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Graceling
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:6,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 3. November 2017
Dieser Roman ist das Beste, was ich je im Genre Romantik/Fantasie gelesen habe. Kristin Cashore hat mich von der ersten Minute gefesselt. Die Handlung ist originell und hat Tempo, so wird es einem niemals langweilig. Eine Nacht und ich war durch. Für jeden Fan von guten Liebes-Romanen ein absolutes Muss.
Leider ist das Sequel "Bitterblue" um Weiten schlechter und kann daher von mir nicht empfohlen werden.
Der Roman "FIRE" spielt zwar zeitlich früher, als Graceling, ist aber bei Weitem, das wahre Sequel.
Die deutschen Übersetzungen sind nicht wirklich gut zu lesen. Es kommt leider nichts rüber.
GRACELING and FIRE are "Must reads" for fantasy geeks. Romance, action and wonderful written. I have read them several times and I am not in the slightest tired. Great literature.
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am 12. Juni 2017
Ein schön geschriebenes und spannendes Buch, ich habe viel Spaß beim Lesen gehabt und werde mir auch noch die folgenden Bücher kaufen! Für Leute, die Fantasy-Bücher mögen ist das Buch sehr zu empfehlen.
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am 12. Januar 2009
Eigentlich ist der perfekten Rezension meiner Vorgängerin gar nichts mehr hinzuzufügen. Ich könnte bei ihr unterschreiben. Das habe ich auch getan, in dem ich ihre Rezension als hilfreich eingestuft habe.

Ein so wundervolles Buch darf aber nicht mit nur einer Rezension im Katalog stehen bleiben, finde ich. Deshalb muss ich meiner Euphorie auch etwas Ausdruck verleihen.

Wenn ich Bücher wie Graceling lese, dann weiß ich ich, warum ich mich durch Stapel und Stapel mittelmäßiger und guter Fantasybücher lese: Nämlich um auf Juwelen wie Kristin Cashores Erstlingswerk zu stoßen.

Ich bin gestern fertig geworden (habe morgens angefangen und zwischendurch einen Happen gegessen) und heute ist der Rausch noch nicht verflogen. Bis jetzt mochte ich auch noch nichts Neues beginnen. Seit ich City of Bones von Cassandra Clare (plus Folgeband) gelesen habe, ist mir noch nichts in die Hände gekommen, was mir so ein wohliges Lesegefühl verschafft hat.

Her mit den nächsten Banden (Fire und Bitterblue), die aber andere Protagonisten haben werden! Kein Problem: Ich glaube im Moment kaum, dass Frau Cashore Bücher schreiben wird, die mich nicht fesseln.
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am 12. Juli 2016
Das Buch wurde so oft so gut bewertet, dass ich es einfach ausprobieren musste.
Es hat relativ gut begonnen, doch dann irgendwann wurde es so langweilig. Ich habe zu Ende gelesen, in der Hoffnung, dass das Buch doch noch irgendwann eine Wende nimmt und mich (wie alle anderen) vom Hocker haut. Tat es nicht.

Ich fand die Rollen irgendwie vertauscht. Versteht mich jetzt nicht falsch. Katsa ist eine wirklich gute Heldin. Stark, unabhängig. Vielleicht hätte Po etwas mehr ... wie soll ich sagen ... mehr Mann sein sollen? Nein, das klingt auch falsch. Vielleicht ja so: Katsa ist die stärkere der beiden, sie macht Feuer im Wald, sie geht jagen. Sie, sie, sie. Und was macht Po? Ja, er hat ein tolles (tollen?) Grace, doch irgendwie finde ich, dass Katsa mehr die männliche Rolle übernommen hat.
Es gibt bestimmt genug Leser, die genau das lieben. Ich für mich nicht. Was jetzt nicht heißen soll, dass "meine" Heldinnen schwache, unfähige und hilflose Frauen sein sollen. Im Gegenteil. Sie soll stark sein. Er aber noch stärker. Wisst ihr worauf ich hinaus will?

Dann waren da noch die Reisen, die so langatmig waren. Keine Ahnung über wie viel Seiten sich diese erstreckt haben.

Das sind die Gründe, warum ich dem Buch nur zwei Sterne geben konnte. Man sollte an das Buch nicht mit allzu hohen Erwartungen herangehen, nur weil es die Mehrheit so bewertet hat.
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am 19. April 2013
Katsa, die mit der Gabe des Tötens beschenkt ist, muss schon seit frühester Kindheit die schrecklichsten Aufträge für ihren Onkel, König Randa von Middluns, ausführen. Ihre Gabe wurde entdeckt, als sie gerade mal acht Jahre alt war, weil sie einen Verwandten umbrachte, der ihr zu Nahe getreten war. Das war jedoch keine Absicht sondern vielmehr ein furchtbarer Unfall, weil weder Katsa noch sonst irgendjemand sich ihrer Gabe bewusst war. Nach diesem Vorfall wurde sie darauf trainiert ihre Gabe zu kontrollieren und muss seitdem Randas Racheengel spielen, wofür sie in allen sieben Königreichen bekannt und gefürchtet ist. Obwohl sie diese Aufgabe verabscheut und nicht als Wilde oder Monster angesehen werden will, weiß sie sich zunächst nicht anders zu helfen, als die Aufträge ihres Königs auszuführen, wobei sie aber immer öfter mildere Mittel wählt, als die von Randa befohlenen.

Katsa nutzt ihre Gabe jedoch nicht nur für Randas Befehle. Um seinen Ungerechtigkeiten und denen von anderen Königen etwas entgegen zu setzen, hat sie den Rat gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in allen Königreichen zu helfen, die von anderen keine Hilfe bekommen.

Bei einem dieser geheimen Aufträge des Rates lernt sie Bo, einen der Prinzen von Lienid, kennen, der ebenfalls ein Beschenkter ist und dessen Großvater sie gerade gerettet hat, was ihr zu dem Zeitpunkt jedoch noch nicht bewusst ist. Als er ihr zu Randas Schloss folgt, beginnen beide miteinander zu trainieren, weil Katsa zunächst glaubt, dass er mit der Gabe des Kampfes beschenkt ist. Dabei kommen sie sich langsam näher und zwischen ihnen entwickelt sich zunächst eine Art Freundschaft.

Diese scheint jedoch fast zu zerbrechen, als Katsa schließlich herausfindet, was seine wahre Gabe ist und dass er sie deswegen belogen hat. Da sie aber bereits tiefe Gefühle für ihn hat, will sie versuchen darüber hinweg zu kommen und beide machen sich schließlich gemeinsam auf den Weg in andere Königreiche um herauszufinden, wer Bos Großvater entführt hat.

Auf ihrem langen und beschwerlichen Weg kommen die Beiden sich immer näher und werden schließlich zu einem Paar, als auch Katsa sich ihre Gefühle für Bo endlich eingesteht.

Bo scheint jedoch nicht der einzige Beschenkte zu sein, der seine Gabe geschickt versteckt hat. Katsa und er müssen eine schreckliche Entdeckung machen, die ihnen vieles abverlangt und ihr Leben ernsthaft in Gefahr bringt, da offensichtlich nur Bo und eine weitere Person dazu in der Lage sind, sich gegen diese besondere Gabe zu wehren.

Graceling hat mir im Endeffekt wesentlich besser gefallen, als ich es für möglich gehalten hatte. Zu Beginn konnte das Buch mich noch nicht so begeistern, wie ich es nach der ganzen Promotion und den vielen positiven Rezensionen erwartet hatte. Das lag aber vielleicht auch daran, dass ich mir Katsas Gabe völlig anders vorgestellt hatte.

Doch nach den ersten etwa 100 Seiten gelang es der Handlung, mich immer mehr zu fesseln und zum Ende des ersten Teils (von drei) hin wurde es schon ziemlich spannend, was sich dann bis zum Ende des Buches immer weiter steigerte, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie die Handlung weiter gehen würde.

Auch Katsa, der ich am Anfang eher skeptisch gegenüberstand, wurde mir im Laufe des Buches immer sympathischer. Die Beziehung, die sich zwischen Bo und ihr entwickelt, trägt ebenfalls maßgeblich zu meiner positiven Meinung über das Buch bei. Bo ist ein wunderbarer Charakter. Er respektiert Katsa und liebt sie, so wie sie ist. Außerdem kann er damit leben, dass Katsa niemals heiraten will und versucht gar nicht erst, sie umzustimmen und zu verändern.

Der Autorin ist es gelungen, mich - entgegen meiner anfänglichen Meinung - voll und ganz zu überzeugen und hat mir sogar nach dem eigentlichen Höhepunkt der Handlung noch einen kleinen Schock verpasst. Ich würde wirklich gerne wissen, wie es mit Bo und Katsa weiter geht und hoffe, dass ich in dem Roman über Bitterblue, in dem beide auf jeden Fall auftauchen werden, etwas darüber erfahren.

Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, auch wenn man nicht unbedingt ein Fan von Fantasy- und/oder Jugendromanen ist, denn dieses Buch ist wirklich gelungen und für alle Altersklassen geeignet.
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am 16. November 2017
One of my favorite series that I have come to read multiple times since early teens. I absolutely love the world that Cashier creates and builds on and connects with the other two (Fire and Bitterblue), to not only give it some consistency but also allows you to reunite with old favorite characters.
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am 23. November 2008
Ich habe Graceling innerhalb von eineinhalb Tagen gelesen und ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendjemand viel länger brauchen wird; um es besser auszudrücken: niemand wird es KÖNNEN, denn dieses Buch zieht einen wahrhaftig in seinen Bann.
Kristin Cashore hat eine Welt kreiert, die so ausgefeilt und mit den schönsten, passendsten Worten beschrieben ist, dass man gar nicht genug von diesem Ort und seinen Bewohnern lesen kann. Die Charaktere sind wohl überlegt, stark und überzeugend. Die Geschichte birgt Überraschungen, wo man keine erwartet, selbst für solche Leser, die den Ausgang einer Geschichte immer schon im Voraus erahnen - das weiß ich, weil ich selbst so jemand bin, der alles schon vorher weiß. ;)
Und obendrauf gibt es noch eine zum Träumen schöne Liebesgeschichte, die nicht ein einziges Mal kitschig oder überflüssig ist.

Kurz zum Inhalt:
In Kristin Cashores Welt gibt es sieben Königreiche, in denen immer wieder Kinder geboren werden, die eine Gabe haben (auf Englisch heißt es "grace", ich vermute mal die Übersetzung wäre in etwa "Gabe"). Diese Kinder erkennt man daran, dass sie zwei unterschiedliche Augenfarben haben und weil die Gaben so vielseitig und unvorhersehbar sind, werden die "Begabten" (auf Englisch "gracelings") gefürchtet und ausgenutzt. (Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Diese Gabe kann wirklich ALLES sein, zum Beispiel Schwimmen, Klettern, Kämpfen oder Gedanken lesen ... wirklich alles ist möglich.) Katsa, die Hauptperson, hat die Gabe zu Töten und der König, ihr Onkel, benutzt sie, um seine Feinde zu bestrafen und einzuschüchtern.
Die Geschichte beginnt damit, dass Katsa einen alten Mann aus dem Verlies eines anderen Königs befreit und dabei jemandem begegnet, der offensichtlich auch eine Gabe hat, denn er ist der erste, der in einem Kampf gegen sie wenigstens eine Zeit lang bestehen kann.
Das Buch entwickelt sich dann relativ rasant und Katsa lernt unter anderem Dinge über ihre Gabe, die sie nicht für möglich gehalten hätte.

Was mir am besten an diesem Buch gefallen hat war, dass Katsa ein so direkter Charakter ist - wenn sie etwas neues erfährt, konfrontiert sie andere damit und das gibt der Story gehörigen Schwung schon von Anfang an.
Ich war richtiggehend traurig als ich auf der letzten Seite war, weil Graceling eines der besten Fantasy-Bücher ist, die ich gelesen hab. Und zum Glück erscheint nächstes Jahr (allerdings erst im Herbst) die Fortsetzung, die aber, soweit ich das richtig gedeutet hab, nicht von Katsa handelt. Ich werde sie aber mit Sicherheit lesen, weil ich nach der Lektüre von Graceling bei weitem noch nicht genug von Kristin Cashore und ihrer wunderbaren Welt habe.
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am 6. Juli 2010
Das hätte ich bei diesem Buch nicht gedacht, dass es mich so fesseln könnte. Zugegeben, die Geschichte ist im Grunde genommen recht einfach gestrickt, aber wie sie gestrickt ist, ist eine andere Sache. Die Idee von einer Gabe, die einen perfekt töten lässt, ist wirklich interessant. Menschen mit unterschiedlichen Augenfarben und somit auch unterschiedlichen Geschicken. Spannend erzählt, auch wenn ich sagen muss, dass der Höhepunkt der Geschichte doch ziemlich plötzlich kam und ebenso plötzlich auch schon zu Ende war. Ich war gefesselt und konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen. Was die Autorin auch sonst in naher Zukunft noch schreiben mag, ich werde es wohl kaufen.
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am 18. August 2010
Am Anfang des Buchs findet man eine Karte, auf der die sieben Königreiche eingetragen sind, samt Straßen, Städten, Bergen, Wäldern, Flüssen, Seen. Eine Karte die man nicht braucht, da im Buch davon sowieso nichts vorkommt. Man bewegt sich im Grunde nur auf einem sehr kleinen Areal, die sieben Königreiche lernt man nicht wirklich kennen. Den einzigen Zweck den die Karte sonst noch hat, ist ansatzweise zu erklären, wieso man auf der Hinreise das Gefühl hat, daß sie nur zwei Tage dauert, die Rückreise aber unzählige Wochen. Im Buch selbst geschieht das leider nicht, da hat man nur ein komisches Gefühl dabei.

Desweiteren fehlen auch die Übergänge. Du bist gerade am Frühstücken und dann kommt Darth Vader um die Ecke. Das ist einfach Abbruchkante, als ich die Stelle gelesen habe wusste ich erstmal nicht, ob die Autorin das nun ernst meint, oder ob die Hauptfigur gerade fantasiert, oder ob das nun wirklich so sein soll. Mir kam das so vor als würde dazwischen einfach eine Textpassage fehlen, als wäre ich in einem Film zwischendurch aufs Klo gegangen und hätte eine wichtige Szene verpasst.

Dann kommt eine wilde Verfolgungsjagd, die gleichzeitig irgendwie sinnlos ist, weil man ja merkt daß das Buch schon zu Ende geht, gleichzeitig aber klar ist, daß es sowas wie ein Happy End geben wird. Entsprechend vorhersehbar und unspektakulär geht das Buch dann auch zu Ende. Man klappt das Buch zu und stellt es wieder ins Regal, ganz ohne den versprochenen Wow-Effekt. Ich kann mir nicht vorstellen, es ein zweites Mal zu lesen. Dazu gibt die Story, so wie sie hier umgesetzt ist, einfach nicht genug her. Da hätte man im Grunde viel mehr draus machen können.

Für Kinder ist das Buch leider auch nichts. Es ist nicht jugendfrei, stattdessen werden Kinder vergewaltigt, auch wenn das nicht direkt beschrieben sondern nur unmißverständlich angedeutet wird. Das Thema hat mich überrascht und zugleich genervt, weil man es von dem Buch nicht erwartet, und weil es so wie es hier eingebaut wurde, mehr wie ein vorgeschobenes Motiv wirkt als sonst etwas. Als hätte man nichts anderes gefunden, womit man den Bösewicht böse erscheinen lassen kann. Es macht den Charakter nicht überzeugender und die Story nicht stimmiger.

Man muss im Vergleich zu diesem Buch, mal ein deutlich älteres lesen: Der Brief für den König von Tonke Dragt. In beiden Büchern gibt es Königreiche, Könige, einen Bösewicht, es wird auf Pferden geritten und Berge überquert. Da wo das eine Buch vergleichsweise viel Tiefgang und packende Story liefert, hat man beim anderen eine flache Story, die mit halbherzigen Hollywood-Effekten etwas aufgepeppt wird.

Ich werde nun noch Fire lesen, weil ich es mir gleich mitbestellt hatte. Wenn das nicht deutlich besser ist, werde ich von weiteren Büchern die Finger lassen.
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am 19. Dezember 2012
Nachdem ich so viel Positives über dieses Buch gehört und gelesen hatte war für mich klar, dass ich es auch lesen möchte. Ich hatte also hohe Erwartungen an Kristin Cashores Debutroman. Als ich anfing zu lesen war ich zuerst ein wenig erstaunt, da ich dank des Klappentexts eine ganz andere Handlung erwartet hatte. Auch war der Schreibstil zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig und ich fragte mich, warum das Buch so hoch gelobt wurde, denn es kam mir keinesfall außergewöhnlich vor.

Doch je länger ich las, desto mehr begeisterte mich die Story, bis ich schliesslich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen und das letzte Drittel des Buches in einem Rutsch durchlas. Die Story mag also langsam und etwas schleppend begonnen haben, doch der Rest des Buches war dafür umso mitreissender. Auch der Schreibstil gefiel mir mit der Zeit immer besser, liess Berge, Täler und Königspaläste in meinem Kopf entstehen und entführte mich in eine fantastische Welt.

Die Geschichte spielt sich auf einem fiktiven Kontinent ab, der in sieben Königreiche unterteilt ist. In jedem dieser Reiche gibt es Menschen, die von Geburt an anders sind als die anderen, die so genannten Gracelings oder Begabten. Jede Gabe wirkt sich anders aus, sodass keine zwei Personen genau dieselbe Fähigkeit haben. Manche Gaben sind körperlicher Natur, z.B. Schwimmen oder Bogenschießen, andere, z.B. Gedanken lesen, sind mentaler Art. Jedes der Königreiche geht anders mit den Begabten um: manchmal werden sie vergöttert, anderswo sind sie gefürchtet und werden von der Gesellschaft gemieden.

Katsa, die Heldin der Geschichte, ist eine ganz besondere Persönlichkeit. Sie wirkt manchmal ein wenig kratzbürstig und eigenbrötlerisch, ist aber daran selber nicht schuld. Denn sie hat eine angeborene Gabe, die sie zu einer perfekten Killerin macht. In dem Königreich, in dem sie lebt ist sie als Begabte/Graceling per Gesetz im Besitz des Königs Randa, ihres Onkels, der ihre Gabe schamlos nutzt um sich eigene Vorteile zu verschaffen. Katsa ist deshalb im ganzen Reich gefürchtet, einem der Reiche, dass die Begabten ohnehin als Menschen zweiter Klasse sieht. Im Laufe des Buches jedoch lernt sie ihre Gabe schätzen und sogar stolz darauf zu sein, etwas zu können, dass nur ihr vergönnt ist und niemand besser kann.

Auch emotional entwickelt sie sich weiter. Anfangs ist sie ein Mensch mit vielen Vorurteilen, insbesondere den Menschen gegenüber, die sich als Begabte fürchten. Sie kann einer Welt nicht positiv gegenüberstehen die ihr nur negative Gefühle entgegenbringt. Einziger Lichtblick sind die Aufträge des Königs bei der ihr Prinz Raffin sowie die Kämpfer Oll und Giddon, mit denen sie sich gut versteht sowie die Zeit die sie mit der Hofdame Helda verbringen kann. Doch sie fühlt sich wie in einem Käfig, solange sie unter Randas Einfluss steht.

Durch Zufall lernt sie Po (in der deutschen Ausgabe verständlicherweise: Bo) kennen, einem Prinzen des Reiches Lienid, der ebenfalls eine Gabe hat. Durch ihn lernt Katsa, was es mit ihrer Gabe tatsächlich auf sich hat und dass sie diese nicht verachten sollte, und auch Po hat ein Geheimnis, dass im Verlauf der Geschichte gelüftet wird und Katsa ordentlich durcheinander bringt.

Überhaupt wächst Katsa durch Pos Gesellschaft weit über sich hinaus und entwickelt sich bis zum Ende des Buches von einer gefangenen jugendlichen Kampfmaschine in eine unabhängige, passionierte und selbstsichere junge Frau, die weiss was sie will und die mit ihrer Gabe im Reinen ist.

Po hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Er weiss immer genau, was er wann zu sagen hat, er ist fleissig und ehrgeizig immer noch etwas neues dazuzulernen, ohne daraus persönliche Vorteile oder Macht ziehen zu wollen. Und obwohl er ein Prinz ist, hat man stets das Gefühl, dass er sich nichts aus seiner Position macht. Die Familie und das Wohlergehen seiner Lieben liegen ihm mehr am Herzen; aber er ist keineswegs verweichlicht, sondern ein sehr guter Kämpfer, der auch gerne mal eine unbequeme Wahrheit ausspricht. Von allen Personen in diesem Buch hat mir Po durch seine absolute Menschlichkeit am besten gefallen.

Auch die Liebesgeschichte, die sich zwischen Katsa und Po entwickelt, war in meinen Augen sehr gut beschreiben - es wirkt weder zu kitschig noch zu übereilt. Die beiden wissen anfangs selbst noch nicht so genau, was sie fühlen, und wachsen Schritt für Schritt in ihre Rolle als Partner hinein.

Kern der Handlung ist die Suche, auf die sich Katsa und Po begeben, um den Grund für die Entführung von Pos Großvater aufzuklären. Doch je weiter sie voran kommen, desto klarer wird ihnen, dass viel mehr als die Entführung eines alten Mannes im Spiel ist. Die Fäden im Hintergrund hält der einäugige König Leck, den seltsamerweise alle in den höchsten Tönen für sein Mitgefühl, seine Hilfsbereitschaft und seine Mildtätigkeit loben...obwohl seine Adoptiveltern, der alte König und seine Frau, nur kurze Zeit nach seiner Krönung auf wundersame Art verstorben sind.

Kristin Cashore gelingt es in ihrem Debutroman eine neue Welt zu erschaffen, die voller Geheimnisse steckt, die man ergründen möchte, während man mit den Charakteren mitfiebert, wie es ihnen wohl ergehen wird auf der Reise durch die sieben Königreiche.

Fazit:
Nach einem etwas holprigen Start entfaltet sich beim Lesen nach und nach eine wohl durchdachte, dreidimensionale Fantasywelt, die einen in ihren Bann zieht. Vielschichtige Charaktere, eine interessante und abwechslungsreiche Story sowie eine gute Portion Spannung machen dieses Buch aus. Ich vergebe solide 4 Sterne und freue mich schon darauf, die beiden Nachfolgebände zu lesen.
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