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Kundenrezensionen

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am 23. Januar 2004
"The Order of the Phoenix" hat mir recht gut gefallen. Ich fand das Buch von Anfang bis Ende spannend und habe es sehr schnell durchgelesen. Harry Potter bekommt in diesem Band meiner Meinung nach etwas zu viele Probleme ab. Die Entwicklung finde ich in dieser Richtung etwas übertrieben. Auch seine hausgemachten Probleme sind vielleicht überzogen.
Der fünfte Band baut einen neuen Spannungsbogen auf, der für die zwei folgenden Bände viel Aktion verspricht. Vor allem die Äußerungen von Dumbledore am Schluss der Romans deuten auf einen finalen Showdown zwischen Harry und dem Dark Lord hin.
Besonders gefallen hat mir die Einführung der Dolores Umbrigde als Inquisitor. Mir drängte sich der Vergleich mit der Machtergreifung Hitlers, dem Ermächtigungsgesetz und totalitären Staaten im Allgemeinen auf. Die Erweiterung der Befugnisse bis hin zum Aufbau eines Geheim- bzw. Spitzeldienstes ist wirklich gut gemacht. Vielleicht kann man so etwas mal in einem Deutschunterricht verwenden.
Meiner Meinung nach handelt es sich um ein spannendes Buch, um das man als Harry Fan sowieso nicht herumkommt. Sicherlich ist der Band fünf kein Kinder- sondern ein Jugend- oder Erwachsenen Buch.
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am 15. September 2003
Voller Erwartungen an eine phantasievolle magische Geschichte habe ich mich an dieses doch sehr dicke Buch gewagt. Der Anfang war auch sehr spannend und schön zu lesen. Doch je mehr ich gelesen hatte, desto öfter habe ich das Buch zur Seite gelegt und musste mich erst wieder richtig aufraffen, überhaupt weiter zu lesen. Ich war doch sehr gespannt auf die angekündigte Liebesgeschichte und einiges mehr, deshalb war ich vom Mittelteil des Buches etwas enttäuscht. Es ist streckenweise ein wenig langatmig.
Gegen Ende des Buches wendete sich das Blatt aber wieder, ich habe mich durch nichts mehr stören lassen und stundenlang geschmökert. Die Spannung und Begeisterung war wieder da!
Alles in Allem trotzdem ein tolles Buch, vor allem, wenn man sich von dem ganzen "Hype" um Harry Potter 5 nicht zu sehr anstecken lässt und sich einfach überraschen lässt!
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am 12. Oktober 2003
...um es nicht das mit Abstand "schlechteste" Buch der Reihe zu finden... :-)
Als ich es zum ersten Mal las, nervten mich Harrys pubertäre Wutausbrüche doch sehr; beim zweiten Mal fiel mir auf, dass sich Ron und Hermione oft nicht viel weniger hitzig aufführen, nur dass wir eben mehr an Harrys Gefühlen und Gedanken teilhaben, als an ihren. Auch Dolores Umbridge lässt sich beim zweiten Mal besser ertragen... ;-)
Beim zweiten Lesen fand ich auch, dass das Buch doch sehr gut die "Unordnung" und allseitige Unsicherheit wiedergibt, die durch die Rückkehr von Lord Voldemort verursacht wurden - welche Gefahr droht Harry persönlich (der Anfang des Buchs ist ja wohl genial gruselig-spannend!!), wird Cornelius Fudge seine Haltung nicht doch noch ändern, wie geht es mit Hogwarts weiter, was genau können diejenigen überhaupt tun, die gegen Lord V. kämpfen wollen, wie "unbesiegbar" ist Dumbledore wirklich... und es zeigt uns, dass alle Protagonisten (vor allem Ginny Weasley) inzwischen *älter* geworden sind und inzwischen einiges mehr auf dem Kasten haben!
Auch über manche Personen und Hintergründe erfährt man endlich mehr; man erfährt mehr über Harrys Eltern und über die Hogwarts-Zeit von Moony, Padfoot, Prongs und Wormtail, man erfährt mehr über Sirius Blacks Familie, über die Malfoys, über die Longbottoms, über Hagrid... - nun, es ist vielleicht nicht wirklich so ein "Standalone-Kracher" wie Bd. 3 oder 4, aber im Kontext der gesamten Reihe ein wichtiger Baustein.
Also Leute, lest es *nochmal* in Ruhe - allein wegen Fred und George *und* wegen Professor McGonagalls immer trockener werdendem Humor ;-)
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am 22. Mai 2015
"Harry Potter and the Order of the Phoenix" sollte bei meiner Tochter im Deutschunterricht durchgenommen werden.
Insofern kann ich nur vom Hörensagen berichten:
Es ließ sich sehr gut analysieren und war auch etwas für diejenigen, die des Englisch nicht so mächtig sind.
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VINE-PRODUKTTESTERam 6. November 2003
Nachdem man sich mit einem Wörterbuch die wichtigsten und vorallem unbekannten Wörter zum Zaubern erschlossen hat, wird man schnell, trotz, dass man es wahrscheinlich nicht in seiner Muttersprache liest, in den Bann gezogen. Die Geschichte ist zwar sehr langatmig und gerade der Anfang überzeugt wenig, aber die Geschichte wird von Kapitel zu Kapitel spannender und mitreißender. Nach einer langwierigen Beschreibung der üblichen Probleme bei den Dursleys, folgt eine sehr lange Phase der Geschichte um eine Gerichtsverhandlung wegen unerlaubten Zauberns von Minderjährigen. Man wartet als Leser auf den Beginn des Schuljahres - dem eigentlichen Zentrum der Geschichte. Wie üblich baut sich die Geschichte um Harry und seine Freunde langsam auf. Einige neue Wesen, wie die geflügelten Pferde, die die Kutschen der Schule ziehen, werden eingeführt und die neue Lehrerin für Verteidung gegen die Dunklen Künste - Dolores Umbridge - führt sich ein. Diese bildet den Schrecken der Schule. Sie ist nicht nur eine bürokratische Lehrerin, die vom Ministerium geschickt wurde, sondern auch eine Spionin von Fudge. Sie kontrolliert nicht nur die Schüler (besonders natürlich Harry), sondern auch die Lehrer. Besonders interessant sind die Veränderungen des Verhältnisses von Snape und Harry. Näheres sollte jedoch nicht erwähnt werden, da dies die Spannung nehmen würde. Nach einem dramatischen Ende (das nicht verraten werden soll), welches den Leser mehrere Stunden fesselt, fühlt man sich auf der einen Seite freudig erregt über die Ereignisse und deren Fortgang, auf der anderen Seite ist man durch die fast schon brutalen Szenen geschockt. Daher finde ich dieses eigentliche Kinderbuch für diese Alterstufe nicht mehr empfehlenswert. Ich würde dies eher als Jugendbuch bezeichnen. Trotzallem ein gutes Buch, gerade für eingefleischte Harry-Potter-Fans.
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am 23. Oktober 2003
Wie schon so viele vor mir, kann auch ich nicht widerstehen, meine Meinung loszuwerden.
Ich habe - zugegeben etwas zögerlich- vor einigen Jahren mit dem Lesen der HP-Reihe auf Englisch angefangen. Nach und nach konnte ich nachvollziehen, warum dieser kleine Zauberjunge so sehr ankam; es ist die Magie, die in unserer - manchmal gar zu öden - Welt fehlt; es ist diese besondere Kunst des Schreibens, die einen dazu bringt, mit dem Hogwartsschüler mitzufühlen, als gäbe es ihn wirklich. Wer wünscht sich nicht, auch einmal in diese fabelhafte Welt der Zauberei einzutauchen?
Je mehr ich las, desto größer wurde die Freude auf den fünften Band, der mich - trotz einiger Mangelerscheinungen - vor allem am Ende überzeugte.
Ich muss zugeben, dass JKR zu Anfang leider etwas zu ausschweifend erzählt und ich beim Lesen des öfteren nahe dran war, einfach an die Stelle zu blättern, an der Harry Potter endlich wieder nach Hogwarts kommt; wie hatte ich das Leben an dieser Schule vermisst! Doch getreu nach dem Motto "Ganz oder gar nicht" arbeitete ich mich durch manchmal etwas verwirrende Handlungsstränge vorwärts. Nach knapp 200 Seiten war's dann endlich geschafft und das fünfte Abenteuer nahm seinen Lauf. Ich folgte Harry durch seine Temperamentsausbrüche(die nach einer Weile allerdings dann doch etwas auf die Nerven gingen, weil sie nicht mehr nachzuvollziehen waren), durch seine erste Liebe und durch seine Sorgen. So richtig spannend wurde es am Schluss und ich muss gestehen, dass ich sogar ein paar Krokodilstränen von meinen Wangen wischen musste...wie haben wir alle mit Harry gelebt und gelitten, und dann das?!?
Schade ist nur, dass JKR etwas zu viel Hintergrundwissen und Details in die ganze, sonst sehr fesselnde Geschichte packt, an die man sich im einzelnen nur dann erinnern kann, wenn man das ganze Buch nochmal liest. Aber für Harry würde ich ja fast alles tun...
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am 28. August 2003
Nach 4 superguten Büchern geht es Harry diesmal bergab. Das fünfte Buch in der Harry Potter Reihe is nicht schlecht, aber ganz anders als die ersten vier. Es geht diesmal um die geheime Organisation "Order of the Phoenix", deren Aufgabe ist, Voldemort zu bekämpfen. Wenige in der magischen Gesellschaft glauben Harry und dem Order, dass der böse Voldemort zurückgekehrt ist, so der Order muss sich deswegen geheim halten, um nicht selber gekämpft zu werden. Auch Harry weiß nichts davon, und er ist sauer, dass keiner ihm was über Voldemort und seine Rückkehr erzählen will. Leider ist Harry fast durch das ganze Buch sauer, was auch mich ein bisschen sauer gemacht hat. Ich war diesmal ganz ehrlich genervt beim Lesen. Es ist Schade, weil das Buch ist eigentlich ganz gut - genau wie die ersten vier. Aber wie schon gesagt - es ist anders. Ich will keinem von diesem Buch abraten, für Fans ist es ganz klar ein Muss!
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am 8. März 2005
Also, zunächst mal so viel vorweg: HP5 ist toll! Der Start ist ausgesprochen furios und das Buch fesselt vom ersten Kapitel an!! Es entsteht direkt Spannung und es kommt früh zu einigen verblüffenden und neugierig machenden Enthüllungen. Atemlos las ich weiter ... doch, was ist das?! Der Spannungsbogen reisst ab und es folgte ein Sturz in eine tiefe Handlungsödnis!
Und da haben wir eine der wenigen Schwächen des Bandes: Er ist zu lang! Es kommt im Verlauf der Geschichte zu einigen gähnend langweiligen und höchst überflüssigen Episoden, die kürzer gefasst das Gleiche ausgesagt hätten, oder die sich Mrs. Rowling am besten gleich ganz geschenkt hätte. Es war einige Monate vor der Veröffentlichung irgendwo zu lesen, J. K. Rowling hätte mittlerweile Anfang, Mittelteil und Ende der Geschichte fertig gestellt, es fehlten also noch einige verbindende Handlungsstränge dazwischen. So ähnlich liest sich das Werk an mancher Stelle dann auch: Als wären einige Kapitel nachträglich eingepflegt worden und als hätte die Arbeit an dem Buch einfach zu lange gedauert. Man bekommt hie und da den Eindruck, die Autorin hätte Pausen eingelegt und später Probleme gehabt, den Faden wieder richtig aufzunehmen. Der Rhythmus der Geschichte wird dadurch leider immer wieder unterbrochen.
Nach furiosem Beginn dauerte es somit für meinen Geschmack lange, bis die Geschichte richtig an Harmonie und Tempo gewann und ich mich im Harry-Universum wieder heimisch fühlte. Aber dann hat HP5 auch wieder alles das, was die Serie so lesenwert macht: Sympathische Protagonisten, mit denen man mitfühlt und mitleidet und verhasste Antagonisten, die man auf den Mond wünscht! Insbesondere bei letzteren hat die Autorin ein ausgesprochenes Talent dafür, echte Hasskandidaten aufzubauen. Aber auch bei den lieb gewonnenen Sympathieträgern menschelt es stark. Manchmal möchte man selbst Harry, der bisweilen recht stures und aggressives Verhalten an den Tag legt, gründlich auf die Fresse hauen. Auf der anderen Seite wird es ihm aber auch von anderer Seite oftmals unnötig schwer gemacht, was sein Verhalten widerum verständlich werden lässt. Und da haben wir eine der weiteren Schwächen des Buches: Manchen Figuren kauft man ihr Verhalten einfach nicht ab! So werden Personen (insbesondere Harry) unverständlicher Weise über Tatsachen im Unklaren gelassen, in dessen Kenntnis sie anders gehandelt und somit die Geschichte einen ganz anderen Verlauf genommen hätte. Und das ist auch das Verdrießliche daran: Er wird von Personen ohne Not "im Stich" gelassen, die das normaler Weise nicht getan hätten. Das führt dann dazu, dass man den Eindruck bekommt, Frau Rowling lässt diese Personen nur deswegen irrational und gegen ihre sonst gewohnte Handlungsweise agieren, um den jeweils angestrebten Fortgang der Geschichte rechtfertigen zu können. Das Ganze wirkt dann schon mal etwas konstruiert.
Letztlich behält das Harry-Universum aber seinen unverwechselbaren liebenswerten Charme!
Hogwarts, Hogsmeade, der verbotene Wald, Quidditch, Ärger mit Snape, lustige Streiche von Fred und George... alles kommt zu seinem Recht! Die Atmosphäre ist dabei in der Tat düsterer als sonst. Wen wunderts: Schließlich ist Volde... pardon, He-Who-Must-Not-Be-Named wieder unter uns! Das Bedrohungsszenario, welches daraus erwächst - die Versuche des Ministeriums, diese Tatsache herunter zu spielen - das Leben in Hogwarts angesichts neuer Gefahren... Alles das ist dramaturgisch erstklassig und einfach zauberhaft und stimmungsvoll erzählt! Und wenn Harry mit den Tücken der Pubertät kämpft und sich wünscht, man möge ihm doch anstelle mancher Zaubersprüche lieber beibringen, wie die Gehirne der Frauen funktionieren oder sich von Hermine Tipps für den Umgang mit Mädchen anhören muss, weiss man, auch in Hogwarts ist die Zeit nicht stehen geblieben. Die Charaktere altern und reifen und werden sich wohl auch in Zukunft noch mit ganz anderen Tücken als nur mit Vol..., sorry, You-Know-Who herumschlagen müssen...
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am 20. Oktober 2003
Auch ich habe sehnsüchtig auf Band 5 gewartet und konnte es kaum erwarten, ihn zu verschlingen. Nachdem ich fertig war, hatte ich gemischte Gefühle, doch so langsam glaube ich, dass ich weiß, worin das Hauptproblem besteht. Die ersten vier Bände waren phänomenale Erfolge und steigerten sich in Handlung und Spannung, so dass die Erwartungen an den fünften Band dementsprechend hoch waren - hinzu kam dann noch eine relativ lange Wartezeit. Band 5 ist nicht schlecht, und in vielen Kapiteln sogar sehr spannend, aber da der Leser davon ausgeht, dass er den Vorgänger toppen muss, wird er enttäuscht.
Das Buch wirkt viel konstruierter - man merkt schnell, dass die Autorin sich Zeit genommen hat, um die Geschichte zusammenzupuzzeln und sich sorgsam überlegt hat, was sie in den Roman einbringt. So enstand eine gute Grundhandlung, wobei mich allerdings einige Elemente arg gestört haben.
Zum einen fand ich manche Kapitel überflüssig; es wurde gerade richtig spannend, und dann kam wieder ein Kapitel, das auf ein ganz anderes Thema gelenkt hat, und das war eher frustrierend als erbaulich.
Was mich massiv gestört hat, war Harry selbst. Pubertät hin oder her, ich fand seine Rolle total überspitzt und übertrieben. Während man auch Ron und Hermine die Teenage-Crisis anmerkt, wirkt sie bei ihnen realistisch, bei Harry total lächerlich. Tatsächlich fand ich ihn insgesamt ziemlich unsympathisch, und das ist nicht gerade vorteilhaft, denn er ist schließlich der Protagonist.
Und auch hier muss ich - wie auch bei den Vorgängern - feststellen: Es ist kein Kinderbuch! Ich jedenfalls würde es meine Kinder nicht lesen lassen, die trauen sich doch nie wieder in die Schule ... und wenn sie dann erst einmal nachsitzen müssen ... aber ich will auch nicht zu viel verraten.
Ob ich es weiterempfehle? An sich ist die Frage überflüssig, da alle, die die ersten Bände gelesen haben, auch auf diesen nicht verzichten werden. Aber ich fand ihn nicht schlecht, ganz besonders der Schlußteil ist wirklich sehr spannend und bietet auch weitere Facetten des gesamten Puzzlespiels um Voldemort und Harry.
Insofern: Good, but not great.
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am 14. August 2003
Der 5. Band beginnt, wie üblich, im Ligusterweg, wo es Harry kaum erwarten kann, bis er endlich wieder seine Freunde/innen sieht. Dann ist er soweit und zudem lernt er den Phönixorden kennen. (Der Phönixorden ist Dumbledores Widerstandsbewegung gegen Lord Voldemort, der mir hoffentlich verzeiht, dass ich aus Platzgründen seinen Namen nicht umschrieben habe.) Aber eigentlich hatte sich Harry das alles viel interessanter vorgestellt. Am Ende der Ferien sehnt sich Harry nach Hogwarts, doch sein 5. Schuljahr wird äußerst unerfreulich verlaufen, versucht doch das Ministerium für Magie - äußerst erfolgreich - die Schule unter die vollständige Kontrolle zu bekommen, und zerstört dabei alles, was Harry so viel bedeutet. Zum ersten Mal verbringt Harry die Weihnachtsferien nicht Hogwarts, und er würde am liebsten die Schule verlassen. --- Nein, keine Panik, mehr vom Inhalt wird hier nicht verraten, aber ich habe den Eindruck, dass es dem/der Leser/in so ähnlich wie Harry ergeht. Drei Jahre Warten auf die Fortsetzung, nun ist sie endlich da, und da stellt sich beim Lesen nach den ersten 100 Seiten die Frage: Rechtfertigt das Ergebnis die lange Wartezeit? Dabei ist Band 5 keineswegs schlechter als Band 4, aber mit der Wartezeit sind eben auch die Erwartungen gestiegen. Hinzu kommt, dass Band 5 (ähnlich wie Band 4) innerhalb der auf 7 Bücher geplanten Serie die undankbare Brücke zwischen Beginn/Aufbau und Schluss/Showdown bildet. Die einzelnen Handlungsstränge müssen fortgeführt, ergänzt und ausgebaut, allerdings noch nicht aufgelöst werden, denn das Material wird noch für 2 Bände benötigt. Außerdem hat sich JKR endgültig dazu entschieden, die Bände aufeinander aufzubauen. (So ist es im Unterschied zu den früheren Bänden bei Band 5 nicht mehr möglich ohne Vorkenntnisse der früheren Bände in die Serie einzusteigen.) --------- Grundsätzlich hat mir Band 5 gut gefallen. Die Handlung hat meiner Ansicht nach überraschende Wendungen. (Schon dass der tatsächliche Kampf mit Lord Voldemort, der zu erwarten ist, herausgezögert wird, zählt dazu.) Und was der Einfallsreichtum und einzelne Details betreffen, zeigt, dass JKR nichts von ihrer Phantasie eingebüßt hat. Dass JKR interessante Figuren zeichnet, war nach den bisherigen Bänden zu erwarten. Dass sie mit weiteren Hintergrundinformationen für Überraschungen sorgt, sich dabei aber keineswegs in wirkliche Widersprüche zu ihren früheren Bänden verwickelt, ist ebenfalls positiv anzumerken. Eine günstige Entwicklung zeichnet sich auch ab, was das Frauenbild betrifft. War es bisher immerhin politisch korrekt und im Vergleich zu anderen Jugendromanen akzeptabel, so deutet sich in Band 5 (nicht zuletzt durch die Einführung weiterer weiblicher Figuren und/oder ihre Aktivierung im Handlungsgeschehen) auch hier eine Verbesserung an. --- Das einzige, was mir wirklich zu schaffen macht und mich ziemlich deprimiert hat, ist der Haupthandlungsstrang um die neue DADA-Lehrerin und Ministeriumsangestellte Dolores Umbridge. Das (Un)treiben dieser Sadistin war für mich einfach nur deprimierend und dass sich Dumbledore am Schluss mit ihrer Entfernung aus seiner Schule begnügt, fand ich unbefriedigend. (Da wäre ein Prozess, sogar mit einem willkürlichen Freispruch, noch besser gewesen.) Und ob das für Kinder und Jugendliche nicht zu extrem ist. (Aber schon HP 3 war eindeutig nichts mehr für ganz kleine Kinder.)Doch selbst dieser Figur konnte ich zwei positive Seiten abgewinnen. Erstens entspricht sie keineswegs einem progressiven Frauentyp, der dadurch fragwürdig gemacht wird. (Allerdings gehört es zu den Positiva der HP-Serie, dass diese Form von Frauendarstellung kaum vorkommt, vielleicht ausgenommen in HP 4). Zweitens ist sie keine Voldemort-Anhängerin (nach derzeitigen Stand), und es hat mir immer gut gefallen, dass in HP das Böse auch ohne Superschurken existiert.
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