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  • Legend
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
31
4,4 von 5 Sternen
Legend
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:7,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 4. Februar 2015
Das Cover

Das Cover zu Legend gefällt mir persönlich richtig gut. Das deutsche Covir ist natürlich auch wahnsinnig toll, aber irgendwie habe ich mich hier mit der englischen Ausgabe wohler gefühlt. Sie ist zudem so schön handlich. Was wohl auch daran liegt, dass es ein Taschenbuch ist und zudem im englischen nicht mal 300 Seiten hat.
Zurück zum Cover. Das strahlt irgendwie Action aus und erinnert mich schon fast an ein Filmplakat. Richtig passend und richtig gut gemacht. Außerdem mag ich den Zusatz: Truth will become. Passt einfach hervorragend zum Titel und zur Geschichte.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Legend ist ein dystopisches Jugendbuch in derem Fokus die beiden Teenager June und Day stehen. June ist Kadett an einer der besten Akademien des Landes. Vor liegt eine große Laufbahn, denn sie ist die Beste in ihrem Jahrgang. Doch als ihr älterer Bruder ermordet wird, ändert sich für June alles. Sie erhält den Auftrag den Mörder ihres Bruders zu finden. Denn die gesuchte Person ist der Rebell Day. Ein Junge in ihrem Alter, der dem System schadet, der aber nie gefasst werden konnte. June will dies um jeden Preis ändern …

Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil von Marie Lu ist wirklich toll. Sie schafft es die Geschichte lebendig, einfühlsam, spannend und trotzdem auch locker leicht zu erzählen. Ich kam sehr schnell voran, was auch an dem rasanten Tempo liegen kann, das die Geschichte vorgibt. Sie wird ja abwechselnd aus Days wie auch aus Junes Sicht erzählt. Ich war von Days Geschichte sofort gepackt und fand seine Geschichte sehr emotional, sehr ergreifend und auch spannend. Junes Alltag, wie auch ihre Geschichte waren zunächst etwas vorhersehbar und konnten mich nicht ganz so gut unterhalten, aber je näher man der Figur kam, um so spannender wurde auch ihre Sicht auf die Dinge und spätestens als die beiden Figuren sich begegnen, war ich drin und konnte nicht mehr aufhören, bis ich wusste wie es endet. Spannung pur!

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Die männliche Hauptfigur des Buches ist Day. Er ist noch sehr jung mit seinen 14 oder 15 Jahren, aber er hat auch schon sehr viel erlebt. Er schlägt sich durch ein hartes und sehr gefährliches Leben und sorgt sich dabei vor allen um seine Familie und Freunde. Mir war Day sofort sympathisch und ich fand es besonders toll, wie es der Autorin gelungen ist, ihn trotz seiner Jugend so reif wirken zu lassen, ohne das es unglaubwürdig herüberkam. Ganz, ganz toll. Ein Protagonist, den ich sehr lieb gewonnen habe.

June ist die weibliche Protagonistin im Buch und wächst wohlbehütet innerhalb des Systems auf. Eigentlich scheint ihr ganzes Leben klar und deutlich vor ihr zu liegen und vor allen sieht ihre Zukunft sehr rosig aus. Doch June hat Probleme. Der Verlust ihrer Eltern ist etwas, über das sie nie ganz hinweg kam. Als sie dann noch ihren Bruder verliert, verfällt sie total der Rache. Sie ist das einzige, das June weitermachen lässt. Als sie dann auf Day trifft und sich alles verändert – nach und nach – blüht June richtig auf. Man spürt wie sie sich Gefühlen öffnet, wie sie Wahrheiten erkennt und zu einer ganz anderen Person wird. Diese Entwicklung war toll und so konnte auch June mein herz schlussendlich für sich erobern.

Natürlich gibt es in dem Buch eine angedeutete Liebesgeschichte zwischen June und Day. Die beiden bauen eine sehr feste Beziehung zueinander auf. Sie sind beides keine Menschen, die anderen leicht Vertrauen schenken. Doch weil sie keine andere Wahl haben, müssen sie lernen einander zu vertrauen. Und als sie sehen, dass sie es können, ist es klar, wie fest es die beiden zusammen schweißt. Der Hauch romantischer Gefühle ist in dem Alter der Jugendlichen normal, steht aber in diesem Buch keineswegs im Vordergrund. Mal sehen wie es im Verlauf der weiteren zwei Bände sein wird.

Fazit
Eine Dystopie, die actionreich ist, rasante Handlungsabläufe hat, ungewöhnliche, charmante und sehr sympathische Hauptprotagonisten besitzt und jede Menge echtes Gefühl. Ein super Einstieg der unbedingt Lust macht auf mehr. Für Dystopiefans und Einsteiger in dieses Genre auf jeden Fall zu empfehlen.
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am 1. Oktober 2014
"Legend“ von Marie Lu – wieder mal so eine YA Dystopie, bei der ich lange nicht entscheiden konnte, ob ich sie lesen mochte oder nicht. Zu abgedroschen erschien mir die Idee, zu vorhersehbar und diverse kritische Rezensionen bestätigten meine Sorge. Doch trotzdem reizte es mich. Immer wieder. Irgendetwas in mir hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle populären YA Dystopien zu lesen. Ich verfolge dieses Ziel nicht ernsthaft, aber June und Day sind bei vielen so beliebt, dass ich mitreden können wollte. Also warf ich meine Zweifel kurzerhand über Bord, zuckte innerlich mit den Schultern und dachte mir „Ach, was soll’s?“.

Er lebt auf der Straße, sie wohlbehütet mit ihrem älteren Bruder in einem Apartment. Er ist ein gesuchter Widerstandskämpfer, sie ist die große Hoffnung der Republik auf eine Offizierslaufbahn. Day und June könnten kaum unterschiedlicher sein und stammen aus völlig verschiedenen Welten. Vielleicht wären sie sich nie begegnet – wäre nicht Junes großer Bruder Metias ermordet und Day zum Hauptverdächtigen erklärt worden. Jetzt ist June auf der Jagd. Wenn ihre Vorgesetzten ihr sagen, dass Day Metias‘ Mörder ist, muss das stimmen. Oder? Stück für Stück fallen June immer mehr Ungereimtheiten auf und sie beginnt zu zweifeln. Steckt vielleicht doch mehr hinter dem Angriff auf ihren Bruder? Entgegen all dem, was ihr beigebracht wurde, lässt sich June auf Day ein und gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Doch die Republik sieht es überhaupt nicht gern, wenn man in ihren Geheimnissen herum schnüffelt…

Ich muss sagen, dass zwei Drittel von „Legend“ ziemlich genau meinen Befürchtungen entsprachen. Ich fand es langweilig, vorhersehbar, langatmig. Die Handlung entwickelt sich zäh, weil Marie Lu offenbar großen Wert darauf legte, ihren LeserInnen erst einmal ausführlich den Kontrast zwischen den Leben ihrer ProtagonistInnen zu erklären. Mir half es auch nicht, dass sie abwechselnd aus Days und Junes Perspektive schreibt, was ich sonst eigentlich sehr mag. Sie ist das schillernde Sternchen der Republik, er der verteufelte Rebell – diese berechenbare Romeo und Julia Romantik ist doch nun wirklich über die Maßen ausgelutscht. Darüber hinaus habe ich lange gebraucht, um mit June überhaupt warm zu werden. Anfangs konnte ich sie nicht ausstehen. Ich empfand sie als eine verzogene, egoistische, verhätschelte Rotzgöre, die keinen Sinn für die Lebensrealität der Menschen in der Republik hat. Daher konnte ich auch nur wenig Mitgefühl für ihren Verlust aufbringen, obwohl Metias anscheinend ein feiner Kerl war und June sehr viel bedeutet hat. Das heißt, ihre gesamte Motivation für die Jagd auf Day blieb für mich abstrakt. Sie gewann erst meine Sympathie, als sie endlich anfing, ihren eigenen Kopf zu benutzen und nicht mehr nur Befehle ausführte.
Day war da schon eher mein Fall, trotz seines recht stereotypen Charakters. Der edle, gut aussehende Revolutionär, der gegen die Regierung kämpft. Doch seine Vergangenheit gab mir die ersten Hinweise auf die Machenschaften der Republik, was mein Interesse weckte und letztendlich das gesamte Buch für mich rettete. Ich halte Marie Lus Figuren für nichts Besonderes, aber ihre Dystopie fand ich sehr spannend. Bisher bot sie noch keine Hintergründe an und allgemein wird kaum etwas erklärt, doch das Wenige, das sie offenbart, hat mich wirklich gefesselt. In der Republik gehen abscheuliche, abgrundtief böse Dinge vor sich, alles im Zeichen des Krieges gegen die Kolonien. Ich bin schon jetzt sehr neugierig zu erfahren, wie es überhaupt zu diesem Krieg kam, welches Ereignis die Spaltung der USA in Republik und Kolonien auslöste und wie genau die Rebellengruppe der Patriots da hinein passt, die in „Legend“ nur am Rande auftaucht. June und Day werden in den Folgebänden sicher alle Hände voll zu tun haben, die Geheimnisse dieser Welt aufzuklären und ich werde sie mit Freude dabei begleiten.

Nachdem ich die ersten zwei Drittel von „Legend“ eher unspektakulär fand, habe ich nicht damit gerechnet, dass mich das letzte Drittel dann doch noch überzeugen würde, aber genauso war es. Dafür, dass das Buch so langsam beginnt, ist der Schlusspart überraschend actiongeladen; die Ereignisse überschlagen sich und treiben die Geschichte rasant voran. Mit ihren Figuren gewinnt Marie Lu bei mir keinen Blumentopf, dafür konnte mich aber die von ihr beschriebene Zukunftsvision fesseln. Und wer weiß, vielleicht kann ich im nächsten Band „Prodigy“ ja auch mehr Begeisterung für Day und June entwickeln. Ich gebe der Geschichte noch eine Chance, weil ich unbedingt wissen will, in was für einer Welt die beiden eigentlich leben. Bisher ließ mich Marie Lu nur sehr begrenzt hinter den Vorhang aus Geheimnissen schmulen, der die Republik schützt – ich will dabei sein, wenn dieser fällt und alle Details offenbart werden.
Ich denke, „Legend“ sollte auf eine Weise gelesen werden, die den Aufbau des Universums fokussiert. Beschäftigt euch gedanklich mit den Vorgängen in der Republik und lasst June und Day eher nebenbei herum springen und ihre Abenteuer erleben, statt euch auf sie zu konzentrieren. Dann fällt es vermutlich nicht so ins Gewicht, dass die beiden eine wenig originelle Neuauflage von Romeo und Julia sind und hindern euch nicht daran, Spaß an der Geschichte zu haben.
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am 9. Januar 2016
Beim ersten Kapitel habe ich mir echt überlegt, das Buch wieder wegzulegen, denn ich konnte mich echt nicht in die Geschichte einlesen, danach wurde es etwas besser. Dennoch konnte mich das Ganze nicht recht überzeugen, die Protagonisten bleiben vage, ausser dass ich bei June manchmal dachte, so eine arrogante Kuh. Klar, die Umstände haben das wohl aus ihr gemacht, dennoch fand ich sie eher nervig. Der mittlere Teil war dann ganz gut, wenn auch sehr vorhersehbar und das Ende war plump und konstruiert. Nichts Neues, ausserdem geht das besser. Ob ich mir den 2. Teil antue, weiss ich noch nicht. 3.3 Sterne, da der Mittelteil doch ganz lesbar war.
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am 6. Februar 2013
In der Welt, die Marie Lu in Legend kreierte, entscheidet sich dein Leben im Alter von 10 Jahren. An seinem zehnten Geburtstag muss jedes Kind an einem Test (Trial) teilnehmen, bei dem sich sein zukünftiges Leben entscheidet:
Variante 1: Du hast ein perfektes Resultat von 1500 Punkten und vermutlich ein perfektes Leben vor dir mit viel Macht. Aber wie realistisch ist das schon? Es ist bisher nur einmal vorgekommen...
Variante 2: Du hast ein Resultat zwischen 1450 und 1499 Punkten. Dann hast du ein super Leben vor dir, bekommst sofortigen Zugang zu 6 High-School-Jahren und einen Platz an einer der vier Top-Universitäten des Landes. Anschließend geht es in den Kongress und es gibt eine Meeenge Geld.
Variante 3: Dein Resultat liegt zwischen 1250 und 1449 Punkten. Immerhin gehst du dann zur High School und anschließend auf ein College.
Variante 4: Du bestehst so gerade eben mit 1000 bis 1249 Punkten. Du hast Pech gehabt, darfst nicht weiter zur Schule gehen und wirst arm. Meist arbeitest du dann an irgendwelchen Wasserturbinen oder im Kraftwerk.
Variante 5: Durchgefallen. Angeblich wirst du dann in Arbeitslager geschickt...
... aber was sie wirklich mit dir machen, das weiß nur einer: Day.
Day ist einer der zwei Charaktere aus deren Sicht der Roman geschrieben wird. Er ist ein Krimineller, der von der Republik gesucht wird - wegen Diebstahl, Zerstörung militärischer Einrichtungen usw.
Doch Day ist clever und lässt sich nicht so einfach fangen. Seit Jahren schon lebt er auf der Straße und schafft es, die Republik wieder und wieder zu verärgern und ihr zu schaden.
Doch dann passiert etwas, womit er nicht gerechnet hat: June beschließt, ihn zu jagen.
June, die zweite Protagonistin des Romans, ist das Mädchen mit den 1500 Punkten. Sie lebt einen Traum: Jüngstes Mitglied am besten College der Republik, Aussicht auf einen hohen Militärposten, einen Bruder auf einem hohen Militärposten... Aber der Traum hat eine Lücke: Junes Eltern sind vor einigen Jahren gestorben. Bei einem Unfall.
June fühlt sich am College völlig unterfordert und sucht ständig neue Wege, ihre Leistungen zu verbessern und sich selbst herauszufordern. Bis eines Tages ihr Bruder ermordet wird. Von Day. Sofort wird sie von der Cheffin ihres Bruders angeheuert. Ihre Aufgabe: Den Mörder ihres Bruders zu fangen.
Sie macht sich auf in eine Undercover-Mission, um den gefürchtesten Kriminellen der Republik zu fassen...

Legend erzählt eine spannende Geschichte in einer Welt, die von Gewalt und Macht dominiert wird. In einer Welt, in der allein die Tatsache zählt, dass man seinem Chef gehorcht und ausführt, was von einem verlangt wird. Die Republik erscheint nach außen hin fair. Doch vieles verheimlicht sie den Menschen. Doch das ist noch längst nicht alles... Folter, Mord und Ausbeutung stehen an der Tagesordnung, wie der Leser nach und nach erfährt. Doch ein schreckliches Geheimnis scheint zwischen all den Grausamkeiten noch ungelüftet zu sein...

Die Welt, die Marie Lu mit Legend kreierte ist spannend und mitreißend. Trotz einiger sehr grausamer Szenen bleibt der Auftakt dieser Triologie bis zur letzten Minute spannend. Man will mehr über diese zukünftige Welt erfahren und erfahren, ob die Probleme der Republik beseitigt werden können, wie es weiter geht, was Day noch so alles in petto hat. Ich zumindest. Ich freue mich schon auf die weiteren Teile der Triologie und kann nur jedem, der sich für zukünftige Welten interessiert, empfehlen, diesen Roman zu lesen. Ich bin gespannt, ob es eine Lösung geben wird, ob diese schreckliche, brutale Gesellschaft zerschlagen wird, wie es in so vielen Dystopien der Fall ist.
Ein Roman, der einen nicht los lässt, eine spannende Erzählung und eine interessante Charakterentwicklung - das fasst meiner Ansicht nach Legend am besten zusammen.
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am 29. Januar 2013
Ich hatte erst einen Sampler zu 'Legend' und 'Prodigy' gelesen, um zu sehen, wie die Geschichte so wird.
Zwischen den beiden Ausschnitten aus den Büchern war ein Interview mit der Autorin. Ich muss gestehen, ich lese so was normalerweise nicht, aber mein Blick verfing sich an der Überschrift 'China's view'. Ich hatte den Namen der Autorin nicht wirklich wahr genommen, aber da habe ich dann doch noch mal geschaut. Die gute ist in China geboren und kurz nach dem Massaker am Platz des himmlischen Friedens in die USA ausgewandert. Zwar war sie damals noch ein kleines Mädchen, aber sie hat sicher mehr Einsicht in die chinesische Mentalität und Politik, als ich und das hat mich letztendlich überzeugt. Ein Buch über eine Diktatur von einer Person verfasst, die eine solche am eigenen Leib erfahren hat, hat sicher einen anderen Ton, als von einem gänzlich freien Schriftsteller.

Hier kurz zur Geschichte: June ist 15 und ein Wunderkind. Sie hat mehrere Jahre übersprungen und ist in der Abschlussklasse der Militärakademie. Da sie kaum Freunde hat, verbeist sie sich in die Schule und erreicht Höchstleistungen, aber nicht immer im Rahmen des Unterrichts.
Als ihr älterer Bruder bei einem Routine-Einsatz des Militärs getötet wird, erhält sie den Abschluss sofort und darf den Mörder suchen: Day, den legendären Rebellen

Day ist ebenfalls 15 und lebt auf der Straße. Seine Familie lebt in einem Armenviertel, in dem es außerdem noch eine Seuche gibt. Er bricht im Krankenhaus ein, um Medizin zu stehlen und dabei trifft er auf Junes Bruder und wirft ein Messer nach ihm.

June findet undercover Day und obwohl sie ihn mag, liefert sie ihn der Staatsgewalt aus.

Was mir gefallen hat:
Während June in den Militärgebäuden ist, werden nebenher einige Aufständische gefoltert. Das stört sie gar nicht - sind ja Landesverräter. Diese Einstellung ändert sich, nachdem sie mal 'auf der anderen Seite' gelebt hat.
Generell erklärt die Geschichte mit wenigen Bildern, wie die priviligierte June, die alles glaubt, was man ihr erzählt, obwohl sie logischer Denken kann als die meisten, langsam dahinter kommt, dass man sie belogen hat. Und mit ihr das ganze Land.

Die Geschichte ist spannend geschrieben und hat viel action a la chinesischer Actionfilme - sprich relativ unwahrscheinliche stunts, wie Day, der mit zwei Messern eine glatte Wand hochwandert und dann durch ein Fenster im zweiten Stock fällt/springt um tatsächlich aufzustehen und mit einigen wenigen Problemen zu fliehen. Das ist vielleicht unrealistisch, hat aber auch was.

Was mir nicht gefallen hat:
Die zwei sind 15!!! Fünfzehn!!! Day nehme ich ja noch einiges ab - auf der Straße musste er schneller erwachsen werden, aber die priviligierte June? Nur weil sie ohne Eltern aufgewachsen ist? Und welcher Militärkommandant gibt eine undercover Mission an eine 15-jährige?
Und das ganze herumgeflirte von Day? Mit 15? Echt jetzt?
Alles in allem: wenn man den beiden das Alter von 18 gegeben hätte, wäre das weitaus glaubwürdiger.
Ich habe bei anderen Kritiken gelesen, dass die abwechselnde Sichtweise kaum zum Tragen kam, weil die zwei Protagonisten fast gleich denken und handeln, samt ihrer Sportlichkeit. Das stimmt schon, fand ich aber weniger störend. Im hinteren Teil des Buches wird dann ja auch erklärt, dass beide den Einstufungstest mit voller Punktzahl bestanden haben, was ja darauf schließen lässt, dass sie sich ähnlich sind.

Ich bin jedenfalls auf den zweiten Teil gespannt und habe ihn schon vorbestellt. Am 29.01. soll er dann über das whispernet geflüstert werden. :-)
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am 1. Januar 2013
Mit "Legend" hat Marie Lu eine wirklich spannende Dystopie geschaffen, der ich leider einen Punkt abziehen muss. Die Qualität der Geschichte leidet, wie so häufig, unter den selbst auferlegten Beschränkungen der Autorin.

Für mich ergibt es einfach wenig Sinn die Geschichte im Hinblick auf Sex komplett weichzuspülen damit die jungen Leser nicht "verschreckt" werden und ihnen gleichzeitig brutale Gewalt in all ihren Formen zuzumuten. Diese verquere Sichtweise stört mich gerade in diesem Genre häufig. Die Teenager sollen ja nicht gleich miteinander in die Kiste springen, aber wenn ich mich zurückerinnere habe ich in dem Alter wenigstens darüber nachgedacht. Dass sich hier sämtliche Protagonisten aufführen, als wäre ein Kuss das höchste der Gefühle ist einfach realitätsfern.

Der Entwurf dieser dystopischen Welt ist allerdings sehr schön ausgearbeitet und bietet noch viele Spielraum für die folgenden Bände. Die Spuren, die die Autorin hier gelegt hat lassen mich auf jeden Fall gespannt auf die Fortsetzung warten.

Die Charakterisierung der Hauptdarsteller hat mir in diesem Fall auch sehr gut gefallen. Day und June benehmen sich innnerhalb der gesetzten Parameter sehr natürlich und handeln nachvollziehbar. Die Autorin erspart uns das allzu häufig genutze Klischee der Missverständnisse und lässt die Charaktere einfach mal sagen was sie denken. Und siehe da, man muss nicht künstlich Konflikte schaffen wo keine sind. Ein guter Autor kriegt auch so einen guten Spannungsbogen hin.

Alles in allem ist dies ein wirklich viel versprechender Auftakt in eine neue Serie, ich freue mich sehr darauf zu erleben wie es weiter geht.
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am 2. September 2012
Inhalt
Der 15jährige Day ist ein gesuchter Verbrecher. Doch die Republik hat ihn in den fünf Jahren seiner kriminellen Laufbahn noch nicht geschnappt; sie weiß noch nicht einmal, wie er aussieht. Als die Pest die ärmeren Zonen der Stadt Los Angeles niederrafft und auch Days kleiner Bruder an ihr erkrankt, sieht er keine andere Möglichkeit, als die Impfung, die nur den Reichen verabreicht wird, aus dem Krankenhaus zu stehlen.
Die 15jährige June gilt als die neue Hoffnungsträgerin der Republik. In dem Trial, einem Test, den alle 10jährigen absolvieren müssen, hat sie als einzige überhaupt 1500 von 1500 Punkten erreicht. Dadurch hat sie das Privileg, eine erstklassige Ausbildung zum Soldaten zu durchlaufen, die gut trainiert sein müssen für den schon Jahre andauernden Krieg gegen die Kolonien. Nachdem im Krankenhaus eingebrochen wurde mit dem Versuch, Impfungen zu stehlen, wird June dazu beauftragt, sich der Suche nach Day zu widmen und ihn endlich dingfest zu machen. Durch ihre überragende Intelligenz und ihre unglaublichen Fähigkeiten schafft sie es sogar, Day aufzuspüren. Doch nach und nach erfährt sie einige Dinge, die ihre Loyalität und ihren Glauben an die Republik schwer ins Wanken geraten lassen und schließlich sieht sie nur noch eine Möglichkeit, ihren Überzeugungen zu folgen: sie muss sich mit Day verbünden.

Meine Meinung
Nun ja, was soll ich sagen? Ich habe von dem Buch ein wenig mehr erwartet. Also erst einmal habe ich es binnen eines Tages durch gehabt (habe spät abends die ersten 60 Seiten gelesen und war am nächsten Tag vor 15 Uhr mit dem Buch fertig), da es doch recht dünn war und die Seiten nicht unbedingt voll beschriftet sind. Dies ist jetzt kein Kritikpunkt, aber für Ready Player One, was gerade mal 70 Seiten mehr hat, habe ich eine Woche gebraucht, einfach, weil das Seitenlayout ein ganz anderes war.
Die Aufmachung des Buches ist wirklich sehr schön. Die Seiten, die aus Days Sicht geschrieben sind, sind mit goldener Schrift bedruckt und auch der Schutzumschlag glänzt schön silbern und golden. Das Cover und der Titel lassen zunächst nicht wirklich erahnen, was es mit dem Inhalt auf sich hat und auch nur auf einer Seite gibt es eine Anspielung zu dem Buchtitel. Das deutsche Cover sieht dem englischen sehr ähnlich, ist aber in weiß und gold. Zudem gibt es auch noch ein anderen englisches Cover, das mir persönlich leider gar nicht gefällt (deswegen habe ich mich auch für diese Ausgabe entschieden).
Die Situation in dem Buch ist folgende: Die Vereinigten Staaten von Amerika gibt es schon lange nicht mehr. Man weiß sogar nichts mehr von den ehemaligen USA und wenn doch mal eine Vermutung aufkommt, ist es verboten, sie laut auszusprechen. Jetzt gibt es die Republik, geführt vom Elector Primo, die sich im ständigen Krieg mit den umliegenden Kolonien befindet. Diese Situation ist ziemlich gut umgesetzt, da es für den Leser so dargestellt wird, als sei es normal, dass es die Republik gibt und dass niemand von den USA weiß. Der Leser wird als "Mitwisser" angeredet, man erklärt ihm die Umstände nicht sofort, sondern sie werden als selbstverständlich hingenommen.
Das gesamte Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, wobei es nicht nur einen Protagonisten gibt, sondern zwei. Day und June wechseln sich Kapitel für Kapitel mit ihrer Sicht ab und einige Szenen bekommt man so aus zwei verschiedenen Blickwinkeln geboten (wenn Day und June zusammen etwas erleben). Dennoch ist es so sehr schwierig, beiden Charakteren die gerechte Aufmerksamkeit zu widmen, da jedem nur etwa 150 Seiten zur Verfügung stehen. Zudem sind mir beide Protagonisten zum Einen zu jung (sie sind gerade mal 15 Jahre alt) und zum Anderen zu perfekt. Beide sind wunderschön und werden von anderen begehrt (und sind sich dessen bewusst) und beide haben außerordentliche Talente und sich hochintelligent. Natürlich liest man im Grunde lieber Bücher, in denen die Protagonisten toll sind und kaum Fehler machen, aber andererseits fällt es dadurch schwerer, sich mit ihnen zu identifizieren. Natürlich haben beide gewisse Voraussetzungen für ihr Können: Day lebt seit Jahren auf der Straße und ist ein gesuchter Verbrecher, June wurde in den besten Schulen und für das Militär ausgebildet. Dennoch scheinen mir ihre Fähigkeiten mit 15 Jahren etwas sehr extrem und ich hätte es begrüßt, wenn die beiden möglicherweise 20 gewesen wären. Dann wäre auch ihre Liebesgeschichte, die sich bei zwei solch perfekten Menschen unweigerlich anbahnt, etwas realistischer gewesen. 15jährige, egal, wie intelligent sie sind, denken nicht so über Liebe wie die beiden. Wenn ich daran denke, wie ich mit 15 war, oder meine Freunde, da waren wir höchstens mal in jemanden verschossen oder verknallt, aber gewiss nie verliebt. Dieses Problem lässt sich aber leider nicht nur in Legend finden, es ist sehr beliebt, Jugendlichen in Romanen eine sehr erwachsene Liebe auf die Leiber zu schneidern. Trotzdem ist die Liebesgeschichte an sich sehr schön und bewegend und die Zweifel, die beide gegen den anderen hegen, nachdem sie über ihre wahren Identitäten und Absichten wissen, sind realistisch beschrieben. Denn sowohl June als auch Day haben ihre Gründe für ihre Ansichten und Taten und beide haben auch schon viel Schmerz in ihren Leben durchleiden müssen. Dennoch merkt man schnell, dass Day der tiefgründigere Charakter von beiden ist und auch schwerwiegendere Geheimnisse mit sich trägt, von denen er teilweise selber gar nichts weiß. Daher ist für mich Day auch eindeutig der interessantere Charakter von den beiden, auch wenn June natürlich nicht uninteressant bleibt. Vor allem über Junes Kühle möchte man mehr erfahren.
Die Geschehnisse wechseln sich Gegenseitig ab und auf den 305 Seiten passiert auch verhältnismäßig viel, teilweise überstürzen sich auch die Ereignisse, vor allem gegen Ende wirkt alles ein wenig gehetzt und der Showdown, der an sich spannend war, hätte noch besser ausgebaut werden können. Zu Gute halten kann man aber dem ganzen Buch, dass es nicht langweilig ist, da auf jeder Seite etwas passiert und teilweise so viel, dass nicht nur eine Person ihr Leben verliert. Dies wirkt teilweise ein wenig wie "Hmm, wen lasse ich jetzt sterben?", manche Tode scheinen rein aus einer Laune der Autorin heraus passiert zu sein und waren in meinen Augen ziemlich unnötig (vor allem im ersten Band. Man hätte manche davon durchaus auch noch in Folgebände verlegen können, um den Personen noch etwas mehr Entwicklung zu ermöglichen). Die Nebencharaktere bleiben teilweise etwas blass und man erfährt nicht viel über sie und schnell weiß man, wer gut und wer böse ist. Leider sind die Personen in Schubladen gesteckt und selbst wenn sie anfangs nett und sympathisch erscheinen, spürt man sofort, dass sie nicht so sind, wie sie am Anfang wirken.
Natürlich möchte ich das Buch nicht nur kritisieren. Es hatte wirklich auch seine positiven Seiten. Es ist viel passiert und noch nicht alles wurde geklärt. Man fragt sich, was es wirklich mit der Pest auf sich hat, wobei man am Ende des Buches schon einiges mehr weiß als am Anfang. Die beiden Protagonisten sind grundsätzlich sympathisch und das gesamte Szenario ist gut dargestellt, man kann sich alles bildlich vorstellen.

Fazit
Der Auftakt der Legend-Trilogie ist sicherlich kein schlechtes Buch, aber es gibt durchaus bessere (vielleicht ist das Setting Dystopie einfach mittlerweile verbraucht?). Probleme hatte ich einfach mit dem Alter der Protagonisten, was es mir einfach unglaublich schwer gemacht hat, mich mit ihnen zu identifizieren oder ihre Personen an sich realistisch zu finden. Die Liebesgeschichte war nett, aber wieder zu sehr "sie sahen sich an und spürten sofort...." und außerdem ist auch hier wieder das Alter der Protagonisten ein Problem. Ich kann solche Liebesbeziehungen zwischen 15jährigen einfach nicht ernst nehmen. Zudem waren sie mir für ihr Alter einfach zu selbstlos und haben erstaunlicherweise Dinge ausgehalten, was ich älteren Personen nicht mal zutrauen würde. Dennoch möchte ich das Buch nicht nur schlecht machen. Die Story an sich war sehr interessant und auch die Sichtwechsel waren spannend. Day und June waren (wenn auch recht jung) beide auf ihre Art und Weise sympathisch und man konnte mit ihnen mitfühlen. Natürlich bin ich auch gespannt, wie die Geschichte weiter gehen wird und es sind ja auch noch einige Fragen unbeantwortet geblieben (zum Beispiel der Tod von Days Vater und das Ergebnis von Days Trial). Zwar fand ich Ready Player One doch ein wenig besser als Legend (einfach, weil es im Genre Dystopie mal was Neues war und auch sonst nicht ganz so klischeehaft), aber da ich keine halben Sachen mache (würde dem Buch 3' Punkte geben) und mir 3 Punkte doch zu schlecht erscheinen, vergebe ich abschließend 4 von 5 Sternen.

Weitere Buchrezensionen finden Sie auf meinem Blog Kaugummiqueens Bücherstube (kaugummiqueen.blogspot.de)
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am 5. Juni 2012
Legend erzählt eine Geschichte, die aus der Sicht von zwei Personen beschrieben wird. June und Day. Abwechselnd erzählen sie aus ihrer Sicht das Geschehen und dieser Perspektivwechsel ist eine tolle Eigenschaft von Legend. So werden zu Beginn zwei Handlungsstränge eingeführt, die nichts miteinander zu tun haben, im Laufe der Zeit aber immer näher zueinander finden, bis sie sich schließlich zu einer einzigen Handlung werden. Ich mag diese Art Aufbau wirklich gerne und Legend hat damit schon von Beginn einen guten Eindruck auf mich gemacht.

Die beiden Hauptpersonen June und Day sind scheinbar grundverschieden. Beide haben ganz gegensätzliche Einstellungen gegenüber dem doch skrupellosen Regime und ihre Rolle darin könnte nicht unterschiedlicher sein.

June ist so etwas wie das Wunderkind und der Augapfel des Regimes. Mit ihrem 15 Jahren hat sie den besten Score im alles entscheidenden Test erreicht und sie steht mit ganzem Herzen hinter der Regierung. June ist für ihr Alter aber auch schon ganz schön abgebrüht, wenn es um Gewalt geht. Das hat es mir am Anfang etwas schwierig gemacht, sie zu mögen. Sie kam mir zu unnahbar und zu engstirnig vor. Beeindruckt war ich allerdings von ihrer 'ermittlerischen' Gabe. Sie erfasst die Details ihrer Umwelt schnell und setzt sie gekonnt in richtige Informationen um. Sherlock Holmes lässt grüßen ;) Im Verlauf der Geschichte hat sich meine Einstellung ihr gegenüber aber deutlich geändert.

Anders erging es mir mit Day. Mit ihm konnte ich von der ersten Seite an mitfühlen und ich empfand gleich Sympathie für ihn. Er ist 'Staatsfeind' Nummer 1, weil er mit allen möglichen illegalen Aktionen versucht, das schauderhafte Treiben des Regimes zu verhindern. Dabei wendet er selbst nie Gewalt an und bringt auch keine anderen Menschen in Gefahr. Das alles tut er nur, weil er seiner Familie helfen will, die seine finanzielle Unterstützung nötig hat. Er ist vom Charakter her wirklich ganz anders als June um im Vergleich zu ihr erscheint er geradezu sanft. Dann aber tötet er Junes Bruder' oder vielleicht auch nicht?

Dieser 'Mord' ist es, der den Stein ins Rollen und die Geschichten von June und Day einander näher bringt. Die Inhaltsangabe verrät ja schon, dass die beiden sich begegnen werden und deswegen habe ich die ganze Zeit mit Spannung darauf gewartet, vor allem, nachdem ich die beiden Charaktere etwas näher kennengelernt habe. Auf alles, was nach dieser Begegnung passiert, gehe ich nicht ein, denn das würde nur den Lesespaß verderben.

Die erste Begegnung der beiden ist etwas Besonderes. June und Day sind von jeweils anderen 'fasziniert' aber beide können sich nicht so recht erklären, woher diese Faszination kommt. Keine Sorge, die beiden schmachten sich nicht an oder so etwas. Das würde auch nicht zu ihnen und der Situation passen. Wichtig dabei zu wissen ist aber, dass keiner der beiden weiß, wer genau der andere ist'vorerst. So beschränkt sich das 'Kennenlernen' auch sehr auf unwichtige Details und eigentlich erfährt man in der Zeit, die die beiden miteinander verbringen, nicht viel über sie. Lediglich in Junes Leben bekommt man einen besseren, wenn auch nur kleinen Einblick. Die Handlung schreitet schnell voran, so dass einfach keine Zeit bleibt um diese 'Beziehung' zu vertiefen. So blieb mir beim Lesen noch allerhand Raum für Spekulationen über die beiden und ich war mir die ganze Zeit nicht sicher, wie ich sie einschätzen soll.

Sehr wichtig war mir auch, dass diese Begegnung der beiden sie nicht grundlegend verändert. June wird nicht auf einmal zum sanften Lamm und Day nicht zu einem treuen Anhänger des Staates. Man krempelt sein Leben und seinen Charakter nicht einfach von der einen Minute zur anderen um. So kommt es auch, dass Junes Standhaftigkeit Day fast zum Verhängnis wird und für einen Handlungsverlauf sorgt, der sehr mitreißend, aber auch aufregend ist. Immerhin hat sie dem Mörder ihres Bruders Rache geschworen'

Zwischenzeitlich hat mich Junes Verhalten erschreckt. Aber June wäre nicht June, würde sie sich nicht von aussagekräftigen Beweisen umstimmen lassen. So kommt sie nach und nach einer Geschichte auf die Spur, die ihr viel abverlangt und die für sie sehr gefährlich werden kann. Immer wieder entdeckt man ein neues Puzzlestück und wenn sich am Ende alles zusammenfügt dann ist das einfach nur aufregend. June muss auch bald merken, dass sie Day ähnlicher ist, als sie gedacht hat und dass er nicht der ist, für den sie ihn hält'

Dazu muss ich noch eines sagen: In Legend wird ein Rätsel gelöst, aber ein anderes, größeres und weitreichenderes Rätsel taucht auf. Auf dieses Rätsel wird an manchen Stellen eingegangen, mit Details hält Marie Lu sich aber zurück, weswegen man am Ende keine Ahnung hat, was dahinter steckt. Es gibt ein paar Hinweise, durch die man eine leise Ahnung hat, aber dabei bleibt es dann auch. Da ist ein einzelner, kleiner Satz, der mich so neugierig gemacht hat! Ich werde aber auf den zweiten Teil warten müssen, um das Rätsel zu lösen.

Fazit

In Legend trifft man auf zwei unterschiedliche Charaktere, deren Geschichten zueinander finden, was für beide sehr viele Gefahren birgt. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint und das müssen Day und June auf ganz unterschiedliche Art und Weise lernen. Legend bietet eine spannende und unvorhersehbare Handlung (und das obwohl die Inhaltsangabe den 'Knackpunkt' schon erwähnt), bei der man von den Entwicklungen mitgerissen wird. Fans von Liebesgeschichten werden mit Legend vielleicht nicht ganz so glücklich, ich empfehle das Buch aber trotzdem, weil ich finde, dass es nicht in der Flut an Dystopien untergeht, sondern eine neue und spannende Handlung bietet.
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am 3. Februar 2014
YA dystopia books seem to be really popular at the moment. It feels like the Hunger Game hype has challenged authors to drown us in a dystopia wave of imaginative future scenarios. I actually like the genre, I really do. But if you get an overdose of books from the same genre it can be hard to distinguish the good ones.

One of my favorite series is the Divergent trilogy by Veronica Roth. So I am a bit biased when it comes to the dystopia genre. Sometimes it's hard for me to get over my favorite books and approach similar stories. I was delighted to find out that Legend is a totally different book. It turned out to be one of the special ones among the dystopia wave. The whole setting and atmosphere is unique and the concept sets this series apart from other books.

It was a real pleasure to read this book. The story is fast-paced but still profound. The protagonists Day and June are likable characters, who are easy to relate to. Their relationship has a realistic development and doesn’t feel rushed or overdone.

The book is divided into two parts. I truly enjoyed the first one. I was hooked from the beginning and was constantly eager to read more. Unfortunately the second half of the book was a bit disappointing. Too cliché. It felt like I’ve read that kind of jail-breaking and refugee story line for the 100th time. Everything was too predictable. So I finished the last chapter with mixed feelings.
While the second half of the book was nothing new or special, the end still left me wondering how the story will continue. So I'm certainly going to read the sequel.

Overall Legend was a thrilling read, set in a interesting future dystopia with elaborated characters. The believable but a bit predictable plot line of Legend really has potential and could be the start of a great series.
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am 30. März 2012
"The Republic has no idea what I look like. They don't seem to know much of anything about me. That's why they hate me, why I'm not the most dangerous criminal in the country, but the most wanted. I make them look bad."

Als Day, der meistgesuchte Rebell der Nation bei seiner Flucht vor dem Militär den hochrangigen Kommandanten Metias Iparis tötet, schwört die Republik bittere Rache. Allen voran June Iparis, die fünfzehnjährige Schwester des Ermordeten und Wunderkind der Republik; noch nie gab es eine begabtere Soldatin. Sie hängt sich an Days Fersen, spürt ihn in den Slums auf und erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day zeigt ihr die Schattenseiten der Republik und lässt sie in ihrem Glauben schwanken. Ist der faszinierende Junge wirklich der Mörder ihres Bruders?

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Jaja, mit "Legend" ist mir mal wieder ein Glücksgriff gelungen. Vor einiger Zeit habe ich mal irgendwo eine begeisterte Rezi zu dem Buch gelesen und es mir bestellt, obwohl mich das Cover eigentlich nicht so anspricht. Aber hinter dem militärisch aussehenden, fast schon unscheinbaren Cover verbirgt sich eine sehr packende Jugenddystopie, die sicherlich bald auch den deutschen Markt erobern wird.

Das ehemalige Amerika gibt es nicht mehr, Seuchen und Naturkatastrophen haben das einst stolze Land zerstört. Zwei neue Nationen haben sich in dem Chaos herausgebildet: die Republik, ein Militärstaat, und die Kolonien, hochtechnologisiert. Beide befinden sich in einem erbitterten Krieg, der mit allen Mitteln bestritten wird. June Iparis, eine Fünfzehnjährige, die als Einzige jemals ein perfektes Ergebnis bei dem Eignungstest erzielt hat, welchen jeder Bürger ablegen muss, ist die große Hoffnung der Republik. Sie ist der aufgehende Stern, der ihre Nation zum Sieg führen soll, jung, bildschön, klug und stark. Doch ihr perfektes Leben wird abrupt zerstört, als ihr Bruder Metias bei einem Einsatz ums Leben kommt. Sein Mörder: niemand anderes als der meistgesuchte Rebell der Nation, Day.
Auf den ersten Blick scheinbar wie Tag und Nacht, sind sich Day und June doch ähnlicher, als beide ahnen. Die eine kämpft für die Republik, der andere gegen sie. Doch auch Day, der bei dem Eignungstest durchgefallen ist und sich seit seinem zehnten Lebensjahr auf der Straße durchschlägt, verblüfft die Republik immer wieder. Niemand weiß, wer der mysteriöse Junge ist, der Banken überfällt und Militärstationen in die Luft jagt. Als June jedoch auf ihn angesetzt wird, um den Tod ihres Bruders zu rächen und ihn zu fangen, prallen beide Welten aufeinander.

Wie man es von Dystopien erwarten kann, verbirgt sich hinter der scheinbar heilen Fassade der Republik natürlich eine unangenehme Wahrheit, der June langsam auf die Schliche kommt. Hier erwartet einen eher Altbekanntes, was der Geschichte jedoch trotzdem nicht die Spannung nimmt. Die Story ist packend und der militärische Aspekt unterscheidet das Buch doch von anderen Jugenddystopien. Natürlich entwickeln sich auch Gefühle zwischen June und Day, aber sie verlieben sich nicht Knall auf Fall oder schwören sich ewige Liebe, was mir meist bei anderen Büchern missfällt. So wirkt die Geschichte glücklicherweise weniger mädchenhaft, sondern eher ernster.

"Legend" ist so ein Buch, bei dem ich schon kurz nachdem ich angefangen hatte zu lesen, wusste, dass es genau mein Ding ist. Und dass gerade mal 300 Seiten viel zu schnell weggelesen sein würden. Zwar bereichert es das Jugenddystopiegenre nicht gerade mit fundamentalen neuen Ideen. "Legend" ist aber trotzdem ein echt spannendes Buch, welches Fans des Genres sicherlich begeistern wird. Day und June sind starke, interessante Charaktere, es gibt genug finstere Machenschaften und im Herbst diesen Jahres ist mit der Fortsetzung zu rechnen, auf die ich jetzt schon gespannt hinfiebere. Also, nicht lange überlegen - lesen!

4,5 / 5 Punkte
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