Hier klicken Jeans Store Jetzt informieren Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More Slop16 Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
69
4,2 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 3. August 2015
Dawkins ist ein scharfer Denker und argumentiert seine Position stringent und konsequent. An vielen Stellen schreibt er Atheisten geradezu aus dem Herzen und bringt Religionskritik auch wissenschaftlich auf den Punkt. Befremdlich für mich als Europäerin sind die langen Ausführungen zum Kreationismus. Die weitaus meisten Christen in meinem Umfeld haben diesen längst überwunden und einen Weg gefunden ihren Glauben mit der Evolution zu "vereinen ". Hier ist sicherlich zu sehen, dass Dawkins in einem Land lebt, in dem TV-Prediger und christliche Konfessionen weiterhin gegen Darwin hetzen. Für mich gibt es hier dennoch einen Punkt Abzug, nachdem dieser Teil der "Diskussion" zumindest in Europa weitgehend (wenn auch nicht ausnahmslos wie einige Freikirchen oder Zeugen Jehovas zeigen) überwunden ist. Ich denke ein Schwerpunkt sollte auch die Frage sein, wie man mit einem zunehmend vergeistlichten Gottesbild umgeht, das die Figur eines Gottes immer mehr zum Lückenbüßer für die noch wenigen wissenschaftlich nicht erklärbaren Tatsachen dieser Welt werden lässt.
Insgesamt ist das Buch ein echtes "Muss" für engagierte Atheisten und Leser , die noch ihre Zweifel haben. Im Übrigen ist Dawkins als Vertreter des neuen Atheismus keineswegs übermäßig kämpferisch. Stark Gläubige mögen sich angegriffen fühlen, wenn an ihren Manifesten gerüttelt wird, aber vielleicht ist das dann auch einfach nicht die richtige Lektüre für sie. Religionsfreiheit beinhaltet auch Kritik zu respektieren. Ach ja, wer erwartet, dass Dawkins einen weltbewegenden "Beweis" erbringt, dass Ein Gott, mehrere Götter, Göttinnen, dreifaltige Götter nicht existieren. Das tut er nicht, aber er überzeugt vollkommen damit, dass in meinem Garten keine Elfen leben ;) .
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Juni 2016
"Do not indoctrinate your children. teach them how to think for themselves, how to evaluate evidence, and how to disagree with you."
If only the whole world could agree to that today, we would live in an entirely different and much nicer world tomorrow. I've lived in various countries in the world ranging from hardcore religious states (Pakistan) to the most liberal secular states (Netherlands), and found that independently thinking people, with some basic level of education, come more or less to the same set of moral values all over the world. Where it goes wrong is when they are indoctrinated as children to justify genocide, cultivate hate for those of different beliefs, and in general are kept from reasonable argument and the pursuit of truth. Unfortunately this also still happens all over the world.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"I am attacking God, all Gods, anything and everything supernatural, wherever and whenever they have been or will be invented" (36).

Der Kampf der Kulturen steht nicht unmittelbar bevor, er ist bereits voll im Gange! Dabei kämpfen nicht primär Christen gegen Moslems oder Moslems gegen Juden. Der entscheidende Kampf um die Köpfe der kommenden Generationen wird zwischen Gläubigen und Atheisten ausgefochten werden.

In Amerika unterwandert die religiöse Rechte seit Jahrzehnten die Werte und Errungenschaften der Aufklärung und hat seit Januar 2001 ihren Mann im Weißen Haus sitzen. Der Islam hatte noch gar keine Aufklärung und ist daher in weiten Teilen nicht mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar. Doch trotzdem werden bekennende Atheisten immer noch gerne als nihilistische Zyniker dargestellt. Doch nun endlich sind in diesem Jahr drei Darstellungen erschienen, die dem Atheismus ein Gesicht geben und ihn als echte Alternative zum Glauben präsentieren. Nach Daniel Dennetts "Breaking the Spell" und Sam Harris "The End of Faith", widmet sich nun Richard Dawkins, einer der weltweit bedeutensten Intellektuellen und seit gut 30 Jahre der lautstärkste Vertreter einer Gesellschaft ohne Gott, diesem so wichtigen Thema. Der Zoologe und Evolutionsforscher, der 1976 mit dem Buch "The Selfish Gene" für Aufsehen sorgte, zieht in "The God Delusion" gewohnt polemisch gegen Gott und Glauben zu Felde. Jeder Mensch, der noch einigermaßen bei Verstand ist, wird sich fassungslos an den Kopf greifen, wenn Dawkins den fundamentalistischen Präsidentschaftsberater Pat Robertson zitiert, der AIDS als gerechte Strafe Gottes sieht und indirekt zum Mord an Schwulen und Lesben aufruft (239+290). Angst und Schrecken sollte uns alle packen, wenn Dawkins die im Alten und Neuen Testament niedergeschriebenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufführt und gleichzeitig nachweist, dass die Zahl derjenigen, die für eine wörtliche Auslegung der Bibel eintreten, täglich zunimmt. Nackte Wut packt jeden, der liest, wie George W. Bush, wiedergeborener Christ in Amt und Würden, damit prahlt, wie er Gnadengesuche von zum Tode verurteilten Personen ablehnt und diese dabei auch noch nachäfft (292).

Doch am Besten ist Dawkins immer noch, wenn er Religion mit allen Mitteln der Wissenschaft und Forschung attackiert und in glasklarer Argumentation nachweist, dass es keinen einzigen stichhaltigen Beweis für die Existenz Gottes oder mehrerer Götter gibt. Ein Hauptargument bildet dabei die Tatsache der Evolution: "Evolution by natural selection produces an excellent simulacrum of design, mounting prodigious heights of complexity and elegance" (79). Und der Vorteil bei der Sache ist, dass es für die Evolutionslehre Millionen von Beweise gibt, für einen "intelligent designer" keinen Einzigen.

Höhepunkte der Darstellung sind Kapitel 5 und 6 ("The roots of religion" und "The roots of morality: why are we good?"), in denen Dawkins zuerst den Ursprung von Religion untersucht. Seiner Meinung nach ist der Glaube ein Nebenprodukt ("by-product") der Eigenschaft von Kindern, Erwachsenen absolut zu vertrauen. Dies hat auch seinen guten evolutionären Grund, da Kinder so vor vielen Gefahren geschützt werden können. Doch kann ein Kind nicht zwischen sinnvollen ("Geh nicht bei rot über die Straße") und unsinnigen Hinweisen ("Wenn du nicht brav bist, kommst du in die Hölle") unterscheiden.

Kapitel 6 räumt mit dem selbst unter Ungläubigen immer noch weit verbreiteten Irrtum auf, dass Menschen moralische Mastäbe aus ihrer Religion beziehen. Nach einigen Beispielen, die zeigen, dass die Schriften der Weltreligionen denkbar schlecht geeignet sind, um ein friedliches Zusammenleben der Menschen zu gewährleisten, argumentiert Dawkins, dass sich Moral evolutionär entwickelt hat. Die Goldene Regel ("Was du nicht willst, das man dir tut...") habe sich vor allem aus dem Prinzip Eigennutz durchgesetzt, denn nur wer nett zu anderen ist (platt formuliert), erhöhte auch seine eigenen Überlebenschancen.

In Kapitel 9 ("Childhood, abuse and the escape from religion") wird deutlich, welchen schädlichen Einfluss die Mythen der Religionen auf Kinder haben können. Viele Betroffene, die hier zu Wort kommen, berichten von langjährigen Panikattacken und anderen Angstzuständen, die ihnen zum Beispiel die plastischen Höllendarstellungen bereitet haben.

Zusammenfassend stellt Dawkins fest, dass das gefährlichste an allen Religionen sei, dass der absolute Glaube an etwas, wofür es keine Beweise gibt, als etwas positives und erstrebenswertes dargestellt wird. Diese Einstellung sei nicht nur Fundamentalisten sondern allen glaubenden Menschen gemein. Um auf die Gefahr dieser Tatsache hinzuweisen, greift Dawkins zu harten (rethorischen) Mitteln. Er wird daher von seinen Gegnern als extrem aggressiv und gegenüber Religionen feindlich gesinnt kritisiert. Nun, das stimmt auch, aber seine Aggressivität begründet Dawkins auch in bestechender Manier. Es gibt wohl keinen anderen, der auf einem so hohen Niveau so brillant und für jeden verständlich einen Gedankengang zu Papier bringen kann. Daher bleibt zu hoffe, dass vor allem Menschen "The God Delusion" in die Hand nehmen werden, die nicht eh schon die Meinung des Autors teilen. Diejenigen, die für ihren Glauben zum Äußersten zu gehen bereit sind, werden dieses Buch aber wohl eher nicht lesen. Denn wie schon Bertrand Russell so passend bemerkte: "Many people would sooner die than think. In fact they do" (306).
11 Kommentar| 23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ein umstrittenes Buch (die Diskussion hier ist ein deutliches Zeichen) - doch vor allem ein rational-wissenschaftliches Buch mit Zorn im Leib.

Richard Dawkins ist Evolutionsbiologe und Religionskritiker in Oxford. Dieses Buch schrieb er auch vor dem Hintergrund der sich immer aggressiver gebärdenden "christlichen" Rechten in den USA des George W. Bush: staatliche Gelder werden abgezockt, Wissenschaft behindert, Ärzte erschossen ...

Ja, auch Dawkins hat etwas, wofür er streitet: Vernunft, Rationalismus, Wissenschaft. Das schließt für ihn ein, Religion als negativ zu betrachten, auf jeden Fall, wenn sie intolerant ist, den Diskurs verweigert und einen allmächtigen Gott predigt. Diese christlich-monotheistische Auffassung von Gott setzt er voraus, legt dies aber zuvor offen im Buch dar.

Dawkins sähe eine Erklärung à la "Gottes Wirken" als bequeme Ausrede für mangelnde Forschung. Wenn Wissenschaft es nun einmal einfacher erklären kann, dann ist sie doch vorzuziehen (er zitiert ihn nicht, doch das ist Ockhams "Rasiermesser"). Gottes Existenz ist nur äußerst unwahrscheinlich und natürlich nicht zu beweisen, aber sollte auch nicht mehr angenommen werden (steht so drin im Buch).

Der Inhalt ist bereits zusammengefasst worden. Richard Dawkins' Stil kann in seiner Bissigkeit und Schärfe mit seinem Freund selig, Douglas Adams, weitgehend mithalten. Es ist mit englischem "wit" und hoher Intelligenz geschrieben. Dies heißt allerdings auch, dass auf Empfindlichkeiten keine sonderliche Rücksicht genommen wird.

Einfühlungsvermögen und Gefühl sind Dawkins' Stärke nicht - darum kann das Buch wohl auch keine große missionarische Wirkung entfalten, höchstens Atheisten den Rücken stärken. Das dürfte in den USA eher nötig sein: einen Atheisten will laut Umfragen dort quasi niemand im Weißen Haus. Auch Obama wurde bei seinem Eintritt in die Politik plötzlich zum Kirchgänger.

Hier in Europa herrscht eher eine Art Schwundstufenreligion vor - Dawkins zählt dagegen gnadenlos auf, was Christentum und die beiden anderen Mittelmeermonotheismen eigentlich an skurril anmutenden Glaubenssätzen haben. Sie wurden zwar in den Hintergrund gedrückt, doch würden eigentlich dazu gehören (Jungfrauengeburt etc.). Ja, sie können sogar in unserer Zeit zur Rechtfertigung von Unmenschlichkeit dienen:
Ein mich erschreckendes Beispiel war eine Studie mit über 1000 israelischen Kindern (S. 289-292): Joshuas Dahinmetzeln der Jerichoer samt Vieh wurde von zwei Dritteln ausdrücklich gutgeheißen (arme Palästinenser). Ersetzte man Joshua durch einen "General Lin" im "alten China", war es nur noch jedes vierzehnte Kind einer Kontrollgruppe.

Kritisieren kann man schon auch hier einiges: Dawkins gebärdet sich als Bewusstseinsschaffer für Atheisten, wie es andere für Homosexuelle gewesen seien - das ist in Deutschland schwer nachvollziehbar, wo der Sonntagvormittag allem Möglichen dient, aber nicht dem Kirchgang. Seine ätzende Polemik attackiert religiöse Menschen in eine Verteidigungsstellung hinein, was kaum etwas bringt. Ein Kapitel zu Buddhismus und anderen Religionsformen jenseits eines allmächtigen Gottes wäre das 'Sahnehäubchen' gewesen. Die letzten 20, 30 Seiten zu Wahrnehmungsgrenzen lassen ebenfalls etwas nach.

Und wenn Religion nun einen Evolutionsvorteil hätte, etwa dadurch, dass gruppenkooperatives Verhalten besser funktioniert (Dawkins führt u.a. die "In-Group" Juden an), so käme Dawkins' Buch nach seiner eigenen Logik schwerlich dagegen an, dann müsste er Atheisten eigentlich eher das Kinderkriegen und Zusammenhalten predigen.

Mehr als einen Stern Abzug kann das aber kaum bedeuten: "The God Delusion" sollte genauso gelesen werden wie die Bibel, der Koran oder das Kommunistische Manifest.
Ein guter Kandidat also für das 'Atheistische Manifest' und gut zu lesen.
44 Kommentare| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. November 2006
Der persönliche Weg zum Atheismus ist ein langer und mühsamer. Unsere Gesellschaft erzieht die Kinder nicht zum Atheismus und zum rationalen und selbstständigen Denken sondern indoktriniert sie mit Religion. Dieses Buch – "The God Delusion" - kann einem dabei helfen und ermutigen, diesen Weg - von den ersten Zweifel bis zum letzten stolzen Schritt, sich als Atheist zu bekennen - zu gehen, oder ihn überhaupt erst zu finden. Sollte dieses Buch auch nur einigen wenigen Menschen Hilfe, Unterstützung und Trost dabei gebracht haben, sich gegenüber der Gesellschaft – vor allem aber sich selbst gegenüber – als Atheist zu "outen", hat es seinen Zweck schon völlig erfüllt.

Es ist ein angenehmes, befriedigendes und befreiendes Gefühl, viele Gedanken und Ideen, die man selbst schon seit langer Zeit mit sich trägt, in so umfassender und eloquenter Weise dargelegt vorzufinden.

So zum Beispiel die Unsinnigkeit und Falschheit des Prinzips des Respekts vor religiösen Inhalten. Denn dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine bewusste Immunisierungstaktik der Religionen gegenüber jeglicher Kritik, und immun gegen Kritik darf Religion heutzutage einfach nicht sein, sonst wäre das gesamte Zeitalter der Aufklärung umsonst gewesen, und wir würden uns wieder zurück ins Mittelalter begeben – Tendenzen wie sie derzeit leider in den USA und im Islam verstärkt der Fall sind.

Ebenso die Trennung zwischen Religion und Wissenschaft, also die Trennung der Welt in eine religiöse Welt und eine wissenschaftliche Welt, wie sie leider viel zu sehr als selbstverständlich hingenommen wird, wird hier in ihrer Absurdität entlarvt. Denn es gibt nur eine Welt, nur eine Wirklichkeit. Die Wahrheit ist unteilbar. Eine Trennung der Wirklichkeit in einen Teil in dem Gott nicht wirkt (Kugelschreiber fällt vom Tisch, Mond umkreist Erde; also alle erklärbaren Phänomene), und einen Teil in dem Gott wirkt (z.B. Leben nach dem Tod und überhaupt alle bisher unerklärten Phänomene) erscheint bei genauer Betrachtung zwar völlig abartig, wird aber leider nahezu nie hinterfragt. Dem Buch gebührt also der Verdienst, solche "Selbstverständlichkeiten" aufzuzeigen, zu entblößen und unser Bewusstsein diesbezüglich zu schärfen.

Die Tatsache, dass natürlich nicht alle Aspekte der Kritik gegenüber Religion, die man selbst im Laufe der Zeit gefunden und sich erarbeitet hat, in diesem Buch angeführt werden, schmälert den Wert dieses Buches keineswegs, denn erstens kann ein Buch nun mal nicht alles Mögliche und Denkbare zu einem Thema beinhalten, und zweitens gibt es zum Glück auch noch einige weitere ausgezeichnete Literatur zu diesem Thema.
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Juli 2014
I need no conversion, indoctrination or to be convinced that there is no God, since I have been an atheist almost all of my live, in spite of being born in a catholic household. So, when I picked up this book in a bookstore in Rome, I did it just out of curiosity. And it was a ‘blessing’, first because it is a very interesting book indeed and secondly, because it put me in contact with the scientific work of professor Dawkins, which I intend to read in a very near future (The Magic of Reality, The Selfish Gene, and The Ancestor's Tale).

So, if you are an atheist like me, you will find yourself agreeing with the rational, logical and sane argumentation again and again. Everything will be obvious, so crystal clear, and you just wonder how incredible it is that such evidences and common sense are not shared by everybody. But even for an atheist, this book has magnificent moments of discovery, not only in the field of religion, but also in the field of history, psychology or science. And of course, at the end you will be even more enlightened as a non-believer and reinforced in your ‘believes’ and rationality.

If you are someone religious but with doubts, who feels that something is not right about religious teachings, someone curious about how the atheistic view works, then this is the book for you. The only thing I can wish for, is that at the end you will be in a position to make your own choices, and free yourself from the choices that others made for you when you were probably too young and helpless to defend yourself against nonsense religious brain-wash. This book is your chance of freeing yourself from the claws of religion, any religion, and to build a real and beautiful image of the world and everything attached to it.

If you are heavy believer, one of those persons with no doubts whatsoever, who knows without flinching what’s right and wrong for yourself and everybody else, then you could read this book too, just for the sheer pleasure of imagining professor Dawkins or myself, suffering the tortures of hell for all eternity to come.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Mai 2007
Dawkins ist wütend. Jahrhunderte nach der Aufklärung sind noch immer große Teile der Menschheit in "der selbstverschuldeten Unmündigkeit gefangen". Ihre Kerkermeister sind nicht menschlichen Ursprungs sondern alte Schriften. Sie warten nicht etwa auf ihre Befreiung, nein im Gegenteil, sie wollen noch weitere mit in die Tiefe reißen. Wovon sprechen wir? Von Religion natürlich.

Als überzeugter Atheist hielt ich Religion zwar seit meiner Kindheit für Unsinn, als disziplinierende moralische Instanz für die breite Masse der Bevölkerung aber ganz nützlich. Ich sah daher bisher keinen Grund offen für den Atheismus einzutreten.

Dawkins hat mich überzeugend eines Besseren belehrt. Als Zugabe serviert er dem Leser eine umfassende und logisch bis ins kleinste überzeugende Herleitung der gängigen moralischen Werte ohne dazu auf irgendwelche Grundannahmen philosophischer Art zurückgreifen zu müssen.

Des weiteren legt er überzeugend dar, dass Religion in gewisser Weise ein mentales Virus ist, dass man sich ähnlich wie die Windpocken in der Regel im Kindesalter einfängt, schwer wieder los wird und in einigen Fällen, als Gesichtrose im Erwachsenenalter mit fatalen Folgen für sich selbst und andere wieder ausbricht.
0Kommentar| 30 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. September 2007
Klar sind einige Argumente alt. Andere sind jedoch erfrischend neu. Jedenfalls wurden sie selten so witzig und bissig vorgetragen. Nie so pointiert. Mit dem Weitblick eines Evolutionsforschers und dem Humor eines Britten zerpflückt Dawkins die Irrationalität des religiösen Wahn. Er zeigt deutlich auf, an welchem Scheidepunkt in der Geschichte wir angekommen sind: entscheiden wir uns für eine Welt, in der etisches Handeln Dogma vorgezogen wird? Wollen wir eine Welt, in der alle miteinander Probleme angehen, die die ganze Menschheit betreffen, oder lieber eine, in der ein dritter Weltkrieg über Fragen vom Zaun bricht, die in der Religionszugehörigkeit wurzeln?

Nicht weniger steht auf dem Spiel, und Dawkins schreibt mit dem Eifer und manchmal Zorn jemandes, der das Wohlergehen der Menscheit verteidigt. Gäbe es einen Gott, so müsste dieses Buch auf seiner Bestenliste ganz oben stehen. Denn es wäre ein Testament für den Scharfsinn und die ethische Kompetenz zu der Menschen in der Lage sein können- vorausgesetzt sie denken und lassen nicht denken.

Ein tolles Buch von einem Autor, der keineswegs arroganter sein kann, als die die ihn angreifen, für den Versuch den gesunden Menschenverstand zu retten!
0Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. November 2014
Hopefully this book will become a compulsory part of the school curriculum, particularly in those countries where religious and civil law are the same and political power is maintained by bigots. So for most of the world really.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. November 2006
Warum eigentlich...?

Das ist die zentrale Frage, der Richard Dawkins in seinem neuen Buch nachgeht.

Warum eigentlich räumen wir religiösen Ansichten so viel mehr Freiräume in unserer Gesellschaft ein, als anderen, nicht transzendenten Überzeugungen?

Warum erlauben wir, daß die Vorstellung - Dawkins spricht gar von einer Wahnvorstellung - anderer, ihr Schöpfergott erwarte ein bestimmtes Handeln von ihnen, unser Leben mitbestimmt.

Gründlich und mit großer Überzeugungskraft legt Dawkins dar, warum "Gott" weder eine gute noch eine nahe liegende Antwort auf die großen Fragen des Universums sein kann.

Um es mit seinen Worten zu sagen:

"Religion ist deshalb so gefährlich, weil sie uns lehrt damit zufrieden zu sein, daß wir nicht verstehen."

Ein durch und durch lesenswertes Buch, das trotz seiner teils harten Kritik die Sachebene nie verläßt.
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

9,99 €

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken