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Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
36
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am 17. Oktober 2009
Ich lese die Scheibenwelt-Romane seit ihren Anfängen in den 80igern. Jedes Buch heiss erwartet und verschlungen erst im englischen Original, später in deutscher Übersetzung. Immer wieder neue Themen (z.B. Post, Bank, Zeitung) & Charaktere (z.B. Wachen, Zauberer, Hexen) immer wieder andere Stimmungen, andere Atmosphäre. Dazu immer die passenden Kommentare & Einstellungen zu Lebensführung, Entwicklung, die städtischen, sozialen, politischen, technischen Anmerkungen um nur einiges zu nennen. Geschrieben mit einem wunderbaren Sinn für Humor und Satire.

Ich bin kein Fussballfan, aber ich bin Pratchett-Fan und weiss, dass er mich sogar mit diesem Thema nicht enttäuschen wird. Und ich hatte recht. Mit <Unseen Academicals> hat Terry Pratchett wieder eine weitere exzellente Geschichte produziert, die in Ankh- Morpork spielt.

Gleich in der ersten Zeile auf der ersten Seite gibts ein Sternchen, dass zur vierzehnzeiligen Fußnote führt, die selbst eine zweite Fussnote mit drei Zeilen umfasst. Das ist die geliebte kompromisslose Selbstsicherheit eines Terry Pratchett Romans. Dies ist ein Buch über die Zauberer und Fußball, und - wie es auf dem Umschlag heißt, dass Wichtige beim Fussball ist nicht nur Fussball - es geht auch um Familie, Zugehörigkeit, Liebe, Romantik, Anderssein, Essen, Mode und noch gaaaanz viel mehr.

Und es macht enorm viel Spass in der phantastischen Scheibenwelt zu sein. Ich hab viele Male laut gelacht mit den neuen ( z.B. Glenda, Juliett, Trevor, Nutt) und alten Bekannten (z.B. Lord Vetinari, Ridcully, Ponder, Vimes ). Ich genoss das Buch ungemein und empfehle es natürlich den Fans, die wie ich erfreut und kichernd die Verbindungen, Anspielungen, Entwicklungen und Beziehungen geniessen können. Und ich empfehle es auch allen anderen, die ohne Kenntnisse der Scheibenwelt sind als ein spannendes und absolut verständliches, brilliantes Werk. Wenn man sich dann fragt, warum ein Affe Bibliothekar ist, dann kann man ja am Anfang anfangen und hat noch 36 Bücher vor sich... Danke Terry und bleib dieser Welt noch lange erhalten.
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am 2. April 2010
Eigentlich unglaublich, dass ein einzelner Autor sich an die magische «40» bei den Buchveröffentlichungen einer einzelnen Reihe annähert. Unseen Academicals ist Pratchetts 37. Discworld-Roman, und damit liefert der britische Superstar eine Publikationsdichte, die selbst gute Pulp-Autoren kaum leisten, und der Preis für diese Produktivität ist eben wie im Pulp-Genre auch, dass Pratchett nahezu auf Autopilot nach einem rigiden Pattern schreibt ' nahezu jeder Discworld-Roman ist inzwischen wie der andere. In Unseen steht im Mittelpunkt der Parodie diesmal der Fußball, ein ur-englisches Thema, um den herum Pratchett die Geschichte von vier neuen Figuren vorantreibt. Während die Zauberer der Unseen University entdecken, dass sie aus Budgetgründen einer alten Tradition nach an einem Fussballturnier teilnehmen müssen, das vom Patrician dezent dazu missbraucht wird, diesem recht brutalen Straßensport ein paar Manieren und Regeln beizubringen, entspinnt sich die Geschichte um Trev, Sohn einer Fußballerlegende; Juliet Stollop, Ankh-Morpocks erstes Supermodel, Glenda Sugarbean, die resolute Kuchenbäckerin aus der Nachtküche der Universität und Mr. Nutt, der eigentlich dafür sorgt, das die Kerzen ordentlich magie-gerecht dramatische Wachsspuren aufweisen, der aber eine ziemlich mysteriöse Vergangenheit und eine spannende Zukunft hat. Aus diesen Zutaten mischt Pratchett das übliche Gericht, das wie immer neben den reichlich vorhandenen Lachern und literarischen Anspielungen die Liste der spannenden Discworld-Protagonisten mit Mr. Nutt auf jeden Fall um einen neuen exotischen Charakter erweitert. Die spannendste Figur, die inzwischen zur Seele der letzten Bücher geworden ist, auch wenn sie nur am Rande auftritt,ist aber der Patrician -Discworld wird mehr und mehr zu einer Narration über Politik und Gesellschaft und, vielleicht nur für einen Briten denkbar, zu einer Reflexion über die Möglichkeit und Unmöglichkeit eines «gutmütigen Diktators». Was in der realen Welt undenkbar erscheint, liefert Pratchetts magische Spiegelwelt ' den unfehlbar smarten Politiker Vetinari, der so gnadenlos wie zielstrebig ist und der zum Wohle seiner Stadt und gegen die verschiedensten Partikularinteressen dem Moloch Ankh Morpork die Zivilisation beibringt. Gerade in den letzten Jahren ist die Discworld so für Pratchett zu einer Art Simulation geworden, in der wir ' stets an verschiedenen Orten und stets gut unterhalten ' die «Gentrification» dieser Parallelwelt erleben, die mit jedem Buch mehr und mehr zu einem satirischen Spiegelbild unserer Welt wird und kaum noch etwas mit der Discworld der ersten Bücher gemein hat. Mit zunehmenden Alter scheint Pratchett weniger Interesse an Zwergen und Zauberern zu haben, sondern mehr und mehr zu einem modernen Jonathan Swift zu werden, der das Fantasy-Gerüst nur noch bemüht, um schneller ans Ziel zu kommen. Pratchetts Satire ist dabei niemals beißend, sonden eher «mildly amused», ironisch-elegant die Abstrusitäten des modernen Lebens bespiegelnd. Man darf fast gespannt sein, wie er mit der Bankenkrise umgehen würde. Dass Pratchett dabei stets unterhaltsam ist und auf mehreren Ebenen so leichtfüßig funktioniert ' im Sinne einer Fantasy-Persiflage, im Sinne von Humor, im Sinne einer in sich kurzweiligen Erzählung, im Sinne von Charakterisierung, im Sinne von Parodie und Satire, nicht zuletzt aber auch im Sinne einer fast 40-teiligen durchgehenden Serienpublikation, die sich immer noch nicht abgenutzt hat. Sicherlich wird man bei Discworld-Romanen nicht ganz das Gefühl los, dass die Serie still steht und eine gewisse gleichförmige Beliebigkeit entwickelt, aber allein die Tatsache, dass der Autor seiner Konstruktion immer noch neue Geschichten und spannende Wendungen entlocken kann, ohne dabei im geringsten das Kernkonzept aufgegeben zu haben ist eine bewundernswerte Mischung aus Kontinuität und Evolution, die immer noch nicht langweilt.
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am 1. Januar 2010
Ein vorweg: Ich bin ein grosser Pratchett Fan. Ich kenne sämtliche seiner Bücher im englischen Original in und auswendig und bin mir durchaus bewusst, dass es in dem Gesamtwerk verschiedene Stränge gibt, die verschiedenen Lesergruppen gut gefallen. Nicht allen Nightwatch-Bewunderern gefallen die Romane rund um das Hexentrio (in verschieden Besetzungen), nicht allen liegt die Persifierung einzelner moderner Phänomene wie dem Kino in Moving Pictures oder der Rockmusik in Soul Music.

In letztere Kategorie fällt The Unseen Academicals, in der die Umformung der archaischen und höchst gewaltätigen Variante des Ankh-Morporkischen Fußballs in eine etwas zivilisiertere Variante, initiiert durch Lord Vetinari und durchgeführt durch die Zauberer der örtlichen Universität, geschildert wird. Und dann gibt es da noch die Beziehung einer Köchin der Unsichtbaren Universität zu einem Vertreter einer neuen Rasse im Pratchett-Universum: einen Ork. Und der Aufstieg einer etwas unterbelichteten Schönheit zum Starmodel der aufsteigenden Modeindustrie. Und den Irrungen und Wirrungen eines ebenfalls nicht sonderlich hellen Starfussballers. Den Nöten des Erzkanzlers, der sich von einem ehemaligen Kollegen verraten fühlt. Und, und, und.

Hier liegt schon das fundamentale, aber leider nicht einzige Problem des Romans: Er kann sich nicht entscheiden, was er sein will. Eine Satire auf den Fussballkult, ein antirassistischer Roman, ein Liebesroman, ein Entwicklungsroman. Und, und, und. Passenderweise haben diese Romane dann auch mehrere Enden.

Tragischer als dieser offensichtliche Konstruktionsfehler ist, dass es ihm auch sonst an Allem gebricht, was einen guten Pratchett ausmacht(e): Anstelle pointierter und geschickt verwobener Dialoge gibt es nun seitenweise Banales verwoben mit entsetzlichen inneren Dialogen, die alles erklären wollen, was sich früher dem Leser unmittelbar erschloss. Die Figuren bleiben entweder von vornherein flach und blass oder werden (wie im Falle Vetinaris oder Lady Margalottas) all ihres Witzes und ihrer Widersprüchlichkeit beraubt.
Ankh-Morpork dümpelt endlos mäandernd einer schnarchlangweiligen Zivilisiertheit entgegen, die Lichtjahre von der ursprünglichen Anarchie dieser quirligen Metropole entfernt ist.

Ich kann nur für den Autor und uns Lesern wünschen, dass dies ein Ausrutscher und ein klassischer Fall von nicht stattgefundenem Lektorat ist, und nicht - wie sich in den Danksagungen andeutet - das Resultat der fortschreitenden Erkrankung des Autors. Ein solches Ende hätte Terry Pratchett, hätte sein Univerum und hätten seine Leser nicht verdient.
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am 28. Februar 2010
Dieser Scheibenweltroman ist in mancherlei Hinsicht anders. Die gewohnte Einteilung in eine klar dominierende Geschichte, in welche kleinere, duetlich untergeordnete Handlungsstränge eingewoben sind, wird durch mehrere gleichberechtigte Geschichten ersetzt. Diese sind zwar ebenfalls miteinander verkettet und befeuern sich gegenseitig, aber der alteingesessene Pratchett-Leser muß sich daran erst gewöhnen - zumindest ging es mir so. Wer sich von der gewohnten Struktur nicht lösen kann oder will, wird diesen Roman wahrscheinlich nicht mögen. Erst, wenn man sich auf die veränderte Erzählweise einläßt, kann man ihn genießen.
Spannungsbogen und Humor sind beide (bezogen auf den sehr hohen Standard, den man von Pratchett kennt) nicht überragend, aber auch nicht schlecht. Es ist allerdings hilfreich, wenn man Fußballspiele nicht nur aus dem Fernsehen heraus kennt, sondern entweder selber gespielt hat oder wenigstens gelegentlich ein Spiel im Stadion besucht. Ansonsten geht einem ein durchaus bedeutender Anteil der Qualität evrloren, die dieses Buch auf den zweiten Blick offenbart. Denn an einigen Stellen greift Pratchett auf eine Art sanftes, dabei dennoch sehr emotionales Pathos zurück. Ungewohnt ist dabei, daß keine Figur zugegen ist, die es in einen nüchternen oder zynischen Rahmen zwängt. Auch diese Elemente sind gewöhnungsbedürftig.
Wer den leichthin geschriebenen, enweder klar in Richtung Humor oder aber in Richtung Spannug und Dramatik marschierenden Pratchett-Roman sucht, für den ist "Unseen Academicals" nichts. Von seiner Ausrichtung her erinnert es mich noch am ehesten an "Wee Free Men" oder "A Hat Full of Sky". Wer die Art dieser Romane mag und Fußball nicht nur von der Mattscheibe kennt, dürfte deutlich eher Gefallen an diesem Werk finden.
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am 8. Februar 2011
Ich muss mich leider meinen Vorrednern (/-schreibern) anschließen, die diesem Buch eine schlechte Rezension gegeben haben, auch für mich ist dieser Band der bisherige Tiefpunkt der Reihe, ein Trend, der sich bereits in den Vorgängerromanen abzeichnete.

Pratchett konnte sich in der Tat wohl nicht entscheiden, welcher Handlungsstrang denn nun der Hauptstrang sein sollte, bei so vielen Parallelsträngen muss er dann wohl die Übersicht verloren haben und keiner ist wirklich geglückt am Ende. Ob man nun die Einführung von Orks für eine gute Idee hält oder nicht, sei jedem selbst überlassen, aber die Liebesgeschichte passt nicht und alle neuen Charaktere bleiben irgendwie farblos. Die alten Bekannten retten die Sache ein wenig, aber da sie mehr oder weniger nur Randfiguren sind, reißen sie die Geschichte dann auch nicht mehr raus, genausowenig wie der nur noch stellenweise durchscheinende Wortwitz Pratchetts.

Fazit: eingefleischte Scheibenwelt-Fans werden den Roman der Vollständigkeit halber sowieso lesen, allen anderen würde ich davon abraten, sich dies anzutun. Lieber auf einen der alten Romane zurückgreifen, da ist man definitiv besser bedient. Schade, schade, aber durch dieses Buch musste ich mich bis zum Ende echt durchquälen, obwohl ich selbst bereits gelesene Scheibenweltromane immer wieder "verschlinge".
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am 13. Juli 2011
Ich habe alle Discworld-Roman im englischem Original gelesen, eher verschlungen - aber hier habe ich mich buchstäblich durch den Roman gequält und musste mich geradezu zwingen, weiterzulesen. Ich war tatsächlich nahe dran, aufzuhören und war tatsächlich erleichtert, als das Buch endlich zu Ende war.

Bisher fande ich "Monstrous Regiment" am Schlechtesten, aber "Unseen Academicals" schlägt diesen um *Längen* im negativen Sinne:

Die "ernsten" Romane wie "Monstrous Regiment" oder "Night Watch" sind wahre Feuerwerke des Witzes im Vergleich zu dem Roman - und schlimmer noch: er ist langweilig, ohne Spannungsbogen, ohne dass der Leser *irgendetwas* für die Personen empfindet. Die paar wenigen Gags, die ich finden konnte, haben auch oft nicht gezündet sondern wirkten irgendwie... seltsam (die "Megapode"-Szene z.B.).

Dazu kommt noch seitenweise interne Monologe (oft verschwurbelt), völlig blasse und farblose Charactere (was ist aus Vetenari, dem unnahbaren Partician geworden? Er lacht, ist volksnah... äh? Der Bursar ist abgesetzt, weil er nicht richtig rechnen kann, wo genau *das* seine Stärke in seiner Verrücktheit war? Der Hut, der in "Sourcery" zerstört wurde, wird wieder erwähnt? WTF?

Der Roman wirkt auf mich entweder:

1.) Als ob Terry Pratchett ihn nicht geschrieben hat, sondern jemand anderes, der nicht allzu vertraut mit der Discworld-Serie war oder
2.) Als ob die Krankheit Pratchetts ihn so massiv verändert hat, dass sein ihm eigener Stil nicht mehr zu erkennen ist.

Beim jetzt erscheinenden Discworld-Roman "Snuff" werde ich zum allerersten Mal mir genau die Rezensionen anschauen, um zu entscheiden, ob ich ihn mir kaufe oder nicht - das ist Novum für mich - sonst habe ich Bücher meiner Lieblingsautoren immer unbesehen gekauft, aber hier war die Enttäuschung zu groß :-(
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am 3. September 2013
Mal abgesehen davon, dass Pratchett in diesem Buch diverse Phänomene unserer Welt in wunderbar grotesker und feinsinniger Weise parodiert, hat er es irgendwie geschafft, der Atmosphäre des Stadions neue Bilder zu geben. Ich kannte das bisher nur aus dem Eishockey-Stadion, aber ich denke, ich muss bald mal in ein Zweitliga-Spiel und mir anschauen, was da so geht.

Uneingeschränkte Kaufempfehlung - wie für jeden Discworld-Novel.
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am 20. August 2010
Eine weitere Entwicklung in der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Sein Stil ist wieder zu erkennen und die Geschichte ist gut gemacht. Ich fande dieses Buch bringt mehr in der Charakterentwicklung, was ein Thema sein neusten Bücher ist.

Allerdings fand ich weniger Momente wo ich laut lachen könnte und die Geschichte war nicht so fesselend wie üblich von Terry Pratchett.

Solide, aber nicht sein bestes Buch.
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am 11. August 2016
Ist mein Englisch zu schwach oder fehlt es hier an Witz....?
Ich habe Pratchett immer als Satiriker geschätzt.
Aber dies liest sich, als ob Kishon versucht hätte, eine Liebesgeschichte für ein Groschenheft zu schreiben.

Nun ja, "Eric" fand ich auch nicht sehr lustig.
Ein Autor kann nicht immer nur Bestseller schreiben, es muss auch schwächere Bücher geben.
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am 6. August 2011
Terry Pratchett kämpft bereits seit einigen Jahren mit einer seltenen Form von Alzheimer, die ihn Stand heute dazu zwingt seine neuen Bücher einem Assistenten zu diktieren. Seit Pratchett dies publik machte, schauen Fans von Pratchetts Scheibenwelt-Zyklus teils besorgt (Wieviele Bücher kann er noch schreiben, und wie gut können sie sein?) und teils interessiert (Eventuell wandelt sich sein Werk zu etwas spannenden, neuen) in die Zukunft.
Unseen Academicals erschien 2009, demnach bereits von seiner Krankheit gezeichnet. Es folgte auf brilliante Romane der Reihe wie Night Watch (2002), Monstrous Regiment (2003), Going Postal (2004) und Thud! (2005) um nur einige zu nennen. In den letzten zehn Jahren veröffentlichte er 13(!) Romane.
Unseen Academicals beinhaltet viele bekannte Stärken aus Pratchetts Fundus: Witzige Dialoge, philosophische Zwischentöne und interessante Charaktere. Letztere sind neben den neu eingeführten die altbekannten Zauberer aus der Unsichtbaren Universität.
Das Buch verfügt aber auch über ein Manko, und das ist die Geschichte. Genauer gesagt die Geschichten. Pratchett schafft es meiner Meinung nach nicht, die ungewöhnlich vielen Einzelstränge zu einem einzelnen, großen Ganzen zu verknüpfen. Jede Geschichte ist für sich mehr oder weniger interessant und abwechslungsreich zu lesen, zum Teil wirken sie aber einzeln und im Kontext betrachtet austauschbar.
Fans fragen sich nun, in wie weit Pratchetts Krankheit für den gefühlt unreifen Roman verantwortlich ist. Vielleicht war es aber auch einfach nur ein etwas schlechteres Buch zwischen so vielen Großartigen.
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