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VINE-PRODUKTTESTERam 20. November 2014
Im literarischen Universum ist dieses Buch ein Meisterwerk. Im direkten Vergleich mit Foers Erstlingswerk "Everything is Illuminated" stellt es für mich aber einen leichten Qualitätsverlust dar, und daher vergebe ich vier Sterne.

Beiden Büchern liegt das selbe Leitmotiv zugrunde: durch eine Katastrophe verliert der Protagonist seine familiäre Wurzel, er macht sich auf die Suche nach dem für immer verschollenen, um etwas anderes als erwartet zu finden. Aber während das Ende bei "Everything is Illuminated" den Kreis schliesst, eine unbeschreibliche Odysee durch Länder und Zeiten zu einem Punkt führt, endet "Extremely loud" genauso offen wie es begann, aber leider - für meinen Geschmack zumindest - nicht sonderlich inspirierend.

Foer ist ein Meister der verschachtelten Perspektiven. Er lässt verschollene Grossväter zu Wort kommen, unbekannte Nachbarn werden wichtig, die Hauptperson wird Randfigur, verschwindet aus dem Bild, kehrt zurück. Und man fliesst einfach mit. Geradezu groteske Personen und Situationen werden eingeführt, das Lachen bleibt im Halse stecken und man denkt "wie in aller Welt kam er denn darauf". Die empfundene Schwäche bei diesem Buch ist, dass die Hauptfigur selbst die groteskeste Figur ist und - wie ich finde - nicht sonderlich sympathisch. Ja, natürlich, der kleine Junge tut einem leid Er hat seinen Vater in 9/11 verloren. Er leidet. Er trauert sehr. Aber seine Nerdyness ist wirklich befremdlich. Mir fiel der Zugang zu diesem Kind sehr schwer. Die Personen, die er auf seiner Odyssee durch NY trifft, sind leider dagegen eher blass und hinterlassen keinen sehr bleibenden Eindruck. Am stärksten ist die Geschichte der Grosseltern, in denen die Zerstörung Dresdens im zweiten Weltkrieg den Rotationspunkt darstellt.

Ich hatte den Eindruck, dass Foer in "extremely Loud" eine intellektuell empfundene Katastrophe literarisch gekonnt verarbeitet, aber dass er - und damit der Leser - nur Zuschauer ist. Bei seinem Erstlingswerk "Everything is Illuminated" geht es um Holocaust, zweiter Weltkrieg, jüdisches Leben. Hier hatte ich den Eindruck, dass er eine in Fleisch und Blut existierende historische Katastrophe neu erlebt und dadurch den Leser tief in den Strudel hineinzieht.

Und damit zurück zum Anfang: im Vergleich können es diesmal nur vier Sterne sein. Trotzdem Weltliteratur, die aber eben auch nuanciert ankommt.
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am 21. Januar 2015
Eines der packendsten Bücher, das ich je gelesen habe - eines, das unter die Haut geht und einen noch sehr lange hinterher beschäftigt.
Ein Kind muss hier den Tod seines Vaters verarbeiten, der am 11. September in den Twin Towers in NY ums Leben kam
Es geht primär um die Verarbeitung von Verlusten, um Trauerarbeit. Der Roman gibt auch Hoffnung, denn es ist zugleich ein Buch vom Gebraucht werden.
Hervorragend charakterisierte Persönlichkeiten:
1. Oskar, 9 Jahre alt, hat Angst, dass die Erinnerung an den Vater verblassen könnte und wird daher aktiv. Er flüchtet in eine Fantasywelt, zieht sein Ding duch, reagiert und denkt nicht mehr wie ein Kind, hält sich aber auch nicht an die Regeln eines Erwachsenen.
2. Mama: Sie will vergessen und sucht sich einen Freund mit ähnlichem Schicksal. Sie braucht jemand, der ihr Leben teilt - und ihr Kind wird zur Nebensache.
3. Oma, die sanfte Kämpferin, ist für Oskar ein Fels in der Brandung, kommuniziert mit Oskar per Stimmfühlungslaut, hat schon sehr viel Schlimmes erlebt, Der Verlust ihres Sohnes geht zeitgleich einher mit der Wiedergewinnung des Ehemanns, sie kann und will aber keine Nähe zulassen
4. Opa: Einst Bildhauer und Poet, lebt nur noch in der schmerzvollen VergangenheitT: "He cannot speak"... Er schafft es aber, gemeinsam mit seinem sonderbaren Enkel, allmählich die Trauer zu verarbeiten und alle ungesagten Worte zu "beerdigen".
5. Blacks: Jemand, der vorher in Erinnerungen lebte und nicht vergessen will, wird für das Kind zum Vaterersatz und findet dadurch selbst ins Leben zurück.
6. Toter Daddy: Vor der Katastrophe funktionierte er vor allem und stellte sich eher hinten an. Als Toter ist er chancenlos, kann nicht mehr kämpfen, nichts mehr berichtigen, aber er ist noch mit jedem in seiner Familie stark verbunden.

Extremely loud: Die einstürzenden Türme, ein extremer Vogelschwarm, eine Bombennacht in Dresden
Incredibly close: Die Katastrophe in New York, die nicht nur der Protagonist hautnah erlebt und die Familien der Opfer noch sehr lange verfolgt.

Ein Minuspunkt, der aber der hohen Bewertung des Buches nicht schadet
- Der Exkurs "Hiroshima" wirkt deplaziert, darauf hätte der Autor meiner Meinung nach verzichten können.
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am 19. September 2017
This book is written with so much sensitivity regarding the feelings of a little boy, his secret, his mum and how they cope after "the worst day".
It will leave you raw and vulnerable and wanting to hug someone you love. I started reading and fell right into the story. It is one of the books I most often recommend or lend to people asking me for "a good read", knowing that it's not a good read, but an excellent one.
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am 21. August 2009
Dieses Buch hab ich in der hand gedruckt bekommen von eine Pension Zimmer Nachbarin in Seoul, Korea. Sie meinte es ist ungewöhnlich und sehr gut.
Ich hatte eine Ausgabe ohne Cover-info und ich fing einfach an zu lesen. Da ich nicht wusste worüber es handelte, hat's langer gedauert bis es mir dammerte, dass der Hauptprotagonist ein Kind sein könnte. Auch wird der Verlust des vaters nicht erklärt, also langsam stellte ich nach und nach die Stücke des Puzzles zusammen. Es hat mich wie ein Hammer getroffen als ich es verstanden hatte. Den Charachter von Oskar, seine Frühreife, sein Nervensäge-dasein, alles wurde plötzlich klar, und ich liebte ihn umso mehr für sein Tapferkeit, sein Wunsch das Superkind zu sein, sein Zuversicht und Hoffnung im Angesicht des unglaublich tragische Ereignisse. Wie könnte man ihn nicht lieben, der arme kleine, schlaue tapfere Kerl?
Eine unglaublich schöne Erfahrung.
Lies es!
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am 23. März 2016
Oskar ein neunjähriger Junge verliert seinen Vater in den 9/11 Anschlägen und findet einen mysteriösen Schlüssel in dessen hinterbliebenschaften. Hiermit geht Oskar auf Entdeckungsreise durch New York um Frieden zu finden. Ist ein sehr schön geschriebenes aber auch trauriges Buch.
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am 30. August 2012
Also ich war anfangs etwas skeptisch. Schließlich ist das Thema world Trade Center ja schon irgendwie ausgelutscht mit Geschichten. Trotzdem hab ich mir das Buch bestellt und bin begeistert. Die Art und Weise wie der Autor den Leser einbezieht, ist irgendwie anders als bei andern Büchern. Zudem muss man noch ziemlich aufpassen, wo man sich gerade in der Geschichte befindet. Aber genau sowas mag ich und das macht das Buch einzigartig.
Schribstil ist wunderbar innovativ (wie ich finde), authentisch und bazaubernd.

Ein absoluter Lesetip!
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am 5. August 2009
Mit den ersten 100 Seiten tat ich mich schwer: Der Stil ist - vielleicht bewusst - schwerfällig, die Charaktere allesamt unsympathisch, mir war unklar, wohin die Reise gehen soll. Aber ab der Mitte konnte ich das Buch kaum noch weglegen: Die Stilmittel werden zunehmend unkonventionell, die möglichen Entwicklungen standen mir immer klarer vor Augen. Der Roman entwickelt sich zu einer nahezu klassischen Schatzsuche, was in einem interessanten Kontrast steht zur stilistischen Darstellung. Die Beweggründe der an sich höchst unwahrscheinlichen, zunächst sehr konstruiert wirkenden Personen werden plausibel - Chapeau!

Erstaunlich und erfreulich, dass ein solches Werk auch kommerziell erfolgreich wurde!
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am 22. August 2015
Wunderschöne und auch traurige Geschichte, mit viel Gefühl und Gespür geschrieben. Wer es mag von einer Geschichte emotional gefesselt zu sein, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.
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am 14. Juli 2016
Ich habe erst den Film gesehen und schon sehr gemocht, aber das Buch ist sogar noch besser, weil es diese wunderbaren komplexen Charaktere noch einfühlsamer beschreibt. Das Buch ist super!!
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am 4. Mai 2014
Ich mag dieses Buch sehr - es ist gut geschrieben und man muss nachdenken und fängt an, sich in die Welt
des kleinen Jungen einzufühlen. Wieder einmal ein gutes Buch eines guten Autors :)

I like that book very much. Well written and you have to think while reading. Reading further I noticed that I started to think
and feel like the little boy and I wanted to solve his game, too!
A good book from a good and famous author :)
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