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TOP 500 REZENSENTam 16. August 2015
… der seit 1976 vor Ort lebt. Erst als Korrespondent von The Times. Später dann für den Independent. In dem vorliegenden Buch beschreibt er erst die weiter zurückliegende Geschichte des Libanon bevor er die Ereignisse der letzten Jahrzehnte aus seiner persönlichen Perspektive beschreibt. Also das, was er selber erlebt hat.

Beispiel: Die Entführung von Terry Anderson, dem Beiruter Bürochef von AP. Robert Fisk war am letzten Abend vor der Entführung mit Terry zusammen. Die Unterhaltung drehte sich um die Berufsrisiken eines Journalisten in Beirut. Fisky, you only drove away from those guys last year because you happen to be crazy and because you drive like a maniac anyway (583). Mit Fisky ist natürlich Robert Fisk gemeint. Anderson war der Meinung, dass man gegen die Waffen der Entführer ohnehin keine Chance habe. These guys have guns. You don't have a chance. You were just lucky last time. If they come, it's better to let them take you. (583) Richtig oder falsch? Sie kamen am nächsten Morgen. Terry Anderson sollte lange, sehr lange von der Bildfläche verschwinden. Weitere Geiseln folgten. Robert Fisk hatte zwar Glück, musste sein Leben aber völlig umstellen. Verkleidungen. Er vermied es auf den Balkon zu gehen. Wenn er abends ausser Haus essen ging, übernachtete er bei Freunden. I felt as though I was climbing down a long tunnel whose diameter was constantly shrinking until its walls pressed against my shoulders, so Robert Fisk über sein damaliges Leben (621). Irgendwie gelang es ihm daneben noch seine Arbeit zu tun. Sein Freund wurde hingegen nahezu sieben Jahre festgehalten bis er als letzter der amerikanischen Geiseln freikam. Bemerkenswert: Terry hatte in all den Jahren seinen Humor nicht verloren. I missed a lot of things. I don't understand what a CD player is and I missed out on Ninja Turtles (662).

Beispiel: Qana, eine UN Basis, wo 560 libanesische Flüchtlinge Schutz gesucht hatten. Am 18. April 1996 wurde viele von ihnen getötet. Ein Amateurfilmer hatte das Massaker für die Ewigkeit festgehalten. Gut sichtbar: die israelische Drone. Absicht also, kein Zufall. Es war Robert Fisk, dem der Film zugespielt wurde, und es war sein Arbeitgeber, der Independent, der den Mut hatte, die Bilder in einem dreiseitigen Artikel zu veröffentlichen. Das Bemerkenswerte hier: die Aussage eines Überlebenden, der seine ganze Familie verloren hatte. You must not blame all jews. Es gibt Gute unter ihnen, die immer schon die Wahrheit gesagt haben, und es gibt welche in Amerika, die uns helfen. Eine erstaunlich differenzierte Sichtweise von jemanden, dem viel Leid zugefügt worden ist, und ein typisches Merkmal für den Erzählstil von Robert Fisk. Er zitiert nicht nur einfach Fakten und offizielle Aussagen, sondern er lässt die Betroffenen zu Wort kommen. Sehr bildhaft, sehr persönlich und sehr berührend.

Daneben setzt er sich mit der Rolle der Medien, die über die Ereignisse im Nahen Osten berichten, auseinander. Wie unabhängig ist die Berichterstattung? Wie werden Journalisten beeinflusst?

The Israelis deluged reporters with information and offers for assistance, while many Arab nations regarded Western journalists as spies, refusing to respond to the simplest of enquiries or to produce even the most junior of ministers for interviews. (407) In Kriegszeiten nahmen die Israelis die Journalisten mit an die Front im Gegensatz zu den arabischen Nachbarländern. Die Ereignisse im Libanon – erst in 1978 während der ersten israelischen Invasion, dann in 1982 – sollten dies jedoch ändern. Auf einmal hatten die Israelis kein Monopol auf die „Wahrheit“ mehr. Die alten Worthülsen funktionierten nicht mehr. In der Folge wurden diejenigen Reporter, die eine eigene Meinung vertraten, dämonisiert. Robert Fisk musste das selber erfahren. Der Preis für seine Unabhängigkeit. Er beschreibt das sehr anschaulich.

And yet – there should always be an „and yet“ in reporting the Middle East. Robert Fisk hinterfragt die offizielle Rhetorik. Warum werden westliche Geiseln in der Presse als „Geiseln“ bezeichnet während die schiitischen Gefangenen im Südlibanon „Gefangene“ sind. Ähnlich der oben erwähnte Terry Anderson. Er war es, der seine Mitarbeiter in Beirut anwies, den Begriff Terrorist nicht zu verwenden. It is a pejorative out here (435), so Anderson. Die doppelten Standards in der Berichterstattung. Fisk lässt sich ausführlich darüber aus. Erinnert immer wieder daran. Hat mich an Gabriele Krone-Schmalz erinnert.

Zum weiteren Inhalt des Buches:
Einfach die Blick-ins-Buch-Funktion nutzen. Dort kann man das Inhaltsverzeichnis, Kartenmaterial, einen Teil des Textes, das Register und mehr sehen.

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Der Titel des Buches stammt aus der Feder des libanesisch-maronitischen Dichters Khalil Gibran, veröffentlicht in THE GARDEN OF THE PROPHET, London, Heinemann, 1934:

Pity the nation that is full of beliefs and empty of religion.
Pity the nation that …. (gekürzt) ...
Pity the nation divided into fragments, each fragment deeming itself a nation.

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Mein Fazit: Unbedingt lesenswert, wenn man mehr über den Libanon wissen will Ein Kapitel des Buches ist zwischen zeitlich in deutscher Sprache erschienen: Sabra und Schatila: Ein Augenzeugenbericht. Libanon 1982. Ansonsten wurde noch nichts übersetzt. Ich würde mir wünschen, dass sich dies ändert, damit noch mehr Leser erfahren, was Robert Fisk zu sagen hat.
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am 24. Oktober 2013
As a Lebanese that was too young to witness the war first hand, I find Robert Fisk's reporting of the war as straightforward, honest and clear as one can imagine.
One will end up hating the country because same people and same problems are repeating them selves now, but you will be allot wiser and less subjective.
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am 10. August 2015
...an in-depth view on the Lebanses civil war as well historical reasons for current problems. Robert Fisk is highly experienced and knows how to convey information in a understandlable way.
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am 4. Februar 2014
schnelle lieferung, sehr guter kontakt. immer wieder gerne:)
fisk ist einer der besten journalisten. dieses buch gewährt einen super einblick in die geschehnisse im libanon
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