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am 9. November 2014
Warum die deutsche Übersetzung nicht nachgedruckt wird...? Nunja, die schematischen Karten im Buch sprechen für sich. Der Text ist für mich mit recht guten Englisch-Kenntnissen nur langsam zu lesen, da viele politisch-strategische Fachworte verwendet werden.

Als leichteren Einstieg empfehle ich The Fog Of War. Wer weiter hinter den Vorhang schauen will der kann dann noch forschen, wie es zur Watergate-Affäre kam, was die Pentagon-Papiere offenlegten,...
10 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 28. Februar 2014
... Nachfolgewerk bereits veröffentlicht ist, so sind die historischen und politischen Zusammenhänger hier weiterhin hervorragend dargestellt, natürlich mit der US-Brille, was aber niemanden überraschen kann. Liest sich gut!
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 17. März 2014
Highly revealing.
Brzezinski is extraordinaryly clear and concise in his depiction and conclusions.
For every person interested in politics, this is a must to read.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 19. Mai 2015
Sehr gut verständlich. Geldpolitische Bilanz zum Ende des 20. Jh.
Ausblick auf die Herausforderungen im 21. Jh. Pflichtfelder für jeden der globale, politische Entwicklungen und Konflikte verstehen will.
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am 2. März 2015
Ich betrachte dieses Buch als eines der wichtigsten Beiträge um die US Außenpolitik seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion verstehen zu können. Um tiefere Einblicke in die US Außenpolitik von Präsident Wilson über George Kennan zu bekommen, kann ich den englisch-sprachigen Lesern Chomsky "On democracy and education", sowie "The indispensable Chomsky" empfehlen. Chomsky empfehle ich unbedingt zu Rate zu ziehen, da er sehr nüchtern bleibt. Nicht zu vergessen sind "The Wikileaks Files" mit der Auswertung von Depeschen des US State Departments der letzten 20 Jahre, welche in einen geopolitischen Kontext geordnet wurden, William Blums 2014er Version von "Killing Hope", sowie Kwame Nkrumahs "Neo-colonialism", welches die Ausbeutung Afrikas beschreibt.

Wegen des Ausverkaufs der deutschen Ausgabe vom Fischer Verlag habe ich auf die englische "The grand chessboard" von 1999 zurückgegriffen. Auf diese englische Ausgabe bezieht sich diese Rezension. Seit Anfang November gibt es anscheinend auch eine Neuauflage des Kopp Verlages für 10€, wie die Mitrezensentin Klara richtig bemerkte. Falls man auf die Fischer Verlags Version angewiesen ist, kann man diese anscheinend, wie in anderen Rezensionen geschrieben wird, durch "googlen" finden. Der gegenwärtige Preis für gebrauchte Bücher ist in der Tat vulgär.

Wie bereits von anderen Leuten berichtet, beschreibt dieses Buch wie kein anderes die hegemonialen Interessenskonflikte aus Sicht der US Amerikaner seit 1990. Es ist sehr lesenswert, bereitet es doch viele Einblicke, wie die Amerikaner die Vormachtstellung auf der "Weltinsel" Eurasien festigen und gleichzeitig andere Mächte klein halten können. Die Entwicklungen der letzten 15 Jahre sind in geradezu gespenstischer Weise abgebildet. Im Wesentlichen geht es um die Vereinnahmung von Eurasien als zentralen Kontinent durch die USA. Hierfür muss Stück für Stück das Randgebiet (rimland = Küstengebiete Eurasiens) unter Kontrolle gebracht werden um lokale Mächte zu schwächen und einen geeinten Kontinent zu verhindern, denn nur dann ist die Seemacht USA (A.T.Mahan), der Kontinentalmacht Eurasien (J.H.Mackinder) überlegen. Syrien, die Ukraine, Zentralasien, sowie das südchinesische Meer sind Teil dieses Randgebietes und die gegenwärtigen Konflikte können damit eingeordnet werden.
Brzezinksi argumentiert, dass die USA das erste globale Weltreich geschaffen haben und dabei als einziger im Besitz der vier Dimensionen der Macht (Militär, Ökonomie, Technologie und Kultur) sind. Anschließend wird in unglaublicher Dreistigkeit explizit eine Geostrategie propagandiert mit welcher die USA die Herrschaft über Eurasien erkämpfen soll, um ihre weltweite Vorherrschaft zu sichern. Grundsätzlich wird aus US Perspektive geschrieben.

Ein Auszug wichtiger Punkte zum Mitnehmen:
- Entscheidungsprozesse zwischen Partnern werden durch Konsens geführt, wobei eine amerikanische "Vormachtstellung" gegeben ist, sodass Entscheidungen niemals gegen Washington DC getroffen werden können
- Ausländische Regierungen beschäftigen auch amerikanische Lobbyisten
- China und Russland können zwar auch einen suizidalen Atomkrieg anfangen, diesen im Gegensatz zur USA aber nicht gewinnen
- Frankreich und Deutschland werden als wichtigster Brückenkopf in Westeuropa beschrieben, ohne welche die Vorherrschaft in Eurasien nicht möglich sein wird
- IMF und Weltbank geben nur vor globale Institutionen zu sein, sie sind aber US amerikanisch dominiert.
- Transatlantisches Freihandelsabkommen um Europa an die USA zu binden
- Eine Vereinigung von China - Russland (und Frankreich, Deutschland) schadet imperialen Interessen
- Es ist zentral Russland in ein europäisches Machtgefüge zu drängen, dabei wird es zentral sein den Post-Sowjetraum geopolitisch pluralistisch zu gestalten. Dafür wäre explizit keine gute Beziehung zu Russland nötig.
- Dazu im Gegensatz muss China in einen ernsthaften, respektvollen Dialog eingebunden werden. (evtl. G7)
- Das grundlegende Herrschaftsprinzip ist die Kooptation (z.B. Japan+Deutschland); Es wird indirekt Einfluss auf ausländische Eliten ausgeübt, während man trotzdem vorgeben kann, dass es sich um einen demokratischen Staat handelt.
- Hitlers Lebensraumpolitik zielte lediglich auf strategische wirtschaftliche Interessen ab
- Kurzfristiges Ziel ist der Erhalt der einzigartigen globalen Machtposition, während es langfristig wichtig ist den Grad an institutioneller Kooperation zu erhöhen

Einige Wichtige Punkte, die sich für mich persönlich aufwerfen (stehen nicht explizit im Buch)
- Ist die Formulierung deutscher Kulturüberlegenheit "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" keine exklusiv deutsche Eigenschaft, sondern Teil eines jeden imperialistischen Reiches zuvor und danach? Römer (Civis Romanus sum), Franzosen, Spanier, Briten (Mandela: Britain was the home of everything that was best in the world) und jetzt die Amerikaner (ohne Worte).
- Reiht sich TTIP ein in andere Kooperationsverträge, welche vom Grunde her asymmetrisch sind, das heißt dass es sich nicht um Kooperationen, sondern um Herrschaftsverträge handelt?
- Implikationen für den dt. Journalismus, Ukraine, Syrien und Merkel's Politik mag jeder selber treffen

Es fällt immer wieder auf, dass Brzezinksi in geradezu glorifizierender Weise von Demokratie, freiem Handel und anderer "amerikanischer" Werte schreibt, obwohl er diese gleichzeitig als kulturimperialistische Herrschaftswerkzeuge über andere "Vasallen" beschreibt. Weiterhin ist die Thesen, dass der "Primat der USA in der Weltpolitik zu weniger Gewalt und mehr Wachstum führt" und, dass die "USA daheim zu demokratisch sind, um in der Außenbeziehung autokratisch zu sein" abenteuerlich. Als Zusatz- \ Vorlektüre würde ich dem interessierten Leser "Clinton's Vision" von Noam Chomsky empfehlen, da dies hilft den Propagandagebrauch und Wirklichkeit dieser Begriffe zu trennen (evtl. sind weitere Werke des Autors hinzuziehen; Mearsheimer "Lüge Vom Wert der Unwahrheit mag auch Augen öffnen"). Dies ist wirklich essentiell zum Verständnis vieler Dinge, die öffentlichen Verlautbarungen der USA weichen meist von der hinter geschlossenen Vorhängen, wirklich betriebenen Politik ab (siehe Buch "The Wikileaks Files"). Durch dieses Verständnis wir der immer wieder auftretenden Selbstgefälligkeit Brzezinkis Grenzen gesetzt und es sollte zu etlichen Lachern kommen. Weiterhin propagiert er eine gemeinsamen juristische Struktur (z.B. World Court), wobei er nicht erwähnt, dass die USA öfters versucht sich berechtigter Ansprüche anderer Staaten zu entziehen (z.B. Republic of Nicaragua vs. The United States of America (1986)). Brzezinkskis Buch zeigt schonungslos eine Machtpolitik, welche diametral zu einer in der Öffentlichkeit propagierten "wir achten Demokratie \ Souveränität anderer Staaten" (O-Ton Joe Biden) :alles-ist-ja-so-toll-und-wir-sind-die-guten: - Heidiwelt steht.

Brzezinkis Buch ist die Pflichtlektüre für jeden aufgeklärten Bürger. Alles in allem ist das Buch ein brillantes Werk über geopolitische Machtpolitik aus amerikanischer Sicht, welche viele heutige Konflikte, wie in der Ukraine, Syrien, ums Kaspische Meer, sowie ums südchinesische Meer in einen Gesamtrahmen einordnen kann, leider leidet es in weiten Teilen an unglaublicher US amerikanischer Selbstgefälligkeit und Märchenpropaganda. Wer keine Lust auf das Lesen des Buches hat, kann sich auf Youtube die verkürzte Version "Amerika Die einzige Weltmacht" anschauen. Für jeden der darüber hinaus Zeit findet, würde ich auch die Durchsicht der anderen Bücher empfehlen, da erst dadurch ein Gesamtbild der geopolitischen Großwetterlagen nach dem 2. Weltkrieg entsteht. Im Nachhinein finde ich es erschreckend, wie man in unserer "Demokratie" selbst in Gymnasien gewisse Bilder der Nachkriegsgeschichte, von selbstaufopfernden Amerikanern und den bösen Russen, vermittelt bekommen hat, welche so immens einseitig sind und den wissenschaftlich dokumentierten Fakten so stark wiedersprechen.

Leider ist die geopolitische Form des Denkens, welche zur Interpretation jedweder Außenpolitik von Nöten ist in Deutschland nicht sehr stark verbreitet.

Wer an polit-ökonomischer (geoeconomics) und politischer (geopolitics) Einflussnahme durch die USA in Drittländern interessiert ist, sollte sich folgendes anschauen:
- die oben erwähnten Bücher von Noam "Yoda" Chomsky (MIT Professor), welcher sich bereits seit den 60er Jahren kritisch mit der US Außen- und Innenpolitik, sowie dem gezielten Einsetzen von Medien zur Manipulation der Masse kritisch auseinandersetzt. I.d.R. wird Konsens nachträglich durch Manipulation hergestellt (manufacturing consent).
- die Bücher von John Perkins z.B. "Confessions of an Economic Hitman" (auch als ORF Dokumentation auf Youtube zu finden) oder "Weltmacht ohne Skrupel". Er war Wirtschaftsagent und hat im Auftrag einer Firma, welche für US Geheimdienste gearbeitet hat, fremde Staatsoberhäupter bestochen, erpresst und bedroht um für US Firmen und die USA bestmögliche Bedingungen herauszuholen.
- Berger, Easterly et al. haben einen Aufsatz ("Commercial Imperialism") in einem renommierten Wissenschaftsmagazin ("American Economic Review") geschrieben in welchem sie zeigen konnten, dass innerhalb des kalten Krieges nach US Interventionen Länder systematisch mehr US Produkte importiert, aber nicht mehr in die USA exportiert haben. Arbeitspapierversion mit Google zu finden, bzw. einfach in Google Scholar danach suchen.
- Tim Weiner "CIA Die ganze Geschichte", welche die CIA Auslandsinterventionen beschreibt (ähnlich zu Killing Hope von Blum)
- Naomi Klein "Die Schock Strategie". Die Autorin behandelt z.B. sehr detailliert wie Chile durch wirtschaftsliberale Reformen nach dem Allende Putsch niedergewirtschaftet wurde.
- Youtube "Die Revolutionsprofis" ORF Dokumentation. Anstatt direkt in Ländern zu intervenieren ist man dazu übergegangen "Oppositionsbewegungen" zu unterstützen, und diese für seine eigenen (US) Ziele einzunehmen.
- das Buch von James Vreeland "IMF Politics of Conditional Lending" beschreibt die Machenschaften / Funktionsweise des Internationalen Währungsfonds auf einem sehr hohen wissenschaftlichen Niveau.
- das Buch von Susan George "Kredit und Dogma" beschreibt die Machenschaften der Weltbank. I.d.R. werden Länder in die Schuldenknechtschaft gezwungen, im Anschluss Sozialsysteme abgebaut und profitable Staatssektoren (Ressourcen, Infrastruktur, Grundversorgung) privatisiert, sodass die Länder nach der "Finanzhilfe" schlechter dastehen.
- Wiliam Blums Buch "Rogue State" \ "Schurkenstaat", "Killing Hope". Letzeres beschreibt detailliert die über 50 Attentate auf Staatsoberhäupter, sowie Putsche, welche von den USA gefördert wurden.
- Samuel Huntingtons Buch "Clash of Civilisations", welcher Geopolitik aus einer kulturellen Perspektive herleitet.
- einen Blick auf die Denkfabrik "StratFor" (Strategic Forecasting) und ihren Chef George Friedman beizubehalten, da diese quasi das Sprachrohr amerikanischer Geopolitik sind.
- die Nachdrucke von John Halford Mackinders Werken, als auch seine Aufsätze (durch googlen zu finden), welche als Grundlage dieser Weltinsel-Theorie mit Russland als natürlicher Festung dienen, sind auch zu empfehlen
- Weiterhin findet man eine sehr gute, wenn auch teilweise naiv beschönigende Übersicht über die Geopolitik der USA von Friedrich Korkisch in der Österreichischen Militärzeitung (google pdf ÖMZ Die Geopolitik der USA)
- Thomas Barnett (einflussreicher US Militärstratege) teilt die Post 9/11 Welt in seinem Werk "The Pentagons New Map" in einen funktionierenden Kern (Core) ("zivilisierte Welt / Wirtschaftsmächte") und einen konfliktbeladene Lücke (Gap) (Äquatorialregion+Afrika).
- arte (und andere) Dokumentationen. Da diese meist zu unmöglichen Zeiten laufen, empfehle ich diese auf Youtube zu suchen (google arte doku 2015) - "Täuschung - Die Methode Reagan" / "Gladio Geheimarmeen in Europa" / "CIA Interventionen"
- Ola Tunander "The Secret War against Sweden: US and British Submarine Deception in the 1980s" - man erinnere sich an die panischen Meldungen über vermeintlich russische U-Boote vor Schweden durch Blöd und andere Amerikafreunde am Anfang des Jahres 2015
- Wer verstehen will, wie das Petro Dollar System funktioniert, sollte sich Simon Robinson "Bankruptcy of Our Nation" Kapitel 3 und 4, William Clark "The PetroDollar Wars" ansehen. Letztendlich haben die USA den Dollar in den 70ern ans Öl gebunden, indem sie sicherstellen, dass dieser nur in Dollar gehandelt wird. Staaten müssen erst Waren in die USA exportieren um "wertloses" grünes Papier (kann einfach gedruck werden) zu bekommen bevor sie Öl kaufen können. Die OPEC Staaten bekommen dafür Schutz und müssen ihre Dollarüberschüsse in US Staatsanleihen anlegen. Falls doch systematisch in Euro gehandelt wird, werden die Machthaber Gaddafi, Hussein, etc. einfach entfernt.
- Hermann Ploppa "Die Macher hinter den Kulissen", welcher relativ fundiert alle Belege über amerikanischen Einfluss auf Medien etc. in der BRD beschreibt. Er fasst hauptsächlich andere Quellen zusammen, was aber auch nicht schlecht ist, wenn man als Leser nur wenig Zeit hat.
- Barry E. Carter "International Economic Sanctions", Gary Clyde Hufbauer "Economic Sanctions Reconsidered", da diese Werke Übersicht über internationale Sanktionen (hauptsächlich durch die USA an unfolgsame Länder) gibt

Weiterhin empfehle ich (habe auch viele ausführliche Rezensionen zu diesen Werken erstellt)
- Oliver Stones Film "South of the Border" (Vorschau youtube). Es gibt ein realistischeres Bild einiger Präsidenten Lateinamerikas ab. Während Chavez, Kirchner und Morales in unseren Leitmedien verteufelt werden, setzen sie sich in Wirklichkeit für ihre Gesellschaft ein und haben erstaunliches vorzuweisen.
- die Webseite "Nachdenkseiten", da sie sich insbesondere in jüngster Zeit intensivst um politische Aufklärung von Zusammenhängen bemühen.
- die Vorträge von Prof. Mausfeld, Albrecht Müller, Uwe Krüger und Daniele Ganser zur Meinungsmache (einfach auf Youtube suchen). Auch Noam Chomskys Media Control, Konsensfabrik (Manufacturing Consent), ist auch zusammengefasst in den zwei bereits genannten Werken (The Essential Chomsky, The indespensable Chomsky) können hier hilfreich sein. Heute ist es mehr denn je nötig die Deutungshoheit, welche die Leitmedien für sich beanspruchen in Frage zu stellen.
- die arte Sendung "Mit offenen Karten" samstags gegen 14:00 / oder youtube, welche immer interessante geopolitische Aspekte behandelt.
- Weiterhin ist es interessant sich mit dem Brzezinski Clan zu beschäftigen. Zbigniew war Berater von Johnsen, Carter, Kennedy und ist deshalb sehr ernst zu nehmen. Sein Sohn Ian betreibt auch geopolitisches Consulting.
- Die Webseite von europeangeostrategy[DOT]org erklärt auch viele geopolitische Hintergründe aus europäischer Sicht, aber leider nur auf Englisch.
- Lenins "Imperialismus als letzte Stufe des Kapitalismus". Durch Zufall bin ich über dieses 100 Jahre alte Werk gestolpert und wenn man über bestimmte Phrasen hinweg sehen kann, könnte es ein guter Zeitungsbereicht von heute sein. Er beschreibt wie die Bankensysteme Deutschlands, Frankreichs und Englands um beste Anlagemöglichkeiten im Ausland konkurrieren, sowie dass es bereits damals Wirtschaftswissenschaftler gab, welche sich mit den Eigentümerstrukturverflechtungen dieser Bankensysteme und deren Machtausübungsmöglichkeiten beschäftigt haben. (Interessanterweise wurde dies von James Glattfelder in seinem "Global Corporate Control" Studien wiederentdeckt)
- Paul Colliers "Exodus", welche mögliche Vor- und Nachteile von Einwanderung sehr detailliert und vor allem wissenschaftlich nüchtern beschreibt.
- Albrecht Müllers "Der falsche Präsident", welcher sehr gut beschreibt, warum Gauck der "falsche Präsident" ist.
- "Die Anstalt", die Satiresendung des ZDF, welche auf satirische Weise besser über weltweite Zusammenhänge aufklärt als die dafür zuständigen Nachrichtensendungen.
- Das Buch und den Film "1984", welche eine erschreckende Dystopie aufzeichnen von welcher wir allerdings nicht sehr weit entfernt sind.
- Werner Rügemers Bücher zur Public Private Partnership, Rating Agenturen usw., da er uns Einsicht in viele problematische Sachverhalte gibt.
- Rüdiger Liedtkes "Wir privatisieren uns zu Tode", da es einen sehr guten Überblick über den fatalen Privatisierungswahn gibt.
- Erich Schmidt Eenboms Bücher, welche detaillierten Einblick in staatlichen Einfluss auf Medien bzw. Staatsterrorismus geben.
- Uwe Krüger, welcher in seinem Werk "Meinungsmacht" den Einfluss von amerikanischen außenpolitischen Interessen auf unsere Leitmedien, sowie deren Willigkeit für diese Propaganda zu machen aufgezeigt hat.
- Kleber und die Heute Journallie (absichtlich so geschrieben) nur noch als die einseitige Satire zu betrachten, als welche sie anzusehen ist, und sich nicht mehr drüber aufzuregen,
- Albrecht Müllers "Brandt Aktuell", da es die Wichtigkeit der Brandtschen Regierung, sowie dessen Aussöhnungspolitik mit Osteuropa, und dabei insbesondere Russland gut erklären kann, und mit dem Mythos des Träumers aufhört. Der Politikstil Brandts, welcher innenpolitisch die Interessen aller Bevölkerungsgruppen vereinen wollte, sowie außenpolitisch ein Volk der guten Nachbarn beschwor, welches alle anderen Länder mit Respekt behandelt, aber heftigst von den Medien niedergeschrieben wurde, ist als wegweisend zu betrachten. Im Vergleich dazu empfinde ich den von Merkel als fürchterliche Demokratur und Verrat an den Idealen unseres Staates.

Viel Spaß beim Lesen!

Für Kritik und Anregungen bin ich sehr dankbar. Da einem erfahrungsgemäß bereits bei der neutralen Wiedergabe solcher Sichtweisen, aus welchem Grund auch immer, der blanke Hass entgegen schlägt, bemerke ich vorab, dass mir schlechte Bewertungen egal sind. Das ist eine Rezension in welcher es um den Inhalt des Buches, dadurch aufgeworfene Fragen und meine Einschätzung dazu geht. Auch Rechtschreibfehler dürfen behalten werden.
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am 23. April 2014
Das Buch zu lesen hatte ich mir schon vor Jahren vorgenommen; die Ereignisse in der Ukraine brachten es mir wieder in Erinnerung. Da die deutsche Übersetzung nur für einen horrenden Preis im Antiquariat zu haben war bestellte ich mir den englischen Text und erhielt von Amazon sogar ein Exemplar der Erstausgabe!
Ich frage mich allerdings, ob es jemals ein Deutscher wagen würde, ein vergleichbares Werk zu schaffen. Wir Deutschen haben keine geostrategischen, aber großräumige regionale Interessen, die zu analysieren und zu formulieren derzeit offenbar niemand bereit ist.
18 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 25. September 2002
Overall, this is an excellent book that explains how the US struggled to find "objectives" and orientation in the post cold war era. For those who like a realist view of the world, it is a must-read. For those who prefer a more realistic analysis of how things are, the book may be a good reference but certainly everything but a must-read book. Its basic assumption is that nation-states are the prime actors of foreign policy. It thus ignores the multiple levels of interactions of international organizations and, of course, business. It also neglects to discuss the dynamics of cultural evolution and institutions building. From a realist perspective these aspects are negligible. Fact is, they are not.
September 11 showed us that the world is not as "simple" and nicely structured as Brzezinski wants us make believe. Unless you are historian, there are better timeless analyses of world affairs around.
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 11. Mai 2014
Schon die kursorische Lektüre führt zu vielen Aha-Erlebnissen. Brzezinskis Buch liefert den Kontext zum Geschehen im Nahen Osten, der Ukraine und - wie zu Befürchten steht - bald wohl auch im Fernen Osten.
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am 19. März 2014
dieses Buch beschreibt die heutige Krise in der Ukraine, und dass obwohl das Buch in den achzigern geschrieben wurde, so zu sagen die Blaupause für die aktuelle undd evtl. zukünftige Politik.
Ich kann es nur jedem empfehlen, dann sieht er heutige Geschehnisse verstehen will, man wird sehen, dass so mancher Experte im TV und Radio nur ein Plappermaul ist.
Das Buch ist so spannend wie ein Schachspiel!!!
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am 22. Oktober 2014
Der Autor sieht in Amerika die einzige übrig gebliebene Weltmacht. Amerika muß folglich alles tun, diese Vorherrschaft weltweit zu behalten um weiter Schiedsrichter der Welt spielen zu können. In erster Linie geht es Brzezinski um die Nicht-Wiederherstellung der Sowjet-Union. EG und Nato sind für ihn simultane Werkzeuge, dieses Ziel zu erreichen. Das Buch wurde vor 15 Jahren geschrieben und ist nach wie vor hochaktuell. Der Ukraine-Konflikt 2014 lässt grüßen.
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