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am 18. Juni 2001
Der Roman, der den Guardian Fiction Price erhielt, lässt sich schwer klassifizieren: Zum einen handelt es sich um einen historischen Roman, der das London des 18. Jahrhunderts zum Leben erweckt, zum andern um eine Detektivgeschichte, die im London unserer Zeit spielt.
Inhaltlich teilt sich der Roman in zwei Hälften: Zu Beginn des 18. Jahrhunderts - die Zeit der Aufklärung hat bereits begonnen - erhält der Architekt Nicolas Dyer den Auftrag, verschiedene Kirchen in London, die durch die Brandkatastrophe von 1666 zerstört wurden, neu zu errichten. Doch der Ich-Erzähler Dyer weiht den Leser bald in ein Geheimnis ein: Ihm geht es keineswegs darum, christliche Kirchen zu bauen, sondern seinem eigenen Glauben, eine Mischung aus Okkultismus und Satanismus, ein Denkmal zu setzen. Doch dafür ist bei jeder neuen Kirche ein Opfer notwendig, und so begeht er verschiedene Ritualmorde.
Der zweite Teil des Romans zeigt die Mühen, die Kommissar Hawksmoor bei der Lösung eines seltsamen Falles zu bewältigen hat: Mehrere Leichen werden in der Nähe verschiedener Londoner Kirchen gefunden, doch von dem Täter fehlt jede Spur. Hawksmoor, der zunächst als rational denkender Mensch gezeigt wird, verzweifelt an dem Fall, und er beginnt sich dem Irrationalen zuzuwenden, was in den Augen seiner Kollegen als Zeichen aufkeimenden Wahnsinns gedeutet wird.
Die beiden Teile des Romans sind kunstvoll mit- und ineinander verwoben, so dass beim Lesen der Eindruck entsteht, beide Zeitebenen würden sich wechselseitig bedingen, ja, dass Nicolas Dyer in der Welt Hawksmoors gegenwärtig ist. Spannend bis zum Schluss bleibt deshalb die Frage nach dem Täter der Morde und nach dem Schicksal, das Dyer und Hawksmoor ereilen wird. In einem ebenso furiosen wie faszinierenden Showdown (in einer Kirche) werden beide Fragen beantwortet.
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am 28. April 2008
London, um 1712: der Architekt Nicholas Dyer wird mit der Planung und Errichtung von 7 Kirchen beauftragt. Doch Dyer, Anhänger einer satanistischen Sekte, will mit seinen Kirchen den dunklen Mächten ein Denkmal setzen, das die Zeiten überdauert, und bringt für ihre Errichtung Menschenopfer.
Im London des späten 20. Jahrhunderts ermittelt Inspektor Hawksmoor in einer mysteriösen Mordserie, bei der die Opfer stets in der Nähe von Kirchen gefunden werden, und die Ereignisse der Vergangenheit scheinen sich auf unheimliche Weise zu wiederholen...

"Hawksmoor" ist ein wirklich schauriges Buch. Die beiden Zeitebenen entfalten sich parallell, da die Kapitel abwechselnd im 18. und im 20. Jahrhundert spielen. Die des 18. Jahrhunderts werden von Dyer selbst erzählt, sodass man als Leser gegenüber den Charakteren des modernen Handlungsstrangs einen gewaltigen Informationsvorsprung hat, weil man die Zusammenhänge erkennt (obwohl man sie sich nicht wirklich erklären kann) und hofft, dass Hawksmoor das Muster sieht. Aber die Parallellen zwischen den Ereignissen des 18. und 20. Jahrhunderts beschränken sich bei weitem nicht nur auf die Morde...

Man hätte aus diesem Buch eine Detektivgeschichte machen können, in der Hawksmoor das Puzzle um Dyers geheime Botschaften systematisch nach und nach zusammensetzt. Ackroyd hat ein anderes Buch geschrieben - eines, das den Lesern den Boden unter den Füssen wegzieht, wenn sie sich endlich ein wenig in Sicherheit glauben; eines, das verstört, beunruhigt und fasziniert, das klare Lösungen verweigert, das sperrig ist und sorgfältig gelesen werden will, das spannend wie ein Krimi, aber eigentlich kein Krimi, sondern eher ein "Gothic Tale" ist.
Ackroyd hat Fakten und Fiktion geschickt miteinander verwoben: 6 der Kirchen gibt es wirklich. Wer an diesen eigentlich sehr hübschen, hellen Bauten mit einem leichten Schaudern vorbeigeht und die Fassaden und Türme mit skeptischen Blicken mustert, hat wahrscheinlich dieses Buch gelesen. Es wird mir bei meinem nächsten London-Besuch nicht anders gehen.
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am 21. Mai 2007
Ein Roman mit origineller Grundidee - ein Architekt huldigt einer dunklen Religion und baut "Opfer" in seine Kirchen ein. Die Umsetzung ist jedoch misslungen: Der Roman ist viel zu lang für das, was das Thema hergibt und verwirrend geschrieben. Alles in allem mühsam.
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