Sale Sale Hier klicken Jetzt informieren Xmas Shop 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Mehr dazu HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle MusicUnlimited BundesligaLive wint17



am 10. November 2017
Allgemeines:

Titel: Die Auserwählten im Labyrinth
Autor: James Dashner
Verlag: Carlsen (25. April 2013)
ISBN-10: 3551312311
ISBN-13: 978-3551312310
Seitenzahl: 496 Seiten
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 17 Jahre
Originaltitel: Maze Runner
Preis: 9,99€ (Kindle-Edition)
9,99€ (Taschenbuch)
16,99€ (gebundene Ausgabe)
Weitere Bände: Die Auserwählten in der Brandwüste;
Die Auserwählten in der Todesszone

Inhalt:

Er heißt Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem seltsamen Ort gelandet – einer Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth, in dem mörderische Kreaturen lauern. Nun liegt es an ihm und den anderen Überlebenden, einen Weg in die Freiheit zu finden. Doch die Zeit drängt und nicht alle werden es schaffen …

Bewertung:

Bisher bin ich an dieser Reihe sehr gut vorbeigekommen, auch wenn sie schon seit einer ganzen Weile auf meinem SuB liegt, doch als vor einigen Tagen die umstrittene Verfilmung des zweiten Teiles in der erst TV-Ausstrahlung gesehen habe, habe ich mich entschieden, dieser ewigen SuB-Leiche endlich eine Chance zu geben und auch mal zu dieser Reihe zu greifen.

Zu Beginn bin ich relativ schlecht rein gekommen, was unter anderem daran liegen könnte, dass ich den Film schon kannte und dieser den Einstieg deutlich spannender und geraffter erzählt. Neben dieser Tatsache habe ich mich zu Beginn sehr an den vielen neuen Lichter-Wörtern gestört, die auch unseren Protagonisten Thomas zuerst verwirren. Was genau die "Lichter" sind, ein "Strunk" bedeutet, es heißt wenn jemand "Klonk" sagt oder einen anderen als "Neppdepp" beschimpft, wird nicht aufgelöst, das muss man sich ein wenig selbst erschließen. Auch ansonsten ist die Sprache sehr einfach, teilweise banal und mit leichter jugendlicher Einfärbung, vor allem in den Dialogen. Allmählich gewöhnt man sich jedoch an diesen Stil und gerade die knappen Sätze haben bewirkt, dass die Spannung steigt und ein Sog entsteht, dem man sich nicht so leicht entziehen kann...

Erster Satz: "Sein neues Leben begann im Stehen, umgeben von kalter Dunkelheit und staubiger Luft."

Doch zuerst mal wieder zum Cover: Zusehen ist das dunkle, geheimnisvolle Labyrinth, das die Lichtung umgibt und mit den hohen Steinwänden nur wenig einladend wirkt. Relativ mittig ein Tor, zu dem die Sonne hineinscheint und eine dunkle Silhouette, die sich von dem Lichtwurf abhebt, während sie auf die Öffnung zu zulaufen scheint. Der Titel ist sehr dominant und für meinen Geschmack etwas zu unübersichtlich im unteren Teil des Bildes abgedruckt und passt mit der grünen Farbe gut zur düsteren Stimmung und dem Logo des Verlags. Insgesamt eine sehr stimmige Kombination. Auch innerhalb der Buchdeckel gefällt mir die Gestaltung sehr gut! Die Schriftgröße ist angenehm, die Kapitel kurz - ideal für Kapitelleser wie mich. Das wirkliche Highlight der Gestaltung sind aber die Kapitelanfänge, die mit einzelnen Pixeln verziert sind. Mit jedem Abschnitt kommt ein weiteres Kästchen hinzu, sodass sich von Kapitel zu Kapitel Stück für Stück ein Puzzle aus Kästchen zusammensetzt, die am Ende ein Bild ergeben. Das passt wunderbar zum Inhalt, da die Protagonisten auch immer mehr herausfinden, bis sie irgendwann aus den vielen, unlogischen, kleinen Schnipseln ein Bild zusammensetzen können.

"Da draußen ist das Labyrinth", flüsterte Newt, die Augen wie in Trance aufgerissen. "Alles, was wir tun - unser ganzes schönes Leben, Frischling -, dreht sich um dieses Labyrinth. Jede verfluchte Sekunde, jeden verfluchten Tag verbringen wir im Labyrinth und versuchen aus dem Ding herauszukommen, obwohl wir keinen Schimmer haben, ob es einen Ausgang gibt."

Die Handlung war mir bekannt, genau wie das Ende des Buches, sodass sich von dieser Seite nicht mehr ganz so viel Spannung aufbauen konnte. Dennoch konnte mich das Buch fesseln, das in dieser so anderen dystopischen Welt spielt, von der man im ersten Band nur einen klitzekleinen Ausschnitt zu sehen bekommt. Der Großteil der Handlung spielt sich auf der Lichtung und im Labyrinth ab, aus dem Thomas zusammen mit anderen einen Ausweg sucht. Trotz dass der Plot somit klar limitiert ist und wir eigentlich gar nichts wissen und auch nicht besonders viel mehr erfahren, schafft es James Dashner eine sehr umfangreiche Welt aufzubauen und baut vor allem durch die Dynamiken in der Jungs Gruppe der Lichter enorme Spannung auf.

"Ordnung!", fuhr Newt fort. "Ordnung. Das sagst du dir jetzt immer wieder vor. Der einzige Grund, weswegen wir hier noch nicht völlig durchgedreht sind, ist, weil wir uns den Arsch abschuften und die Ordnung aufrechterhalten."

Thomas kann sich an nichts außer seinen Namen erinnern, als er in einer seltsamen Box aufwacht, die ihn auf die Lichtung bringt, die in der Mitte eines riesigen, grauenvollen Labyrinths liegt, in dem furchtbare Kreaturen lauern. Thomas versteht nicht, was es damit auf sich hat, warum sie alle hierher geschickt wurden, warum ihnen die Erinnerungen fehlen, dennoch ist er fest entschlossen, einen Weg aus dieser festgefahrenen Situation hinaus zu finden, koste es was es wolle.
In dem er nicht auf Regeln achtet und tut, was er denkt, schafft er es, die anderen Jungs aus ihrem festgefahrenen Rhythmus zu reißen und ihnen klarzumachen, dass sie nicht für immer im Labyrinth bleiben können. Bei einigen trifft er auf Zustimmung, doch viele stellen sich ihm in den Weg und haben Angst vor Veränderungen.
Als dann auch noch die Box ein weiteres Mal nach oben kommt und ein Mädchen mit der Botschaft auf die Lichtung entlässt, sie sei die letzte, ist klar, dass sich alles ändern muss...

"Glühende blaue Augen wanderten hin und her, während das Mädchen nach Luft schnappte. Ihre rosa Lippen zitterten während sie immer und immer wieder etwas Unverständliches murmelte. Dann sagte sie einen Satz - es klang hohl und geisterhaft, aber deutlich.
"Alles wird sich ändern."

Das gesamte Szenario ist bedrückend, aufregend und interessant dargestellt, sodass man beim Lesen immer von der Frage angetrieben wird, wer die Jungs einem solchen Experiment aussetzt und vor allem warum! Dabei schreckt das Buch nicht vor grausamen Szenen zurück und lässt einige Kontroversen aufkommen. Super sind die vielen neuen, innovativen Details, die auftauchen. Die Griewer, Monster halb Tier halb Maschine, haben mir sehr gut gefallen, genauso wie die Idee, die hinter dem Labyrinth steckt.

Ich musste bald feststellen, dass sich die Handlung in einigen Punkten sehr vom Film unterscheidet, weshalb auch ich das ein oder andere Mal überrascht wurde. Nach dem ersten Drittel geht es dann richtig los, es wird spannend und die Ereignisse überschlagen sich. Man scheint dem Geheimnis näher zu kommen und tappt dennoch im Dunkeln. Je weiter man kommt, desto mehr steigert sich das Tempo und alles erscheint komprimierter, sodass ich über einige kleine Unstimmigkeiten, die mir immer wieder aufgefallen sind, super hinweglesen konnte.

"Sein Gedächtnisverlust war seltsam. Wie die Welt funktionierte, war ihm relativ klar - aber ihm fehlten alle spezifischen Erinnerungen, Namen, Gesichter. Wie ein Buch, das komplett war, bei dem aber in jeder Zeile ein Wort fehlte und bei dessen Lesen man immer verwirrter und frustrierter wurde."

Die Charaktere sind allesamt wunderbar gezeichnet, es wird aber noch viel Raum zur Entwicklung offen gelassen. So erfährt man gerade so viel über sie, um sie als glaubwürdig und gut ausgestaltet beschreiben zu können, weiß aber noch wenig über sie. Thomas lernt man als Hauptprotagonisten am besten kennen, aus seiner personalen Perspektive wird auch erzählt. Gerade am Anfang hatte ich einige Probleme mit ihm: Im ersten Drittel haben mich die vielen Wiederholungen gestört, die Thomas gedanklich durchlebt hat; plötzliche Erleuchtungen und naives Verhalten lassen ihn sehr sprunghaft und unsicher wirken. So wirkt er manchmal für seine 16 Jahre ein wenig kindisch. Auch sein teils abwertendes Verhalten anderen gegenüber macht es einem zuerst schwer, ihn zu mögen. Dass er oft erst etwas tut und dann nachdenkt, wobei er sich immer mehr zum Held mausert, wirkt an wenigen Stellen etwas konstruiert und aufgesetzt. Super dagegen fand ich, dass er mit der Zeit zunehmend überlegt wirkt und mit den Aufgaben wächst, die das Labyrinth den Lichtern stellt. Er lässt seine Freunde nicht im Stich und kämpft bis zum bitteren Ende!

"Zwei Jahre lang haben sie uns wie Laborratten behandelt und jetzt schlagen wir zurück. Heute Nacht sagen wir den Schöpfern den Kampf an. Heute Nacht lehren wie die Griewer das Fürchten!" Jemand jubelte, dann noch jemand. Kurz danach ertönten Schlachtrufe, die immer lauter wurden und bald über die ganze Lichtung tönten. Heute Nacht würden sie kämpfen. Heute Nacht würden sie endlich zurückschlagen. (...) Das Spiel begann..."

Auch die Jungs auf der Lichtung, wie der dunkelhäutige und immer schlecht gelaunte Anführer Alby, sein heiterer Stellvertreter Newt oder der mutige Hüter der Läufer Minho sind alle einzigartig und haben mir sehr gut gefallen, auch wenn sie noch ein wenig blass blieben.
Mein absoluter Liebling war eindeutig der junge Chuck, der in Thomas ein Vorbild und Freund sieht und ihm immer - wenn auch mit viel Geplapper - zur Seite steht.
Bei Teresa, dem Mädchen, das als letzte auf der Lichtung erscheint und offenbar eine Verbindung zu Thomas' Vergangenheit hat, wusste ich von Anfang an nicht so genau, was ich über sie denken soll. Die telepathische Verbindung, die sie mit Thomas verbindet und die gemeinsame Vergangenheit ist so dubios, dass ich beim besten Willen nicht sagen kann, ob sie nun gute oder schlechte Absichten hat, was von der Tatsache erschwert wird, dass auch sie fast alle Erinnerungen verloren hat und es wohl selbst nicht wirklich zu wissen scheint.

"Klonk auf die ganzen rätselhaften Dinge. Klonk auf alles Schreckliche. Klonk drauf! Er würde nicht aufgeben, bis er das Rätsel gelöst und den Weg nach Hause gefunden hatte. Morgen. Das Wort ließ ihn nicht mehr los, bis endlich einschlief..."

Die schlussendliche Teilauflösung hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie der Cliffhanger, mit dem wir in den nächsten Teil entlassen werden. Natürlich bleiben noch etliche Fragen offen, die wahre Verwirrung beginnt erst noch, sodass man sofort zur Fortsetzung greifen möchte, was ich auch tun werden, wenn ich diese Rezension zu Ende geschrieben habe.

In diesem Sinne...

Fazit:

Eine düstere, aufregende Geschichte, die durch ihre Ideenvielfalt und Komplexität der Geschichte besticht und durch stetig neue Entwicklungen überrascht, sodass man über einzelne Unstimmigkeiten gut hinweglesen kann. Ein akzeptabler Auftakt!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 9. September 2014
Ein neues Genre geht momentan (oder schon länger^^) um - es heißt Dystopia. Dieses Buch gehört definitiv dazu - ohne hier Spoiler einbauen zu wollen. Es zeigt (für mich) etwas vollkommen Neues, noch nie dagewesenes auf, das den Leser durchaus komplett in seinen Bann zu ziehen vermag. Ich habe mir das Buch gekauft, nachdem ich den Kino-Trailer gesehen hatte.
50 Jungs, ein Labyrinth, einige Griewer und die Lichtung - was soll daraus nur werden?
Der Schreibstil des Autors gefällt mir, man konnte sich in den Protagonist einfühlen und seine Handlungen verstehen. Die Handlung war zu keinem Zeitpunkt für mich vorhersehbar (wobei ich zugeben muss, in solchen Dingen bin ich nicht allzu schwer zu überlisten). Die Fragen, die sich Thomas im Laufe des Buchs stellte wurden nicht vollständig beantwortet, immer nur zum Teil - und selbst dann kamen immer wieder neue Fragen dazu.
Die Schriftgröße stimmte genau, ich fand (erst gegen Ende des Buchs) heraus was die verschiedenen Kästchen über den jeweiligen Kapitel-Nummerierungen ergeben sollen. Aber ein interessanter Punkt. Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen, so auch das Kästchen über den Kapitel-Nummerierungen.
Vergleichen kann ich das Buch mit keinem mir bekannten - habe allerdings zB Tribute von Panem noch nicht gelesen wie manche Mit-Rezensienten.
Teil 2 hab ich bereits bestellt und werde ich bald beginnen!

Das Buch bekommt 5 Sterne und somit eine klare Leseempfehlung.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 8. Oktober 2015
Diese Trilogie, obwohl schon etwas älter, ist völlig an mir vorbei gegangen. Darauf aufmerksam wurde ich vergangenes Wochenende durch den Spielfilm der auf SKY gezeigt wurde. Na und dann musste das Buch bestellt werden und in einem Rutsch gelesen werden. Wobei, wie fast immer, das Buch den Film um einiges übertrifft.

Wir haben mal wieder Endzeitstimmung. Thomas erwacht, ohne die geringsten Erinnerungen an sein Vorleben, auf einer Lichtung mit ca.50 Jungs. Begrenzt wird diese Lichtung durch ein enormes Labyrinth. Die meisten der Jungs leben bereits seit ca. 2 Jahren dort und haben in der Zwischenzeit versucht, den Ausweg aus dem Labyrinth zu schaffen. Es muß Leben außerhalb geben, denn die Jungswerden von der Außenwelt mit wichtigen Dingen versorgt. Nachts schließen sich die Tore zum Labyrinth, dann treiben dort die Griewer, furchteinflößende Wesen ihr Unwesen. Mit der Ankunft von Thomas ändert sich vieles. Werden sie es schaffen, dem Labyrinth zu entkommen ? Wer ist dort draußen und warum sind sie in diesem Labyrinth ? Die Antwort auf diese Fragen findet Ihr im Buch.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 20. März 2015
Thomas wacht in einer dunklen Box auf, die wie in einem Aufzug nach oben zu fahren scheint. Dann öffnet sich die Luke und ein Pulk von männlichen Jugendlichen schaut auf ihn herab. Doch wo ist er gelandet? Und die wichtigste Frage: WER ist er? Und woher kommt er? Das können ihm die andren Jungs auch nicht beantworten, denn alle sind genauso ratlos wie er. Sie leben auf einer Art Lichtung, rings umgeben von hohen Mauern die in ein Labyrinth führen. Tag für Tag versuchen die Jungs einen Ausweg aus diesem fürchterlichen Labyrinth zu finden, bei dem die größte Gefahr nicht das verlaufen, sondern grausame Wesen namens Griewer sind. Doch Thomas scheint anders zu sein, als alle andren, er fühlt es ganz deutlich, er war schonmal hier. Und dann taucht in der nächsten Box ein Mädchen auf...
Ein unfassbar rasantes Buch welches man nicht aus der Hand legen möchte. Das Buch zieht einen rein ins Herz des Labyrinths und dort wartet man dann mit klopfendem Herzen auf den nächsten Griewer. Doch was ist des Rätsels Lösung? Hinweise werden ausgestreut, zum greifen nah ist die Auflösung, welche einem dann letztendlich doch wieder entgleitet. Das Finale ist furios, ließ mich aber mit ordentlich viel Verwirrung zurück. Naja, das heißt wohl Band 2 besorgen!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 7. Mai 2015
Das Buch wird von Jugendlichen sehr gern gelesen und ist in der Tat nicht nur eine spannende und gut geschriebene Lektüre, sondern wirft auch interessante Fragen auf, mit der sich Menschen auseinandersetzen sollten: Rechtfertigt irgendein Ziel Experimente an Menschen? Das Überleben der Menschheit vielleicht? Was für eine Bedeutung kann Auserwähltsein haben?
Die beiden weiteren Bände stellen ebendiese Fragen in den Brennpunkt der inhaltlichen Auseinandersetzung zwischen einer Institution und jungen Menschen, die auf der Suche nach Wahrheit und Werten in einer Welt sind, die gnadenlos aussortiert. Erschreckende Bezüge zur Realität ergeben sich. Allein die Frage, wer überhaupt noch Chancen auf ein Leben hat oder haben kann, sofern sein Genom nicht vollkommen in Ordnung ist, ist ja bereits eine absehbare Zukunftsfrage, nicht nur für Versicherungsgesellschaften.
Ich werde jederzeit wieder bei diesem Lieferanten bestellen, da die Lieferung einmalig schnell war: am übernächsten Tag war das Buch da:-))
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 13. November 2014
Thomas erwacht hat in einem Käfig, mitten in der Dunkelheit. Der Käfig fährt nach oben und Thomas landet auf einer Lichtung, umringt von lauter halbwüchsiger Jungs, die ihn anstarren. Anführer Alby gibt sich geheimnisvoll und stellt Thomas, anstatt im Antworten zu geben, den zwölfjährigen Chuck zur Seite. Thomas erkennt schnell, dass die Lichtung von hohen Mauern umgeben ist, hinter denen sich ein Labyrinth befindet. Nach und nach erfährt Thomas, dass die Jungs seit zwei Jahren versuchen einen Ausweg aus dem Labyrinth zu finden – vergebens. Plötzlich fährt der Aufzug erneut nach oben, aber es sind nicht die regelmäßigen Versorgungslieferungen, sondern es befindet sich ein Mensch. Ein bewusstloses Mädchen! Und sie hat einen Zettel in der Hand auf dem steht: Sie ist die Letzte. Für immer. Von diesem Augenblick ändert sich alles für die 50 Jungs auf der Lichtung und ein Ausweg aus dem Labyrinth, in dem sich die grauenerregenden Griewer tummeln, wird immer dringlicher…

Diese Trilogie spielt in einer dystopischen Welt, von der man im ersten Band nur einen klitzekleinen Ausschnitt zu sehen bekommt, denn hauptsächlich spielt sich die Handlung auf der Lichtung und im Labyrinth ab, aus dem Thomas einen Ausweg sucht. Er ist fest entschlossen und schafft es, die anderen Jungs aus ihrem festgefahrenen Rhythmus zu reißen. Das ist natürlich alles andere als leicht, denn es gibt auch Jungs, die sich ihm in den Weg stellen. Für mich war das gesamte Szenario bedrückend, aufregend und interessant. Ich war immer von der Frage getrieben, wer die Jungs einem solchen Experiment, oder was das auch immer sein soll, aussetzt und vor allem warum! Was dann am Ende herauskommt, hat mich wirklich erschüttert!

Der Schreibstil des Autors ist einem Jugendbuch angemessen. Mit unkomplizierten Sätzen und viel Action und Spannung begleiten wir Thomas durch sein Abenteuer, immer auf der Suche nach Antworten. Das ist auch das Besondere daran, dass man nur Stückchen für Stückchen Informationen erhält und sich so langsam an die Wahrheit herantastet. Auch die Beschreibungen der Jungs oder der Lichtung, auf der sie leben, waren für mich stimmig und detailliert genug, um mir alles haargenau vorstellen zu können. Dieses Buch entwickelte beim Lesen einen Sog, dem man sich nicht so leicht entziehen konnte.

Die Figuren waren allesamt sehr glaubwürdig dargestellt und ausgestaltet. Thomas lernt man als Hauptprotagonisten am besten kennen. Er kann sich zwar an nichts aus seinem früheren Leben erinnern, ist aber mutig und schreckt auch nicht vor Schmerzen zurück, wenn es der gemeinsamen Sache dient. Er lässt seine Freunde nicht im Stich und kämpft bis zum bitteren Ende! Auch die Jungs, wie Anführer Alby, sein Stellvertreter Newt oder der Hüter der Läufer Minho sind alle einzigartig und haben mir sehr gut gefallen. Am liebenswertesten war aber der junge Chuck, der in Thomas ein Vorbild und Freund sieht. Teresa, das Mädchen, hätte ich gerne ein wenig besser kennen gelernt, sie kam ein wenig zu kurz, wie ich finde. Aber auch Thomas „Erzfeind“ Gally hatte nachvollziehbare Beweggründe.

Das Cover des gebundenen Buches ist mehr als geheimnisvoll und kommt ohne Schutzumschlag daher. Es ist ganz in Blau gehalten, die Hälfte eines Jungenkopfes ist darauf abgebildet und im Hintergrund ist ein angedeutetes Labyrinth schemenhaft zu erkennen. Mich hätte es spontan nicht angesprochen, doch im Nachhinein gefällt es mir ganz gut.

Fazit: „Die Auserwählten – Im Labyrinth“ von James Dashner ist ein spannungsgeladener Auftakt zu einer dystopischen Trilogie, die vor allem männliche Teenager ansprechen dürfte. Doch auch alle andere Leser/innen, die sich gerne in große Abenteuer stürzen, sind hier vollkommen richtig! Ich vergebe sehr gute viereinhalb von fünf Sternen!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 12. November 2014
Worum geht es?

Thomas kann sich an nichts erinnern. Einzig sein Name ist ihm im Gedächtnis geblieben. Er wacht auf und findet sich in einer seltsamen Box, schreit um Hifle, verzweifelt. Nach einer Weile bewegt sich die Box und plötzlich ist er von zahlreichen Jugendlichen umzingelt, die ihn neugierig beäugen. Die Jugendlichen, allesamt Jungs, befinden sich in einem riesigen Labyrinth. Sie leben in der Mitte von diesem, auf der Lichtung, und versuchen tagein, tagaus einen Ausweg zu finden. Bisher erfolglos. Thomas versteht nicht, was es damit auf sich hat, warum sie alle hierher geschickt wurden, warum ihnen die Erinnerungen fehlen. Dazu kommt, dass ihm offenbar niemand seine Fragen beantworten möchte. Er versucht sich zu fügen, was nicht einfach ist, da ein paar Jungs ihn offenbar zu kennen scheinen. Das verwirrt und schürt Angst. Eine Eskalation bahnt sich an, als kurz nach Thomas' Erscheinen ein weiterer "Neuzugang" auf die Lichtung trifft. Doch dieses Mal kommt ein Mädchen an und von nun an wird alles anders.

Meine Meinung!

Vor 2 Jahren habe ich das englische Original "Maze Runner" zu lesen begonnen, kam aber überhaupt nicht mit dem Schreibstil und den Begriffen klar. Im Deutschen ist das nicht wirklich besser. Der Anfang ist wahnsinnig verwirrend, wir wissen genau so wenig wie Thomas. Hinzu kommt ein sehr auf Jugend getrimmter Schreibstil, der mir nicht immer gefallen hat. Es wird hart und knackig erzählt und die Jungs beleidigen sich oft. Es wurde besser, wenn Thomas alleine mit seinen Gedanken war oder nur mit einem Jungen unterwegs war. Aber sobald mehrere "Lichter" (so nennen sich die Jungs der Lichtung) auftraten, wurde es ziemlich anstrengend.

Außerdem tauchen neue Begriffe auf, mit denen man erst einmal klar kommen muss und die auch nicht wirklich erklärt werden. Da gibt es die Lichter, den Strunk, Klonk, Neppdepp usw. Allmählich gewöhnt man sich jedoch an diese Sprache. Der Leser wird eben genau wie Thomas ins kalte Wasser geworfen und muss jetzt mit dem ganzen Geschehen klar kommen. ;)

Spannend ist das Buch in jedem Fall und ich kann es absolut weiter empfehlen. Das letzte Drittel habe ich sogar komplett am Stück gelesen, weil ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Brutalität spielt eine große Rolle, was mich jedoch nicht abgeschreckt hat. Nur weil plötzlich ein Mädchen auftaucht, darf man keine großen Gefühlsausbrüche erwarten.

Das Ende ist einfach nur... wow. Es passiert so unglaublich viel und man erfährt endlich etwas mehr und warum die Lichter ins Labyrinth gesteckt wurden. Und man bekommt sofort Lust auf den zweiten Teil!

Fazit!

Unbedingt lesen und unbedingt selbst kaufen! Ich gebe zu, dass man eine Weile braucht, um "in das Buch hineinzukommen". Aber es lohnt sich wirklich!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 21. September 2014
"Sein Gedächtnisverlust war seltsam. Wie die Welt funktionierte, war ihm relativ klar - aber ihm fehlten alle spezifischen Erinnerungen, Namen, Gesichter. Wie ein Buch, das komplett war, bei dem aber in jeder Zeile ein Wort fehlte und bei dessen Lesen man immer verwirrter und frustrierter wurde." Pos. 264

Zum Inhalt

Thomas erwacht in einem Aufzugschacht, der nach oben fährt. Er weiß nicht, wo er ist noch wo er hingebracht wird - er weiß nicht mal, wer er ist.

Als er oben ankommt, erwartet ihn ein grausames Spiel, dessen Regeln er nicht kennt. Mit ihm sind sind ca. 50 Jugendliche auf der "Lichtung", einer großen, kargen Fläche, die seine Vorgänger bewohnbar gemacht haben. Es gibt ein Holzhaus, Nutztiere und sogar einen kleinen Wald innerhalb der Grenzen, denn die "Lichtung" ist von meterhohen Mauern umgeben. Sie sind eingeschlossen, doch jeden Morgen öffnen sich Tore, die ins vermeintlich Freie führen: das Labyrinth. Seit Jahren versuchen die sogenannten Läufer, einen Weg hinaus zu finden, doch jede Nacht ändern sich Wege und es gibt grausame Wächter, die den Tod bedeuten.

Thomas hat keine Ahnung, warum er hier ist. Außer an seinen Namen hat er keine Erinnerung an seine Vergangenheit und auch die anderen scheinen nicht zu wissen, welches Leben sie vor der Zeit im Labyrinth hatten. Schneller als ihm lieb ist gewöhnt er sich an den routinierten Tagesablauf, aber er fühlt sich ausgeschlossen, denn irgend etwas stimmt nicht mit ihm. Alles kommt ihm seltsam vertraut vor und er ahnt nicht, woher der brennende Wunsch in ihm kommt, sich den Läufern anzuschließen.
Als auch noch das erste Mädchen aus dem dunklen Aufzugsschacht auftaucht, ändert sich alles ...

Meine Meinung

Da ja der Kinofilm bald startet, wollte ich unbedingt das Buch noch vorher lesen. Das Cover wirkt auf mich jetzt nicht wirklich ansprechend, dafür gibt es aber eine Neuauflage des Verlags, die schon etwas besser die Stimmung des Buches widerspiegelt.

Das Buch wurde ja für Jugendliche ab 13 Jahren empfohlen, was man auch beim Schreibstil merkt. Sehr einfach gehalten und dadurch auch flüssig zu lesen, fliegen die Seiten nur so dahin. Der Slang, den sich die Jugendlichen angewöhnt haben, wirkt anfangs etwas komisch, aber ich hab mich während dem Lesen dran gewöhnt. Da gibt es z. B. "Klonk" für Sch...e, "Strunk" oder "Neppdepp" als abwertende Bezeichnung untereinander. Daran muss man sich erst gewöhnen ^^
Die kurzen Kapitel halten die Spannung hoch und auch die Perspektive aus der Sicht von Thomas; denn genau wie er weiß ich als Leser nicht mehr als er und muss jedes neue Detail zu einem Puzzle zusammenfügen, ohne zu wissen, was daraus letztendlich entstehen soll.

Im ersten Drittel haben mich die vielen Wiederholungen gestört, die Thomas gedanklich durchlebt hat. Auch kam er mir recht naiv und kindisch vor, obwohl er ca. 16 Jahre alt sein soll. Auch sein Verhalten anderen gegenüber fand ich nicht immer fair - vor allem gegenüber Chuck, dem 12jährigen und somit jüngsten Mitglied der Gruppe, dem die anderen ihm am ersten Tag als "Freund und Helfer" zur Seite gestellt haben. Man muss Thomas auch oft mit der Nase auf Dinge stoßen, die selbstverständlich sind - auch wenn man es auf den Gedächtnisverlust schieben kann, wirkt es doch manchmal etwas konstruiert und aufgesetzt. Ich konnte ihn oft schwer einschätzen, weil er sich unsicher ist und sich selber ausbremst - ständig ändert er seine Meinung, ist unstet in seinen Gefühlen, wirkt aber zunehmend überlegt und wächst mit den Aufgaben, die das Labyrinth ihm stellt.
Mit Alby, dem Anführer, hat er es von Anfang an nicht leicht als Frischling. Alby ist überheblich und versucht mit allen Mitteln, die Regeln aufrecht zu erhalten, die die Jugendlichen diese extreme Situation überleben lassen.
Newt hat unter ihnen ebenfalls einen hohen Rang und versteht sich ganz gut mit Thomas. Von ihm bekomt er auch die meisten Informationen, denn alle anderen schweigen sich bei seinen Fragen aus.
Am schlimmsten ist es mit Gally, der Thomas von Anfang an als Spion der "Schöpfer" des Labyrinths verdächtigt, aber da es keine Beweise gibt, wird Thomas wie jeder andere von den anderen aufgenommen und akzeptiert.

Die Kids sind durch die Umstände verroht. Die Gefahr, der Tod und die Ausweglosigkeit sind allgegenwärtig und im Grunde versuchen sie nur, irgendwie mit dieser verrückten Situation klarzukommen.

Nach dem ersten Drittel geht es dann richtig los, es wird spannend und die Ereignisse überschlagen sich. Man scheint dem Geheimnis näher zu kommen und tappt dennoch im Dunkeln. Je weiter man kommt, desto mehr steigert sich das Tempo und alles erscheint komprimierter. Die Auflösung für diesen ersten Band ist geschickt gemacht, hätte mich aber ruhig noch mehr überraschen können. Die Erklärung schneidet die wirklichen Hintergründe nur an und ich kann mich noch nicht so ganz damit abfinden. Ich hoffe jetzt, dass sich in den Fortsetzungen alles zusammenfügen und mich überzeugen wird :)

Trotz einiger kleiner Unstimmigkeiten und einem eher flapsigen Ton der Geschichte kommt ein sehr interessanter Aspekt zum Vorschein: der Glaube, dass das ganze einen Sinn hat und diesen ergründen zu wollen. Die Jugendlichen klammern sich an den Gedanken, dass "jemand" dieses Labyrinth geschaffen hat und nennen ihn bzw. sie die "Schöpfer".
Sie könnten sich einfach auf die "Lichtung" beschränken und ihr Leben so gut es geht bewältigen - doch sie schicken unermüdlich ihre "Läufer" los, um den Sinn dieser "Welt" zu begreifen und die Hoffnung auf ein Entkommen aufrecht zu erhalten. Darüber kann man sich schon einige Gedanken machen und ich bin gespannt, ob der Autor diesen Faden in der Fortsetzung weiterspinnen wird.

Fazit

Ein wirklich packendes, abgedrehtes Abenteuer in einer düsteren Welt, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Mit einer sehr einfachen, jugendlichen Sprache besticht die Handlung mit ihrer rasanten Dramatik; die Auflösung lässt noch einiges offen und ich hoffe, dass die Fortsetzungen eine gute Erklärung bieten werden!

© Aleshanee
Weltenwanderer
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 17. Februar 2014
Thomas wacht in einer Kiste auf, ohne Erinnerungen wie er da hinein gekommen ist, oder wie sein früheres Leben aussah. Als die Kiste sich endlich öffnet, befindet er sich schon mitten in einem Albtraum ohne Entkommen. Mit fünfzig anderen Jungen ist er in einem Labyrinth gefangen aus dem es scheinbar keinen Ausgang gibt, dort haben sie sich so gut es geht mit ihrem neuen Leben arangiert, doch das hat nun ein Ende, denn alles wird sich ändern...

Obwohl es ein Jugendbuch ist, hat es mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Leser weiß nur so viel wie Thomas selbst und das macht einen schier verrückt. Man erfährt immer nur in kleinen Stücken was es mit dem Labyrinth auf sich hat und jedes Mal denkt man, das kann doch jetzt nicht noch schlimmer werden. Doch Dashner toppt es immer wieder.
Teilweise war es so schlimm, dass mir Schauer über den Rücken gelaufen sind und ich alle Lichter in meiner Wohnung anmachen musste, um das ungute Gefühl los zu werden. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Das Buch ist nicht wirklich gruselig, aber dadurch wie es geschrieben wurde und was über das Labyrinth herausgefunden wurde wird eine solch klamme Atmosphäre geschaffen, das es mich einfach geschüttelt hat.

Die Figuren selber bleiben eher oberflächlich, was ein bisschen schade ist, doch das Labyrinth mit seinen vielen Geheimnissen macht das ganze wieder wett. Die vielen Fragen die man (genau so wie die Jungs) hat und die, die im Laufe der Geschichte auch noch dazu kommen, werden nicht alle bis zum Ende erklärt und man tappt weiterhin im Dunkeln - klasse Voraussetzung für Band zwei!

Viel mehr kann ich eigentlich auch nicht schreiben außer, dass ich mir sofort den zweiten Band bestellt habe. Ein unglaubliches Buch über ein faszinierendes, aber zugleich erschreckendes Labyrinth und den Jungen, die darin gefangen sind.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 24. November 2017
Sehr spannendes Buch. Hatte vom Ersten Teil zuerst den Film gesehen, und mir darauf hin das Buch gekauft.
Persönlich muss ich sagen, dasa Buch gibt natürlich alles viel genauer wieder. Die Geschickte ist um ein vielfaches Spannender als der Film.
Werde mir auf jedenfall die Folgenden Bände auch noch kaufen. Freu mich darauf, wie die Geschichte weiter geht
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden