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am 1. Mai 2011
'The Journey of Crazy Horse' gibt uns einen tiefen Einblick in eine funktionierende, aber bedrohte Jäger- und Sammlerkultur — eine Kultur, die wir eigentlich nicht mit unserem Kopf, sondern nur mit unserem Herzen erfassen können, so weit weg ist diese Art zu leben bereits von der unseren.

Unserer eigene, expansive Rasse, die mit dem Übergang zu Ackerbau und Viehzucht den Kontakt zu den intimsten Rhythmen der Natur verloren hat, und später mit der industriellen Revolution vollends den Bezug zu unseren Wurzeln und unserem Planeten, wird von Joseph Marshall aus der Sicht des ganzheitlich denkenden und fühlenden Naturmenschen betrachtet, der sich mit diesem «Außerirdischen» auseinandersetzend muß, weil er ihm seine Lebensgrundlage zu zerstören droht.

Ich hatte nach der Lektüre einen ganz neuen Bezug zu meiner Kultur und zu mir selbst. Das Buch ist insofern auch gefährlich, als es den starken Wunsch in uns wecken kann, diese Ganzheit und Verbundenheit wiederzusuchen und uns damit nicht nur mit unserer Gesellschaft, sondern auch mit unseren bisherigen Lebensplänen zu überwerfen. Im Idealfall aber ist es ein Spiegel, der uns ein Bild über unsere Kultur zurückwirft, das wir wohl lieber verdrängen würden, das wir aber doch eher integrieren sollten, um das kollektive Schuldgefühl unserer Kultur gegenüber den vielen zu heilen, die unsere Vorväter mit der Arroganz des Überlegenen vom Angesicht unserer Erde ausradiert haben. Die Art uns Weise, wie «Reparationen» in den USA und Kanada bis heute gehandhabt werden, zeugen von diesem tiefen Schuldgefühl, aber auch von einer erschütternden Unfähigkeit, es richtig zu machen.

Joseph Marshall, selbst ein Lakota, bemüht sich nicht um eine ausgewogene Darstellung — wie er selbst in dem Buch darlegt, haben das auch die Weißen nie getan, und darum ist diese «Richtigstellung» aus der Perspektive des zerbrochenen Ganzen wohl das Gewicht, das die Geschichtsschreibung der Weißen wieder ins Lot bringt. Dem Leser ist nach der Lektüre anhand all der geschehenen Fehler auch klar, was der richtige Weg gewesen wäre, aber auch, daß der Zug dafür schon seit über hundert Jahren abgefahren ist.
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am 15. April 2010
Ein tolles Buch, ohne Frage! Ich kann mich in allen Punkten meinem Vorrezensenten nur anschließen. Wer sich für den Lakota Tashunka Witko, oder auch Crazy Horse, interessiert, ein Muss! Joseph Marshall ist hier eine Biographie gelungen, wie sie wohl nur jemand schreiben kann, der im selben kulturellen Umfeld aufgewachsen ist, dem auch schon Crazy Horse entstammte. Auch wenn natürlich ein paar Generationen dazwischen liegen, so kennt der Autor doch all das, was einen Lakota ausmacht, aus eigener Erfahrung. Viele Dinge, die damals passiert sind, lassen sich nur so erklären und begreifen. Also, wer noch etwas dazulernen möchte, nur zu. Nebenbei bemerkt ist das Buch zudem noch außergewöhnlich gut geschrieben, eben keine trockene Erzählung, sondern "lebendige" Geschichte. Wer dann noch nicht genug hat, sollte sich auch noch weitere Bücher des Autors zulegen, diese sind ebenso unterhaltsam (sehr empfehlenswert ist auch "The day the world ended at Little Big Horn).
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am 22. November 2008
Lange überfällig war dieses erste aus Lakota-Sicht geschriebene biographische Werk. Wer immer sich für Crazy Horse interessiert, sei dieses gut recherchierte Buch wärmstens ans Herz gelegt. Es basiert teilweise auf mündlicher Überlieferung, beinhaltet Quellen, auf die bisher niemand zurückgreifen konnte, der (Lakota-)Autor ist aber auch Historiker und verfügt über detaillierte Kenntnisse über die damalige Zeit.
Wer Mari Sandoz' lange als Standardwerk geltendes Buch "Crazy Horse - the strange man of the Oglalas" kennt, findet hier wesentlich weniger Pathos und Ungenauigkeiten, obwohl der Autor selbst Lakota ist. Marshall versucht, dem Menschen Crazy Horse - und nicht der Legende - gerecht zu werden. Allen, denen Kingsley M. Brays epochales und mittlerweile als Standardwerk geltendes Buch "Crazy Horse - A Lakota Life" zu militaristisch ist (es enthält seitenweise nur Informationen über damalige Bewegungen der Lakota und der US-Army, sicher mit Grund, das sind die wenigen, sicheren "weißen" Quellen, die es über Crazy Horse gibt) kann Marshalls Werk ebenso wärmstens empfohlen werden: Hier gibt es die richtige Mischung aus militärischen Konfrontationen (ohne die ein Werk über den wohl berühmtesten Lakota-Krieger natürlich nicht denkbar ist), ethnischen, spirituellen und persönlichen Hintergründen.
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am 13. Dezember 2015
Mir gefällt diese Version der Darstellung des Lebens von Crazy Horse fast noch besser als die auch sehr einfühlsame Erzählung von Mari Sandoz oder auch das sehr gut und ausführlich recherchierte Buch von Kingsley M. Bray.
Der Autor bemüht sich sehr, auch mögliche Hintergründe und Motivationen der Handlungen dieses bemerkenswerten Mannes darzustellen. Er sieht und beschreibt ihn nicht nur als Krieger, sondern als vielschichtigen "normalen" Menschen mit Stärken und Schwächen. Crazy Horse wird als ein Führer präsentiert, der in erster Linie durch sein Beispiel führt und nicht kraft guter Rhetorik oder anderer nach außen gerichteter Qualitäten. Er ist bescheiden und zurückhaltend. Er lebt sein Leben als Thunder Dreamer im Dienst seines Volkes.
Recht gut kommt auch die Gespaltenheit innerhalb der Lakota zum Ausdruck, die letztendlich ganz maßgeblich zum Tod von Crazy Horse beiträgt.
Erwähnen muss ich auch noch die Abschlussgeschichte über den Bogenmacher, die wirklich gut erzählt ist.
Alles in Allem ein nie langweiliges, immer stimmungsvolles Buch, das einen in die Welt der Indianer eintauchen und am Leben des Crazy Horse teilnehmen lässt.
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