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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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Wenn man die letzten Romane von John Le Carre gelesen hat, wird einen auch dieses neue Werk nicht wirklich überraschen. Die Zeiten sind längst vorbei, in denen es in den Reihen der westlichen Geheimdienste solch ehrenwerte Personen wie George Smiley gab. Gab es in den Zeiten des kalten Krieges noch Grautöne, sieht der Autor inzwischen den Westen und seine Verteidiger ziemlich schwarz. John le Carre ist ein linker Zyniker geworden (oder schon immer gewesen?). Seine Figuren sind entweder korrupt, oder schwach, oft beides, im besten Fall noch ehrenwert aber machtlos. Das System, das sie verteidigen sollen, eine Mischung aus unehrlichen Politikern und skrupellosen kapitalistischen Firmen. Wie in diversen letzten Büchern sind die Schurken nicht mehr die Russen, sondern amerikanische Kartelle, vereint mit korrupten Politikern und finanziert von evangelikalen Tea-Party Sympathisanten. Die Regierung seines Heimatlandes sieht der Autor inzwischen komplett als Erfüllungsgehilfen der USA.

Daher wird man als Leser nicht wirklich verwöhnt, was die Identifikation mit den Hauptpersonen angeht. Die Helden kämpfen inzwischen einsame, hoffnungslose Kämpfe gegen das System, meist mit fatalem Ende für sie selbst. Auch nach diesem Buch fühlt sich der Leser wie nach einem Schlag in den Unterleib, eine Behandlung, die auch der ehrliche Protagonist am Ende des Buches von unbekannten Schlägern bekommt, wobei diesmal sogar gnädig offen gelassen wird, ob sich der selbstlose Einsatz auf Kosten der eigenen Zufunft für die "gute Sache" gelohnt hat.

Die Sprache ist wie immer sehr gut. Am besten kann man das würdigen, wenn man einmal mit ein paar der üblichen Bestsellerautoren vergleicht. Die wirken im Vergleich zu Le Carres eleganter Prosa eher trivial. Das Lesen ist jedoch selbst mit guten Englischkenntnissen eine Herausforderung. Man braucht auch etwas, um den aus verschiedenen Zeiten und Perspektiven aufgebauten Plot zu durchdringen, dann lohnt es sich jedoch auf jeden Fall.

Fazit: Für Kenner des Autors eigentlich ein sicherer Lesegenuss. Allerdings muss man sich mit der negativen und zynischen Grundstimmung abgefunden haben, die inzwischen eben nicht nur zwischen den Zeilen (da war sie eigentlich schon immer) sondern eben frontal auf den Leser zukommt.
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am 19. September 2013
JLC's last bestseller "Our Kind of Traitor" OKT) had a mixed reception in the UK, but was a hit in the US. It drew few comments on the EN section of Amazon.de and Amazon.fr. But tens of thousands or more German and French readers must have read the book in translation...
Like OKT, this passionate novel is an assault on Britain's political establishment during the New Labour era under Tony Blair, then Gordon Brown. It suggests that some key persons within government push for strategic matters of national defence to be outsourced to private companies based in the US. The "evidence" is presented in the lengthy (46 pp.) first chapter of this book, describing a secret US/UK operation in Gibraltar allegedly mounted to capture a senior Al-Qaeda leader. This chapter also shows JLC's awesome writing skills, which he will keep up until the end..
What follows is the tale of its aftermath. It is about one, then two Foreign Office staff involved in the operation. The naïve one was made ambassador in the Caribbean, then retired. The other, more probing one was posted to Beirut at short notice. Years pass by before the two meet and compare notes. Then the drama begins...
And the powers of surveillance by foreign and domestic security services, disclosed recently by former insiders, soon become apparent in this grand novel... It rivals Naomi Klein's "The Shock Doctrine" published in 2007, one year before the ongoing crisis erupted, as the scariest book I have read in a decade.
Highly recommended thriller.
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am 3. August 2013
Once again Le Carré has proven himself a master-writer picking up the public's far-reaching uneasiness with secret
operations. He shatters the probably naive belief that democratic countries and governments act totally different from autoritarian ones. Reading this book - although a piece of fiction but very close to a probable reality - makes abundantly clear why whistle-blowers are needed: the system always tends to cover up. Here the subject is a secret operation gone terribly wrong and having lead to the death of two innocent people. Even participants in the operation and members of the system wanting to clear up the events internally are blocked, finally murdered and beaten up. A great novel and against the background of the Bradley Manning case and the Edward Snowden affair a very timely one too.
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Wenn es ein Synonym für den Spionageroman gibt, der sich aus dem Kalten Krieg gespeist hat, dann ist es der von John Le Carré. Letzterer, Jahrgang 1931, ist Brite mit kosmopolitischer Provenienz. Studiert hatte er in Oxford und Bern, bevor in Eton selbst lehrte und danach kurzzeitig dem Britischen Geheimdienst während des Kalten Krieges diente. Seitdem, und das sind mittlerweile mehr als fünfzig Jahre, lebt er von seinen Büchern. Es wundert kaum, dass genau die Periode, deren Zeitzeuge aus nächster Nähe war, den Stoff für seine zahlreichen Romane bildete, die seitdem folgen sollten. Wer allerdings glaubte, mit dem Ende des Ost-West-Konfliktes habe sich le Carré entweder in das Schweigen oder der Thematisierung des ewig Gestrigen begeben, der wurde positiv enttäuscht. Hatten im Machtkampf der USA und der UdSSR die profilierten und stereotypen Spione eines revanchistischen Weltbildes dominiert, so wechselte le Carré die Felder seiner Plots mit der Morgendämmerung neuer, ganz anderer Probleme der internationalen Politik.

Der neue Roman von John le Carré, A Delicate Truth, hat nichts mehr von den alten Konflikten und dem alten Ambiente. In einem wie immer scharf geschnittenen Handlungsrahmen wird die Leserschaft Zeuge einer neuen Dimension der Gefährdung, indem der nicht legale Einfluss privater Security Firmen auf das Management heißer, militärischer Konflikte thematisiert wird. Das, was der moderne Durchschnittsmensch bei der Betrachtung weltweiter Konflikte in den Nachrichtensendungen wenn überhaupt nur aus den Augenwinkeln wahrnimmt, die Präsenz privater Firmen beim Einsatz politisch beauftragter Gewalt, ist in A Delicate Truth das Hauptthema. Der gesamte Roman dreht sich um dieses Phänomen. Ohne die wie immer spannende und sprachlich exzellent geschilderte Handlung ausplaudern zu müssen kann zusammengefasst werden, dass es um eine missglückte militärische Operation auf international brenzligem Territorium geht. Akteure direkt vor Ort sind von einem Verteidigungsminister beauftragte offizielle Truppen der Krone sowie private paramilitärische Einheiten aus den USA.

Das Misslingen der Operation wirft Fragen auf, die sich um die Legitimation der Handlung selbst drehen, um die politische Moral, die bei der Erteilung des Auftrages im Spiel war und um die tatsächliche Macht der privaten Auftragnehmer, die weder vor Gewalt noch Nötigung zurückschrecken, um ihren Einfluss innerhalb der Apparate von Politik zu wahren und auszubauen. Da ist nicht nur aktuell, sondern im Hinblick auf die neuen Dimensionen politischer Funktionswahrnehmung auch sehr spannend. Da stellen sich Fragen nach dem zuweilen fragwürdigen Utilitarismus der Politiker genauso wie die nach der Korrumpierbarkeit eindimensionaler Karrieretypen, die ihr Vaterland bereit sind für recht schnöden Mammon zu verkaufen.

Für alle, die dem Genre des Kriminal- und Spionageromans gewillt sind, etwas abzugewinnen, könnte eine sehr inspirierende Fragestellung sein, wie sehr doch Motivlagen und Handlungsmuster in den Romanen le Carrés aus der Epoche des Kalten Krieges und der jetzigen auseinandergehen. Es lieferte weitgehende Erkenntnis, die vom Übergang von der heroischen zur post-heroischen Gesellschaft genauso berichten wie über die Sublimierung von Feindbildern. Mit Werten und Weltbildern haben beide Romantypen etwas zu tun, aber auch diese unterscheiden sich sehr. John le Carré hat sich mit seiner Zeit weiterentwickelt. Er ist dabei weder wehmütig noch nostalgisch geworden. Er hat gelernt. A Delicate Truth ist der beste Beweis.
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am 9. August 2013
Es ist nicht, dass sich nichts in der Weltpolitik geändert hätte.

Allerdings ist es auch nicht so, dass die alte bösartige "dirty-tricks"-Politik von "damals" sich einfach aufgelöst hätte. Sie hat sich einfach privatisieren lassen!

Zu dieser Erkenntnis muss der mittlere Diplomat im Dienste ihrer Majestät, Christopher Probyn, mit seiner weitestgehend unspektakulären Karriere nach dem Ende seiner Dienstzeit kommen. Er muss einsehen, dass ein merkwürdiger Geheimeinsatz Jahrzehnte vorher ihm wohl zu dem begehrenswerten diplomatischen Posten in der Karibik und daraufhin zu einem netten Adelstitel verholfen hatte, obwohl er in der Situation keine Verbindung gesehen hatte. Er hatte Anteil an einem unauffälligen Netzwerk von Bestechung, Lügen und Gewalt gehabt, und davon handfest und "unschuldig" profitiert. So jedenfalls erzählt es ihm ein Mitbeteiligter, der sich aber - direkt bevor er und der Ex-Diplomat ihre Geschichte publik machen wollen - selbst tötet.

So schnell kommt der Leser aber keineswegs zu dieser Zusammenfassung, wenn er den Roman von John Le Carre liest. Man erlebt durch die Augen des ahnungslosen Diplomaten, und erst nach der Lektüre der ersten etwa 4 Kapitel werden die Konturen klarer, und man merkt, woher die Geschichte kommt. Wohin sie geht, bleibt spannend bis zum Schluss.

Le Carre hat sein Spionen-Sujet in die Gegenwart fortgesetzt und die Nachkommen der "Dienste" des Kalten Krieges dort lokalisiert, wo sie sich heute tummeln. Er entlarvt auch viele in diplomatischen Diensten und Politik, die sich (da private Gesellschaften ähnlich wie Blackwater die Verbrechen begehen) "unschuldig" wähnen - mitunter vielleicht d. eine oder andere Leser/in.

Die Lektüre lohnt sich.

Eine baldige deutsche Übersetzung wäre wünschenswert.
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am 4. Juli 2013
No other thriller writer has managed the transition to post-cold war as masterfully as him. I remember reading "The Spy Who Came In From The Cold" in one all-night session, and the same thing happened to me again with "A Delicate Truth".
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am 25. August 2013
Two British civil servants, one younger, one older, from different
social backgrounds, each committed in his own way to to doing the
right thing, to being on the up-and-up, each expecting transparency
and decency from colleagues and superiors, find themselves in a new
world in which covert operations are outsourced to vague corporate
entities and the rules are all somehow changed. Traditional channels
of reporting wrongs lead to dead ends. They face difficult
choices. Reading this book in the summer of 2013, its topic of
personal responsibility in the context of secret government-corporate
interaction, at a time when even the courts are secret, seems more
relevant than ever.
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am 8. Juni 2013
"A faithful witness does not lie,
But a false witness will utter lies." -- Proverbs 14:5 (NKJV)

John Le Carré has lost none of his ability to imagine, describe, and develop compelling characters that advance what he likes. You'll remember several of these characters for some time to come, I'm sure. I was most impressed.

He also presents the plotting and execution of secret tasks in nimbly realistic and memorable ways.

I thought the book went very wrong, however, in characterizing those representing what Mr. Carré doesn't like and in plotting the actions that they take. These parts of the book weren't just poorly done; they were impossible to swallow.

Consequently, the book presents a mixture of writing that might characterize Dr. Jekyll and Mr. Hyde alternating as coauthors. The mixture was most unsatisfying for me.

I would have liked the book better if I had stopped reading around page 200. I don't remember having that reaction to any of Mr. Le Carré's earlier works.
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am 14. April 2014
Wie immer hat mich überrascht, wie sehr der Autor aktuelle politsiche Strömungen erspürt bevor sie allgemeine Erkenntnis werden.War alles sehr spannend, aber das Gefühl, dass die Wirklichkeit eher noch schimmer sei, hat mich nie ganz verlassen.
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am 20. Dezember 2013
Paul, ein Diplomat im Dienste ihrer Majestät, spielt das rote Telefon bei einer geheimen Aktion in Gibraltar. Ein privater Geheimdienst soll einen islamistischer Waffenhändler dingfest machen. Doch die Aktion geht schief und Paul, der gar nicht Paul heißt, wird vor dem Ende abgezogen - und befördert.

Ein junger Nachwuchsdiplomat wird Sekretär eines Ministers und erfährt Dinge, die er nicht erfahren soll.

Und der Offizier, der die Aktion befehligte, geht vor die Hunde, weil er seine Erinnerungen nicht zum Schweigen bringen kann.

Le Carre hat ein Meisterwerk geschrieben, so aktuell, dass man glauben mag, dass es eine Dokumentation ist, keine ausgedachte Geschichte. Der drittklassige Minister ohne Moral; der smarte Chef des privaten Geheimdiensts, den er beauftragt; der Botschafter, der weiß, wie verkehrt die Außenpolitik läuft und der dennoch mitmacht und all die anderen Figuren aus Politik und Geheimdienst sind so realistisch gezeichnet, dass man glaubt, man habe sie gestern in den Nachrichten gesehen, wie sie die Horch- und Guck-Aktionen von NSA und anderen Geheimdiensten verteidigten und neue Gesetze zur Überwachung vorschlagen.

Langsam erzählt Le Carré seine Geschichte, Stück für Stück enthüllt er sie, lässt den Hintergrund lebendig werden und die Figuren und quält den Leser, der wissen will, wie es weitergeht. Spannung pur.

Ein beklemmendes Buch, politisch aktuell und literarisch meisterhaft geschrieben vom Altmeister der Geheimdienst-Thriller.

Hans Peter Roentgen
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