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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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am 11. April 2009
Man erhält hier die gesammelten Werke von Jane Austen zum Dumpingpreis - und das in guter Druckqualität auf ansprechendem Papier.

Das Buch ist natürlich recht dick (1431 Seiten) und schwer, aber man kann sicher nicht erwarten, acht komplette Romane in gedruckter Form einfach in die Hosentasche stecken zu können. Wer imstande ist, ein dickes gebundenes Buch zu lesen, sollte aber auch hier nicht vor unlösbare logistische Probleme gestellt werden.

Als Fazit bleibt eine ausdrückliche Kaufempfehlung. Soviel Literatur für so wenig Geld bekommt man nicht alle Tage!
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am 19. August 2009
Hi,
dachte immer Austen wäre bloß 200 Jahre alte Trivia, denn ich kam durch 13 Jahre Schule (inklusive Englisch LK) ohne einmal mit ihr in Berührung gekommen zu sein.
Nachdem ich dann aber mehrere Filme/Verfilmungen ein und desselben Buches gesehen hatte kamen in mir immer mehr Fragen auf und ich beschloss jetzt gefälligst endlich mal selbst zu lesen.
Wollte dann eigentlich bloß das eine fragliche Buch kaufen, ein oder zweisprachig und es stellte sich heraus, die waren alle teurer als die Complete Collection. Also erstmal war's bloß 'ne Preisentscheidung.
Jetzt wo ich es aber gelesen habe, kann ich es nur wärmstens empfehlen. Alle Novels in der Reihenfolge ihres Erscheinens, was nicht zwangläufig bedeutet in der Reihenfolge ihres Entstehens, denn ein Buch wurde 12 Jahre nachdem es an den Verlag verkauft wurde veröffentlicht, (hier ist bes. schön Janes Vorwort zu dem Thema) und zwei erst posthum.
Habe in der Zwischenzeit alle gelesen (binnen weniger Tage), Jane Austen ist echt der Brüller, ein absolutes muss besonders wenn man anfällig ist für understated British humour ist. Hier jetzt jedem Buch einzeln gerecht zu werden verfehlt die Sache, also nur generell, wenn man sowieso mit dem Gedanken spielt ein oder zwei im Original zu lesen/zu kaufen, sollte man besser gleich das hier nehmen, ein besseres Preis/Leistungsverhältnis kann man gar nicht bekommen. Und Jane Austen ist auf jeden Fall KEINE Zeitverschwendung!
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am 27. März 2016
Alleine das gelungende Cover von Northanger Abbey kommt sehr modern daher. Das Cover hat mich angeregt das Buch in die Hand zu nehmen und diesen Roman zu lesen – es verspricht auf den ersten Blick viel Spannung.

Am Anfang wird gut die Hauptperson Cat eingegangen. Auch die Geschichte beginnt ganz interessant. Bald geht es dann zum Kulturfestival nach Edinburgh. Hier träumt Cat schon von Abenteuern in der großen Stadt.

Viele weitere Personen kommen in Edinburgh hinzu, aus meiner Sicht jedoch durch sehr viele Zufälle. Und wie der Zufall es so will, lernt Cat den charmanten jungen Mann Henry kennen und verliebt sich Hals über Kopf in Ihn. Henrys Familie gehört das große Anwesen Northanger Abbey, dass so erst nach einigen Seiten ins Spiel gebracht wird. Cat lernt ebenfalls Henrys Schwester kennen, die gehört natürlich ebenso schnell zu ihrer besten Freundin.

So geht die Geschichte immer weiter bis über 2/3 des Buches. Cat träumt weiter ihre Tagträumerein, unter anderem von Vampiren im Herrenhaus. Erst nach langer Zeit wird Cat nach Northanger Abbey eingeladen und es verspricht etwas spannender zu werden.

Leider bin ich mit dem Roman nicht ganz warm geworden. Mir persönlich sind viele Passagen in dem Buch zu sehr auf Zufall ausgelegt. Eine rechte Spannung beim Lesen der Geschichte will bei mir nicht aufkommen. Auch der Ort Northanger Abbey kommt mir in dem Buch viel zu kurz, hieraus hätte man mehr machen können.
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am 30. März 1998
Ol' Jane comes in for a bit of stick, these days, what with pre-feminist theory and post-modern analysis: she's been seized by the acadmeics on one hand, and the romance-seeks on the other. So people tend to presume she has little to offer the non-specialist late twentieth century reader in terms of identification and insight. Well, au contraire, as they say down my local wine-bar! Ms Austen is a bitingly acerbic social commentator: few escape her acid observations - good characters and villains alike. Okay, so her world is small, but hey - so is Jackie Collins', Toni Morrisons's or any dozen other contemporary novelists' milieu. We all write what we know and, in a greater sense, if the writing is up to it, communicate on a level far deeper and more globally profound than the mere contrivancies of the plot and setting. I know it'sa early nineteen century England but, hey, do people change that much over time and space? I think not; the human condition is universal and tediously constant. From strong Emma in the eponymous novel, to quietly sardonic Anne in Persuasion and on through the entire Bennett family, Austen's characters transcend their era and make me laugh, cry and giggle at thjeir wit and observations. So the next time you go to turn your nose up at Austen as either too highbrow, too romancy or just too dasn out of date, give the lady a second chance, eh pal? Nearly two hundred years on and she can still write the pants off most twentieth century novelists.
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am 7. November 2013
Northanger Abbey ist ideal um sich in den Stil und das immer ähnliche Thema von JA einzulesen.

Über die Werke von Jane Austen existiert eine ganze Bibliothek voll von Kritiken und Interpretationen. Daher möchte ich hier nicht die Millionste verfassen.
Ich finde es eine herrliche Einrichtung von Amazon, die Literaturklassiker als kostenfreie Kindle Version für jedermann bereitzustellen.
Dazu braucht's natürlich einen solchen und schon aus dem Grund sollte man sich diesen unbedingt kaufen! Oder sich schenken lassen!

Als Anglistin kenne ich natürlich das Werk von Jane Austen im Detail, denn eine meiner Hauptseminar Arbeiten hatte das Thema, aber jetzt habe ich eine veritable Online Bibliothek in komprimiertester Form, die ich auch am Strand lesen kann/könnte!
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Kurzbeschreibung
Lesen ist gefährlich! Zu gern verliert die 17-jährige Pfarrerstochter Cat Morland sich in der Welt der Bücher und träumt von aufregenden Abenteuern. Die sie im ländlichen Piddle Valley niemals finden wird! Doch dann darf sie ihre Nachbarn, die Allens, zu einem Kulturfestival nach Edinburgh begleiten. Wo sie nicht nur unerwartet in Bella Thorpe eine neue Freundin findet, sondern sich in den jungen, aufstrebenden Rechtsanwalt Henry Tilney verliebt. Als Henry und seine Schwester Eleanor sie auf den schönen, aber düsteren Familiensitz Northanger Abbey einladen, geht Cats Fantasie mit ihr durch. Was, wenn hier ein Verbrechen stattgefunden hat? Und tatsächlich wird es für sie gefährlich – wenn auch auf unerwartete Weise.

Meinung
Die Autorin Val McDermid kennt ja jeder aus dem Genre Krimis und Thriller. Bei diesem Buch versuchte sie sich an einer Neufassung von Jane Austens Northanger Abbey. Ich habe diesen Klassiker noch nicht gelesen, aber schon viel davon gehört. Also war ich natürlich ganz gespannt, was daraus geworden ist.

Der Einstieg ins Buch fiel mir schon ziemlich schwer, ich verstand lange den Sinn hinter der Geschichte nicht. Es gab zwar einige spannende Szenen, aber im großen Ganzen erschien mir dieses Buch nur als eine nervige Beschreibung von Teenagern, die nichts anderes zu tun hatten, als sich ständig an zu zicken und zu prahlen. Mir fehlte die Tiefgründigkeit eines solchen Klassikers, auch wenn er modernisiert wurde.

Zu den Charakteren kann ich nur sagen, sie passten nicht in das Gesamtbild der Handlung. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber die Vermischung der „alten“ Geschichte und die „neuzeitlichen“ Teenager fühlten sich für mich richtig deplatziert an. Ich wurde auch mit keinem richtig warm, mir ging das Gezicke mit der Zeit richtig auf die Nerven.

Was mich auch noch störte, oder sagen wir mal, was unrealistisch war, war die Tatsache, dass alle Personen, egal ob Jugendliche oder Erwachsene, ständig und zu jeder Tageszeit, bei Dinners, Vorlesungen, Bällen, Musicals und nochmals Essenseinladungen waren. So etwas ist doch nicht normal, oder? Auch in der heutigen Zeit, kann man sich das doch gar nicht leisten und früher schon gleich gar nicht…..aber wie gesagt, im Buch hieß es immer nur ich habe für heute Karten für das und das und wir sind zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen hier und hier eingeladen….total unrealistisch.

Das Ende war gut, aber nichts Besonderes. Ein Happy-End musste es ja geben, auch wenn die Liebesgeschichte nicht so wirklich rüber kam, dennoch hinterließ mich dieser Roman mit einem komischen Gefühl. Ich habe mir so eine Klassiker-Adaption anders vorgestellt und von der Modernisierung habe ich rein gar nicht gemerkt, außer ein paar neumodischen Wörtern aus unserer Zeit.

Der Schreibstil der Autorin war schon einfach, leicht und schnell zu lesen, dennoch etwas an die damalige Zeit angepasst. Es wurden viele modere Begriffe wie Facebook, Twitter, Harry Potter und Twillight eingearbeitet, diese wirkten auf mich jedoch fehl am Platz. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Schriftgröße war ok.

Cover
Das Cover wurde in Brauntönen gehalten. Im Vordergrund sehen wir Cat und unten ganz klein die Mauern von Northanger Abbey. Es wirkt modern und zeitgemäß.

Fazit
Mein Geschmack war jetzt dieses Buch nicht so. Gut, ich habe das Original nicht gelesen und vielleicht kann es deswegen auch nicht so beurteilen, dennoch erschien mir vieles als überzogen und unrealistisch und die Charaktere passten einfach nicht in die Geschichte selbst hinein. Ich vergebe somit gutgemeinte 2 von 5 Sternen, aber nur eine bedingte Leseempfehlung.
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Mir geht es hier nicht darum, eine Einschätzung des Werkes von Jane Austen zu geben. Nur so viel: Sie wird vor allem im britischen Raum oft mit Shakespeare verglichen, d.h. sie wird nicht auf die romantische Liebesgeschichte reduziert. Und die "Erlebte Rede", die Ende des 18.Jhdts. in Mode kam, wurde von ihr maßgeblich weiterentwickelt. (deutsche Ausgabe Wikipedia)
Für alle Fans von Jane Austen ist diese Ausgabe auf jeden Fall ein Glücksfall, enthält sie doch alle Romane, die zu ihren Lebzeiten und posthum veröffentlicht wurden. Und das zu dem Preis!
Was ich sehr angenehm empfand war das Zusatzmaterial, das zwar keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt; aber den Normalleser recht gut über ihr Leben und ihre Zeit informiert. Außerdem wird vor Beginn jeden Romans eine Zusammenfassung des Inhalts gegeben, auf die man vielleicht verzichten sollte, da doch Wichtiges verraten wird - nimmt die Spannung! Außerdem werden die verschiedenen Charaktere vorgestellt und analysiert, denn das ist ein wichtiges Element der Autorin. Desweiteren werden die Themen vorgestellt, um die es geht: Schließlich ist Jane Austen nicht Courths-Mahler und will nicht nur einen romantischen Plot erzählen. Am Schluss der Einführung werden dann noch Informationen über die Entstehungsgeschichte gegeben.
Und nun zu meinem eigentlichen Anliegen: Lohnt es sich, das Buch als e-book zu kaufen?
1. Da das Buch sehr umfänglich ist, hat man beim Lesen mit dem Gewicht Probleme. Mein Kindle wiegt nach dem Herunterladen nicht mehr als vorher! :-)
2. Ist ein Buch sehr dick, ist es wichtig, wie man in ihm navegieren kann. Begibt man sich in den Suchraum, findet man den Knopf für Inhalt nicht. Da ist geschludert worden, denn es gibt eine Seite nach dem Cover ein Inhaltsverzeichnis, das allen Ansprüchen genügt.
Befindet man sich in einer Abteilung (sei es ein Roman oder die zusätzlichen Infos), kann man in dieser mit Hilfe des Joysticks von einem Unterkapitel zum anderen springen.
3. Als sehr angenehme Funktion empfinde ich die, mit der man Wörter im Text suchen kann. Weiß ich wieder einmal nicht, von welcher Person gerade gesprochen wird, gebe ich den Namen ein, und alle Stellen, an denen die Person auftaucht, werden mir dann gezeigt.
4. Außerdem kann man Stellen markieren, was ich ausgeprochen gerne mache.
5. Wer mit der Sprache Jane Austens Schwierigkeiten hat, was verständlich ist, da die Texte 200 Jahre alt sind, kann die elektronischen Wörterbücher benutzen, woduch das Nachschlagen ein "Kindlespiel" wird. Empfehlen kann ich für diesen Zweck folgendes Werk Das große Wörterbuch Englisch-Deutsch mit 250.000 Einträgen

Und nun noch eine kleine Einschränkung: Bei einem Text dieses Alters wäre es hilfreich, wenn Anmerkungen vorhanden wären, die spezielle Begriffe oder Formen des sozialen Verhaltens dieser Zeit erklärt würden. Allerdings bezieht sich die Autorin kaum auf spezielle Moden, die man heute so nicht mehr verstehen könnte.
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am 10. Januar 2012
Leider musste ich feststellen, dass bei der Kindle-Version das Inhaltsverzeihnis fehlt!

Das blättern von Kapitel zu Kapitel funktioniert nur in den ersten Kapiteln.

So ist es leider unmöglich, die letzten Bücher zu lesen (ausser durch seitenweises vorblättern.
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am 14. August 2007
I wanted to read all these classics (Sense & Sensibility, Pride & Prejudice, Mansfield Park, Emma, Northanger Abbey, Persuasion, Lady Susan) by Jane Austen so I decided to buy an 'all-in-one'. I am not disappointed with this Deluxe Edition from Penguin because the print is legible (not too small, wide margins) and the quality of the paper is good (not too dark, nor see-through). It must be said that the book has 1278 pages so it is very heavy and therefore best read at a table (and not lying down, holding the book in the air!)!
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am 2. Februar 2016
Stellt euch vor, ihr habt eine verstorbene Lieblingsautorin, deren Bestseller seit Jahrhunderten die (Mädchen-)Massen begeistern. Stellt euch vor, eine ihrer Geschichten adaptiert eine eurer Lieblingskrimiautorinnen und verlegt die Handlung in das CYA-Genre. Wer von euch würde da nicht hinter der Gardine lauern, um den Postboten abzufangen oder vor Buchhandlugnen campen gehen – vor allem, wenn es sich bei ersterer um, na klar, Jane Austen handelt und bei zweiterer um Val McDermid. Gegensätze ziehen sich an? Der Beweis ist endgültig vollbracht!

Die siebzehnjährige Pfarrerstochter Catherine Morland – genannt Cat – wird von ihren Nachbarn mitgenommen zum berühmten Kulturfestival ach Edinburgh. Dort begegnet sie bei den Tanzvorbereitungen zum großen Ball dem schnittigen Henry Tilney. Obwohl sie während des Festivals stets Ausschau nach ihm hält, sieht sie ihn zunächst nicht wieder – macht aber dafür Bekannschaft mit Bella Thorpe, die mit Catherines Bruder James anbändelt und Bellas Bruder Johnny Thorpe, der ein Auge auf Catherine wirft. Diese ist von dessen prahlerischem Gehabe schnell genervt und schließt Freundschaft mit Eleanor Tilney – der Schwester von Henry, die sie einlädt, mit ihr und ihrem Bruder Zeit auf ihrem Anwesen Northanger Abbey zu verbringen… Puh! Soweit – so gemäß der Vorlage. Was nun kommt, kann man sich entweder denken, oder sollte man selbst lesen, denn jedes weitere Wort wäre zuviel verraten.

Grandios ist die Adaption aus Feder McDermids natürlich vor allem, wenn man Jane Austens Original, entstanden etwa um 1798, kennt. Obwohl McDermid sich weitestgehend an den ursprünglichen Plot gehalten hat, lassen einige Neuerungen die Geschichte zeitgemäß(er) erscheinen (Edinburgh statt Bath) und sind dem Gebaren der heutigen Jugend nachempfunden (Twitter, Facebook, Handy, SMS, Sportwagen, Twilight-Romane). Das ist für Jane Austens-Fans ein erfreulicher Gewinn.

Andererseits werden McDermid-Fans genau deswegen etwas enttäuscht. Ich versprach mir von der Umsetzung der Krimiautorin, die in ihren Psychothrillern und Kriminalgeschichten nicht an Splatter, psychologischer Tiefe und unkonventioneller Besetzung spart, etwas Pfeffer in der Geschichte. Stattdessen wird ziemlich genau das erzählt, was auch Austen schon zu Papier

gebracht hat. Dadurch wirken einige Handlungen der Protagonisten nicht immer nachvollziehbar (Sagt Cat vielleicht einfach mal ihre Meinung? Pfarrerstochter hin oder her!) oder stimmig (Ähm, da verloben sich Siebzehnjährige Mädels? WTF?). Die keuschen Handlungsmaximen der Protagonistinnen und die seichten Verwirrungen im typisch Austenschen Stil plätschern für heutige Verhältnisse – und erst recht für McDermidsche Verhältnisse! – vor sich hin. Dafür wird der Show Down und das Ende, obwohl hier endlich einmal ordentlich der Stempel McDermids aufgedrückt wird, verhältnismäßig kurz abgehandelt. Wunderbar sind allerdings die Stellen, in denen Val McDermid durch die Zeilen zum Leser spricht und nicht nur die literarische Qualität von Bram Stokers "Dracula" erklärt, sondern diese Lektion auch noch in eine unvergessliche Oliven-Metapher bettet. Much appreciated!

Insgesamt kommt man als Fan und Kenner durchaus auf seine Kosten und auch für Austen-Laien könnte der Ausflug in die „moderne“ Welt des 19. Jahrhunderts amüsant sein. Schauerromantik, Buchliebe und Modernität bleiben aber leider etwas hinter den Ankündigungen zurück. Insgesamt hätte ein stärkerer McDermidscher Ton der Geschichte gut getan. Ich rechne ihr den Respekt vor dem Original hoch an – aber manchmal ist mutiger Abstand ergiebiger als devote Zurückhaltung. Die englische Serie „Sherlock“ beispielsweise hält sich im Gegensatz zu den vielen anderen Adaptionen erstaunlich wenig an das Original von Conan Doyle, hat aber bezeichnenderweise den größten Erfolg - und dass, ohne Respekt vor dem Original missen zu lassen. Vielleicht wäre eine Geschichte für Erwachsene die bessere Wahl gewesen – ich zumindest könnte mir lebhaft vorstellen, dass John Thorpe nach alter McDermid-Manier unter die Räder kommt… Und was die Liebeseinstellung von Cat betrifft: Warum eigentlich nicht Eleanor?
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