flip flip Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle Unlimited BundesligaLive

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
72
The Sleepwalkers: How Europe Went to War in 1914
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 1000 REZENSENTam 5. März 2016
Kompakt und dicht gesetzt, so dass auch diese große Textmenge mitnehmbar bleibt. Die Preise scheinen hier zu schwanken, letzte Woche 3,50, da schlug ich eher zufällig spontan zu. Nun ... gucken Sie immer selbst aktuell.

Christopher Clarks Buch schlug 2013/14 Wellen, vielleicht auch durch das provokante Titelwort. Lloyd George belegte damit das Verhalten der europäischen Eliten vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
Oder war es doch das aggressive Verhalten speziell des Deutschen Reichs und Österreich-Ungarns? Oder anderer? Vor fünfzig Jahren hieß das "Fischer-Kontroverse" und einige der Kämpfer von damals sind noch (i.d.R. emeritierte) Professoren. "Mea Maxima Culpa" oder doch "Der da war aber auch schuld und ist ganz, ganz doof".

Doch Clarks Buch darauf verkürzen zu wollen, heißt dem Marketing- und Aufmerksamkeits-Trara einfach zu folgen. Clark geht tiefer als nur das (zumindest im bisher Gelesenen). Er skizziert sehr gut lesbar zunächst den jungen, aggressiven Nationalstaat Serbien, und man wird Parallelen zu aktuelleren Balkankrisen und Terrorismus automatisch ziehen. Dann stellt Clark den erstarrten Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn mit dem senilen Kaiser Franz Joseph dar, ...

Auch weil dieser große Ausblutungskrieg zwar z.B. in Frankreich viel mehr Opfer ergab als der WK II, auch in Deutschland aber relativ unterbelichtet blieb, wird man in Clarks Buch viel Interessantes zusammengefasst und erforscht finden. Seine eigene Einschätzung kann jeder dann ja auch noch treffen. - Das Englisch ist schön, also greifen Sie eher zu dieser Fassung.
Vier Sterne.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 15. März 2014
Faszinierend, wie detailliert die Akteure in den jeweiligen europäischen Hauptstädten geschildert werden, auch wie vielschichtig Deutschlands Politikmacher dargestellt werden. Offenbar gab es eben nicht nur den Kaiser und Kanzler, sondern genügend Militärs und Diplomaten überall, die mitspielten.
Es ist erstaunlich, dass es eines australischen Historikers offenbar bedarf, mehr Sachlichkeit in die Kriegsschulddebatte zu bringen; Deutschland wird zwar nicht entlastet, aber Kriegstreiber und -willige in Frankfreich, Serbien und England eben auch thematisiert.
Man verspürt doch Wehmut, dass auf allen Seiten nicht mehr Vernunft geherrscht hat und zuviel Glauben an die eigene Überlegenheit, moralisch und militärisch, herrschte. Allerdings schien der österreichische Thronfolger doch vernünftige Pläne zumindest in Bezug auf slawische Minderheiten gehabt zu haben-tragisch dass er von Extremisten ermordet wurde....
Danke Herr Clark!
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 16. Mai 2014
Sowohl in der Fachliteratur wie in der allgemeinen Publizistik hat Clarks Schilderung der Befindlichkeiten und Absichten der Großmächte vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs große Aufmerksamkeit gefunden. Vor allem in Deutschland wird das Buch als eine Antithese zur These der alleinigen Schuld Deutschlands am Ausbruch des Krieges von Versailles bis zu Fischer gesehen. Dem entzieht sich Clark, indem er den Begriff der Schuld nicht gelten lässt, sondern die Verknüpfung einer Vielzahl von Umständen in den Vordergrund rückt. In jedem der europäischen Staaten waren Politiker am Werk, die Anlass sahen, ihren Nachbarn die Pranke zu zeigen, vielleicht mit Ausnahme Großbritanniens, das in Clarks Darstellung ohnehin etwas blass bleibt. Kein Politiker hat jedenfalls vorausgesehen und sich überhaupt nur vorstellen können, welche Opfer ein nicht mehr ritterlich, sondern technisch geführter Krieg fordert. Insofern waren alle beteiligten Schlafwandler. Clarks Buch ist spannend geschrieben und zeigt "History in the Making".
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 30. November 2013
Auch wenn den Rezensenten der Furor, mit dem einige der Vorrezensenten hier längst vergangen geglaubte publizistische Schlachten der 60er und 70er Jahre noch einmal zu schlagen zu müssen wähnen, ein wenig befremdet, so ist dennoch nicht zu bezweifeln, dass Clark hier ein großer Wurf gelungen ist. In hervorragend lesbarer und spannend erzählter Form entwirft er ein Panorama der europäischen Außenpolitik von 1900 bis einschließlich der Julikrise, wobei die Auseinandersetzungen der europäischen Nationen untereinander, aber auch die internen Querelen um den "richtigen" außenpolitischen Kurs innerhalb der Nationen umfassend erläutert werden. Schon vor der Julikrise gelangt Clark dabei zu dem deprimerenden Zwischenfazit, dass sich bei allen europäischen Großmächten eine Kriegspartei gefunden habe, die aber nicht die Macht besessen habe, einen Krieg vom Zaun zu brechen, der eine andere Seite gegenübegestanden habe, die zwar einen Krieg hätte herbeiführen können, diesen aber nicht gewollt habe, dass aber bei keiner europäischen Nation eine einflussreiche Strömung existiert habe, die die dezidierte Kriegsverhinderung auf ihre Fahnen geschrieben hätte, sodas ein Krieg zunehmend wahrscheinlicher wurde. Dass das Deutsche Reich in dieser Darstellung besser wegkommt als andere Nationen, liegt weniger an einer vermeintlichen Friedfertigkeit der deutschen Außenpolitik (Clark kennt "seinen" Fischer gut!), als vielmehr daran, das Clark die deutschen Handlungsspielräume für sehr viel geringer hält als die der anderen beteiligten Nationen, insbesondere Frankreich und Russland.
Etwas weit hergeholt erscheinen dem Rezensenten die Gegenwartsbezüge, etwa zu den Gefahren des Syrienkonfliktes für die heutige globale Diplomatie. Insgesamt steht das Buch nach Ansicht des Rezensenten aber völlig zu Recht in den Bestsellerlisten, und dies gelingt gehaltvollen historischen Darstellungen nur sehr selten.
Gegenüber der deutschsprachigen Ausgabe punktet diese neben der sprachbedingten deutlich reduzierten Seitenzahl vor allem durch den erfreulich niedrigen Preis. Wer also die Mühe der fremdsprachigen Lektüre nicht scheut, sollte ruhig zum Original greifen!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 19. Oktober 2013
This book is a real recommendation for all readers interested in history. This book among hundreds of others about WW I has its specialty in its combination of different aspects which made me give five stars :
- the book itself is not written in scientific style which is used at university but it is written so that you can read it with interest without having to concentrate too much
- although written by a professor of history it also gives information about historic facts and backgrounds the average reader needs to be told but the student would not recall again. So he helps the reader finding along the way of the historic developments
- the best thing about the content of this book i.e. WW I is that it does not start soon before October 1914 when WW I broke out and then describes in chronology what happened and who were the envolved actors but the book as three main chapters which describe the backgrounds and reasons WHY the war broke out although only some years before nobody had expected it to come.

One sentence in the book was quite stunning for me. In context the author said that a hundred years later our generation now can better understand WHY the world developed towards this war after the terrorists attacks of Sarajevo than even the people in the 1980s and 1990s. Having experienced and the knowledge of the balkan wars in the 1990s and later 9/11 our generation better knows about conflicts in the balkan area and about terrorism all around the world if not only two super-powers exist anymore but alike before WW I several nations and regions in power and gaining it face terrorism and competition.

It is a book really worth reading if interested in how things can develop and combine in time, by people and minor actions that in effect turn out to be the greatest catastrophy of the 20th century and all the following
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 29. Oktober 2014
A very long read (be warned), but this is the book to read if you need a careful analysis of the situation before 1914. It is detailed and well researched, well written and for the most part of interest to today's reader.

One star off the Five-Star rating, mainly because an adequate summary of each section appears to be missing, making it essential to read every word - and this does take some time. All in all an excellent book.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 9. Januar 2014
Schon der Beginn des Buches ist von grauslicher Faszination: Seiten um Seiten wird ein Königsmord beschriben, nein nicht der berühmte von Sarajewo, sondern einer einige Jahre zuvor. Damit wird der Leser eingestimmt in die historischen Realitäten, die so grausam sind, daß es einen nur schaudern kann, mit welcher Zwangsläufigkeit - eben wie schlafwandlerisch - die Regierenden seinerzeit in den 1. Weltkrieg schlitterten, stolperten, geschoben wurden.
Ich habe das englische Original gelesen, das ging mit dem neuen Kindle und seinen Wörterbuchlesehilfen prima!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 30. April 2014
Clark hat es in diesem Buch geschafft, einen vernünftigen Überblick über die Entwicklungen in Europa zu geben, die mit dem Ausbruch des ersten Weltkriegs in Zusammenhang stehen.
Quintessenz ist, dass weniger eine einzelne Nation am Kriegsausbruch Schuld ist, sondern das ganze System internationaler Beziehungen und die damalige Diplomatie unfähig waren Frieden zu bewahren und eine dauerhaft vernünftige Basis künfiger internationaler Beziehungen zu schaffen. Gerade auch aus deutscher Sicht wird die Lüge von alleiniger deutscher Kriegsschuld widerlegt.

Verständlich geschrieben, und leicht verständlich, wenn man ordentlich Englisch kann.
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 25. Februar 2014
It is the most important book on the origins of World War One I have seen in the last 40 years. It is extremely well documented, reproduces the harrowing story from the perspective of all of the relevant powers (with the possible exception of Turkey). The title is somewhat misleading, since the principal actors knew what they were doing and why; but their main - and fatal - mistake was to blot out from their minds the chain of reactions and consequences which followed in the other affected countries. The tragic chain of events the book describes has lessons for the world today. One might hope that foreign policymakers in today's major powers would take its lessons to heart.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden
am 3. November 2013
Clark versteht es, Geschichte fesselnd zu vermitteln! Sein Ansatz, die überaus komplexe Julikrise 1914, die in den Ersten Weltkrieg mündete, dadurch verständlich zu machen, dass er das Handeln der Hauptakteure nachvollziehbar erläutert, ihre Fehleinschätzungen analysiert und ohne zu verurteilen ihr Tun erklärt, ist moderne Geschichtsschreibung auf höchstem Niveau!
Ein grossartiges Buch!
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|0Kommentar|Missbrauch melden