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Ich habe bereits einige Bücher über Scientology gelesen. Darunter "Scientology: Die ganze Wahrheit" von Ursula Caberta, "Scientology: Wie der Sektenkonzern die Welt erobern will" von von Billerbeck und Nordhausen sowie "Scientology: Die Grundlagen des Denkens" von Gründervater L. Ron Hubbard selbst. Ein sicher auch interessantes, eine Innenansicht gebendes Buch ist "Mein geheimes Leben bei Scientology und meine dramatische Flucht" von Jenna Miscavige Hill. Letztgenanntes habe ich nicht gelesen.

Genau eine Schilderung wie die von Jenna Miscavige Hill erwartete ich vom hier rezensierten Buch. Ich erwartete eine Aussteigerstory. Kann mir auch nicht recht erklären, woher diese Erwartungshaltung stammte. Vielleicht vom Teil des Untertitels "Innenansicht einer modernen Kirche". So fing ich einfach mal an zu lesen, las die Ausführungen über Lafayette Ron Hubbard und dachte: "Okay, es gibt einführende Worte hierzu und dann fängt der Autor an, seine eigenen Erfahrungen in Scientology zu beschreiben." Doch soweit kam es bis zum Ende des Buchs garnicht.

Denn es handelt sich überhaupt nicht um die Story eines Aussteigers. Gerade dies macht aber auch den Reiz des Buchs aus. Autor Lawrence Wright beschreibt die Historie Scientologys vollkommen sachlich, unbeteiligt und fachlich versierten Blick. Er lässt es durchgängig im Auge des Lesers, die eigenen Urteile zu fällen und sich zu entscheiden, was er vom Gelesenen halten soll. Gelungen ist ihm damit ein gut recherchiertes und mit ausgiebigen Quellen belegtes Buch ums Thema Scientology.

Bislang war das oben genannte Buch von Nordhausen und von Billerbeck mein Favorit. Lawrence Wright hat es aus meiner Sicht noch deutlich toppen können. Wobei das einfach mein subjektiver Eindruck ist, der auch darauf beruht, wo meine Interessen lagen und was mich speziell interessierte. So macht etwa die Geschichte des Scientologygründers Hubbard einen Großteil des Buchs aus. Gut finde ich auch, dass Scientology nicht rundweg abgelehnt wird, sondern nicht unerwähnt bleibt, dass man auch etwas daraus mitnehmen kann.

Den letzten Satz des vorigen Absatzes kann ich auch für mich so unterschreiben. Ich mag die Organisation Scientology nicht. Und das Letzte, was ich täte wäre, diese mit einem Buchkauf zu unterstützen. Allerdings konnte ich im Hubbardbuch "Scientology: Die Grundlagen des Denkens" einige nützliche Denkanstösse finden. Meine Bibliothek hatte das Buch neben anderen. Wollte ich mal eines der Hubbardbücher lesen, dass meine Heimatbibliothek nicht hat, würde ich die Fernleihe bemühen. In einer Rezension zu "Scientology: Die Grundlagen des Denkens" gehe etwas weiter darauf ein. Es würde an dieser Stelle den Umfang der Rezension sprengen.
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am 9. März 2014
Wer schon etwas über Nordkorea gelesen hat, wird sich wundern, daß die USA ein eigenes Nordkorea auf ihremTerritorium dulden, das den Namen "Scientology" trägt. Lächerlich ist dabei nur, daß die Organisation noch den Beinamen "church of" tragen darf:

Straflager. Suppressive Personen, die als Sanktion die Toiletten mit einer Zahnbürste reinigen müssen, Familien, die auseinandergerissen, Paare, die zur Scheidung gezwungen werden. Jugendliche, die mehr als ein Drittel ihres Lebens auf einem im Ozean dümpelnden "Geheimdienstschiff" verbringen müssen, Schläge und Tritte ins Gesicht. Schreiende Demütigungen. Ein durchtrainierter Bizeps-Diktator, der für zwanzigtausend Dollar im Monat aus allen Kontinenten eingeflogene Delikatessen verschlingt, während die Insassen der Religionsgefängnisse mit einem Nahrungdbudget auskommen müssen, das unter dem Kalifornischer Gefängnisse liegt. Prominente, die man sich als Multiplikatoren hält, und deren Privatjets auch dazu benutzt werden, vor dem Diktator Geflohene wieder ins Lager zurückzubringen, eine Stadt, deren Politik, Justiz und Sicherheitssystem bereits von der Diktatur unterwandert ist, die weltweit Gebäudekomplexe aufkauft und ehemalige Krankenhäuser zu Internierungslagern umbaut. Stacheldrahtumzäunte Straflager in der Wüste. Heime für Minderjährige.

Nachrichten aus Nordkorea? Mitnichten. Nachrichten aus der "Freien Welt", die so gern als Heilsbringer vermeintlicher Demoktatie die Welt bekehren möchte. Also Nachrichten aus den USA. Dabei ist die geniale Taktik, das irrsinnige Gedankensystem als Religion zu verkaufen, um sich deren Privilegien (Steuerfreiheit, Unangreifbarkeit) zu sichern, seit Jahrzehnten aufgegangen.

Dabei sollte ein bitterer Nachgeschmack bleiben: Wieso weltweit gegen die Kim Il Sungs und Mugabes dieser Welt agieren, wenn das private Nordkorea im eigenen Land gefördert und geduldet, sein Anliegen vehement per Außenpolitik gefördert und verteidigt wird, wie es nicht nur in Deutschland (Hamburg) geschehen ist? Wenn wir hier nicht den Riegel vorschieben, und den Travoltas und Cruises dieser Welt Grenzen zeigen, werden wir in 20 jahren unser Land nicht wiedererkennen.

Spannend und packend geschriebenes, sprachlich anspruchsvolles und reich belegtes Buch mit umfassenden Literaturangeben.
Meine Rezension bezieht sich auf die amerikanische Originalausgabe, der die deutsche Version sicherlich nicht nachstehen wird.
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