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am 20. Februar 2016
Das obige Rammstein-Zitat passt recht gut zu der Intention des Buches. Hier zeigt ein Insider der USA-Politik, wie sich das 21. Jahrhundert gestalten soll..nämlich amerikanisch. Und die Musik dazu wird in Asien spielen, nicht in der verschnarchten EU, für die er öfters recht abschätzige Töne findet (nicht ganz so drastisch wie "F..ck the EU" aber immerhin darauf hinzielend).
Der Architekt des 1. Afghanistan-Feldzuges ("wir wollten den Sowjets dort ihr Vietnam bereiten") findet zwar recht kritische Töne zur innerern Entwicklung der USA und zur Sinnlosigkeit des 2. Irak-Krieges (als ob der erste viel sinnvoller gewesen wäre), rüttelt aber nicht am Mythos des 11. September und an der Rolle der USA als erste Geige in Europa. Da müsste laut Herrn B. noch viel mehr geschehen: die Türkei und Russland sollen EU-Mitglieder werden, Deutschland, Polen und Frankreich sollen die neue "Achse der Guten" in Europa sein und Rusland bitte überzeugen, den sinnlosen Widerstand gegenüber Uncle Sam aufzugeben und in den Reigen der USA-Vasallen einzutreten...
Auf keinen Fall (bitte genau hinhören) dürfen Deutschland und Russland irgendeine Art von wirtschaftlicher, bzw. politischer Partnerschaft bilden. Die Konsequenzen wären im höchstem Maße fatal, fragt sich nur, für wen..
Nationale Bestrebungen werden vom Washington-Strategen als "nationalistisch" eingestuft und sind als Teufelswerk verschrien, die Welt der strategischen Bündnisse und Freihandelsabkommen dagegen in den Himmel gelobt (TTIP, ich hör Dich trapsen).
So weit, so gut. Nur dass manche Ereignisse das Anno 2012 geschriebene Buch wieder alt aussehen lassen...Politik ist eben nicht immer rational, und ob die jetzigen PräsidentschaftskandidatInnen die viel beschworene Wende in den USA schaffen werden, ist mehr als fraglich. Was die EU anbelangt, so erscheint ein Auseinanderbrechen des Konstrukts immer wahrscheinlicher. Hat man etwa in Washington die Warnungen des Herrn B. in den Wind geschlagen?
Das Buch liest sich gut, auch wenn die Hauptsache zwischen den Zeilen steht...dafür fünf Punkte. Well done, Zbig!
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am 13. Januar 2017
Brzezinski zeigt einerseits auf, dass die globale Vormachtstellung der USA auch durch ihre immensen inneren Problem bedroht, - hohe Staatsverschuldung, von einigen Elite-Unis abgesehen miserables Bildungssystem, soziale Ungleichheit, grosse Infrastruktur-Defizite usw.

Die USA benötigen aber nicht nur Reformen im Inneren. Um ihre globale Vormachtstellung zu behalten, müssen sie sich vor allem der Herausforderung durch den neuen Wirtschafts-Giganten China stellen. Brzezinski entwickelt in diesem Zusammenhang das Konzept eines "larger West", d. h. der Verbreiterung und Stärkung des westlichen Bündnissystems. Zwei Länder nehmen dabei aus seiner Sicht eine Schlüsselstellung ein: Die Türkei und Russland. Während er auf dem Informationsstand von 2012 bei der Integration der Türkei, insbesondere auch in die EU-Strukturen, relativ optimistisch ist, sieht er bei Russland unter der jetzigen Führung erhebliche Widerstände bezüglich der Ein- und Unterordnung in das US-geführte Hegemonialsystem.

Seine Hoffnung im Falle Russland setzt Brzezinski auf das an westlichem Lebensstil orientierte Bürgertum der Metropolen Moskau und St. Petersburg. Unausgesprochen setzt er in Russland damit auf eine Art Elitenrevolte. Denn das russische Bürgertum wird, so ist es offensichtlich seine Kalkulation, die Erschwernisse in seiner Lebensführung (Kontosperrungen, Reiseeinschränkungen, Sportboykotte usw.) irgendwann der eigenen Führung anlasten und auf einen politischen Kursschwenk drängen.

Wird aber Russland als Regionalmacht dem westlichen Bündnis eingegliedert sein, so wird gegenüber China eine Politik des Containments möglich sein, zumal Brzezinski dabei auch wieder auf verstärkte chinesisch-indische Konflikte setzt.
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am 14. Mai 2014
Ich kann dieses Buch jedem Amerikafreund empfehlen! Der Autor geht mit seinen Landsleuten und speziell Veranwortlichen hart ins Gericht, sachlich korrekt, denn die USA verlieren nicht nur relativ zu anderen Nationen an Boden (auf freilich hohem Niveau), sondern stagnieren in vielen zivilisatorischen Positionen absolut, seit Jahren bis Jahrzehnten und liegen mittlerweile in Einzelpositionen weit unten im Ranking, wenn wir z.B. an Todesstrafe denken, Geheimgefängnisse, Guantanamo, NSA, kurz an all den Wahnsinn, der nach 9/11 kam. Brzezinskis Liste ist fast vollständig, wenn ich auch Punkte aus Erfahrung anfügen würde. B., der nicht dafür bekannt ist, ein Blatt vor den Mund zu nehmen, orientiert recht stark auf Kooperation und value leadership als rein auf das Recht des Starken. Dies kontrastiert erkennbar zur momentanen US-Außenpolitik, die auf den Erdteilen, die sie noch aktiv bearbeitet, eher auf sehr hohe Töne setzt, aber Befremden erntet. (Süd- u. Zentralamerika gelten wohl als verloren.) Es dürfte nicht wundern, wenn auch die gegenwärtige US-Europapolitik das Gegenteil dessen erreicht, was anvisiert war, nämlich das Unterbinden einer eurasischen Integration, die die USA außen vor ließe. Wenn die europäische politische Mitte noch nicht zu einer korrespondierenden "Freiheitsbewegung vom US-Patriarchat" tendiert, dann tun die Ränder rechts und links dies schon länger. Diese "globalen Hebelgesetze" (wenn ich hier was runterdrücke, kommt es dort verstärkt hoch) werden zur Zeit zu wenig beachtet, obwohl Brzezinski diesen schönen und empfehlenswerten Denkzettel vorgelegt hat. Vermutlich wird es einer globalen Umsteuerung bedürfen, verbunden mit personellen Wechseln. Denn eine moderne, zukunftsfähige Politik im Sinne von B. wird offenbar von den momentan Agierenden nicht begriffen. Die Kosten können sehr hoch werden. Was dem Buch ein wenig fehlt, das ist Bescheidenheit. Die USA als Nabel der Welt gilt letztlich eben doch. Speziell wäre mir eine Betonung dessen wichtig, was die natürlichen Gründe dafür sind, weshalb z.B. Südostasien so volkreich wurde (Wasser, gute Böden, hohe Temperaturen) und weshalb die USA nach Ende von WW1 und später auch qualitativ so hochschossen. Dies hatte mit der "Bluttransfusion" aus Europa zu tun, die heute zum Glück (weil es Flucht vor Hitler war) längst nicht mehr so stattfindet. Was mir weiter fehlte, das ist die chinesische "konfuzianische" politische Kultur, die stark auf der Erfahrung ruht, dass man in dichten, hoch-interaktiven Massengesellschaften den lokalen und globalen Frieden wahren muss. Rom hatte seinerzeit das Christentum und China Konfuzius als den integrierenden Faktor erkannt, die - irgendwie modernisiert - auch unsere modernen Massengesellschaften stabilisieren können. Es besteht nach der kurzen Phase der Superdominanz der USA von 1991 bis 2010 nicht unbedingt Bedarf nach einer neuen Supermacht mit globaler Dominanz. Es ist ein asymptotischer Zustand denkbar, der schon aus Vorsicht größere Ambitionen vermeidet, weil wir in der arbeitsteiligen Moderne mit aggressiven Ambitionen nur Schaden nehmen können. Ob wir wollen, oder nicht.
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am 9. September 2014
It rather is an art - saying the obvious in an academic manner. And most things already have been told somewhere, sometimes even with more style. In regards to Putin, brzezinski Sounds rather naive (and that was already the case in 2010). Thus, these essays are to be read with a pinch of Salt. However his final thoughts on how the us should treat china are interesting enough to read this Book.
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am 5. Februar 2015
..die bilanz jahre danach...
..zeigt auf wie die geopolitk wirklich abläuft und wir alle als zuschauer staunen können.
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