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am 23. Juni 2016
It's very emotional and moving. While it is tragic, it's still humourous - in a pretty ironic and dark way.
The many references to literature - which is the medium with which father and daughter communicate with each other - bring this work to a whole new, meaningful level.
It's touching, intimate and truthfull in a very brave and uncommon way.
It's difficult to say I loved it because of the tragic truth behind it, but I really admire the talent the author shows in the way she tells her story. With her beautiful drawing and writing style she brings exactly to the point what she wants to tell.
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am 28. April 2012
In dieser detailverliebten, autobiographischen Graphic Novel steht das Verhältnis der aufwachsenden Alison und ihrem Vater im Mittelpunkt, der 1980 bei einem Unfall verstarb - soweit die offizielle Version. Die lesbische Alison vermutet jedoch eher einen Suizid des ihr in ihrer Kindheit immer fremd gebliebenen Vaters, mit dem sie jedoch mehr verbindet, als sie sich zuerst eingestehen will: Nach seinem Tod erfährt sie von ihrer Mutter, dass ihr Vater Affären mit Männern hatte...

Ein sensibles Thema, sehr rührend und genau in Szene gesetzt und mithilfe eines imposanten Zeichenstils bestens illustriert!
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am 29. Januar 2017
A personal journey wonderfully laced with intertextual references that offer insights into the other texts as much into Bechdel's own story.
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TOP 500 REZENSENTam 21. November 2014
Wie sehr viele Graphic Novels ist auch Alison Bechdels "Fun Home: Eine Familie von Gezeichneten" eine autobiographische Erzählung. In ihrem preisgekrönten und in den USA sehr gut verkauften Comic, der bei uns zunächst eher unauffällig bei Kiepenheuer & Witsch erschien, erzählt sie von einem doppelten Coming Out mit tragischen Konsequenzen. Kurz nachdem sich Alison Bechdel ihren Eltern gegenüber als lesbisch outete (obwohl sie damals noch keinen gleichgeschlechtlichen Sex praktiziert hatte), stahl ihr Vater ihr die Show. Er gestand homosexuell zu sein und starb kurz darauf unter Umständen, die auf Selbstmord schließen lassen.

Sehr sensibel erzählt Bechdel von einer Kindheit in einer potemkinschen Ideal-Familie. Ihr Vater interessierte sich mehr für ein ansprechend dekoriertes Heim und die Jungens, die er in Literatur unterrichtete, als für seine Frau und Kinder. Während er wünschte, dass seine Tochter sich weiblicher geben und schöne Kleider tragen würde, erkannte Alison Bechdel langsam, dass ihr Vater eigentlich ein “Mädchen“ war.

Alison Bechdels Graphic Novel überzeugt vor allem in der ersten Hälfte sowohl zeichnerisch als auch als anspruchsvolle Erzählung. Doch nach und nach ermüdet die unchronologische Erzählweise der Autorin, die ständig weitere biographische Puzzleteile und schlaumeierische literarischer Anspielungen nachliefert, ohne dass die Geschichte dadurch an Tiefe gewinnt. Dennoch ist "Fun Home“ ein äußerst interessanter Comic, der durch die Aufnahme in die SZ-Reihe Graphic Novel Highlights und dadurch, dass er jetzt auch als preiswertes Paperback bei Carlsen vorliegt, auch bei Comicfreunden jene Aufmerksamkeit erhalten dürfte, die dem Band durch die Veröffentlichung bei einem “Nicht-Comic-Verlag“ bisher versagt geblieben ist.
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am 17. Dezember 2009
Fun Home!

Was zunächst nach Spaß klingt, das ändert sich schnell, wenn man erfährt, dass es sich um ein Funeral Home/ Bestattungsunternehmen handelt.

Alison Bechdel schreibt, zeichnet und würgt an ihrer Familiengeschichte!

Wie kam es dazu?

Sie ist im immer wieder vererbten Bestattungsunternehmen der Familie aufgewachsen. Da man in der karg besiedelten Gegend ihres Wohnortes Beech Creek nicht von Toten leben konnte, war der Vater auch noch Englischlehrer an der Highschool. Er war nahe und fern, kalt, pedantisch, autoritär und bedrohlich und hat die Familie unter sein Regime gezwungen. Bücher liebte er, und nur auf dem Weg über Bücher war Kommunikation mit ihm möglich. Bücher spielen auf dem Weg der Vermittlung der häuslichen Tragikomödie denn auch eine besondere Rolle. Sie werden zu Vergleichen nahezu unermüdlich herangezogen.

Das Haus der Familie, 1867 im gothic - revival - Style erbaut, quillt über von schrulligen und verspielten Einfällen, mit denen der Vater das Innere dekoriert. Alison sagt von sich: ich war Bauhaus, er Biedermeier; ich Pragmatik, er Ästhetik. Die Einrichtung und der Lebensstil des Vaters führen bei Alison zu Vergleichen mit der Addamsfamily, einer skurrilen, makaberen und morbiden Cartoonserie von Charles Addams im New Yorker -Magazin von 1930 -1980.

In ihren Comics, in denen Alison Bechdel ihre Familiengeschichte erzählt, werden unglaubliche Parabeln aus der griechischen Mythologie, über die Literaturszene von Proust bis Joyce und zum Existentialismus Sartres und Camus zu Vergleichen herangezogen. In der gesamten Comicgeschichte wirft der Tod seine Schatten. Auf dem Friedhof dürfen die Kinder schon einmal in die Grube hopsen; streng verboten aber war es, in die Särge zu springen. Neue Särge wurden gemeinsam in einem Raum über der Garage verfrachtet.

Nach dem Tod des Vaters, den die inzwischen erwachsenen Kinder nicht recht betrauern können, stellen sich ungewöhnliche Fragen nach den Vorgängen um seinen Tod. Er wurde von einem Lastwagen überfahren, während er der sehr geliebten Gartenarbeit nachging. Zu seinen besonderen Vorlieben gehörte eine Neigung zu phallusartigen Obelisken. Alison charakterisiert ihn einmal in einer Steigerung so: Autokrat---- Autodidak-----Autounfall!

Hat ihn die Mitteilung der Tochter, dass sie lesbisch sei, umgebracht? Oder ist die Verknüpfung seiner eigenen Homosexualität mit dem Schicksal seiner Tochter auslösender Moment für seinen Tod?

Sarkastisch, tragisch und komisch gedenkt Alison Bechdel ihrer Kindheit, die im sterilen, unabänderlichen Angesicht des Todes seinen Widerhall findet. In ihren Texten und Comics spiegeln sich die Phantasien, mit denen sie die Eltern beobachtet, beargwöhnt, Vergleiche zu Figuren aus der Literatur heranzieht, philosophische Überlegungen zu ihrem Handeln und Denken anstellt und immer neuen Fragen nachgeht.
Detailbesessen strichelt sie, malt, schreibt, telefoniert und führt Tagebuch ganz im Widerspruch zu einer von ihr konstatierten fast autistischen Haltung, die sie allen Familienmitgliedern attestiert.
Das gedrängte und aus ihr heraus quellende Material der Erinnerungen ist von hoher Qualität der Anschauung und der Bedrückungen, unter denen sie gelitten und gelebt hat. Wie sie in ihrem Comicroman die einzelnen Stufen ihrer Wahrnehmungen berichtet, zeichnerisch und mit Texten unterlegt, das zeugt von ihrer herausragenden Fähigkeit, sich in Wort und Bild zu äußern.

Wer sie in Interviews erlebt hat, weiß, dass sie eine außerordentlich gescheite, reflektierte und am Leben leidende Frau ist, die mit dem Buch eine Art Befreiungsakt vollzogen hat. Indem sie für sich und den Vater das Bekenntnis der Homosexualität erklärt, kann sie verspätet dem Vater nachtrauern, der mit seinem verborgenen Geheimnis der eigenen Homosexualität Düsternis über die ganze Familie verbreitet hat.

Einen vergleichbaren autobiographischen Comicroman hat es noch nicht gegeben.
Alison Bechdel widmet das Buch "Mom, Christian und John"mit der Bemerkung "Wir hatten eine Menge Spaß. Trotz allem".

In Amerika galt ihr Comicroman noch vor McCarthys "Die Strasse" und R. Fords "Die Lage des Landes " 2006 als das beste Buch des Jahres.
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am 29. November 2011
Eine Coming-of-age-Geschichte: In Rückblenden erzählt die Autorin mit toll gezeichneten Bildern ihre Familiengeschichte. Genauer gesagt berichtet sie von Wendepunkten, Alltäglichkeiten und Besonderheiten. Athmosphärisch wunderbar geschrieben und gezeichnet. Auch wenn ihr Vater im Mittelpunkt zu stehen scheint, habe ich beim Lesen oft an meine Mutter gedacht und meine Beziehung zu ihr. Schön, wenn Bücher so ein Nachdenken bewirken!
Der einzige Makel aus meiner Sicht sind die häufigen Ulysses-Bezüge im letzten Buchteil: Die Autorin zieht Parallelen und Vergleiche zu Joyces Werk, die für mich (ich gestehe: Ich habe Ulysses immer noch nicht gelesen)den Erzählfluss unnötig gebremst haben.
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am 26. September 2009
alison bechdel kann zeichnen. und sie kann schreiben. und was macht sie: sie gestaltet auf fast 250 seiten ein meisterwerk, das ihre persönliche geschichte erzählt. sie autobiografiert ihr leben in einem comic!? und gewaltig steht die beziehung zu ihrem vater im heißen brennpunkt.

nun habe ich fun home, genau wie watchmen, auf englisch gelesen. man will ja auch was lernen. so konnte ich das original noch originaler spüren. aber: ganz schön schwer für einen durchschnitts-nicht-engländer wie mich.

diese so emotional in hochfrequenten vor- und rückblicken erzählte geschichte, die sich im engsten radius um nur genau einen mittelpunkt dreht und dabei hinreißende kurven zieht, muss ich nochmal lesen. und damit ich dann alles verstehe: auf deutsch. das ist dann nicht mehr ganz so poetisch, aber dafür leichter. zumindest ein klein wenig. so leicht wie das leben.

wenn familie dein thema ist, oder mutter oder vater, oder literatur oder sexuelle identität, wenn du nicht mehr weißt, ob deine kindheit magisch war und du eigentlich auch nicht weiß warum, wenn du wirklich wissen willst, ob das alles einen sinn macht. dann glaube mir, dann lies.

ich will das auch können.
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am 5. Oktober 2009
Zunächst einmal ist "Fun Home" nicht, wie von einem meiner Vor-poster behauptet, ein illustriertes Buch sondern eben ein autobiografisches Comic, und zwar eines der besten, sollte man hinzufügen. Alison Bechdel, eher bekannt durch "Dykes to watch out for" analysiert hier die Beziehung zu Ihrem verstorbenen Vater, und obwohl ihre Gedankenketten viele schwerwiegende Stationen in beider Leben zeigt und diskutiert (vom späten "Outing" des Vaters zum eigenen, von Unnahbarkeit und dem Finden von Literatur als Kommunikationswerkzeug bis zu der Frage: War es Selbstmord oder ein Unfall?) ist es doch immer diese Beziehung, um die sich alles dreht. Wie Bechdel vom Tod des Vaters Rückwärts in kleinen Episoden erzählt ist wunderschön und sehr persönlich. Man sollte nur nicht den Fehler machen, sich von ihr irgendwelche Antworten auf die gestellten Fragen zu erhoffen, sondern ihre Gedanken mitverfolgen und sich seine eigenen Schlüsse ziehen.
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am 25. Dezember 2013
Ein Buch gezwungener Maßen für Uni-Seminare lesen ist natürlich eine andere Vorausetzung, als es freiwillig und aus Interesse zu tun. Dennoch ist Fun Home kein schlechtes Buch, es war relativ leicht zu lesen und auch ganz amüsant.

Darüber hinaus sollte sich jeder sein eigenes Bild machen, da auch ich ein solches Buch noch nicht gesehen habe.
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am 21. Juli 2016
Meine Meinung:
Ich bin wirlich froh diese Graphic Novel entdeckt zu haben, und dank des knappen Klappentextes mir auch die gesamte Bandbreite der Geschichte, mit ihrer Tiefe und den Gefühlen, erhalten geblieben ist. Eine wahre Autobiografie als Graphic Novel, ein Zeitzeugnis das es wohl eher selten gibt.

Die äußere Aufmachung ist recht einfach gehalten, die Zeichnungen und Panels sind in schwarz/blau gehalten, wobei die Autorin mit vielen Schattierungen des Blau arbeitet. Durch die Einfachheit der Bilder vermittelt Alison Bechdel dennoch genügend Tiefe und Emotionen, denn nichts wirkt überladen oder unnötig ausschraffiert. Zwischen den Panels wird die Geschichte durch Textbausteine weiter erzählt und die notwendigen Details um die Komplexität zu verstehen vermittelt.

In Alisons Leben gibt es einen entscheidenden Moment bzw. eine entscheidende Phase, der auch in der Geschichte immer wieder auftaucht, welcher ihr Leben von Grund auf ändert und umkrempelt. Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne durchlebt Alison die Höhen und Tiefen des Seins und erkennt, wie viel in ihrem Leben doch im Umkehrschluss einen anderen Beigeschmack bekommt. Durch alte Tagebuchenträge und Bilder vermittelt sie auf schonungslose und ehrliche Art ihre Gefühle und Gedanken zu jener Zeit, und davor und danach. Für uns als Leser legt sie ihr Leben offen und ehrlich dar, was diese Graphic Novel eben zu ener Sensation macht.

Für mich besonders interessant waren die literarischen Paralleln die Alison immer wieder zwischen ihrem Vater, sich selbst und den Lieblingsautoren zieht. Ein Leben wie aus einer Tragödie, aber dennoch ganz anders.

Fazit:
Eigentlich möchte ich gar nicht zu viel erzählen oder preis geben, sondern einfach nur diese wunderbare und ehrliche Autobiografie empfehlen. Wer, so wie ich, sonst eher nicht gern zu biografischen Werken greift, hat ihr eindeutig ein Musterbeispiel für interessante Lebensgeschichte.Mich wird die Geschichte von Alison noch eine Weile beschäftigen und immer wieder zu diesem Buch greifen lassen.
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