vielen kleinen Schritte des Untergrundkampfes während der bedrückenden Entwicklung des von Angst geprägten totalitären Staates sind sehr realistisch und trotzdem kommt das Märchenhafte (Patronusse)und Fantastische nicht zu kurz.
Am grossartigsten finde ich am Ende die Beschreibung, wie Voldemort langsam seine Macht verliert. Erst ohne es selbst zu bemerken und dann, als es ihm selbst schon langsam bewusst wird, auch unbemerkt von seinen Anhängern, die schliesslich mehr Greueltaten ausüben, als er selbst noch kann.

Er hat sich ja durch seine Unverbundenheit (sowohl mit sich selbst, als auch seiner Gefolgschaft)selbst so geschwächt, wogegen Harry emotional immer stärker wurde. Und die Beschreibung dieser Entwicklungen finde ich einfach fantastisch im Sinne von wunderbar!
Nach dem letzten Band habe ich alle Potter-Bücher nochmal gelesen und ich kann nur allen Enttäuschten raten, das ebenfalls zu tun, denn dann erscheint die Gesamtwelt dieser Bücher und es ist nichts mehr nervend, unschlüssig oder langweilig.
Zum Beispiel die Sache mit dem Essen oder Heilen:
Wenn Zauberer Essen hexen könnten, also das Grundbedürfnis aller Lebewesen, was auch gleichbedeutend mit Geld ist, dann gäbe auch es keine armen Zauberer, wie die Weasleys oder Lupin.
Wenn Snape Wert auf gewaschene Haare legte, könnte er es als Superchemiker sich so einrichten, welche zu haben, es ist aber seine Eigenart.
Wenn Hermine eine so grosse Heilerin wäre, wäre sie nicht erst siebzehn und Harry hat es selbst versäumt heilen zu lernen. Jeder setzt eben seine Prioritäten anders.
Auf Schülerdeutsch übersetzt: Jedem steht es frei, für die nächste Schulaufgabe soviel zu lernen, dass er einen Einser schreiben kann, er tut es aber nicht, so ist das Leben.
Nicht jeder schöpft zu jeder Zeit seine Möglichkeiten voll aus, jeder hat blinde Flecke und ist mal nicht in Tagesform oder einfach aus Schock oder Schwäche handlungsunfähig.
Sonst gäbe es ja auch überhaupt keine Geschichten, denn die leben von den Fehlern und Ungereimtheiten der Menschheit!

In meiner 1000 bändigen Bibliothek befinden sich viele Bücher der Weltliteratur, Kindergeschichten, Krimis, viele Bücher über Politik, Psychologie, Esotherik und Kunst. In Harry Potter ist von allem etwas. Rowling hat es geschafft, fast alle Aspekte des Menschseins in ihren Büchern umzusetzen, man kann ihre Bücher in all diesen Sparten zitieren, sogar zum Unterricht anwenden.
Und trotzdem ist es nie abgedroschen, sondern sprüht von Fantasie, Witz und überraschenden Wendungen.

Was den deutschen Lesern wohl eher unbekannt ist, ist, dass gegen diese Geschichten aus der Zauberwelt in Amerika von religiösen Fanatikern Amok gelaufen wird, weil Hexen und Zauberer als gute Menschen beschrieben werden!
Dabei habe ich noch nie so differenziert über Gut und Böse und all die Zwischenformen, die Unentschiedenheiten und die menschlichen Entwicklungsmöglickeiten gelesen wie hier!

Beim mehrmaligen Lesen wird es Euch auffallen, sowohl den enttäuschten, als auch den begeisterten Lesern:
Nicht nur Machtbesessenheit schadet den Anderen (und auch sich selbst), sondern auch Pedanterie(Umbridge),Augenverschliessen(Fudge),Hörigkeit(Beatrix),Selbstverleugnung(Snape),Opportunismus(Percy),Angst um die Angehörigen(Lovegood),Faschismus(Malfoys u. Co),Gier(Fenrir) usw. usw.
Gut und Böse hat viele Gesichter und jeder hat zu jeder Zeit die Möglichkeit, sich für eine Handlung zu entscheiden, sich zu ändern.

Noch ein kleines Beispiel für die vielen, scheinbar nebensächlichen Dinge in all den Büchern.
Quiddich ist nicht nur eine lustige oder (für Sporthasser) nervtötende Angelegenheit. Ohne sein Talent und seine Übung als Sucher hätte Harry zwei der allesentscheidenden Horcruxe niemals erreicht. Und solcherlei schlüssige Dinge kann man zu Hunderten finden.
Also, Harry-Interessierte, lasst Euch nicht entmutigen, die Serie zu Ende zu lesen und...
Lehrer, Politiker, Soziologen, Psychologen, Literaten und sonstige Erwachsene, lasst Euch diesen Leckerbissen nicht entgehen.

Kauft aber nicht die deutsche oder britische Erwachsenenversion, sondern die amerikanische, gebundene Ausgabe, sie ist die schönste (mit Vorsatzpapier, Leinenrücken, Kapitelbildern und unterschiedlich gesetzten Schriften).

Und noch etwas zu Thema Kinderbuch.
Ein Kind, dem es zu viel ist, wird nicht weiterlesen, sondern aussteigen. Ich habe aber z. B. mit zehn Jahren Karl May gelesen, auch Wälzer mit vielen Hundert Seiten, in denen viele Menschen starben.
Es gab Verrat und Hinterlist, Folter, Erpressung,Politik, unglaubliche Kämpfe, aber auch viel Witz und List. Und diese Bücher waren genauso wenig als Kinderbücher gedacht, wie der Herr der Ringe, den ich mit zwölf gelesen habe.
Ein Kind, das es fertigbringt, solche Wälzer zu lesen, ist sicher reif genug, sie zu verkraften. Ob es alles versteht, was die Autorin gemeint hat ist nicht wichtig, das verstehen ja viele Ältere nicht einmal, wie man hier an den Rezensionen gut sehen kann.

Es geht doch bei Gewaltszenen, Verrat und Betrug immer um die Stellungnahme des Buches. Wenn diese Taten für gut gehalten, propagiert, entschuldigt oder gerechtfertigt werden, dann ist das Buch weder für Kinder noch sonstige Menschen geeignet, sondern einfach Verhetzung und Verletzung der Menschlichkeit.

Das kann man nun von den Harry Potter Büchern wirklich nicht sagen, auch wenn die religiösen Fanatiker allerortens das so sehen möchten.
Ich bin übrigens 54 und wünsche allen viel Freude am Lesen!
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am 24. Juli 2007
* Spoiler *
Bei einer solchen Fülle an bisherigen Handlungssträngen und Charakteren ist es natürlich nahezu unmöglich, allen Ansprüchen in einem Abschlussband gerecht zu werden. Jeder hat beim Lesen bestimmte Personen besonders in sein Herz geschlossen und wünscht sich, mehr über sie und ihr weiteres Leben zu erfahren. Allen gleichermaßen eine umfangreiche Aufmerksamkeit im letzten Band zu widmen, hätte vermutlich Brockhaus-Ausmaße angenommen (und wäre sicherlich immer noch nicht genug).
J. K. Rowling hat es mit diesem letzten Band geschafft, alle losen Enden zu verknüpfen: Einige Handlungsstränge wurden sehr elegant gelöst, andere wirken zwar ein wenig an den Haaren herbeigezogen, aber nicht unlogisch. Etliche Entwicklungen ließen sich erahnen, andere waren wirklich überraschend.
Von Anfang an besteht kein Zweifel daran, dass die Grundstimmung düster bleiben wird, was sich Laufe der Handlung mit den zunehmenden Kämpfen und Todesfällen steigert. Diese Verluste, die auch einige liebgewonnene Charaktere treffen, kennzeichnen den Ernst der Lage. Je mehr Macht und Einfluss Voldemort über die Zaubererwelt gewonnen hat, desto brutaler scheinen auch die Begegnungen mit den Death Eaters zu werden. Ethnische Säuberungen sind inzwischen an der Tagesordnung, teilweise umgesetzt von Fieslingen, die den Lesern nicht unbekannt sind.
Während der langen Suche nach den Horcruxes werden die Beziehungen von Ron, Hermione und Harry ausgiebig beleuchtet. Harry erreicht eine Stufe der Selbstlosigkeit und Reife, die ihn auf vieles verzichten lässt und sich am Ende als der richtige Weg erweist. Beeindruckt hat mich die mutige Entwicklung des früher so unbeholfenen Neville Longbottom, die sich schon in den letzten Bänden abzeichnete. Einige Charaktere erfahren Wandlungen zum Positiven. Der Grund dafür ist zwar nicht immer ganz nachvollziehbar, aber es würzt die Geschichte mit dem Überraschungseffekt. Die Vergangenheit von Albus Dumbledore spielt eine große Rolle, sie zeigt ihn als Zauberer, der an seinen Schwächen gereift ist, aber für den die Vergangenheit bis zum Schluss präsent war.
Die interessanteste Figur war und ist für mich Snape. Ich bedaure sehr, dass Harry den Hintergrund für Snapes Handlungen nur durch dessen Erinnerungen erfährt. So gab es keine Möglichkeit mehr für einen direkten Austausch und diese wichtige Figur erfährt erst im Epilog eine wirkliche Würdigung. Unglaublich erscheinen mir allerdings in dem Zusammenhang die Schikanen und Gemeinheiten durch Snape, denen Harry jahrelang ausgesetzt war. Dass jemand so tief liebt, aber gleichzeitig seinem Schutzbefohlenen das Leben noch schwerer macht, als es für diesen ohnehin schon ist - mit der Begründung, dass er ihn zu sehr an dessen Vater erinnert und nicht an die Mutter - das ist mehr als tragisch und schwer zu verdauen.
Das Ende ist nach all den Verlusten und Kämpfen ein guter Ausklang. J. K. Rowling hat mir mit Harry Potter viele schöne Lesestunden geschenkt und ich bin gespannt darauf, was als Nächstes aus ihrer Feder fließt.
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am 15. September 2014
Zu den Büchern gibt es ja bereits ausreichend Rezensionen.
Zu dieser Ausgabe der Hörbücher: Jim Dales Stimme empfinde ich als sehr angenehm (im Vergleich zu Stephen Frey, der die britische Version spricht, dessen Stimme ich als unangehm nasal empfinde und seine Betonung viel zu überspitzt finde). Weiters finde ich Jim Dales Aussprache eine gelungene Kombination aus ausreichend britischem Akzent um zur Sprache des Buches zu passen, und der klaren, leicht verständlichen Aussprache für den der Norden der USA bekannt ist (fast schon kanadisch ;-)).

Einige Fehler beim Sprechen einiger weniger, nicht allzu häufig auftretender Charaktere gibt es zwar, diese sind aber meiner Meinung nach nicht schwerwiegend. So spricht Jim Dale etwa den Charakter des ehemaligen Direktors aus dem Haus Slytherin und Sirius Blacks (Ur?)Großvater, Phineas Nigellus, bei den einzelnen Büchern in welchen dieser vorkommt, mit anderer Betonung (einmal eher rauh und harsch, dann wieder hochnäsig und nasal).
Sonst finde ich, ist es ihm (meistens) gut gelungen, die Stimmen den Geschichten der Charaktere anzupassen. Lediglich Bellatrix Lestrange hat einen französischen Akzent der sich aus Ihrer Geschichte nicht erklären lässt (Sie ist lediglich mit einem Mann mit französischem Nachnamen verheiratet - der allerdings keinen Akzent hat - ihre beiden Schwestern, mit welchen sie aller Wahrscheinlichkeit nach aufgewachsen sein dürfte, ebenfalls nicht). Eine Sache die dem Sprecher der deutschen Version, Rufus Beck, nicht so gut gelungen ist. (Ich schätze Rufus Beck als Schauspieler, beim Lesen der Harry Potter Bücher hat er den Bogen aber ziemlich überspannt. So gibt er etwa Severus Snape einen starken, osteuropäisch anmutenden Akzent, und aus Dolores Umbridge macht er eine wenig überzeugende Österreicherin. Beides von der Herkunft der beiden Charaktere her völlig unerklärlicherweise. Und das sind nur zwei Beispiele)

Klare Kaufempfehlung für Fans klarer, deutlicher Aussprache.
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am 31. Juli 2007
... mit einigen Überraschungen ist Frau Rowling hier gelungen. Das ist definitiv ansprechende Belletristik. Ein knapper Dialog auf Seite 308 zwischen Harry und Ron bringt z.B. die Beziehung zwischen den beiden aus meiner Sicht schön auf den Punkt: "You've sort of made up for it tonight", said Harry."Getting the sword. Finishing off the Horcrux. Saving my life." "That makes me sound a lot cooler than I was," Ron mumbled. "Stuff like that always sounds cooler than it really was," said Harry. "I've been trying to tell you that for years."

Viele Handlungsfäden, die in den ersten Bänden aufgenommen wurden, kommen hier zu einem stimmigen Abschluss. Gut und Böse werden nochmals ordentlich durcheinander gewürfelt, so dass manche Vorverurteilung aus früheren Bänden in ganz neuem Licht betrachtet werden muss. Einige Längen im Mittelteil sind sicher auch unter dem Aspekt zu betrachten, möglichst vielen der im Laufe der vorangegangenen sechs Bände eingeführten Figuren gerecht zu werden.

Mir hat es Spaß gemacht, auf Englisch in die Welt der Zauberer, Reinblüter, Muggel, Horcruxe und Squibs einzutauchen. Das Vokabular ist so einfach, dass es mir auch ohne Wörterbuch möglich war, der Geschichte zu folgen, allerdings nicht so einfach, dass es langweilig würde. Frau Rowling verfügt über ein gutes Sprachgefühl und diese feine britische Ironie, die insbesondere auch in den Gesprächen der drei Hauptpersonen Harry, Ron und Hermine immer mal wieder hervortreten darf.

Über das Ende wurde vorab viel spekuliert. Mir gefällt die Lösung, die die Autorin gefunden hat, denn sie hat einen gewissen Zauber und beinhaltet eine durchaus noch einmal überraschende Wendung.

Fazit: Flüssig lesbarer mit fantasievollen Wendungen bestückter magischer Abenteuerroman als würdiges Finale der erfolgreichsten Buchreihe aller Zeiten. Joanne K. Rowling hat sich ihre vielen Hundert Millionen Pfund redlich verdient und darf sich nun entspannt zurücklehnen und ihr Leben genießen.
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am 10. Oktober 2014
Ich habe alle Harry Potter Bücher verschlungen - mehrfach! Und ich habe mich gefragt: Wie kann man die Vorgänge am Ende auflösen? Kann das Abschlussbuch Antworten auf alle Fragen liefern? Nun habe ich die Antwort: Es geht! Es ist betrüblich, dass die Zeit nun zu Ende ist in der wir mit Harry,Ron und Hermine mitgefiebert haben, bei Besuchen im verbotenen Wald zusammen gezuckt sind, gelacht haben als Hermine Draco schlug und natürlich beim Weihnachtsball peinlich berührt an den eigenen Abschlussball zurück dachten. Dies ist nun alles vorbei, aber dieser letzte Band entschädigt für vieles.

Einen einzigen Kritikpunkt habe ich dann aber doch: das allerletzte Kapitel! Frau Rowling, musste das sein? Dieser Ausblick in die Zukunft(cih will hier nicht spoilern) wurde dem Rest des Buches nicht gerecht. Entweder man macht ein neues Buch oder lässt die Zukunft weg, aber bitte keine halben Sachen.
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am 23. Juli 2007
"Harry Potter and the Deathly Hallows" hinterläßt einen etwas zwiespältigen Eindruck.

Einerseits ist es ein durchaus annehmbarer Abschluß der Potter-Voldemort-Saga. Andererseits sind die Erwartungen durch den Medienhype in derart unermeßliche Höhen gesteigert worden, dass diese nahezu unerfüllbar sind. Wer eine Art "Superbuch" erwartet, dürfte enttäuscht werden.

Einerseits werden angenehm viele, im Laufe der Geschichte aufgeworfene, Handlungsfäden zu Ende geführt und sehr viele Nebencharaktere der ersten 6 Potter-Jahre habe noch mal einen Auftritt. Andererseits wird vieles leider nur kurz&knapp abgehandelt und man fragt sich, ob man nicht auf das ein oder andere Detail hätte verzichten können, wenn statt dessen anderes ausführlicher behandelt worden wäre (100 Seiten mehr, wären natürlich auch nicht schlecht gewesen....).

Einerseits ist schön, in diese Parallelwelt einzutauchen (ein letztes Mal *schnief*) und ihre liebgewonnene Bevölkerung wieder zu treffen. Andererseits unterscheidet sich der Ablauf des Romans deutlich von seinen 6 Vorgängern (was nach dem Ende des 6. Bandes allerdings auch zu erwarten war).
"Anders" muss zwar nicht zwangsläufig "schlechter" bedeuten, aber leider stellt Frau Rowling in diesem Fall unter Beweis, dass sie zwar eine traumhafte Märchenwelt mit wunderbaren Menschen erschaffen kann, aber dass Dramaturgie und Spannungsaufbau einer Abenteuergeschichte nicht unbedingt zu ihren Stärken gehört. So plätschert die Geschichte nach gutem Beginn ca. 200 Seiten lang recht langatmig und ereignislos dahin und die Jagd nach den Horcruxes (die man durchaus sehr spannend hätte schildern können) wird zu einer ziemlich zähen Angelegenheit. Der Schul- und Qudditschalltag der ersten Bände hatte da für den Leser weit mehr interessante und amüsante Geschehnisse zu bieten. Zum Glück bekommt Rowling aber noch die Kurve und der Roman mündet letztlich in der erhofft bombastischen Auseinandersetzung zwischen Gut gegen Böse.

Dieses Einerseits-Andererseits-Spielchen könnte man noch weiter spinnen, letztlich ist es aber vor allem wichtig, dass Freunde der ersten 6 Bücher auch um das 7. nicht herum kommen werden. Dass der Roman nicht ganz so perfekt ist, wie es sich viele gewünscht hätten, sollte auf keinen Fall ein Grund sein, ihn nicht zu lesen. Aber es schadet nichts, die eigenen Erwartungshaltung ein klein wenig herunter zu schrauben ... sofern möglich.
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am 23. Juli 2007
Warum J.K. Rowling die erfolgreichste Schriftstellerin unserer Zeit ist und warum Harry Potter schon jetzt ein moderner Klassiker ist (zu Recht), beweist die Autorin im siebten und letzten Band der Reihe nicht nur auf's Neue - sie übertifft sich selbst. Schon die ersten 57 Seiten von "Harry Potter and the Deathly Hallows" sind von einer solchen atmosphärischen Dichte und Spannung, dass der Adrenalinspiegel bis ins Unerträgliche steigt. Und Rowling versteht es den Leser bis zur 600sten Seite zu fesseln, ihm den Atem zu rauben ob der wahnwitzigen Wendungen, Kämpfe und herzzereißenden Tragödien. Am Ende nimmt sie sich noch Raum für einen 7-Seiten-Epilog, der sicherlich für viele Kontroversen sorgen wird und nach 607 Seiten schließt sich nach 10 Jahren eines der schönsten Kapitel der Literaturgeschichte - für immer? Der letzte Satz des Buches beantwortet meiner Meinung nach diese Frage. Während der Lektüre offenbart sich dem Leser zudem immer mehr, warum der 2. Band "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" eine derartige Schlüsselposition inne hat (was die Autorin auch immer wieder betont hat). J.K. Rowling hat mit "Deathly Hallows" bewiesen, dass sie das Ende von Harry Potter sorgsam durchdacht hat und es ist schon erstaunlich wie sie es schafft alle Erzählstränge, auch diejenigen aus den Vorgängerbüchern, in die unausweichliche Klimax münden zu lassen. Schlichtwegs brilliant. Das neben Band 3 mit Abstand beste Buch der Reihe - atemberaubend, zum Lachen, zum Weinen. Am Ende liest man sich die letzten Seiten noch ein paar mal durch, bis man es schließlich wahrhaben muss: Es ist vorbei.
Harry Potter ist Literaturgeschichte und J.K. Rowling der (weibliche) Charles Dickens unserer Zeit. Vielen Dank für die wunderbaren 10 Jahre.
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am 21. Juli 2007
Im letzten Buch hat sich ein Schatten über die Harry-Potter-Welt gelegt. Die letzten Kindheitselemente aus den ersten Teilen sind vollständig verschwunden, gekonnt nimmt Rowling dem Leser die Gewissheit eines Happy-Ends. Skrupellos läßt sie in rascher Folge langjährige Sympathieträger sterben, niemand ist sicher. Zwar überfordert dies den Lesenden einerseits bisweilen, es macht aber andererseits die Handlung deutlich glaubhafter.

Diese wirkt leider streckenweise willkürlich, unausgegoren, konstruiert. Neue Handlungsstränge verkomplizieren den ohnehin verworrenen Plot aus den vorigen Bänden zusätzlich. Humor, eine der wesentlichen Stärken der ersten fünf Bände, ist rar, insofern ähnelt der Band seinem unmittelbaren Vorgänger.
Vor allem in der ersten Hälfte wirkt die Geschichte oft langatmig, Charaktere zeigen schwer nachvollziehbare Verhaltensweisen, Gefühls- und Meinungsumschwünge und emotionale Ausbrüche. Neben diesen Kontinuitätsproblemen zeigen sich auch Defizite in der Charakterentwicklung. So wirkt insbesondere Hermionie im Vergleich zu den ersten Teilen wesentlich blasser, zudem fällt z.B. Ginny entgegen den Ankündigungen der Autorin nur eine Statistenrolle zu.

Kommt der letze Teil auch nicht ansatzweise an die Eleganz und Kongruenz des - in Bezug auf die Storyline ausgereiftesten - dritten Buches heran, so ist er dennoch lesenswert. Denn die Spannung steigert sich, insbesondere im letzten Drittel, auf ein - auch in den vorigen Bänden ungekanntes - Höchstmaß: Dieses Buch ist sehr schwer wegzulegen.
Das Ende ist, soviel sei vorweggenommen, trotz aller Verluste sehr befriedigend für den Leser. Fragen bleiben dennoch einige, die auch der antiklimatische, ernüchternd unzauberhafte Epilog nicht beantwortet.

Letzlich mischt sich der Eindruck vieler gelungener Momente mit dem Gedanken, daß "Deathly Hallows" mit einiger Überarbeitung, Straffung und Lektorierung ein noch besseres Buch hätte werden können. So wie es ist, ist es gut, aber eben nicht großartig.
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am 28. Juli 2007
Ich werde nichts Inhaltliches verraten, nur allgemein bewerten.
Der siebte und damit letzte Band ist der Spannenste und Ungewöhnlichste Teil der Serie. Noch nie war ein Buch der Harry-Potter Reihe mit so viel Handlung versehen. Noch nie wurde die Spannung so lange aufrecht erhalten, noch nie gab es so viele Wendungen.
Das Buch bringt die Handlungsfäden aller Bücher zusammen und kommt zu einem gelungen Abschluss. Es werden unzählige Referenzen auf die vorherigen Bücher geliefert und es werden viele Dinge aufgeklärt. Natürlich bleiben ein paar Geheimnisse bestehen, aber das gehört auch zu einem jeden guten Buch dazu.
Das Ende des Buchs ist übrigens durchaus nicht langweilig, wie ich in der einen oder anderen Rezension las. Es ist so, wie es bei vielen guten Büchern nun mal der Fall ist, zu einem gewissen Teil offen. Das ist für ein Buch einer Fantasy-Reihe mehr als passend, denn es kommt viel auf die Phantasie des Lesers an.
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am 22. Juli 2007
Ich habe mit ein paar längeren Unterbrechungen 16 Stunden an diesem Buch gelesen.

Leider muss ich mich verschiedenen anderen Rezensentinnen und Rezensenten anschließen: Es bleiben eindeutig zu viele Fragen offen, einige Problemlösungen sind arg konstruiert, einige Konstruktionen zugleich unlogisch.

HP 7 ist definitiv kein Kinderbuch; über zwei Drittel des Buches würde ich sogar sagen, dass das Buch geradezu verstörend wirkt, da alle paar Seiten ein liebgewonnener Charakter stirbt und man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass er vor allem deswegen sterben muss, um zu betonen, wie grimmig das Buch ist. Eine echte Hauptplot-Notwendigkeit ist bei bestenfalls einem Drittel der Todesfälle gegeben.

Rowling hat einige ihrer schönsten Charaktere massakriert, ohne dass in den jeweiligen Todesfällen so etwas wie ein Sinn bestanden hätte.

Ja, das Leben IST seltsam und selten so etwas wie sinnvoll. Und Mord, begangen von jemandem, der dann doch irgendwie absolut Böse wirken soll, ist erst recht (klischeehaft) sinnlos bzw. nur auf kurzfristige Machtausübung oder -erweiterung ausgerichtet.

Die Bücher 4-6 waren ja auch alles andere als Disney-paradiesisch - was sehr reizvoll war, auch wenn Band 5 und 6 sehr stark auf die persönliche Entwicklung von Harry ausgerichtet waren und dies vielleicht etwas überzogen haben -, aber der Schluss gab bei diesen Büchern doch immerhin so etwas wie eine realistische Hoffnung, gerade auch durch seine Detailfülle.

Aber Buch 7 dann diesen erzählerisch peinlich schlechten, irrealen Epilog aufzusetzen, an dem ein Jahrzehnt Entwicklung und Reifung einer Saga hin zu einer erfreulichen Detailreiche offenbar komplett vorbeigegangen sind, sorry, das war eine blanke Ohrfeige für die Leser!!! [Dolores Umbridge mit ihren Kätzchenbildern und alles-in-pink-Look wiederum dürfte so einen Schluss lieben...]

Ich hätte mir jedenfalls ein "längeres Rausgleiten" gewünscht statt des abrupten, irrealen Effekts, den ein anderer Rezensent mit dem Talkshow-"Alles wird gut!" in der Tat passend verglichen hat!

Davon ab: Ich hätte es generell schöner gefunden, wenn der offizielle Plan "Ein Buch für jedes Jahr *IN HOGWARTS*" verwirklicht worden wäre, was beim letzten Band höchstens noch äußerst bedingt zutrifft...
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