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am 5. Januar 2012
Ist China chauvinistisch? Stellt das Land eine Bedrohung für die Demokratien in Europa und Nordamerika dar?

Julia Lovells neues Buch gibt dazu viel Stoff zum Nachdenken. Als Dozentin für chinesische Geschichte an der University of London hat sich Lovell zum Ziel gesetzt, nicht nur die Geschichte des Ersten Opium Krieges von 1839 bis 1842 (der zweite wird nur relativ knapp behandelt) aufgrund britischer und chinesischer Quellen darzustellen, sondern auch die Nachwirkungen dieses "Krieges" (der wie Lovell zeigt, vielleicht im Bewusstsein der Zeitgenossen gar kein richtiger Krieg war) in chinesischen und britischen Köpfen bis zum heutigen Tage aufzuzeigen.

Lovell beschreibt zunächst den Ablauf und damit die Absurditäten des Krieges selbst. Der eigentliche Kriegsgrund, das Opium, sorgte von Anfang an bei den Briten für Verwirrung, gab es doch schon beim Kriegsausbruch Gegner wie Befürworter von militärischen Maßnahmen zur Förderung der Verbreitung einer Droge. Bei den Chinesen war man sich lange Zeit garnicht klar darüber, ob man sich in einem Krieg befand und was die kriegstreibenden Briten eigentlich wirklich wollten. Die lachhaften Lügengeschichten der mit der Kriegsführung beauftragten chinesischen Beamten, die darauf ausgerichtet waren, dem Kaiser im fernen Beijing gloriose Siege vorzuspiegeln, wo heftige Niederlagen erlitten worden waren, passten zum manchmal fast komödienhaften Kriegsverlauf. Lovell beschreibt sie mit Sinn für subtilen Humor. Das ganze Buch ist faktenreich, doch in bester britischer Historikertradition zugleich überaus lesenswert und unterhaltsam.

Doch mindestens ebenso spannend ist das letzte Viertel des Buches, dass die westliche und die östliche Perzeption des Opiumkrieges bis heute analysiert. Die damals entwickelten und kultivierten gegenseitigen Stereotype überleben, so scheint es, bis in unserer Zeit und sind immer wieder bei gegebenem Anlass abrufbar. Ob "yellow peril" oder die "imperalistische Erniederung" - der Opiumkrieg hat ein Eigenleben weitgehend unabhängig von den historischen Fakten entwickelt und kann offenkundig leicht instrumentalsiert werden. Wer Lovells Buch gelesen hat, weiss aber auch, wie haltlos ein großer Teil der Stereotype ist.

Das Buch kann allen, die sich für chinesische Geschichte und die Geschichte der chinesisch-westlichen Beziehungen interessieren, nur wärmstens empfohlen werden. Es bleibt zu wünschen, dass eine deutsche Übersetzung den Weg zur weiteren Verbreitung öffnet.
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am 4. August 2013
Die rückblickend nur als peinlich zu nennende Linie britischer Außen- und Wirtschaftspolitik wird hier beeindruckend dargestellt. Im Interesse einer ausgeglichenen Außenhandelsbilanz hat Großbritannien vor rd.160 Jahren mit Waffengewalt durchgesetzt, weiter Opium in China verkaufen zu können. Angesichts des derzeitigen war on drugs erscheint das bizarr, doch hat das UK seinerzeit begünstigt vom technischen Fortschritt in Schiffbau und Waffenproduktion erfolgreich durchgesetzt, dass China von Opium benebelt geblieben ist. Zugleich wird verdeutlicht, dass China geplagt war von Korruption und desolater Verwaltung, letztlich Unfähigkeit mit einer effizient und entschlossen handelnden Macht fertig zu werden. Die Autorin belegt, dass der Nachhall dieser "Episode" unverändert die Beziehungen zwischen Europa und China belastet.
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am 19. Oktober 2014
Today the Opium Wars are totally unknown to Continental Europeans, probably.
But this exciting narrative by Peter Hopkirk shows us the consequences of total
seclusion against foreigners (by the Chines), and the ruthlessness, performed on the English
(and later on the European side) to violate a People by overflooding them with drugs.
The Opium Wars are probably the wars, Britain must be gratly ashamed.
Interesting in the book are also the consequences and the chinese view in todays China policy.
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am 25. Januar 2012
Opium WarI got to page 21 of Julia Lovell's great new book, and already I had learned at least one new thing and found two subjects I need to explore further. The new thing: Did you know that the phrase "cold turkey" derives from one of the typical withdrawal symptoms of an Opium addict, namely very pronounced goose pimples all over the body? This, along with fatigue, trembling, nausea, diarrhoea and insonia. The two historical subjects I need to know more about are the Scottish Clearances and the Irish Famine. She gets there via the shutdown in 2006 of a Chinese magazine called "Freezing Point" ("Bingdian") that irked the powers that be by advancing a revisionist theory of the Opium War (namely that, just maybe, it wasn't simply a criminal act by the imperialist powers, as current nationalist rhetoric demands, and that perhaps the Chinese had themselves to blame, too. To illustrate her point, she asks the reader to imagine the British government closing the "Prospect" for running revisionist articles about, yes, the Scottish Clearandes or the Irish Famine. This shows you just how wide-ranging her approach is to her both subject and to writing in general. Anyway, I am thozroghly enjoying myself, and hope you will too.
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