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Kundenrezensionen

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am 16. Juni 2010
Nach seinen spektakulären Erstlingsromanen "Everything Is Illuminated" und "Extremely Loud and Incredibly Close" hat sich Jonathan Safran Foer (Jahrgang 1977) drei Jahre lang dem Thema Fleischessen gewidmet und ein Buch darüber geschrieben.

"Eating animals" beginnt harmlos, biographisch, Foer erzählt von seiner Kindheit und seiner Oma, die ihm beigebracht habe, dass alles, was auf den Teller komme, ein Geschenk sei, und dass gutes Essen in Fleisch großer Tiere gipfle. Später habe er zwischen Omnivor- (Allesesser) und Vegetariertum alterniert, wobei die Fleischverweigerung mehr der Identitätssuche gedient habe als wirklich fundiert gewesen zu sein. Foer gibt vor, kein flammendes Plädoyer für Vegetarismus vorlegen zu wollen. Stattdessen rührt er in den Widersprüchen, die jeder von sich kennt, den Gegensätzen zwischen Problembewusstsein, -ausblendung und Bequemlichkeit.

"Eating Animals" ist jedoch nur insofern keine Streitschrift gegen Fleischkonsum, als Foer zwischen Fleisch von vormals artgerecht gehaltenen Tieren und dem von Geschöpfen aus Massentierhaltung unterscheidet. Zunächst widerlegt er gründlich diejenigen unter den Lesern, die Tieren Intelligenz, Bewusstsein, Emotionen und Leidensfähigkeit absprechen wollen; Hühner und Fische seien da keine Ausnahme. Nun stamme 99% allen in den USA verzehrten Fleisches aus Fleischfarmen, in denen die Tiere nicht nur zusammengepfercht würden, wie es ihr Körperumfang gerade noch zulasse, mit Wachstums-, sonstigen Hormonen und Antibiotika vollgestopft würden, sondern genetisch dermaßen degeneriert seien, dass sie sich auf natürlichem Wege gar nicht mehr fortpflanzen könnten. Foer begibt sich in die Hühner-, Schweine- und Rinderfabriken und die Industriefischerei, spricht mit vielen Angestellten, Farmern und Experten und lässt einige im Wortlaut Klartext reden. Ihre Berichte zeigen beispielsweise, dass es in den industriellen Zucht- und Schlachtanlagen nicht mehr die Spezies Huhn gibt, sondern nur mehr die sich stark unterscheidende Eier- und die fleischgenerierende Kreatur (bei ersterer werden natürlich die Männchen vernichtet, sobald feststeht, dass sie welche sind). Die Tiere sind durch Züchtung und Medikamente dermaßen verkommen, dass die fleischreichen Körperteile in einem Bruchteil der von der Natur dafür vorgesehenen Zeit wachsen; es gibt Schweine, denen das Bauchgewicht die Beine bricht und Abertausende kranke Tiere, die als Abfallprodukt in Kauf genommen und unter großen Qualen vernichtet werden. Die Massenschlachtung der Überlebenden folgt freilich unter minimalen Kosten für die Fabrikanten und damit großer Qual für die Tiere. Und damit nicht genug, mutieren viele der Angestellten, die teilweise mehrere tausend Kälber pro Tag töten müssten, häufig zu Sadisten, und die Tiere dienen als wehrlose Opfer ihrer geistigen Abstumpfung und Verrohung.

Wem die Ethik und Philosophie um den Tierschutz, die Foer ebenso beleuchtet, als Argumente nicht reichen, dem rechnet er vor, dass der Massentieranbau für mehr Treibhausgasausstoß verantwortlich sei als der gesamte Verkehr. Darüber hinaus züchte man sich Abermilliarden Wirte von Viren heran und mache die Menschheit antibiotikaresistent, ganz abgesehen von den Fäkalienmassen, die über Böden, Grundwasser und Regen in den Nahrungskreislauf gerieten. Am Ende stellt Foer noch ein paar redliche Farmer vor und zeigt Wege auf, wie man zurück zu gesünderem, besserem Fleisch finden könne. Und wenn nicht, dann wenigstens zu einer minimalen Ethik, die den Konsum von Fleisch aus perversen Fabriken verbiete.

Foer hat "Eating Animals" mit der gleichen Energie, der gleichen sprachlichen Zuspitzung und tiefgründigen Klugheit geschrieben wie seine Romane. Man mag der Ansicht sein, trotz Massentierhaltung seien die Zustände nicht allzu schlimm und die Quote validen Fleisches in Europa um ein paar Prozentpunkte höher als in den USA. Doch wenn man nicht komplett naiv ist, wird man kaum daran zweifeln, dass so ziemlich alles, was hierzulande bei Lidl, Aldi und Co. im Fleischregal liegt, die Produkte von bedauernswerten Frankenstein-Geschöpfen sind. Die Fleischindustrie hat zum Zweck der Gewinnmaximierung (und nicht der Massenspeisung, die auch anders funktionierte) die Natur pervertiert. Man mag gerne weiter die Reste industriell verstümmelter Tiere essen. Aber vorher sollte man "Eating Animals" lesen.
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am 1. Juni 2010
Eines vorweg - das Thema scheint ja so polarisierend, dass man selbst zu Beginn einer trivialen Amazon Rezension seine Fahnenzugehörigkeit kundtun muss um angemessen glaubwürdig über solch ein Buch urteilen zu dürfen:

Ich bin kein Vegetarier. Jedenfalls bis jetzt nicht.

Eating Animals beleuchtet -großartig recherchiert und eindrucksvoll geschildert- angemessen grell die Szenerie unseres "entarteten" Fleischverzehrs und der damit verbundenen gesellschaftlichen, kulturellen und moralischen Verwerfungen; mehr eigentlich nicht. Das reicht aber auch vollkommen aus, um den Leser nach der Lektüre mit weit geöffneten Augen und vor eine wichtige Entscheidung gestellt zurückzulassen.

Klar weiss man auch so um die Horrorgeschichten der industrialisierten "Fleischherstellung", natürlich hat man sich so seine Gedanken dazu gemacht und vielleicht hier und da auch mal ein Gutes-Gewissen-Alibi-Schnitzel für 15 Euro aus dem Bio-Laden gekauft.
Aber die tatsächlichen Konsequenzen des Fleischverzehrs und damit untrennbar verbunden unseres Umgangs mit den übrigen Lebewesen auf dieser Erde habe zumindest ich bisher, immer wenn es darauf ankam (an Fisch- und Fleischtheken nämlich) erfolgreich verdrängen oder mit mehr oder weniger nachvollziehbaren Argumenten rechtfertigen können.

Genau jene Argumente nimmt einem dieses Buch. Wie man dann ohne sie auskommt, bleibt jedem Leser selbst überlassen. Letztendlich zeigt Safran Foer sehr anschaulich dass Tiere zu essen unter den derzeitigen Bedingungen moralisch aber auch ganz pragmatisch physisch einem Akt der Selbstzerstörung gleichkommt. Auch deshalb ist "Eating Animals" ein perfektes Geschenk für Menschen, deren Wohlergehen einem am Herzen liegt.
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am 12. April 2010
Jonathan Safran Foer gibt in seinem ersten Sachbuch einen Einblick in das leidvolle Leben der Tiere, die bei Menschen auf dem Teller landen. Er gibt einen Einblick in seinen eigenen Werdegang hin zu einem Leben ohne Tierverzehr und wie die Geburt seines ersten Kindes seine Sicht auf die Ernährung verändert hat.

Foer zeichnet in, für den bisher uninformierten Leser, erschreckender Weise nach, wie sich der Kenntnisstand der meisten Menschen im Bezug auf die Abläufe in der Fleischindustrie von der Wirklichkeit unterscheiden, wie Tiere systematisch gequält, ausgebeutet und in tierunwürdigen Verhältnissen herangezüchtet werden um kurz nach ihrer Geburt ausgemengelt, schwach und völlig überzüchtet wieder zu sterben. Er rundet dies dadurch ab, dass er die Sichtweisen verschiedener Menschen einbindet, die entweder gegen diese Art der Produktion kämpfen, oder ab Teil dieses Industriezweiges sind, selber aber keine Tiere verzehren.

Eating Animals eignet sich dadurch insb. für die Menschen, die sich erstmals über die Zustände in der global agierenden Fleisch- und Tierproduktsindustrie informieren wollen.
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am 11. Juni 2010
Nachdem es schon sehr viele Rezensionen zum Buch gibt nur einige Worte in aller Kürze - ich studiere Landwirtschaft und esse seit über zehn Jahren kein Fleisch und dennoch waren auch für mich noch Neuigkeiten im Buch zu finden. Für den nicht-landwirtschaft bezogenen Menschen werden sich hier Fakten finden, die einem die Haare zu berge stehen lassen (und über die hinwegzusehen auch ohne dieses Buch eigentlich schwer ist...)

Diese kompakte Fülle an unglaublich wichtigen Informationen zu einem momentanen absoluten Missstand in dieser Welt ist meiner Meinung nach eine absolut wichtige Lektüre für jedermann. Hier geht es nicht um "Spaß/Appetit verderben", sondern um Verantwortlichkeit.
Es macht mich sehr glücklich, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, ein Buch dieser Art zu schreiben, und zu sehen, dass es in vielen Menschen so vieles bewegt! Eine absolute Kaufempfehlung!!!
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am 23. Februar 2010
Ich habe mir dieses Buch gekauft, da ich ein großer Fan von Foer's anderen Büchern bin. Und obwohl es ganz anders ist als seine vorherigen Werke, wurde ich nicht enttäuscht. In gewohnt brilliantem Stil berichtet der Autor von seiner 3-jährigen Reise durch die moderne Nahrungsmittelindustrie und berührt dabei auch aktuelle Themen wie den Klimawandel. Er öffnet die Augen für Dinge, mit denen sich jeder in der heutigen Zeit auseinandersetzen sollte. Dieses Buch verändert. Meiner Meinung nach sollte jeder es lesen.
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am 20. Januar 2011
Ich habe sehr lange überlegt, ob ich das Buch wirklich lesen will. Ich war vor dem Buchkauf einer der typischen Fleischesser, der zwar irgendwie schon immer wusste, wie die Zustände in der Massentierhaltung sind, aber die Fakten gleichzeitig auch sehr gut verdrängen konnte. Schließlich sind Menschen ja Allesfresser und haben somit auch das Recht auf Fleisch...

Jonathan Safran Foer stellt in seinem Buch genau die richtigen Fragen, die die unbequeme Wahrheit realistisch und eindringlich darstellen, ohne zu stark in die Polemik abzuschweifen. Ein beeindruckendes Buch, exzellent recherchiert inkl. Quellenangaben!

Ergänzend noch eine kleine Fabel, die sich in ähnlicher Form in Precht's "Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" wieder findet:
"Aliens landen auf der Erde und beginnen auf Grund ihrer überlegenen Intelligenz und Technik Menschen zu jagen und zu versklaven. Obwohl die Aliens auch ohne Menschenfleisch sehr gut leben könnten, beginnen sie im großen Stil Menschen einzusperren, ihre Babys ohne Betäubung zu kastrieren, sie mit Hormonen und Antibiotikat zu mästen, sie niemals Tageslicht sehen zu lassen, sie mit gebrochenen Knochen und mutierten Körpern gefangen zu halten, sie 48 Stunden bei Hitze und Kälte ohne Wasser und Nahrung zu transportieren und sie spätestens im Alter von 12 Jahren zu schlachten und zu essen.
Die Menschen fragen die Aliens: Warum tut Ihr das, obwohl Ihr auch ohne Menschenfleisch sehr gut leben könntet?
Die Antwort der Aliens:
- Weil Ihr uns schmeckt.
- Weil wir intelligenter sind als Ihr.
- Weil wir Allesfresser sind.
- ..."
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am 8. Juli 2010
Das Buch ist ein Augenöffner. Der Autor wollte eigentlich nur wissen wo denn so das Fleisch im allgemeinenen herkommt, da er Vater wird und das Gefühl hat, er solle wissen was er seinem Kind zu essen geben wird. Dankenswerterweise ist er nicht missionarisch und lässt auch Befürworter der Massentierhaltung ausfäuhrlich zu Wort kommen. Wer auf keinen Fall wissen will was er isst, sollte unbedingt die Finger von diesem Buch lassen.
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am 14. August 2011
I am a little in two minds about this book. On the one hand, the topic is obviously very important, and Jonathan Safran Foer has delivered a well written, gripping and disturbing account of the animal meat industry. As such, it is certainly worth reading, whether you eat animals or not. On the other hand, and despite the fact that I am vegetarian myself, I was a little disappointed at the author's implication that the only ethical solution to this problem is to stop eating animals altogether. I wish that he had used all of the information he gathered about small family farms to provide a more neutral discussion of the options, including some specific suggestions on how to eat responsibly without becoming vegetarian (which most people are simply not willing to do). As a result, people may be genuinely concerned about animal welfare (and their own health) while reading this book, but I am not sure it will have much effect beyond that.
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am 23. November 2013
I would highly recommend this book. As a parent. As a person. He does take sometimes from Diet for New America but I think his approach is so personal and also entertaining that it is the kind of book that can reach a broad spectrum. I felt comfortable recommending it to friends I knew were not vegetarian, for example. It is really asking all of us to be responsible for the food we eat, not just for our kids or our planet but for our own health. It is UNBELIEVABLE to me how much people don't know in this day and age. This book might just change your life. And if it is something you already know about it will deepen your convictions and also encourage you to share your insights. I have been such a quiet vegetarian for years, afraid to put my beliefs on others or to even share them. I fear no longer! Thanks Jonathan!
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am 3. Januar 2013
Ich bin kein Vegetarier und werde auch nie einer sein. Das Buch war trotzdem absolut lesenswert und sollte meiner Meinung nach von jedem gelesen werden. Wir sollten wissen was wir essen.

Viele der Dinge die Jonathan Safran Foer beschreibt sind so unglaublich, dass sie mich tagelang beschäftigt haben. Oft glaubt man nicht das so etwas wahr sein kann ohne dass die Mehrheit der Bevölkerung davon weiß. Es ist erschreckend wie wenig Konsumenten über ihr Essen wissen und wie leicht sie sich von Schlagworten wie "bio" oder "freiland" irren lassen.

Gut geschrieben - interessant, gut recherchiert, aus verschiedenen Perspektiven (nicht nur aus Sicht eines Vegetariers), witzig, spannend etc. Das Buch ist wirklich facettenreich und sehr lesenswert.

Mir wurde das Buch von einem Freund geschenkt nachdem ich ihn gefragt habe warum er Vegetarier ist. Es ist zwar US spezifisch, kann aber sehr gut auch auf den Europäischen Markt umgelegt werden.
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