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am 28. Juni 2017
Die Geschichte ist aus der Sicht eines jugendlichen Mädchens aus Afrika erzählt. Die traurigen und schockierenden Gründe für ihre Flucht sind nichts für zarte Gemüter oder schwache Nerven. Die Handlung spielt aber überwiegend in einem englischen Flüchtlingsheim und in einer englischen Familie. In poetischen, oft witzigen und originellen Worten erzählt Little Bee von ihren Gefühlen und Gedanken und hält dem Westen einen Spiegel vor - macht uns unsere Verantwortung bewusst. Wunderschöne Sprache vermittelt eine oft schauerliche Wirklichkeit und macht trotzdem Spaß zu hören. Mit Charme und Witz erzählt.
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am 6. September 2010
First of all: This whole thing about "not telling" is just a marketing gag for me and completely unnecessary. So I will write this review with references to the plot but obviously trying not to spoil it, as I would with any review about any novel. The novel is excellent, and having a basic idea about it does not take away from the quality of story, language, and narrative.

Now:
The story is told from two perspectives: that of Little Bee, a girl from Nigeria who as the novel sets in is about to leave a British Immigration detention center, and a successful middle class white English woman. The lives of these two women were joined in a most horrid incident two years earlier. This incident is finally related towards the middle of the novel. The English woman is forced to deal with its consequences on her husband and her marriage. For the African girl it means she has to be on the run, both in Nigeria, and in the UK to where she fled but where she has not been granted asylum.

The life of refugees and their reasons for fleeing form one part of the book. The other (closely related) aspect it artfully illustrates are the human cost of the clash between the third and first worlders.

The main characters are presented skilfully. Their inner conflict is plausible and touching. The character of Charlie a.k.a. Batman, the English woman's 4-year-old, is endearing and truly works as the "emotional center" the author wanted to create (interview with Cleave).

My only criticism would be with some of the dialogues, which sometimes seem to stretch beyond the necessary.

Of all the good things I can say about this book (Narrative, voice, language, characters), what I find most important is that it tells a story that needs to be told. In times when Europe braces itself against immigrants and is getting ever more unwilling to grant asylum, when our oil companies continue to exploit Nigerian oil at any human cost, we need stories like this to make us grasp emotionally what we read about in the papers as we eat our breakfast cereal.
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TOP 500 REZENSENTam 5. Oktober 2011
Für Chris Cleave ist "Little Bee" sein 2.Roman und ich finde er packt ein "heißes Eisen" an, an dem sich die Industriestaaten irgendwann verbrennen werden.Asylpolitik, ein Thema, was sich in letzter Zeit immer mehr verschärft hat, nicht zuletzt für die afrikanischen Flüchlinge, die jüngst in Italien strandeten.

Little Bee ist Nigerianerin und aus ihrem Land geflohen, um dem Tod zu entgehen,dem ihre Familie schon zum Opfer gefallen ist.Um die Ausbeutung des Landes, die "schwarzes Gold"in Mengen zur Verfügung hat, nicht publik werden zu lassen, werden die Menschen verfolgt und getötet,die Augenzeugen dieses Raubbaus sind.

In Chris Cleaves Buch"Little Bee"kommen zwei Stimmen zu Wort, die in abwechselnden Kapiteln ihre Gedanken und Eindrücke äußern.

Little Bee beginnt mit der Geschichte, indem sie über ihre Erfahrungen im englischen Abschiebelager berichtet,in das sie durch dramatische Ereignisse und nach ihrer Flucht gelangt ist.
Sarah und Andrew, ein englisches Ehepaar, dass um seine Ehe zu retten, Urlaub in Nigeria macht, lernen Little Bee kennen, als afrikanischen Soldaten sie und ihre Schwester, die geflüchtet waren, töten wollen. Um Little Bes Leben zu retten, opfert Sarah den Mittelfinger ihrer Hand,Andrew ist nicht dazu bereit und versucht sich einzureden, dass er dieses Ereignis nicht beeinflussen kann und nicht für alle Schicksale der Welt verantwortlich ist.
Bei der Auseinandersetzung mit den Soldaten, verliert Andrew seine Papiere, die Little Bee an sich nimmt und nach der Entlassung aus dem Abschiebelager, sind Sarah und Andrew ,die einzige Fluchtmöglichkeit,die Little Bee hat. Der Zeitpunkt an dem Little Bee bei Sarah eintrifft, ist allerdings schlecht gewählt, denn ihr Mann hat sich gerade das Leben genommen. Seine Depressionen haben nach dem Aufenthalt in Afrika und seinem Erlebnis mit den Soldaten noch zugenommen und ihm keinen anderen Ausweg gelassen.Die Bemühungen Sarahs, Little Bee zu helfen und mit dem Tod ihres Mannes fertig zu werden, werden eindrucksvoll von Sarah erzählt, ebenso Little Bees Geschichte, die neben ihrer ständigen Angst entdeckt zu werden, mit dem Kulturschock fertig werden muss, der sie befällt, als sie englichen Boden betritt.Die Lebensweise der Engländer und die Bedeutung ihrer Sprache sind für sie eine nur schwer zu überwindende Barriere.
Zu Anfang dieses Buches war ich etwas irritiert, weil ich nicht wusste, was der Autor mit seinen Anfangskapiteln bezweckte. Diese Irritation hat sich aber schnell gelegt und ich kann sagen,dass ich ein Buch gelesen habe, dass mich tief berührt und nachdenklich zurückgelassen hat.
Anhand der Geschichte von Andrew und Sarah wird dem Leser veranschaulicht,welche Mechanismen Menschen anwenden, um sich nicht "mit dem Elend anderer Leute"auseinandersetzen zu müssen.Dem einen gelingt dies perfekt, ein Zweiter versucht zu agieren und sein Möchlichstes zu tun und ein Dritter zerbricht daran. Doch Tatsache ist,dass wir alle an dem Elend dieser Menschen beteiligt sind.Durch unseren Wohlstand, der auf der Ausbeutung sogenannter "dritte Weltländer" aufgebaut wurde.Kriege werden geführt, um an Rohstoffe heranzukommen und die Leidtragenden sind die einfachen Bürger dieser Länder, die unter Verfolgung, Hunger und Folter zu leiden haben. Wenn dann diese Leute versuchen in unsere Länder zu flüchten, da ihnen sonst der Tod droht,erleben sie hier Ablehnung, Respektlosigkeit und Gewalt.

Little Bee öffnet dem Leser die Augen über ein Thema, dass wir am liebsten unter den Teppich kehren möchten. Die Asylpolitik der Industriestaaten ist und bleibt menschenunwürdig.Wir müssen uns entscheiden, entweder den Menschen vor Ort zu helfen und sie nicht zum Müllabladeplatz unserer aussortierten Technologien und Waffen zu machen, oder ihnen einen menschenwürdigen Platz in unserer Gesellschaft zu geben.

Erwähnen möchte ich hier auch ein Buch,dessen realen Geschichten sich um das Thema Asylpolitik in Östereich drehen"Allein zu Hause" von Susanne Scholl.Eindringlich und erschreckend zugleich.
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am 20. Februar 2012
Zum Inhalt:
Das nigerianische Mädchen Little Bee wird nach zwei grausamen Jahren aus einem britischen Lager für Immigranten entlassen. Da sie nicht weiß, wo sie hin soll, macht sie sich auf den Weg, die einzigen zwei Engländer zu besuchen, die sie kennt: das Ehepaar Andrew und Sarah.
Andrew und Sarah lernten Little Bee vor zwei Jahren am Strand in Nigeria kennen, an dem ihnen Schreckliches widerfahren ist...

Meine Meinung:
Ich brauchte sehr lange, um mich in die Geschichte dieses Romans hineinzufinden. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag. Ich fand die Themen des Romans von Anfang an sehr interessant, aber irgendwie konnte mich die Geschichte nicht packen. Ich musste mich zu Beginn wirklich zwingen den Roman weiterzulesen.
Von Beginn an schwebt das Geheimnis, welches Little Bee, Andrew und Sarah teilen wie ein Omen über die Geschichte. Etwa zur Mitte hin wird man dann über die Geschehnisse am Strand unterrichtet und ab diesem Zeitpunkt kam ich endlich wirklich in die Geschichte hinein. Ich wurde von der Handlung gepackt, fand sie spannend und bewegend.
Chris Cleave thematisiert in seinem Roman Menschlichkeit, Toleranz, Probleme von Immigranten, Gewalt und Mitgefühl sowie die Grenzen menschlichen Mitgefühls. Der Roman ist aufwühlend und bringt seinen Leser definitiv zum Nachdenken.
Little Bee ist eine sympatische Figur, die die Probleme von Immigranten in England nachvollziehbar und ehrlich darstellt. Sarah hingegen ist eine typische Engländern, eine Karrierefrau und junge Mutter. Trotzdem konnte ich mich teilweise mit dieser Figur identifizieren. Sie gewinnt im Laufe des Buches den Respekt des Lesers.
Durch das Schildern sowohl aus der Perspektive von Sarah als auch Little Bee wird der Kontrast zwischen den beiden Welten, dem Denken und Leben beider Frauen deutlich. Weiterhin erhält man so einen tieferen Einblick in das Gefühlsleben der jeweiligen Figur und kann deren Entscheidungen besser nachvollziehen.
Obwohl ich anfangs wirklich arge Probleme mit Little Bee hatte, konnte mich das Buch zum Ende hin doch noch mitreißen. Meiner Meinung nach nimmt die Spannung allerdings wirklich erst im zweiten Teil des Buches, nach der Klärung des Grundkonflikts, Fahrt an und fesselt den Leser schließlich.

Fazit:
Little Bee thematisiert Probleme, die in unserem Leben und unserer Welt alltäglich vorkommen. Der Roman regt den Leser zum Nachdenken an, spricht ihn emotional an und lässt ihn mit einem etwas bekommenen Gefühl zurück. Die Spannung kam für mich persönlich erst in der zweiten Hälfte des Buches auf, weshalb ich mich durch den ersten Teil ziemlich durchkämpfen musste. Alles in allem würde ich Little Bee allerdings trotzdem weiter empfehlen, da die Thematik des Buches einfach von großer Bedeutung ist. Über die Themen des Romans sollte viel mehr nachgedacht und diskutiert werden.
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TOP 500 REZENSENTam 6. April 2013
Für Chris Cleave ist "Little Bee" sein 2.Roman und ich finde er packt ein "heißes Eisen" an, an dem sich die Industriestaaten irgendwann verbrennen werden.Asylpolitik, ein Thema, was sich in letzter Zeit immer mehr verschärft hat, nicht zuletzt für die afrikanischen Flüchtlinge, die jüngst in Italien strandeten.

Little Bee ist Nigerianerin und aus ihrem Land geflohen, um dem Tod zu entgehen,dem ihre Familie schon zum Opfer gefallen ist.Um die Ausbeutung des Landes, die "schwarzes Gold"in Mengen zur Verfügung hat, nicht publik werden zu lassen, werden die Menschen verfolgt und getötet,die Augenzeugen dieses Raubbaus sind.

In Chris Cleaves Buch"Little Bee"kommen zwei Stimmen zu Wort, die in abwechselnden Kapiteln ihre Gedanken und Eindrücke äußern.

Little Bee beginnt mit der Geschichte, indem sie über ihre Erfahrungen im englischen Abschiebelager berichtet,in das sie durch dramatische Ereignisse und nach ihrer Flucht gelangt ist.
Sarah und Andrew, ein englisches Ehepaar, dass um seine Ehe zu retten, Urlaub in Nigeria macht, lernen Little Bee kennen, als afrikanischen Soldaten sie und ihre Schwester, die geflüchtet waren, töten wollen. Um Little Bes Leben zu retten, opfert Sarah den Mittelfinger ihrer Hand,Andrew ist nicht dazu bereit und versucht sich einzureden, dass er dieses Ereignis nicht beeinflussen kann und nicht für alle Schicksale der Welt verantwortlich ist.
Bei der Auseinandersetzung mit den Soldaten, verliert Andrew seine Papiere, die Little Bee an sich nimmt und nach der Entlassung aus dem Abschiebelager, sind Sarah und Andrew ,die einzige Fluchtmöglichkeit,die Little Bee hat. Der Zeitpunkt an dem Little Bee bei Sarah eintrifft, ist allerdings schlecht gewählt, denn ihr Mann hat sich gerade das Leben genommen. Seine Depressionen haben nach dem Aufenthalt in Afrika und seinem Erlebnis mit den Soldaten noch zugenommen und ihm keinen anderen Ausweg gelassen.Die Bemühungen Sarahs, Little Bee zu helfen und mit dem Tod ihres Mannes fertig zu werden, werden eindrucksvoll von Sarah erzählt, ebenso Little Bees Geschichte, die neben ihrer ständigen Angst entdeckt zu werden, mit dem Kulturschock fertig werden muss, der sie befällt, als sie englischen Boden betritt.Die Lebensweise der Engländer und die Bedeutung ihrer Sprache sind für sie eine nur schwer zu überwindende Barriere.
Zu Anfang dieses Buches war ich etwas irritiert, weil ich nicht wusste, was der Autor mit seinen Anfangskapiteln bezweckte. Diese Irritation hat sich aber schnell gelegt und ich kann sagen,dass ich ein Buch gelesen habe, dass mich tief berührt und nachdenklich zurückgelassen hat.
Anhand der Geschichte von Andrew und Sarah wird dem Leser veranschaulicht,welche Mechanismen Menschen anwenden, um sich nicht "mit dem Elend anderer Leute"auseinandersetzen zu müssen.Dem einen gelingt dies perfekt, ein Zweiter versucht zu agieren und sein Möglichstes zu tun und ein Dritter zerbricht daran. Doch Tatsache ist,dass wir alle an dem Elend dieser Menschen beteiligt sind.Durch unseren Wohlstand, der auf der Ausbeutung sogenannter "Dritte Welt Länder" aufgebaut wurde.Kriege werden geführt, um an Rohstoffe heranzukommen und die Leidtragenden sind die einfachen Bürger dieser Länder, die unter Verfolgung, Hunger und Folter zu leiden haben. Wenn dann diese Leute versuchen in unsere Länder zu flüchten, da ihnen sonst der Tod droht,erleben sie hier Ablehnung, Respektlosigkeit und Gewalt.

Little Bee öffnet dem Leser die Augen über ein Thema, dass wir am liebsten unter den Teppich kehren möchten. Die Asylpolitik der Industriestaaten ist und bleibt menschenunwürdig.Wir müssen uns entscheiden, entweder den Menschen vor Ort zu helfen und sie nicht zum Müllabladeplatz unserer aussortierten Technologien und Waffen zu machen, oder ihnen einen menschenwürdigen Platz in unserer Gesellschaft zu geben.

Erwähnen möchte ich hier auch ein Buch,dessen realen Geschichten sich um das Thema Asylpolitik in Österreich drehen"Allein zu Hause" von Susanne Scholl.Eindringlich und erschreckend zugleich.
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(Hörbuchfassung)

Sarah und Andrew machen Urlaub in Nigeria, um ihre Beziehung zu retten. Ausgerechnet Nigeria.
Am Strand stoßen sie auf zwei Mädchen, die von Bewaffneten verfolgt werden, die ihr Dorf niedergebrannt haben und nun auch sie töten wollen. Doch halt, die Geschichte setzt eigentlich erst viel später ein, nachdem einem der Mädchen, Little Bee, die Flucht aus Nigeria gelungen war und sie 2 Jahre in England in Abschiebehaft gesessen hatte, bevor sie durch ungefragte Hilfe einer Mitinsassin von dort mit heraus geschmuggelt wurde. Zu Fuß macht sie sich auf den langen Weg zu Sarah und Andrew, den einzigen beiden Menschen, die sie in diesem fremden Land kennt. Doch sie trifft am Tage der Beerdigung von Andrew ein. Sarah bewegt sich wie in Trance und ihr Sohn Charlie weigert sich dauerhaft sein Batman-Kostüm wieder auszuziehen. Sarah nimmt Little Bee jedoch bereitwillig auf, als Art späte Sühneleistung.....

Das Schrecken aus der Ferne wird meist erst greifbar, wenn es ein Gesicht bekommt. Hier ist es das Einzelschicksal von Little Bee, welches uns bewegen könnte, ja, wenn die Geschichte nicht über viele Ecke zu konstruiert klänge. Natürlich ist dies kein Tatsachenbericht, natürlich könnte sich so ähnlich die Handlung zugetragen haben, doch mir persönlich ging aus irgendeinem Grund die ganze Sache nicht sonderlich ans Herz. Es waren immer wieder kurze Momente, in denen ich dachte: Ein bisschen dick aufgetragen.
Insgesamt eine Mischung aus Thriller, Asylproblematik, Beziehungsdrama und Lebensgeschichte.

Sarah Britta Steffenhagen als Sarah und Sarah Alles als Little Bee lesen abwechselt in der Ich-Form. Die beiden machen das so gut, dass ich dafür den 3. Stern vergebe.
Es handelt sich um eine gekürzte Lesung auf 5 CDs.
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am 10. Dezember 2010
Ich habe dieses Buch schon vor längerer Zeit auf Englisch gelesen und kann nur bestätigen, was meine VorgängerInnen geschrieben haben: Es ist ein außergewöhnliches, tolles Buch, vor allem die Sprache ist einfach wunderschön. ABER: Das Buch beschreibt viele sehr, sehr grausame Szenen und die bleiben einem erhalten - zumindest bei mir war es so. Ich habe beim Lesen des Buches ständig geheult :()
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am 22. Februar 2010
Na super: Der Verlag verschweigt auf Wunsch des Autors den Inhalt eines Buches, denn "The magic is in how it unfolds". Ist das ein schlauer Marketing-Gag für ein mittelmäßiges Werk? Oder doch ein nachvollziehbarer Gedanke für ein ganz und gar außergewöhnliches Buch? Und wie kann man eine Bewertung über einen Roman schreiben, über dessen Handlung man nichts verraten soll?

Soviel gibt der Buchrücken dann doch her: "The Other Hand" (in der amerikanischen Ausgabe "Little Bee") erzählt von zwei Frauen, die so unterschiedlich wie nur irgend möglich und dennoch durch eine ganz besondere Geschichte miteinander verbunden sind. Diese Geschichte ist bis zum Schluß nie ganz das, was sie scheint und stellt die beiden Protagonistinnen - und damit auch den Leser - immer wieder vor Entscheidungen, die niemand freiwillig treffen möchte. Daß dabei der moralische Zeigefinger nicht allgegenwärtig ist, liegt an den beiden Erzählstimmen. Die eine ist nicht immer sympathisch, mit ihren Fehlern aber sehr menschlich, die andere ist schlicht und einfach absolut liebenswert und sorgt mehr als einmal für einen unerwarteten Blick auf die Welt, in der wir leben.

Fazit: Kein Marketing-Gag, sondern wirklich ein ganz und gar außergewöhnliches Buch. Der Bitte des Autors um Verschwiegenheit ist unbedingt Folge zu leisten. "The Other Hand" ist traurig, witzig, aufwühlend und zu Herzen gehend - leicht zu lesen, aber nicht leicht zu vergessen.
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am 18. Juli 2013
To start with, I have not read the book in full - praise Kindle, I didn't have to buy it, but only dowloaded the sample...

I normally bypass highly praised books that pretend to raise expectations by not telling you what it is about, but it was recommended by some fellow readers in a book forum - yet again highly praised, so I gave it a go.

Here's my impression - knowing full well, that the majority of people here giving 5 star reviews, will press the "not helpful" button.

This book - from the few pages of the sample - is slow and boring to start with... with all good intentions to not tell the potential reader what this is about, you can figure it out within the first two pages.... and good Lord, you need to slave through them... The language, as has been mentioned before has the potential of being nice - the style, to me, is boring and it took tremendous effort to even finish the sample. I have finished it - and I have no desire to buy the book, though the certainly contemporary topic would make it worth making the effort... certainly somewhere in Africa exactly the thing is happening right now.... "the men came and...."

so okay - sue me, there are too many books worth reading out there to slave through one that doesn't manage to draw me in within the first two pages, leave alone a whole (admittedly rather short) sample.

So beware - if you're considering this book, use the "look inside" feature to form a first opinion if Mr. Cleave's style suits you - it did nothing for me.
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am 7. November 2010
Little Bee erzählt eine Geschichte über Immigration, über Entscheidungen, die man trifft, über die Gratwanderung von Moral und Humanität und die Realität, die einen letztendlich einholt. Die Sprache ist ein einziges Lesevergnügen, die Charaktere sind vielfältig gezeichnet und nicht eindeutig nur goodies und baddies, wie der 4jährige Charlie mit der verkehrten Grammatik es bezeichnet. Dunkle Abgründe gehören zu jedem Ich und es ist die Wahl des Einzelnen, welcher Seite seiner Persönlichkeit er mehr Raum gibt, sofern er in die Verlegenheit kommt, diese Wahl tatsächlich treffen zu müssen. Es ist trotzdem kein moralisierendes Buch. Das Ende ist perfekt, aber etwas in mir hätte es sich anders gewünscht.
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