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Kundenrezensionen

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am 27. November 2003
es gibt keinen inhaltlichen Unterschied zwischen der normalen Version und der "Adult Edition"...
nur das Cover sieht anders aus!
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am 20. August 2003
Joanne Rowling zeigt mit diesem Buch wie gut sie sich in die Gedankenwelt von Jugendlichen einfühlen kann und sie zurecht als eine der großen Jugendbuchautorinnen unserer Zeit gesehen wird. Das Buch ist düsterer und dramatischer als seine Vorgänger. Geradezu kafkaesk ist der Prozess in den Harry verwickelt ist. Die Geschichte gewinnt beständig an Tempo und kumuliert in opulenten Kampfszenen mit überraschenden Wendungen.
Bereits der erste Abschnitt kündigt schicksalsschweren Ereignisse an und zeigt, daß sich Harry vom kleinen Jungen zum pubertierenden Teenager gewandelt hat. Während er in den ersten Bänden kindlich und eher verschmitzt agierte lernen wir diesmal einen ohnmächtigen Zorn kennen der rational nicht immer zu begründen ist. Unbändige Wut macht sich in ihm breit wenn er von Erwachsenen nicht als vollwertiger Partner gesehen wird. Im Drang aufzubegehren und sich gegen diese Ungerechtigkeit aufzulehnen ignoriert er deren Ratschläge und versucht seinen eigenen Weg zu gehen.
Die erwachende Sexualität wird ebenfalls thematisiert, wenn auch sehr dezent und politisch äußerst korrekt. Harry bekommt einen ersten Kuß, kann sich allerdings nicht wirklich in die weibliche Gedankenwelt einfühlen und erlebt daher auch herbe Enttäuschungen. Auch Hermine hat einen Freund, was allerdings nur sehr kurz und wage angedeutet wird.
Der wichtigste Schritt um das Erwachsen-werden der Hauptfiguren begreiflich zu machen ist in meinen Augen die Entzauberung der Erwachsenen. Harry erfährt durch eine Rückblende einige negative Seiten seines Vater und Sirius Blacks und erkennt daß Professor Snape auch menschliche Züge hat und verwundbar ist. Am interessantesten ist jedoch die Figur des Professor Dumbledore. So einen Lehrer (oder auch Vater) wünscht sich jedes Kind. Anstatt Harry, dessen unüberlegtes Handeln grausame Konsequenzen hat, Vorwürfe zu machen daß dieser seine Anweisungen nicht befolgt hat, gestehen er eigene Fehler ein. Er behandelt Harry als ebenbürtigen Gesprächspartner und weiht in Geheimnisse ein, die Weichenstellungen für die kommenen Bücher sind.
Ein großartiges Werk und eine würdige Fortsetzung der Erfolgsreihe. Man sollte die vorhergehenden Bände gelesen haben, da die Geschichte aufbauend erzählt wird und öfter auf vergangenes Bezug genommen wird.
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am 25. Juni 2003
Der fünfte Band über die Abenteuer des Zauberlehrlings ist bereits in wenigen Tagen millionenfach über die Ladentheke gegangen. Was gibt es neues in J.K. Rowlings Universum? Immerhin war der vierte Band mit einem Paukenschlag zu Ende gegangen: Harrys Todfeind Lord Voldemort war wieder zurückgekehrt und hatte seine Anhänger um sich versammelt. Allerdings schenkte das Ministerium für Magie und die Mehrheit der Zaubergemeinde Harrys dahingehenden Aussagen keinen Glauben und traf keinerlei Vorkehrungen für eine erneute Auseinandersetzung mit dem dunklen Zauberer. Es blieb allein Hogwarts Rektor, Albus Dumbledore, vorbehalten, sich für den Krieg gegen den dunklen Zauberer zu wappnen. Ich will in den folgenden Zeilen meinen Eindruck von „Harry Potter and the Order of the Phoenix" schildern, ohne dabei wichtige Elemente der Handlung preiszugeben.
Jedes Buch von Rowling folgt einer feststehenden Formel, so entspricht jeder Band einem Schuljahr in Hogwarts. Tradition ist auch der Beginn der Handlung in Harrys Sommerferien, die er bei seinen verhassten Pflegeeltern, den Dursleys, verbringt. Doch auch hier, abseits der Welt der Zauberer, geschieht eine bedrohliche Attacke.
Erst in Kapitel 11, auf Seite 181, finden sich Harry, Ron und Hermione zum Beginn des neuen Schuljahres wieder in Hogwarts ein. Und nun beginnt das, was J.K. Rowling so einzigartig macht: Verschiedene Genres des angelsächsischen Erzählens, Internatsgeschichte und Kinderkrimi von Enid Blyton, Whodunnit von Agatha Christie und Fantasy a la C.S. Lewis, vermischt sie abermals zu einem fesselndem Ganzen, welches der Formel der vorhergehenden Bände nur eingeschränkt folgt. Bisher war diese: eine rätselhafte Bedrohung, die am Ende in einem aufregenden Finale aufgelöst wurde, immer gefolgt von Dumbledores detaillierter und mit einer Moral versehenen Klärung.
In Band Fünf kommt ein neues Element hinzu, welches das Ende düsterer und bitterer macht. Vielfach positiv von den ersten Kritiken angemerkt ist die Tatsache, dass Harry älter geworden ist. Nicht nur, dass er nun seinen Schwarm Cho Chang küssen darf (recht zahm unter einem Mistelzweig), sondern auch, dass er in der traditionellen finalen Klärung in Dumbledores Zimmer diesmal in einem Zornausbruch anfängt, die Einrichtung zu demolieren und Dumbledore zu bedrohen. (Dumbledores gelassener Kommentar: „By all means continue destroying my possessions, I daresay I have to many.")
Es sind zwar alle altbekannten Elemente vorhanden: die rätselhafte alles überschattende Bedrohung, Quidditch-Meisterschaften, Hagrid und eine von ihm heimlich gehaltene Kreatur etc., "Harry Potter and the Order of the Phoenix" ist aber nicht mehr nur ein magischer Krimi, sondern die Geschichte eines Teenagers, der bewusst (aus Neugier und aus trotziger Arroganz) einen ihm immer wieder gegebenen Rat ignoriert, alle seine Freunde deshalb in große Gefahr bringt und am Ende einen Preis für sein Verhalten zahlen muss, den vielzitierten Tod eines bekannten Charakters.
Und gerade hier muss ich bewundern, wie clever Rowling mit der von ihr selbst in Interviews aufgebauten Erwartungshaltung des Lesers spielt. Ihre Äußerung, sie habe bei der Sterbeszene eines bekannten Charakters weinend innegehalten, fachte innerhalb der Potter-Fankreise eine wilde Diskussion an: Wer muss sterben? Doch nicht etwa Hermione? Im Internet fanden sich schon bald Meldungen, sie würde auf Seite 768 den Tod finden. Die Mehrheit der Fans tippte aber auf Harrys treuen Sidekick Ron Weasley.
Ob Rowling wirklich geweint hat, will ich dahingestellt lassen. Wenn es aber im Roman zum aktionsgeladenen Finale kommt (wiederum in einer geheimen Kammer, allerdings diesmal nicht in Hogwarts), ereignen sich Situationen, die den Leser in seiner Erwartung zunächst in gemeinster Weise bestätigen:
„...the Death Eater Hermione had just struck dumb made a sudden slushing movement with his wand, a streak of what looked like a purple flame passed right across Hermione's chest. She gave a tiny 'Oh!' as though of surprise and crumpled on to the floor, where she lay motionless.
"HERMIONE!" [...] 'Don't let her be dead, don't let her be dead, it's my fault if she's dead...'"
"Ron's face was very white and something dark was trickling from the corner of his mouth
[...] the tentacles began wrapping themselves around Ron's arms like ropes. ‚Harry. Look what's happen- No - no - I don't like it - no stop - stop -‚
But the thin ribbons were spinning around Ron's chest now, he tugged and tore at them as the brain was pulled tight against him like an octopus's body. [...] Harry, it will suffocate him!" screamed Ginny, [...] he dashed through the only door still open [...] inwardly praying that Neville would stay with Ron and find some a way of releasing him."
Und auch diese Passage verunsichert den Leser und lässt ihn um einen liebgewordenen Charakter fürchten:
„He thrust the letter in George's hand, who ripped it open and read aloud: ‚Dad's still alive. [...] George looked around the table. ‚Still alive...' he said slowly. ‚But that makes it sound...' He did not need to finish his sentence. It sounded to Harry too, as though Mr. Weasley was hovering somewhere between life and death."
Tatsache ist, dass eine von Rowlings Figuren in Band 5 den Tod findet und Harry sich am Ende damit auseinander setzen muss, dass selbst in einer Welt der Zauberei der Tod endgültig ist und man sich von einem geliebten Menschen für immer verabschieden muss.
Überhaupt stehen einige mehr oder weniger schmerzhafte Veränderungen ins Haus, die hauptsächlich die Familie Weasley betreffen. Neville Longbottom, bisher eine komische Figur, rückt gegen Ende stärker ins Rampenlicht, denn es wird offenbart, dass er mit Harry sehr viel gemeinsam hat. Und auch bei einer neuen Figur wie Luna Lovegood spielt Rowling mit den aus den vorherigen Romanen entstandenen Regeln. Was zunächst wie ein reiner comic-relief-Charakter aussieht, erweist sich am Ende als tiefgründiger.
Mit Dolores Umbridge, der neuen Lehrerin für die Verteidigung gegen dunkle Mächte, hat Rowling eine Figur geschaffen, die auf eine sehr reale Weise böse ist und die in Internetforen bereits kräftig gehasst wird. Sie ist keine mörderisch-tödliche Bedrohung wie Lord Voldemort, sondern auf eine subtile Art grausam, ihr Bekämpfen der freien Meinung, ihr Niederdrücken anderer Gedanken wirkt auf den Leser beklemmend.
Endlich erklärt Rowling dem Leser ein wenig die Haltung von Severus Snape gegenüber Harry Potter. Der Leser wird nach der Lektüre einiges mehr an Sympathien gegenüber diesem missliebigem „gutem" Charakter aufbringen, dessen negative Haltung gegenüber Harry langsam zum Klischee erstarrte.
Einen völlig unerwarteten und kurzen Gastauftritt hat der von Kenneth Brannagh im zweiten Film wunderbar verkörperte Gilderoy Lockhart. Nett, wie Rowling die Handlung durch sein kurzes Auftauchen weiterbringt.
Ein finales Resümee:
Ich hatte erwartet, dass nach dem Ende des vierten Bandes die ganze Welt von Harry Potter auf den Kopf gestellt würde. Lord Voldemort war immerhin zurückgekehrt und scharte seine Getreuen um sich. Meine Erwartungshaltung war daher sehr hoch. Ganz so weit geht es in „Harry Potter and the Order of the Phoenix" dann doch nicht. Es beginnt wie gehabt ein neues Schuljahr, von einem offenen Krieg mit Riesen, Dementoren und anderen magischen Kreaturen ist noch relativ wenig zu spüren. Dennoch ist die Tonart diesmal noch eine Spur erwachsener und düsterer, Harry aggressiver und selbstbewusster geworden und es ereignen sich maßgebliche Veränderungen, nicht zuletzt der Tod eines bekannten Charakters. Fast alle Figuren aus den vorherigen Romanen tauchen auf und einige sehr interessante neue Figuren. Die Handlung ist wiederum außerordentlich fesselnd und legt gegen Ende ein rasendes Tempo vor. Man kann sich fragen, ob das Buch mit seiner voluminösen Länge nicht einige Kürzungen vertragen hätte, aber nach drei Jahren Wartezeit sollte man eigentlich für jede zusätzliche Minute in Hogwarts dankbar sein.
Und das letzte Kapitel des fünften Bandes lässt für den sechsten dann wohl doch noch eine deutliche Zuspitzung der Geschehnisse um den Zauberlehrling erwarten. Es trägt den Titel „The Second War begins",
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am 5. Juli 2004
Joanne Rowling zeigt mit diesem Buch wie gut sie sich in die Gedankenwelt von Jugendlichen einfühlen kann und sie zurecht als eine der großen Jugendbuchautorinnen unserer Zeit gesehen wird. Das Buch ist düsterer und dramatischer als seine Vorgänger. Geradezu kafkaesk ist der Prozess in den Harry verwickelt ist. Die Geschichte gewinnt beständig an Tempo und kumuliert in opulenten Kampfszenen mit überraschenden Wendungen.
Bereits der erste Abschnitt kündigt schicksalsschweren Ereignisse an und zeigt, daß sich Harry vom kleinen Jungen zum pubertierenden Teenager gewandelt hat. Während er in den ersten Bänden kindlich und eher verschmitzt agierte lernen wir diesmal einen ohnmächtigen Zorn kennen der rational nicht immer zu begründen ist. Unbändige Wut macht sich in ihm breit wenn er von Erwachsenen nicht als vollwertiger Partner gesehen wird. Im Drang aufzubegehren und sich gegen diese Ungerechtigkeit aufzulehnen ignoriert er deren Ratschläge und versucht seinen eigenen Weg zu gehen.
Die erwachende Sexualität wird ebenfalls thematisiert, wenn auch sehr dezent und politisch äußerst korrekt. Harry bekommt einen ersten Kuß, kann sich allerdings nicht wirklich in die weibliche Gedankenwelt einfühlen und erlebt daher auch herbe Enttäuschungen. Auch Hermine hat einen Freund, was allerdings nur sehr kurz und wage angedeutet wird
Der wichtigste Schritt um das Erwachsen-werden der Hauptfiguren begreiflich zu machen ist in meinen Augen die Entzauberung der Erwachsenen. Harry erfährt durch eine Rückblende einige negative Seiten seines Vaters und Sirius Blacks und erkennt daß Professor Snape auch menschliche Züge hat und verwundbar ist. Am interessantesten ist jedoch die Figur des Professor Dumbledore. So einen Lehrer (oder auch Vater) wünscht sich jedes Kind. Anstatt Harry, dessen unüberlegtes Handeln grausame Konsequenzen hat, Vorwürfe zu machen daß dieser seine Anweisungen nicht befolgt hat, gestehen er eigene Fehler ein. Er behandelt Harry als ebenbürtigen Gesprächspartner und weiht in Geheimnisse ein, die Weichenstellungen für die kommenen Bücher sind.
Ein großartiges Werk und eine würdige Fortsetzung der Erfolgsreihe. Man sollte die vorhergehenden Bände gelesen haben, da die Geschichte aufbauend erzählt wird und öfter auf vergangenes Bezug genommen wird.
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am 31. Oktober 2003
Die vielen negativen Kundenrezensionen erstaunen mich und veranlassen mich, nun eine eigene Rezension zu schreiben:
In der Tat, Action und "albernes Zauberstabgefuchtel" gibt es hier wenig. Jedoch immer noch genug um in einer potentiellen Verfilmung auch Action-Kino-Freunde auf ihre Kosten kommen zu lassen. Man denke nur an den Show-down im Zaubereiministerium oder die fortschreitende Entgleisung Hogwarts aus pädagogischer Hand, gipfelnd im fulminanten Abgang der Weasley-Zwillinge.
Zugegeben, auch die im Klappentext angekündigte Enthüllung "It is time'he said,'for me to tell you what I should have told you........" ist gemessen an den durch die ersten 4 Bände gesetzten Erwartungen an J.K. Rowlings Einfallsreichtum nicht ganz so prickelnd.
Liest man jedoch HP5 nicht als Fantasy- oder Kriminalroman, sondern als Entwicklungsroman, was er mehr als alle vorangegangenen Bände auch und vor allem ist, wird man für Mangel an Action und verblüffender Plot-Auflösung mehr als entschädigt.
Harrys pubertäre Übellaunigkeit, nervt vielleicht, ist aber absolut überzeugend. Auch das von viele Rezesenten monierte Scheitern der ersten Liebesbeziehungs-Versuche, völlig realistisch. Köstlich dazu der Kommentar meiner 15-jährigen Tochter " Harry kapiert einfach nicht, was Mädchen wollen".
Außerdem: Ein Fantasy-Held,(hier muß dieses Genre doch wieder bemüht werden) der nach literarischer Tradition, immer mehr vereinsamt, um schließlich allein das Böse zu besiegen, mit glücklicher Liebesbeziehung? Wo gibts denn sowas?.
Auch die Frage "Wer bin ich?" stellt sich Harry mehr noch und reifer als schon in Band 2. Aufgeworfen wird sie aus emotional sehr unterschiedlich besetzten Ecken, einerseits von Sirius Black (Du bist ja überhaupt nicht wie dein Vater), andererseits von Professor Snape (Du bist genauso arrogant, wie dein Vater). Und Harry fängt an, sich zu fragen: "Will ich überhaupt sein, wie mein Vater?"
Ein gelungener literarischer Schachzug, das Kapitel "Snapes worst memory", in dem zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Es verrät einiges mehr über Snape, thematisiert zugleich die spätestens in der Pubertät fällige Entglorifizierung der eigenen Eltern.
Auch die Tatsache, daß entgegen der Erwartungen der HP-Fans und entgegen der Erwartungen Harrys in Bd 5 eine Art Krieg und Gemetzel beginne, zäh und quälend seitenlang überhaupt nichts derartiges passiert, finde ich dramaturgisch sehr gelungen, durchaus verstörend, aber nicht störend.
Schließlich der finale Show-down. Endlich einmal andersherum!
Nicht wie bisher, Harry rettet ganz allein die Welt, sondern die anderen müssen Harry zur Hife eilen, der aufgrund von Unbedachtheit, Voreiligkeit und seines ihm von Hermine nicht ganz zu Unrecht unterstellten Helfer-und Heldensyndroms ins Verderben rennt.
Die Überraschungen in Bd 5 liegen eben weniger auf inhaltlicher als auf dramaturgischer Ebene.
J.K. Rowling ist auch diesmal eine ganze Menge eingefallen.
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am 6. Oktober 2003
Harry Potter wird erwachsen, das merkt man in diesem Band ganz deutlich. Er ist frech, hört nicht auf seine Freunde, zweifelt an sich selbst und merkt wie schwierig es ist mit der ersten Liebe umzugehen. Harry ist ein typischer Jugendlicher, der eigene Erfahrungen und Fehler machen muss.
Es war schon komisch, den sonst ganz sympathischen Harry plötzlich mal nicht zu mögen, weil er sich teilweise echt ätzend - auch seinen Freunden gegenüber - verhält. Aber jeder Jugendliche hat Ecken und Kanten.
Ganz deutlich läuft in diesem Band alles auf einen großen Kampf zwischen Gut und Böse hinaus....
Alles in allem ein geniales Lesevergnügen. Freue mich bereits jetzt auf Band 6.
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am 7. Oktober 2003
Ich denke, dass es J.K. Rowling immer wieder gelingt, ihre Leser zu überraschen. Dieses Buch ist ganz klar ein wichtiger Teil der Harry Potter-Geschichte, da hier Harry Wichtiges über die Vergangenheit seiner Vorbilder erfährt (Snape's Worst Memory), und so einsehen muss, dass auch Erwachsene fehlbar sind. Das Buch zeigt Harry auf dem Weg zum jungen Mann, er wird nun immer mehr gezwungen sein, die Folgen seiner eigenen Entscheidungen zu tragen, ohne sich weiterhin auf die Hilfe der Erwachsenen verlassen zu können. Dieser Weg ist zuweilen traurig und erfüllt Harry mit Wut, was meines Erachtens im Roman sehr gut dargestellt ist.
Die Liebesgeschichte konnte nicht funktionieren, da der weibliche Part nicht imstande ist, Harry Potters momentane Gefühlswelt nachzuvollziehen, bzw. ist Harry nicht imstande, nach außen hin zu kommunizieren was in ihm vorgeht. Nicht einmal seinen engsten Mitstreitern Ron und Hermione erzählt er sofort immer alles.
Die Entwicklung von Harry und Snape finde ich sehr interessant, da Snape einerseits Schwächen zeigt, anfällig ist für eigene verdrängte schmerzvolle Erinnerungen und so Dumbledores Anweisung nicht befolgt, andererseits klar auf der Seite der Guten ist. Harry hat sich in diesem Band bei ihm nicht entschuldigt und er kann es auch nicht, dazu müsste er über seinen Schatten springen, da er einerseits selbst Schuld ist an Snapes Verärgerung, und das weiß er auch, aber andererseits dieser Streit indirekt zu Harrys tiefem Verlust geführt hat und er Snape dafür verantwortlich macht, was nicht richtig, aber doch menschlich ist... Wir werden in Band 6 hoffentlich erfahren , wie die Beziehung zwischen Harry und Snape weitergeht, es wird mit Sicherheit interessant!
Des weiteren muss ich sagen, dass in diesem Band wieder Szenen waren, die so gar nicht in einem Film wiedergegeben werden können, da ich vor lauter Sympathie und Dankbarkeit angesichts solch herzerfrischenden Humors laut auflachen musste (kleine Anekdoten wie z. b. das Portrait des spöttischen Phineas Nigellus am Ende von "The Centaur and the Sneak" oder Fred und George's größter Streich...).
Bevor ich hier zuviel verrate, mach ich lieber Schluss in Angedenken an J.K. Rowling, die mir viele amüsante Stunden bei Kerzenlicht und Harry-Potter-Buch bereitet hat und hoffentlich noch bereiten wird...
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am 4. September 2003
Wochen vor dem 21.06. war ich zu nichts mehr zu gebrauchen und fieberte dem 5. Harry Potter Band entgegen.
Ich begann schnell mit der Lektüre und mich überkam ein Gefühl, welches ich während des Lesens der anderen vier Harry Potter Bände nie hatte: Langeweile (auch der Grund, dass ich eine wiederholte Lektüre nicht durchhielt).
Was war geschehen? Meiner Meinung nach handelt es sich bei HP 5 um einen reinen "Brückenband"; verschiedene neue Charaktere weren eingeführt (leider oft im Schweinsgalopp) und der Leser erfährt viel Neues über das Zaubereiministerien und Rowling entführt uns, wie vorab schon angekündigt, an verschiedene neue Orte in der Zaubererwelt.
Das klingt alles ganz gut, nur es fehlt etwas ganz Entscheidenes: Eine in sich geschlossese Handlung! Der Auftakt des Buches ist wahrhaftig atemberaubend und spannend, aber dann tut sich mehrere hundert Seiten nicht wirklich viel. Man dürfte meinen, dass die Arbeit des Orden im Mittelpunkt steht und die Konfliktsituation zw. "Gut und Böse" vertieft dargestellt wird, doch leider agiert der Orden im Hintergrund und trägt nicht wirklich viel zum Geschen bei. Die Charaktere die wir lieben, wirken erstaunlich schwach und teils lieblos ausprofiliert. Harry ist in Hogwarts und hat mit Prof. Umbridge (eine wahrhaft grausame Person, der Konflikt zwischen ihr und Harry ist allerdings etwas langatmig dargestellt) und alten Feinden zu kämpfen, man erfährt einiges über Harrys Eltern und Snape und das wars aber auch schon fast.
Rowling lässt viel zu viele Parallelhandlungen laufen, welche zum Teil versanden und zum Teil umständlich zu Ende geführt werden. Einige dieser Handlungen wirken fast schon wie "Seitenfüller" ( zum Beispiel Hagrids Abenteuer und das geheimnisvolle Monster im verbotenen Wald - was war denn das??? - oder die Geschichte zwischen Cho und Harry - nichts als heiße Luft und ebenfalls irgendwann mittendrin zu Ende und nicht mehr relevant).
Zeichneten sich vor allem die Bände 3 und 4 durch eine packende, alles dominierende Story aus, fehlt diese dem 5. Band total.
In den letzten sieben Kapiteln findet J. K. Rowling wieder zu ihrer alten Hochform zurück. Aber das allein kann das Buch auch nicht mehr retten. In diesem Buch sollen anscheinend viele Handlungen ein Großes ergeben - tun sie aber leider nicht.
Leider fehlte diesmal alles in allem der übergreifende Funke und ich hoffe, dass der sechste Band wieder an die Qualität des Vierten anschließt.
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am 12. Oktober 2004
Ich wurde vorher von vielen Leuten eindringlich gewarnt, dass Buch 5 wirklich schlecht sei und es mir wahrscheinlich den Spaß an Harry Potter verderben würde. Ich habe erst vor kurzem alle 5 Bücher in kurzen Zeitabständen hintereinander gelesen und kann jetzt eigentlich nicht sagen, dass ich Buch 5 schlechter fände als seine Vorgänger. Ich hatte auch niemals das Gefühl, ich müsse mich durch die Seiten hindurchquälen. Ich fand außerdem, dass die Geschehnisse am Ende von Buch 4 von Harry geistig verabeitet werden müssen und er nach all dem nicht mehr der gleiche sein kann. Somit stellt Buch 5 sehr gelungen die direkten Auswirkungen von Buch 4 dar.
Es stimmt schon: Harry Potter ist nicht mehr der sympathische nette Junge der ersten 4 Bände. Das hat meiner Ansicht nach zwei zusammenwirkende Gründe:
1. Harry Potter ist an der Schwelle zum Erwachsenwerden und erkennt, dass in der (Zauberer-) Welt nicht alles so positiv ist, wie er bisher dachte. Z.B., dass sein Vater nicht immer ein großer Held war.
2. Was am Ende von Buch 4 passiert, hat ihn mehr beeinflußt, als ihm bewußt ist (mit anderen Worten: seine Verbindung mit Voldemort wurde gestärkt...).
Was mir wirklich gut gefallen hat, ist, dass Hermione und Neville in Buch 5 deutlich mehr Charaktertiefe haben. Auch ist Rowling zu einer wahren Meisterin in der Kunst des 'Foreshadowing' geworden. Dies zeigt sich besonders deutlich in 'Order of the Phoenix'. Es lohnt sich deshalb das Buch nochmals zu lesen, um all die kleinen Hinweise zu entdecken.
Ich muss trotz meines Lobes für Buch 5 anmerken, dass ich den Tod einer gewissen Person für ziemlich unnötig halte und ich hoffe, dass in Buch 6 und 7 nicht allzuviele Leute ins Gras beißen müssen. Die Bücher sind nämlich auch ohne Heldentode schon tragisch genug.
Ich habe viel Kritik über das Buch gehört - viele meiner Freunde fanden die Grundstimmung des Buches zu negativ. Ich kann diese Kritik zwar nachvollziehen, aber mir hat's den Spaß an 'Harry Potter' nicht verdorben und ich fiebere ungeduldig dem sechsten Buch entgegen!
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am 12. August 2003
Das neueste Werk J.K. Rowlings beschreibt Harry Potters fünftes Schuljahr in Hogwarts. Die Autorin bleibt ihrem bekannten Grundmuster treu: Start bei den Dursleys - Weg zur Schule - Eintrittsfest - neue, spezielle Lehrkraft für 'Defence against the Dark Arts' - undurchschaubare Prozesse im Hintergrund - Detektivarbeit - Endkampf - Debriefing und Erklärungen durch Dumbledore - Heimreise.
Dieses Mal allerdings fügt die Autorin neue Elemente hinzu und verfremdet gleichzeitig gewisse bewährte Bestandteile. Ganz zentral ist die Tatsache, dass Harry - nunmehr bereits 15 Jahre alt - hochgradig pubertäre Verhaltensweisen an den Tag zu legen beginnt; eigentlich recht spät für sein Alter. Er wird aufbrausend und aggressiv. Ich finde allerdings nicht, dass damit sein früherer Charakter verleugnet wird. Denn es handelt sich ja nicht nur um die Pubertät. Wenn man bedenkt, dass er erstmals im 4. Schuljahr bewusst mit dem Tod (Cedric Diggorys) konfrontiert wurde und gleichzeitig Zeuge der schrecklichen Wiederauferstehung des Bösen konfrontiert wurde, war eine nachhaltig charakterformende Wirkung zu erwarten. Eine Verarbeitungshilfe für die allzu schlimmen Ereignisse bieten im fünften Band weder seine ungeliebten Pflegeeltern noch Dumbledore. Harry wird buchstäblich isoliert und allein gelassen. Dass er lediglich düster und aufbrausend wird und nicht noch schlimmere Verhaltensweisen an den Tag legt, zeugt von einem seht guten Charakter. Sehr schön ist auch, dass Dumbledore den Fehler mangelnder Unterstützung (wenn auch aus edlen Motiven) am Ende sich und Harry eingesteht. Es verleiht dem weisen Zaubermeister einen durchaus schmückenden Hauch von Unvollkommenheit.
Im Wesentlichen agieren drei Parteien mit unterschiedlichen Interessen:
-Lord Voldemort und seine Anhänger, welche sich auf die Machtübernahme vorbereiten, indem sie sich formieren sowie notwendige Informationen und Waffen beschaffen und bestrebt sind, keinerlei Aufsehen zu erregen, um den Widerstand möglichst klein zu halten.
-Albus Dumbledore und seine Helfer vom Order of the Phoenix, welche die drohende Gefahr der Zaubererwelt bewusst machen und so den notwendigen Widerstand aufbauen wollen, sowie Voldemorts Aktivitäten bereits jetzt bekämpfen.
-Das Establishment, welches seine trefflich eingerichtete Welt auf Teufel komm raus bewahren will und in bornierter Weise alles Störende skrupellos zu beseitigen entschlossen ist.
Als ganz gelungen möchte ich die neue Lehrerin für die 'Defence against the Dark Arts' bezeichnen. Man lernt diese Figur wirklich hassen. Sie ist Draco Malfoy recht ähnlich: fies, nur mässig begabt und absolut skrupellos. Mir erscheint sie schrecklicher als Voldemort. Sie ist eine Repräsentantin eines vollkommenen totalitären Systems. Ihre Versuche, alles unter ihre Kontrolle zu reissen und die subversiven Reaktionen verschiedener Protagonisten darauf liefern den Hintergrund zu zwar schrecklichen aber trotzdem äusserst humoristischen Szenen im Buch. Bei dieser Art von Satire kann und darf gelacht werden.
Ein grosses Kompliment ist Rowlings auch für ihre Art, Gut und Böse sehr differenziert zu zeichnen, auszusprechen. Zum Beispiel wird Snapes Hass auf Harry recht verständlich, während gleichzeitig Harrys Vater durch schwerwiegende negative Charakterzüge ergänzt wird. Das Märchenhafte ist zwar ein wenig verschwunden, aber wenn man nicht ausschliesslich holzschnittartige Figuren agieren lassen will, bleibt angesichts der Ausgangslage von Band 4 auch wenig anderes übrig.
Als Altersgruppe für die Lektüre dieses Buchs würde ich alle ab Harrys Alter empfehlen. Auch als Erwachsene wird man seinen Spass haben (unvergesslich ist z. B. die Power-Point-Parodie).
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